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Guliver-Fondsmanager: "Demografie begünstigte Revolution in Tunesien"+ Revolution in Tunesien aufgrund der Demografie nicht überraschend + Zahlreiche vergleichbare Ereignisse in der Geschichte + Ähnliche Altersstruktur auch in Algerien, Marokko und Ägypten
Berlin, 18. Januar 2011 - "Die Unruhen in Tunesien bis hin zur Revolution sind aus demografischer Sicht nicht überraschend", meint Guido Lingnau, Fondsmanager der Guliver Finanzberatung. Seit vielen Jahren beschäftigt sich Lingnau mit der Demografie in den Ländern weltweit und ihren Auswirkungen auf Gesellschaft, Wirtschaft ...
Berlin, 18. Januar 2011 - "Die Unruhen in Tunesien bis hin zur Revolution sind aus demografischer Sicht nicht überraschend", meint Guido Lingnau, Fondsmanager der Guliver Finanzberatung. Seit vielen Jahren beschäftigt sich Lingnau mit der Demografie in den Ländern weltweit und ihren Auswirkungen auf Gesellschaft, Wirtschaft und Finanzmärkte. Wenn die geburtenstärksten Jahrgänge mit Anfang 20 auf den Arbeitsmarkt drängen und ihre erste eigene Wohnung benötigen, kommt es regelmäßig zu gesellschaftlichen Spannungen. Oft nimmt die Inflation in einer solchen Phase deutlich zu und die Unzufriedenheit mit der politischen Führung steigt. Damit erhöht sich auch die Wahrscheinlichkeit für einen Volksaufstand in einem Land, vor allem dann, wenn der Austausch der Regierung durch demokratische Wahlen ausgeschlossen ist. "Genau dies war in Tunesien der Fall", erläutert der Fondsmanager aus Berlin. Beginn eines goldenen Zeitalters für Tunesien? Ist diese Phase des Umbruchs überstanden, steigen aber auch die Chancen für mehr Wohlstand, und die jungen, dynamischen Berufseinsteiger sorgen für neue Ideen. Die Inflation nimmt spürbar ab und Investitionen verlagern sich vom Immobilien- in den Technologiebereich. "Vor Tunesien könnte also ein goldenes Zeitalter liegen", so Fondsmanager Lingnau. Ähnliche demografische Strukturen finden sich derzeit auch in Algerien, Marokko und Ägypten. Im Rahmen seiner Forschungsarbeit hat Lingnau das ökonomische Modell der "Demografischen Welle" entwickelt. "Ein Geburtenrückgang in einer Volkswirtschaft erzeugt eine demografische Entwicklung, die ich als Welle bezeichne", so der Fondsmanager. Diese Welle beherrscht das wirtschaftliche und gesellschaftliche Geschehen einer Volkswirtschaft, bis die betreffenden Jahrgänge versterben oder eine neue, größere Welle entsteht. "Beim Untersuchen der Auswirkungen habe ich festgestellt, dass sich die Unterschiede in vier Phasen einteilen lassen", berichtet Lingnau. Besonders spannend sind die Bruchstellen zwischen diesen Phasen. Demografie ist die Basis für die Entwicklung einer Volkswirtschaft Je nachdem, in welcher Phase sich der Kamm der demografischen Welle befindet, die Jahrgänge der sogenannten Babyboomer, erhält die Volkswirtschaft grundsätzlich unterschiedliche Trends. "Die jeweiligen Auswirkungen habe ich in den verschiedenen Ländern in den letzten 200 Jahren nachgewiesen", erklärt Lingnau. Dabei spielten Zeitpunkt, Mentalität der Bevölkerung sowie politische und kulturelle Einflüsse kaum eine Rolle - die demografischen Wellen hatten in ihren Wirkphasen meist ähnliche Auswirkungen. "Die vier Phasen der demografischen Welle habe ich nach den vier Jahreszeiten benannt", so Lingnau. Für die Berechnungen wurden jeweils fünf Jahrgänge zusammen gefasst. "Beim Übergang von der Phase Frühling zu Sommer besteht in der betreffenden Volkswirtschaft die Gefahr gesellschaftlicher Spannungen bis hin zur Revolution. Der Zeitpunkt für dieses potenzielle Ereignis liegt somit in der Zeit, in der die Babyboomer-Generation des Landes, und somit der Kamm der demografischen Welle, in der Altersspanne zwischen 20 und 28 Jahren liegt", erklärt Lingnau. Demografische Situation in Tunesien Auslöser für Revolution In Tunesien waren die Jahre 1984 bis 1987 geburtenstarke Jahrgänge. "Diese Generation ist heute zwischen 23 und 26 Jahre alt und zeigt einen deutlichen Kamm der aktuellen demografischen Welle in Tunesien", so Lingnau. Nach 1987 kam es zu einem Geburtenrückgang bis 2005. Im Jahr 1987 erlangte auch Zine el-Abidine Ben Ali die Macht, der vor wenigen Tagen gestürzt wurde. Vergleichbare Situationen gab es beispielsweise in China, Polen, Iran und in der DDR "Ganz ähnliche demografische Situationen wie in Tunesien gab es auch in China und Polen sowie dem Iran und der DDR zu Zeiten, in denen eine Revolution stattfand bzw. ein großer Umbruch für das Land begann", stellt Lingnau fest. Nach den Forschungsarbeiten des Guliver-Fondsmanagers gibt es beispielsweise folgende vergleichbaren Situationen: China: 1989 - Demonstrationen auf dem Platz des Himmlischen Friedens Alter der Babyboom-Generation => 20 bis 27 Jahre ( Datenquelle: China Population and Development Research Center und eigene Berechnungen ) Polen: 1980 - Beginn der Solidarnosz-Bewegung Alter der Babyboom-Generation => 23 bis 29 Jahre ( Datenquelle: Demografisches Jahrbuch Polen 2010, Central Statistical Office of Poland ) Iran: 2009 - Proteste gegen die Präsidentschaftswahlen Alter der Babyboom-Generation => 18 bis 23 Jahre ( Datenquelle: U.S. Census Bureau ) DDR: 1989 - Mauerfall Alter der Babyboom-Generation => 25 bis 28 Jahre ( 24 bis 30 ) ( Datenquelle: Statistisches Jahrbuch der DDR 1989 ) Demokratien im Vorteil Weitere Beispiele für eine demografische Bruchstelle zwischen Phase 1 ( Frühling ) und Phase 2 ( Sommer ) sind die USA ( Anfang der 1980er ), Japan ( Anfang bis Mitte der 1970er Jahre ), Thailand ( 1998 ) oder die Türkei, Brasilien und Argentinien ( jeweils 2001 ). Dort wurden die Konflikte aufgrund demokratischer Verhältnisse jedoch nicht durch Revolutionen oder Volksaufstände gelöst. In all diesen Ländern folgte ein jahrelanger wirtschaftlicher Aufschwung. Selbst in Thailand, wo sich die politische Lage wieder zuspitzte, sind seit 1998 hohe Gewinne an den Aktienmärkten erzielt worden. Derzeit befindet sich Vietnam ebenfalls an dieser Bruchstelle. Historischer Beleg - Französische Revolution Und auch historische Belege gibt es: "Zur Zeit der Französischen Revolution 1789 sah die demografische Situation ähnlich aus. Die Babyboomer waren zu Beginn der Revolution zwischen 20 und 29 Jahre alt", ist Lingnau im Rahmen seiner Forschungsarbeit aufgefallen. ( Quelle: Eigene Berechnungen auf Basis der Werke von Arthur E. Imhof, Einführung in die historische Demografie, C. H. Beck, München 1977 und Jürgen Voss, Geschichte Frankreichs 2, C. H. Beck, München 1980. ) Nähere Informationen zum Modell der demografischen Welle sind zu finden im Dokument "Die vier Phasen der demografischen Entwicklung" auf: http://www.guliver.de/demografie/ Über die Guliver - Finanzberatung und Vermittlung GmbH & Co. KG: Guliver berät Privatkunden bei der Vermögensanlage und Altersvorsorge. Das Berliner Unternehmen ist dabei auf Investmentfonds spezialisiert und unabhängig von Banken und Versicherungen. Guliver managt zwei vermögensverwaltende Investmentfonds: Guliver Demografie Sicherheit ( WKN A0M Q7W ) und Guliver Demografie Wachstum ( WKN A0B 6KH ). Bei beiden Fonds ist seit Mai 2009 die Demografie der weltweiten Länder und ihre Auswirkungen auf die Finanzmärkte der wichtigste Faktor für das Fondsmanagement. Das Magazin EURuro der Finanzen Verlag GmbH ( früher: Axel Springer Financial Media GmbH ) hat Guliver 2008 und 2009 sowie jeweils sogar zweifach 2010 und 2011 als einen der besten 100 Finanzberater in Deutschland ausgezeichnet. Eine weitere Auszeichnung erhielt Guido Lingnau 2008 vom britischen Fund-Manager-Magazin Citywire als einer der Top-100-Fondsmanager für Deutschland. www.guliver.de Kontakt: Guliver - Finanzberatung und Vermittlung GmbH & Co. KG Guido Lingnau Leipziger Platz 14 10117 Berlin 0 30 - 80 58 59 50 info@guliver.de http://www.guliver.de
Pressekontakt: Frau D. Rothermel DR Public Relations Kasseler Straße 1A 60486 Frankfurt Telefon: 0 69 - 43 058 333 EMail: guliver@dr-public-relations.de Internet: http://www.dr-public-relations.de
Wikileaks: China bezahlt Nepal für die Festnahme tibetischer FlüchtlingeIGFM München
China setzt die nepalesische Regierung auf vielfältige Weise unter Druck, gegen Peking gerichtete Proteste der Tibeter auf ihrem Staatsgebiet zu unterbinden. Am 2. Januar wurden wieder sechs Flüchtlinge festgenommen.Wie aus einer geheimen, von Wikileaks veröffentlichten US-Depeche hervorgeht, setzt China nun auch seine finanzielle ein, ...
China setzt die nepalesische Regierung auf vielfältige Weise unter Druck, gegen Peking gerichtete Proteste der Tibeter auf ihrem Staatsgebiet zu unterbinden. Am 2. Januar wurden wieder sechs Flüchtlinge festgenommen. Wie aus einer geheimen, von Wikileaks veröffentlichten US-Depeche hervorgeht, setzt China nun auch seine finanzielle Stärke ein, um die nepalesische Polizei dafür zu bezahlen, daß sie Angehörige der Exilgemeinde festnimmt. In den von der Whistle-Blower-Website veröffentlichten Botschaften spricht eine unbenannte Quelle der US-Botschaft in New Delhi immer wieder davon, daß die chinesische Regierung die Streitkräfte Nepals belohne, indem sie Grenzsoldaten finanzielle Anreize biete, auf der Flucht aus China befindliche Tibeter festzunehmen und auszuliefern. Gemäß einer Depeche vom 22. Februar 2010 wiederholte XXX diese Vermutung gegenüber dem Botschafts-Angehörigen ( political officer ) während einer XXX-Sitzung in Delhi: Die chinesische Regierung belohnt nepalesische Soldaten, indem sie denjenigen, die ihr Tibeter ausliefern, Geldgeschenke gibt. Die dem US-State Department unter dem Titel Tagebuch Delhi von der US-Botschaft gesandte Notiz, die als vertraulich eingestuft wurde, enthält auch eine Aussage über den tibetischen Flüchtlingsstrom, welche die Quelle dem Botschafts-Angehörigen am 4. Februar gemacht hatte. Wikileaks, das über 250.000 amerikanische diplomatische Depeschen veröffentlichte, hat die Namen der als Quelle genannten Personen, entfernt. Die Zahl der indischen Boden betretenden Tibeter ist stetig zurückgegangen, seitdem Peking von Kathmandu verlangte, die Patrouillen nepalesischer Grenztruppen zu verstärken, um die Tibeter daran zu hindern, nach Nepal zu kommen, wie aus der Depesche, die auch von myrepublica online, der Website der nepalesischen Tageszeitung Republica, veröffentlicht wurde, hervorgeht. Darin heißt es, die Zahl der in Indien eintreffenden Tibeter sei seit dem Volksaufstand von 2008 merklich zurückgegangen. In Nepal leben etwa 20.000 Exiltibeter, und seit den Unruhen 2008 in Lhasa gab es in der Hauptstadt mehrere anti-chinesische Demonstrationen. Nepal stand unter dem Druck westlicher Regierungen, diese Proteste zu erlauben, und gleichzeitig unter dem Druck Chinas, sie aufzulösen. Peking hat Nepal wiederholt aufgefordert, die tibetischen Flüchtlinge auf seinem Territorium besser zu kontrollieren und den Protesten Einhalt zu gebieten. Diese Protestaktionen brachten die Regierung Nepals, die solide Beziehungen zu China anstrebt, in Verlegenheit. Nepal bekennt sich zu der Ein-China-Politik, die Tibet als einen integralen Teil Chinas betrachtet. Nepal hat wiederholt seinem mächtigen Nachbarn im Norden versichert, daß es nicht gestatten werde, daß auf seinem Territorium gegen China gerichtete Aktionen stattfinden. Nepal hat die Kontrollen verstärkt und die Tibeter davor gewarnt, anti-chinesische Proteste zu organisieren. 4. Januar 2011: Nepalesische Behörden haben eine Gruppe von sechs Tibetern festgenommen, die kürzlich aus Tibet nach Nepal geflohen sind. Die vier Männer und zwei Frauen, die keine Reisedokumente bei sich hatten, wurden am 2. Januar im Distrikt Sindhupalchowk gefaßt. Sie wurden der Immigrationsbehörde zu Zwecken der Ermittlung und notwendiger Folgemaßnahmen überstellt. Unter dem wachsenden Druck des kommunistischen Regimes in China hat Nepal immer wieder tibetische Flüchtlinge, die Nepal von China aus illegal betraten, zurückbefördert. Zahlreiche Medienberichte bestätigen, daß die Behörden in Nepal in den letzten Jahren mehrfach tibetische Flüchtlinge den chinesischen Behörden auslieferten. Quelle: Phayul, www.phayul.com
Adelheid Dnges IGFM Packenreiterstr. 18 81247 Mnchen Telefon: 089/8113574 Fax: - Internet: http://www.igfm-muenchen.de EMail: tibet@igfm-muenchen.de
Sorge um drei zu extrem langen Haftstrafen verurteilte ranghohe tibetische MöncheIGFM München
Der Verbleib von drei tibetischen Mönchen des Klosters Drepung, Jamphel Wangchuk, Konchok Nyima, Ngawang Choenyi, ist unbekannt.Tibeter in Lhasa sind äußerst besorgt um das Schicksal von drei ranghöheren tibetischen Mönchen, die im April 2008 festgenommen wurden. Einer davon wurde in der Folge zu lebenslänglich und einer ...
Der Verbleib von drei tibetischen Mönchen des Klosters Drepung, Jamphel Wangchuk, Konchok Nyima, Ngawang Choenyi, ist unbekannt. Tibeter in Lhasa sind äußerst besorgt um das Schicksal von drei ranghöheren tibetischen Mönchen, die im April 2008 festgenommen wurden. Einer davon wurde in der Folge zu lebenslänglich und einer zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt. Man weiß nicht, wo sie sich befinden, noch wie ihr Zustand ist. Ebenso bleiben die gegen sie erhobenen Anklagen im Dunkeln. Mit ihrem friedlichen Protestmarsch vom 10. März 2008 setzten die Mönche von Drepung den Auftakt zu den landesweiten Demonstrationen vom Frühjahr 2008. Jamphel Wangchuk, 55, der Zuchtmeister im Loseling College von Drepung, wurde zu lebenslangem Freiheitsentzug verurteilt, und Konchok Nyima, 43, der Lehrer für die heiligen Schriften im Gomang College zu 20 Jahren. Ein dritter Mönch, der 38jährige Ngawang Choenyi, Lehrer für die heiligen Schriften im Ngakpa College von Drepung, verbüßt vermutlich eine Haftstrafe von 15 Jahren ( 1 ). Die drei Mönche werden unter den dort ansässigen Tibetern wegen ihrer Gelehrsamkeit hoch geachtet. Man nimmt aber an, dass sie an der Demonstration vom 10. März 2008 gar nicht teilgenommen haben. Die Behörden machten sich die Protestaktionen zunutze, um einflussreiche Mitglieder der Drepung Gemeinde, obwohl sie nicht politisch aktiv waren, festzunehmen. Ebenso ist der Verbleib zweier anderer zur selben Zeit in Drepung Festgenommener, des Mönches Ngawang Sertho und eines Kochs namens Gyakpa, unbekannt ( 1 ). Ein gleichzeitig festgenommener Mönch namens Gyalpo starb an den Folgen der Folterung im August 2009 ( 2 ). Nach Angaben der Tibetischen Exilregierung wurden 42 Drepung-Mönche seit März 2008 verurteilt. Ein Drepung-Mönch, Lobsang Wangchuk aus Lhasa, verlor sein Augenlicht nach schweren Mißhandlungen in der Haft an einem unbekannten Ort ( 3 ). Die Protestwelle von 2008, die von den chinesischen Sicherheitskräften mit extremer Härte niedergeschlagen wurde, begann mit einem wohlgeordneten Marsch mehrerer tibetischer Mönche des Klosters Drepung am 10. März 2008. Den Mönchen, die schon unter heftigen Einschränkungen zu leiden hatten, seit sie im Oktober 2007 versucht hatten, die Verleihung der Goldmedaille des US-Kongresses an den Dalai Lama zu feiern ( 4 ), stellten sich Sicherheitskräfte in den Weg. Auf diesen Vorfall hin wurde das Kloster Drepung abgeriegelt, und am 10. April 2008 sah man lauter Militärlastwagen, die sich in Richtung des Klosters bewegten. Die Mönche durften das Kloster nicht mehr verlassen, sie konnten sich sogar keine Nahrungsmittel mehr beschaffen. Im April 2008 überfielen Hunderte von bewaffneten Polizisten die drei Hauptklöster von Lhasa: Sera, Drepung und Ganden. Mehrere Nächte lang kam es in den frühen Morgenstunden zu diesen Überfällen. Hunderte von Mönchen wurden weggeschafft, einem Bericht zufolge wurden in der Morgendämmerung des 25. April 2008 sechshundert Drepung-Mönche, manche mit übergestülpter schwarzer Kapuze, abgeführt. Viele verfrachtete die Polizei per Eisenbahn nach Golmud in Qinghai, wo sie in ein Militärlager gesperrt wurden. Die Behörden behaupteten später, sie seien zu Studienzwecken dorthin gebracht worden ( 5 ). Seit die Drepung-Mönche am 10. März 2008 auf die Straße gingen, hat die chinesische Regierung das tibetische Volk mit Folter, Verschwindenlassen und willkürlichen Erschießungen einzuschüchtern versucht und gleichzeitig eine aggressive Propagandakampagne gegen den Dalai Lama gestartet. Die Behörden verschärften die patriotische Erziehungskampagne, um den Mönchen rechtliche Schulung zu bieten, weil religiöse Aktivitäten sich in den Rahmen des Gesetzes einzufügen haben. Die patriotische Erziehung wird in den tibetischen Klöstern durchgeführt, um die Kontrolle der Partei über die Religion zu verstärken und den Einfluß des Dalai Lama in der Gesellschaft zu untergraben. Mönche und Nonnen müssen öffentlich Erklärungen zur Diffamierung des Dalai Lama unterzeichnen. ( 1 ) 7. Oktober 2010 Überaus harte Urteile für zwei Mönche des Klosters Drepung, http://www.igfm-muenchen.de/tibet/TCHRD/2010/DrepungJampelWangchuk_7.10.html ( 2 ) 10. September 2009: Ein Mönch des Klosters Drepung starb nach schwerer Folterung in chinesischer Haft, http://www.igfm-muenchen.de/tibet/diir/2009/NgawangWoebelDrepung_10.9.html ( 3 ) 14. Januar 2009, China intensiviert die Patriotische Erziehung im Kloster Drepung, http://www.igfm-muenchen.de/tibet/diir/2009/42DrepungMoenche-inHaft_14.1.html ( 4 ) 23. Oktober 2007, Dalai Lama erhält US-Gold Medaille Tibeter zum Schweigen verurteilt, mehrere Personen festgenommen, http://www.igfm-muenchen.de/tibet/TCHRD/2007/Festnahmen_Medaille.html ( 5 ) 28. August 2008, Tibetische Mönche immer noch in Qinghai inhaftiert, http://www.igfm-muenchen.de/tibet/RFA/2008/MoencheQinghaiHaft_28.8.html Quelle: Radio Free Asia, www.rfa.org, Phayul, www.phayul.com
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Vereinzelte Protestbekundungen gefolgt von Festnahmen in TibetIGFM München
Wie Radio Free Asia berichtet, kam es seit dem tibetischen Volksaufstand vom März 2008 immer wieder zu sporadischen Demonstrationen oder Ein-Mann-Protesten in letzter Zeit sind es drei Fälle, wo die Betreffenden schwer geschlagen und dann abgeführt wurden.Am 14. November marschierten zwei oder drei Schüler aus Protest zu dem von in ...
Wie Radio Free Asia berichtet, kam es seit dem tibetischen Volksaufstand vom März 2008 immer wieder zu sporadischen Demonstrationen oder Ein-Mann-Protesten in letzter Zeit sind es drei Fälle, wo die Betreffenden schwer geschlagen und dann abgeführt wurden. Am 14. November marschierten zwei oder drei Schüler aus Protest zu dem Bezirkszentrum von Machu in der TAP Kanlho ( chin. Gannan ), Provinz Gansu. Sie kamen etwa eine halbe Meile weit, trugen ein weißes Banner vor sich her und forderten die Unabhängigkeit Tibets, verlautet aus einer dortigen Quelle. Dann kam die Polizei, packte die Schüler in ihre Fahrzeuge und fuhr weg. Einige Tibeter, die sich dort versammelt hatten, versuchten ihnen zu folgen, aber die Fahrzeuge waren zu schnell weg. Die Schüler gehen vermutlich auf die Oberschule von Machu, doch die Lehrer dort haben zu große Angst, als daß sie etwas über ihre Identität preisgeben würden. Am 29. Oktober marschierte ein Mann ganz alleine um den Potala Palast in Lhasa und rief dabei durch ein Megaphon Parolen, u.a. die Forderung nach der Unabhängigkeit Tibets, ehe er von der Polizei festgenommen wurde. Warum setzt uns China solchem Leid und Schmerz aus? Die Chinesen sollten nach China zurückkehren, soll er gerufen und auch die Rückkehr des Dalai Lama gefordert haben. Einem Augenzeugen zufolge kamen bald zehn Polizisten angerannt, welche den Mann schrecklich schlugen und ihn in einem Fahrzeug wegbrachten. Viele der Umstehenden, welche den Vorfall gesehen hatten, waren in Tränen ausgebrochen und machten ihr Mißfallen über die Polizeiaktion deutlich, indem sie ihrem Mitgefühl mit dem Abgeführten laut Ausdruck verliehen. Bei einem dritten Vorfall wurde der Manager eines Gästehauses in Lhasa, das von dem Ba Choede Kloster in Bathang betrieben wird, am 20. November ohne einen Haftbefehl oder ohne Nennung eines Grundes von der Polizei weggeholt. Der Festgenommene, Yeshe Dorje, war ein Mönch in dem Kloster seiner Heimatstadt und verwaltete das Gästehaus seit diesem Jahr. Nach Angabe seiner Freunde hörte die Geheimpolizei seit einiger Zeit seine Telefongespräche ab und verfolgte seine Aktivitäten. Quelle: Tibetan Review, http://www.tibetanreview.net/
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Irland verloren, Europa im freien Fall - Erneuerbare Zahlungsmittel
<p> Irland, Portugal, Spanien, Italien, Slowenien, Slowakei und Österreich, das ist die vorläufige Abstrichliste, des Bundesbankpräsidenten Axel Weber. Herr Weber (Parteiloser) ist nicht der Mensch, dem man unbedingt Misstrauen entgegenbringen müsste und man darf seine Prognose getrost annehmen.<br> Wie - ...
Irland, Portugal, Spanien, Italien, Slowenien, Slowakei und Österreich, das ist die vorläufige Abstrichliste, des Bundesbankpräsidenten Axel Weber. Herr Weber (Parteiloser) ist nicht der Mensch, dem man unbedingt Misstrauen entgegenbringen müsste und man darf seine Prognose getrost annehmen. Wie weit der Euro-Schirm noch gespannt werden muss, auch da hat man sich schon Gedanken gemacht. 1,5 Billionen Euro sagt ein Banker, der nicht benannten werden will. Niemand hat widersprochen, aber man darf im, gerade aus diesem Grunde soweit trauen, dass die Summe, wie es in der Regel bei Kostenvoranschlägen der Fall ist, sich unter Umständen vielleicht sogar verdoppelt, denn die Währungsunion Euro besteht nicht nur aus acht Staaten (inkl. Griechenland), sondern ab ersten Januar 2011, aus 16 Nationen. Acht auf der List von Herrn Weber, einer davon schon teils abgearbeitet, was nach bestem Wissen nicht reichen wird und weitere acht, die darauf warten in die Liste aufgenommen oder gezerrt zu werden. Europa steht Schlange und will sich hilfst Bürgschaften aus der Schuldenfalle ziehen. Die Gläubiger sind Institutionellen Investoren (Banken usw.) und privaten Anleger und sie sind auch die Profiteure - noch, die an diesen Staatspapieren verdienen. Es ist eine bunte Gesellschaft in der so ziemlich alle Schichten vertreten sind. Da es mittel- und langfristig sowieso überhaupt nicht mehr möglich sein wird und darüber muss man sich im klaren sein, wenn Ehrlichkeit eine Rolle spielt, diese Gläubiger zu bedienen, wird man diese Menschen und ganz besonders dem privaten Gläubiger, in die Taschen greifen müssen. Zumindest eine Möglichkeit neben einer Staatsinsolvenz, die Bessere. Der Rettungsmechanismus nach 2013 soll so funktionieren. Deutschland will dafür sorgen, dass für Staatsanleihen von Euro-Staaten einheitliche Umschuldungsklauseln, wohlgemerkt keine Abzahlungsklauseln, vereinbart werden. Das ist die Aussage Bundeskanzlerin Frau Merkel (CDU) und auch Außenminister Guido Westerwelle (FDP). "Wir sind der Überzeugung, dass private Gläubiger in Mithaftung genommen werden müssen, und wir wollen die Einführung wirksamer Sanktionen", sagte er beim Antrittsbesuch seiner französischen Amtskollegin Michèle Alliot-Marie in Berlin. Was bedeutet denn das schon wieder? Aus diesem letzten Absatz geht hintergründig schon hervor, wie die Entwicklung auf dem Euro-Schuldenmarkt weitergehen wird und das verheißt nichts gutes. Die Sockelschuldbeträge oder auch Umschuldungsgrundlage, die schon heute bestehen, werden sich erhöhen, denn eine Bürgschaft heißt nun mal nicht, dass das verbürgte Geld nicht geliehen werden muss und letztlich sich die schon bestehende Schuldenlast (Sockelbetrag) der betroffenen Staaten erhöht und zumindest mit Zinsen bedient werden muss. An Tilgung ist derzeit realistisch überhaupt nicht zu denken und wird in den nächsten Jahrzehnten nicht zu denken sein. An den Eintritt einer Inanspruchnahme der Bürgschaften - wollen wir lieber nicht denken, denn es wäre das komplette finanzielle Aus für ganz Europa. Diese ganze Schirmgeschichte ist keine Lösung der Dinge und dient lediglich dazu die Menschen und die Finanzmärkte zu beruhigen. Die europäischen Banken haben zu allem Überfluss auch noch Leichen im Keller, die durch zweifelhafte Immobilienfinanzierungen entstanden sind. Bundesbankvizepräsident Franz-Christoph Zeitler beziffert diese allein in der BRD auf 100 Milliarden Euro, wenn das mal reicht? Alles in allem steht die Währungsunion vor einem Billionendesaster, einer Blase, wie der Banker sagt, die ganz gewiss platzen wird, da sie in Form von Einsparpaketen nicht mehr finanzierbar sein wird. Das ist nur ehrliche Logik mit Realbezug, die der allgemeinen Volksverdummung und Tagespolitik nicht folgt. Europa im freien Fall und wer soll uns retten. Man redet auch ausschließlich nur von der Rettung des Euros. Gerade so, als gehe es um einen Zwanzigeuroschein, in meiner Tasche, der Notfalls wieder in D-Mark, Franken, Kronen usw. umgetauscht werden kann und dann geht es eben weiter und die Krise ist beendet - einfach so vorbei. Nein, es geht hier um sein oder nicht sein, es geht um die größte Finanzkrise, die diese Welt je erlebt hat. Mit dem Fall des Euros wird nicht nur Europa, sondern die ganze Finanzwelt in Frage gestellt und wir alle - denn es wird jeden treffen, dagegen war die letzte Finanzkrise nur eine kleine bunte, etwas schillernde Seifenblase. Die Herrschaften, die für Aufklärung sorgen könnten sind teils im Schirm- und Paketgeschäft vertreten oder auch die Miterzeuger der letzten Finanzkrise und bauen gerade an einer neuen, die werden uns nicht über ihre düsteren Zukunftsahnungen und Pläne ehrlich aufklären, denn wenn morgen alle zur Bank rennen, um ihr Haben nach hause zu bringen, dann gibt es übermorgen keine Banken mehr. Die Lösung des Euro-Problems kann man auch nicht im Sozialetat finden, wie es derzeit versucht wird und auch geschieht, denn dadurch wird das Dilemma nur noch vergrößert und die Binnenmärkte, genau um die eingesparte Summe beschädigt. Die gesamte Abschaffung von Sozialleistungen wie Arbeitslosengeld I + II, Renten, Pensionen, Gesundheitssystem und Pflege hilft da auch nicht weiter, denn das wäre sprichwörtlich der Untergang des Abendlandes. Privatisierung dieser Systeme, wo man schon teils furchtlos dabei ist, das Steckenpferd unserer Regierungen, wird in seiner Vollendung zum größten Volksaufstand aller Zeiten führen, in kleinen Ansätzen ist das schon erkennbar. Wenn man versucht, an Zahlen des Eurodesaster zu kommen - ist es sehr auffällig, dass es für den Gesamtrahmen eigentlich keine gibt und das macht ganz besonders nachdenklich und die, die es gibt sind mit allen Raffinessen geschönt und die Defizite liegen im Verborgenen. Es ist legitim die Frage zu stellen: "Ist der Euro nicht schon längst abgeschrieben und wer macht sich Gedanken daran zu verdienen". Bezahlen werden die Staatsbürger - das Volk, nur das ist schon klar entschieden und auch gewiss, nur die Form der Zahlung ist offen. Man kann auch die Gegenfrage stellen: "Wird der Euro gerettet und wer bezahlt das"? Sie führt zum selben Ergebnis. Ein großes, gesellschaftliches, weltweites Meeting des Geistes, der Vernunft und Intelligenz mit Sachverstand ist das, was die aktuelle Gegenwart, die Menschheit, die Welt und auch unser Europa braucht. Eine weltweite Lösung aller Probleme muss angestrebt werden, denn nur weltweit kann es anno 2010, in einer globalisierten Welt gelingen. Ein Diskussionspunkt unter Download: www.weltversorgungsgesellschaft.de Wolfgang Bergmann Alles in allem steht die Währungsunion vor einem Billionendesaster, einer Blase, wie der Banker sagt, die ganz gewiss platzen wird, da sie in Form von Einsparpaketen nicht mehr finanzierbar sein wird. Das ist nur ehrliche Logik mit Realbezug, die der allgemeinen Volksverdummung und Tagespolitik nicht folgt. Wolfgang Bergmann Bergmann,Wolfgang Burscheider Weg 11 E 13599 Berlin http://www.weltversorgungsgesellschaft.dewolfgang.bergmann[at]web.de
Tibeter aus Lhasa wegen Demonstrationen von 2008 zum Tode mit Aufschub verurteiltigfm München
Ein chinesisches Gericht in der tibetischen Hauptstadt Lhasa verurteilte einen Tibeter zum Tode mit zweijährigem Vollstreckungsaufschub wegen seiner angeblichen Rolle bei den friedlichen Protestaktionen 2008.Einem der Tibetischen Exilregierung zugegangenen Bericht zufolge wurde der aus dem Bezirk Derge Palyul in Kham gebürtige Sonam Tsering ...
Ein chinesisches Gericht in der tibetischen Hauptstadt Lhasa verurteilte einen Tibeter zum Tode mit zweijährigem Vollstreckungsaufschub wegen seiner angeblichen Rolle bei den friedlichen Protestaktionen 2008. Einem der Tibetischen Exilregierung zugegangenen Bericht zufolge wurde der aus dem Bezirk Derge Palyul in Kham gebürtige Sonam Tsering etwa im Mai dieses Jahres zum Tode mit Aussetzung der Vollstreckung verurteilt. Das Gericht verurteilte ihn als Strafe für die führende Rolle, die er angeblich am 14. März 2008 bei einer Demonstration in Lhasa innehatte. Später setzte das Public Security Bureau ein Kopfgeld aus für Hinweise über den Aufenthaltsort von Sonam Tsering ( 1 ). Doch Sonam konnte sich mit Hilfe einiger patriotisch gesinnter Landsleute noch einige Zeit in der Nähe von Lhasa versteckt halten, bis er schließlich im Oktober 2009 festgenommen wurde. Es ist nicht bekannt, wo er sich befindet, ebensowenig, ob er überhaupt noch am Leben ist. Dasselbe Gericht verurteilte sieben weitere Tibeter zu verschieden langen Haftstrafen, weil sie angeblich Sonam Tsering nach den Protestaktionen von 2008 Unterschlupf gewährt hatten. Ihre Namen und Strafen sind: Tsewang Gyurmey 5 Jahre, Tashi Choedon aus Palyul 7 Jahre, Dolyang aus Markham 4 Jahre, Yang oder Kelyang aus Kongpo 7 Jahre, Yeshi Tsomo, eine Nonne aus Lhasa, 5 Jahre, Tayang aus Lhasa 5 Jahre und Pasang Tsering aus Lhasa 1 Jahr. Im März 2008 erhoben sich die Tibeter in ganz Tibet und demonstrieren gegen die Mißwirtschaft der VR China in Tibet. Bei diesen friedlichen Protestaktionen erschallte immer wieder der Ruf nach der Rückkehr des Dalai Lama und die Forderung nach den grundlegenden Menschenrechten für die Tibeter. Bei der brutalen Niederschlagung der Proteste kamen schätzungsweise 227 Tibeter ums Leben, während 6810 verhaftet wurden. 510 wurden bereits verurteilt. Als die Sicherheitskräfte der VR China willkürlich auf die Demonstranten schossen, kamen viele Tibeter ums Leben, bei der Verhaftung und in der Untersuchungshaft wurden sie schrecklich geschlagen und gefoltert. Der darauf folgenden grausamen Repressionswelle fielen etliche Tibeter zum Opfer oder nahmen sich das Leben, heißt es in einem umfassenden Bericht über den Volksaufstand von 2008 in Tibet, der kürzlich von dem Departement für Information und Internationale Beziehungen der Central Tibetan Administration ( CTA ) veröffentlicht wurde. Insgesamt wurden sieben Tibeter zum Tode verurteilt. An zwei von ihnen wurde das Todesurteil unmittelbar vollstreckt, während bei den fünf anderen die Vollstreckung zwei Jahre lang aufgeschoben wurde. Lobsang Gyaltsen und Loyak, beide 25, wurden am 20. Oktober 2009 hingerichtet ( 2 ); die fünf, deren Todesurteil einen Vollstreckungsaufschub hat, sind Tenzin Phuntsok, 27, Kangtsuk, 22, Penkyi 21, Pema Yeshi 28, und der 23jährige Sonam Tsering. Der Prozeß hatte nicht das Geringste mit einem fairen Verfahren zu tun, und den Angeklagten wurden keine unabhängigen Anwälte gestattet. 25. März 2008, Zahl der Todesopfer auf 79 angestiegen, über 1200 Festnahmen und mehr als 100 Verschwundene in Tibet, http://www.flexform.de/tmrlucdc 26. Oktober 2009, Offizielle Bestätigung der Hinrichtung von zwei Tibetern in Lhasa, http://www.flexform.de/tuyqkcdd Quelle: Department of Information & International Relations ( DIIR ), www.tibet.net
Adelheid Dnges IGFM Packenreiterstr. 18 81247 Mnchen Telefon: 089/8113574 Fax: - Internet: http://www.igfm-muenchen.de EMail: tibet@igfm-muenchen.de
Neuer umfassender Bericht über den Volksaufstand von 2008 in Tibetigfm München
Der Bericht 2008 Uprising in Tibet wurde am 5. November anläßlich der Eröffnung der 6. Internationalen Konferenz der Tibet-Unterstützungsgruppen in Surajkund, Haryana, Indien, vorgestellt. Die Abteilung für Information und Internationale Beziehungen ( DIIR ) der Tibetischen Zentralverwaltung in Dharamsala hat einen Bericht die ...
Der Bericht 2008 Uprising in Tibet wurde am 5. November anläßlich der Eröffnung der 6. Internationalen Konferenz der Tibet-Unterstützungsgruppen in Surajkund, Haryana, Indien, vorgestellt.
Die Abteilung für Information und Internationale Beziehungen ( DIIR ) der Tibetischen Zentralverwaltung in Dharamsala hat einen detaillierten Bericht über die Massenerhebung von 2008, die das gesamte tibetische Hochland ergriff, herausgebracht. Das Buch mit dem Titel 2008 Uprising in Tibet führt alle bekannt gewordenen Vorfälle von Protestbekundungen auf, ebenso wie die Zahl der Tibeter, die dabei getötet, verwundet und inhaftiert wurden oder die einfach verschwunden sind. Es bietet auch eine aufschlußreiche Analyse für das Umsichgreifen und der Hintergründe dieser Protestsaktionen an. Wir haben zwei Gründe, warum wir diesen Bericht herausbringen, der erste ist, daß wir diesen Abschnitt in der tibetischen Geschichte für zukünftige Generationen dokumentarisch festhalten möchten. In China hat die offizielle Verleugnung von groben Menschenrechtsverletzungen eine lange Geschichte , schreibt Kalon ( Ministerin ) Kesang Yangkyi Taklha vom DIIR in ihrem Vorwort zu der Veröffentlichung. Der wichtigste Grund für die Zusammenstellung dieses Berichts über die tibet-weiten Demonstrationen von 2008 ist, daß wir die Treue der Tibeter zu ihrer Kultur und ihre Hingabe an Seine Heiligkeit den Dalai Lama dokumentieren wollten ungeachtet der seit 60 Jahren andauernden unberechtigten und manchmal schikanösen Einmischung der Chinesen, wie sie ihr Leben zu gestalten hätten. Und Norzin Dolma, die im Ressort für die Bereiche UN, EU und Menschenrechte des DIIR hauptsächlich für Forschung zuständig ist, kommentiert: Der Bericht versucht das Warum, das Wann und das Wie des Volksaufstandes von 2008 genau zu analysieren. Trotz der Informationskontrolle in Tibet haben wir hier eine auf den neuesten Stand gebrachte chronologische Darstellung der Ereignisse vor uns, die anhand der in den letzten zwei Jahren zusammengetragenen Daten erstellt wurde, fuhr sie fort. Zusätzlich zu einer langen Liste der bekannt gewordenen Protestaktionen und der Verurteilungen und Festnahmen während des militärischen Vorgehens Chinas gegen die Demonstranten enthält das Buch auch Landkarten, auf denen die Orte zu sehen sind, wo es in allen Teilen Tibets zu Protesten gekommen war. Quelle: Department of Information & International Relations ( DIIR ), Central Tibetan Administration, www.tibet.net
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Dritter tibetischer Redakteur einer Zeitschrift festgenommenIGFM München
Der dritte tibetische Redakteur des Journals Dhusrab kyi Nga ( Das Bewusstsein des Jahrhunderts ) wurde in Chengdu festgenommen. Joleb Dawa, 38, aus dem Dorf Tagkatsang, Bezirk Ngaba, wurde am ersten Oktober festgenommen und wird seither an einem unbekannten Ort in Ngaba festgehalten. Dawa, Vater von zwei Kindern, ist Lehrer an einer tibetischen Wie ...
Der dritte tibetische Redakteur des Journals Dhusrab kyi Nga ( Das Bewusstsein des Jahrhunderts ) wurde in Chengdu festgenommen. Joleb Dawa, 38, aus dem Dorf Tagkatsang, Bezirk Ngaba, wurde am ersten Oktober festgenommen und wird seither an einem unbekannten Ort in Ngaba festgehalten. Dawa, Vater von zwei Kindern, ist Lehrer an einer tibetischen Schule. Wie die Anklage gegen ihn lautet, ist nicht bekannt geworden, doch Kanyak Tsering, ein tibetischer Mönch aus dem Kloster Kirti in Dharamshala, Nordindien, teilte The Tibet Post International mit, dass man vermutet, seine Festnahme stehe im Zusammenhang mit dem Volksaufstand 2008 und seinen Beiträgen zu der Zeitschrift Dhusrab kyi Nga, denn zwei andere Tibeter, die auch dafür schrieben, wurden am 17. März festgenommen. Dawa war zuvor schon zweimal festgenommen worden, das erste Mal, weil er angeblich in seiner Gegend die Kampagne zur Verbrennung von Tierfellen und Pelzen organisiert habe, nachdem sich der Dalai Lama 2006 bei einer großen religiösen Zeremonie in Amravati in Südindien gegen das Tragen von Tierfellen ausgesprochen hatte ( 1 ). Die zweite Festnahme erfolgte am 16. März 2008, als die Polizei einen kleinen von seiner Frau geführten Buchladen durchsuchte. Er befand sich daraufhin mehrere Monate lang in Haft. ( 1 ) 17. März 2006 Neues über das Verbrennen der Tierfelle, http://www.igfm-muenchen.de/tibet/tin/NewsUpdate2006/FellverbrennungKirti.html Quelle: The Tibet Post International, http://www.thetibetpost.com
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Tibet, Amdo, Sichuan, Ngaba, Kardze, willkürliche Verhaftungen, Namchak,IGFM München
Erst jetzt erreichte die Nachricht über die Festnahme von vier tibetischen Schülern im Bezirk Barkham, TAP Kardze, Provinz Sichuan, am 17. März 2010, Dharamsala. Wie der im Exil lebende tibetische Mönch Tsering mitteilte, nahmen die chinesischen Behörden die vier Tibeter fest, weil sie mit ihrer Zeitschrift Namchak ( Donnerkeil ...
Erst jetzt erreichte die Nachricht über die Festnahme von vier tibetischen Schülern im Bezirk Barkham, TAP Kardze, Provinz Sichuan, am 17. März 2010, Dharamsala. Wie der im Exil lebende tibetische Mönch Tsering mitteilte, nahmen die chinesischen Behörden die vier Tibeter fest, weil sie mit ihrer Zeitschrift Namchak ( Donnerkeil ) andere Schüler gegen die Regierung aufzuhetzen versucht hätten. Sonam Rinchen, 19, Sonam Dhondup, 18, Yargay ( Alter unbekannt ) und Drakden ( Alter unbekannt ) waren die Herausgeber dieses Magazins. Sonam Rinchen und Sonam Dhondup kommen aus dem Bezirk Zoege in der TAP Ngaba, während Targay und Drakden aus dem Bezirk Ngaba in der TAP Ngaba stammen. Alle vier besuchten die Höhere Schule für Minderheiten in Barkham, wo sie am 17. März zum Gedenken an den Volksaufstand von 2008 ein Schülertreffen organisierten. In ihrem Magazin hatten sie mehrere Artikel, Gedichte und Essays veröffentlicht, in denen Schüler dieser Schule Kritik an der chinesischen Regierung übten, ihre Solidarität mit den inhaftierten tibetischen Demonstranten zum Ausdruck brachten und jene würdigten, die von den Sicherheitskräften getötet wurden. Tsering berichtete weiter, Sonam Rinchen und Yargay seien zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt worden, aber man weiß nichts über ihren gegenwärtigen Aufenthaltsort. Sonam Dhondup und Drakden befänden sich im Bezirkshaftzentrum von Barkham, es gibt jedoch keine Information darüber, ob sie schon verurteilt worden sind oder noch vor Gericht gestellt werden. Quelle: Phayul, www.phayul.com
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Stollige GeschichtsbewältigungDie Grenzsteintrophy führte Mountainbiker 1.280 km über die ehemalige innerdeutsche Grenze. Von Gunnar Fehlau, Leiter des pressedienst-fahrrad und Initiator der Grenzsteintrophy.
19 Mountainbikes lehnen an Bäumen und Laternen, der Zugang zum FKK-Strand ist mit Rucksäcken, Helmen und Packtaschen versperrt. Auf der anderen Seite des schmalen Weges klappt der Pächter der Gaststätte Priwall-Treff die Läden seines Straßenverkaufs hoch. Über dem angrenzenden Zeltplatz liegt noch die gespenstische ...
19 Mountainbikes lehnen an Bäumen und Laternen, der Zugang zum FKK-Strand ist mit Rucksäcken, Helmen und Packtaschen versperrt. Auf der anderen Seite des schmalen Weges klappt der Pächter der Gaststätte Priwall-Treff die Läden seines Straßenverkaufs hoch. Über dem angrenzenden Zeltplatz liegt noch die gespenstische Ruhe eines frühen Ferienmorgens. Franky B. zurrt die Riemen seiner Packtaschen fest, der dünne Mittvierziger prüft zum zigsten Mal seine Ausrüstung, denn in wenigen Minuten startet die Grenzsteintrophy. Die Grenzsteintrophy Die Grenzsteintrophy ist eine 1.280-km-Mountainbikefahrt, die erstmals 2009 anlässlich des 20. Jubiläums des Mauerfalls entlang des einstigen innerdeutschen Grenzstreifens von Lübeck-Travemünde bis nach Mittelhammer im Vogtland führte. Die Grenzsteintrophy ist kein Rennen, aber auch keine gemütliche Radeltour: Sie ist eine "Selbstversorgerfahrt". Die Selbstversorger-Regeln sind einfach: keine Begleitfahrzeuge, keine fremde Hilfe, keine Vorausplanung; alles, was die Fahrer auf der Strecke benötigen, müssen sie selbst transportieren oder unterwegs kaufen. Den Begriff "Rennen" vermeiden die Initiatoren nicht nur aus juristischen Gründen: "Die GST ist kein Rennen; wir wollen Solidarität unter den Teilnehmern statt Konkurrenz", erklärt Mitorganisator H. David Koßmann, der hauptberuflich beim pressedienst-fahrrad arbeitet. Dass die GST, wie die Grenzsteintrophy in bewusster Anspielung auf das gleichlautende Kürzel der paramilitärischen DDR-Jugendausbildung "Gesellschaft für Sport und Technik" abgekürzt wird, keine Touristikveranstaltung ist, liegt nicht nur an der Streckenführung mit über 17.500 Höhenmetern, sondern auch an der politischen Dimension der Strecke. Schließlich führt sie über den ehemaligen "Todesstreifen". Den Versuch, diesen zu überwinden und in die Freiheit zu flüchten, bezahlten fast 900 Menschen bis 1989 mit dem Tod. Der Kolonnenweg verlief etwa 100 Meter parallel zur ehemaligen deutsch-deutschen Grenze und diente den NVA-Soldaten als Versorgungsstraße. Charakteristisch sind die Betonlochplatten mit Löchern von etwa sieben Zentimetern Breite und knapp 20 Zentimetern Länge, jeweils vier nebeneinander und sieben in der Reihe. Kurz: Die Lochplatten sind permanente Schlaglöcher ... nur breite Reifen, geringer Luftdruck, reichlich Federweg und ausreichendes Tempo machen das Fahren erträglich, zumal die Platten nach 20 Jahren nicht selten schief stehen und aus den Löchern Büsche wuchern. Die Schlagloch-Navigation Seit drei Stunden regnet es. Ein stetiges Pochen unter dem Vorderrad zeigt mir, dass ich auf dem richtigen Weg bin. In den Lochplatten des Kolonnenwegs der alten DDR-Grenze versinken selbst die breiten 2,25" "Racing Ralph"-Reifen meines 29-Zöllers. Dieses konstante Rütteln funktioniert wie ein perfektes Navigationssystem. So lange es rattert, bin ich richtig. Auf Sicht lässt sich kaum fahren. Nicht nur weil wolkenbruchartiger Regen die Augen foltert, sondern auch weil schulterhohes Gestrüpp aus Schafgarbe, Brennnesseln und kleinen Bäumen den Kolonnenweg völlig überwuchert hat. 20 Jahre lang hat hier niemand die Natur in ihre Grenzen gewiesen. Franky prescht voraus, seine Packtaschen am Heck schütteln den Regen vom Buschwerk ab. Das macht mir das Fahren einfacher. Er war der Streckenscout hier im Wendland und seine Ortskenntnis beschert den GST-Fahrern reichlich Unterholz jenseits der Radwege und Landstraßen - Bike-Abenteuer auch im Flachland: Mitunter versperren ihnen auch Elektrozäune und Kuhherden den Weg. Zittern im Wendland Wir bremsen zum ungezählten Mal ab. Ein Elektrozaun zischt im Regen. Franky krabbelt unter dem Zaun hindurch. Als ich mein Rad über den Zaun heben will, rutscht es ab und begräbt die blanken elektrischen Drähte unter sich. Als ich es aufheben möchte, zischt es kurz, ich werde durchgeschüttelt und lasse das Rad instinktiv wieder fallen. Nasser Gunnar, nasses Rad und starker Elektrozaun verstehen sich nicht gut. Ganz gleich, ob ich das Rad am Reifen, am Sattel oder am Rahmen greife, alles ist nass und leitet vorzüglich. Zuckend tanze ich auf einer Wiese mitten im Wendland und versuche, mein Haibike aus den Elektrofängen zu befreien. Hebe ich das Rad an, rückt der unter Spannung stehende zischende Draht nach, gern verhakt er sich in den Kettenblättern... Es braucht fast eine Viertelstunde, bis ich das Rad mittels kleiner Tritte und Lupfwürfe wieder befreit habe. Dagegen sind die Pferdeweiden, die wenige Kilometer später zu durchqueren sind, "Kindergeburtstag". Vom Todesstreifen zur Öko-Oase Exakt 1.378 Kilometer misst der Streifen, der die beiden deutschen Länder bis 1990 trennte. Die einstige Westgrenze des Ostblocks, eine verminte und mit Wachtürmen gesicherte Schneise in der Landschaft, ist längst zu einem verwilderten Grünstreifen geworden - befahrbar nur über den holperigen Kolonnenweg der DDR-Grenzer und überwucherte Naturpfade. Das "Grüne Band" hat eine Ausnahmestellung als eine Kette besonders wertvoller Biotope, laut BUND befinden sich hier 109 verschiedene Biotop-Typen, von denen die Hälfte auf der Roten Liste Deutschlands steht. Über ein Viertel des Grünen Bandes ist als Naturschutzgebiete geschützt. Im Juni 2003 fand am Grünen Band der "Tag der Artenvielfalt" statt. 500 Experten kartierten in 24 Stunden mehr als 5.200 verschiedene Tier- und Pflanzenarten im Grünen Band, darunter auch Arten, die bereits als ausgestorben galten. Sorgen, dass die Grenzsteintrophy schwerwiegend in diese Biotope eingreift, sind unbegründet. Zum einen stellt das Befahren der Betonplatten nach Ansicht des NABU keine Störung dar. Zum zweiten wurden für 2010 alle bekannten kritischen Passagen abseits des Kolonnenwegs aus dem Track entfernt. Wellenreiten an der Werra "Überbrückungsetappen" haben ihre Tücken, das kennt man von der Tour de France, wenn vermeintlich uninteressante Passagen plötzlich Dramatik bekommen. Nach dem Harz und vor der Rhön erwartete ich eine ruhige Fahrt, schließlich verläuft heute die Bundesländergrenze hier für einige Kilometer entlang der Werra. Ich hatte mich im gemütlichen Hofcafé des Ritterguts Besenhausen gestärkt, war entspannt zur Burg Hanstein hinauf gekurbelt und bin dann die fast 250 Höhenmeter auf kaum einem Kilometer vom Werrablick nach Lindewerra über die Lochplatten heruntergezischt. Im Werratal sorgte ein gepflegter Rückenwind für hohes Tempo, bis plötzlich der Weg im rechten Winkel von der Landstraße nach links den Hang hinaufführte. Jetzt rast mein Puls bei 180 und ich bekomme die Kurbel kaum herumgedreht. Immer steiler wird der Plattenweg. Aber er windet sich nicht. Deutsche Grenzen-Gründlichkeit kennt keine Serpentinen. Einziges Zugeständnis an die Topographie: Die Lochplatten liegen in besonders steilen Passagen quer, sodass die Löcher als Leitersprossen dienen. Oben angekommen fahre ich ins Grenzmuseum Schifflersgrund, der ersten Gedenkstätte ihrer Art im wiedervereinten Deutschland. Perfider lässt sich die Architektur des Todes nicht erfahren, binnen eines Kilometers wandelt sich das wilde naturbelassene Grüne Band zur "restaurierten" Gedenkstätte in Form eines konservierten "antifaschistischen Schutzwalls". Ich fahre völlig vogelfrei durch schönste Natur, nur mein Puls gibt den Takt vor, kein gestern, kein morgen und eine endlose Aneinanderreihung von "jetzt und hier", doch der Boden meines Tracks ist blutig. Die Grenze hat nicht nur Spuren in der Natur hinterlassen, sondern auch in Millionen Köpfen. Mir ist schlecht, dieser Kontrast geht aufs Gemüt. Ich trete doppelt fest in die Pedale. Und dazu habe ich auf den nächsten 70 Kilometern bis Creuzburg ausreichend Gelegenheit. Schier endlos reihen sich kurze giftige Anstiege aneinander. Nach dem zwanzigsten "Geher" höre ich auf zu zählen. Manche sind so steil, dass ich trotz satter Untersetzung schieben muss. Eine freiwillige Schinderei ... Rennsteigritt Siebenter Tag der GST, seit Kilometer 588, kurz hinter dem Harz, fahre ich alleine. Unterwegs habe ich nur einen ( ! ) Biker auf dem Kolonnenweg getroffen. Heute Morgen bin ich um 4:30 Uhr los. Meine IQ-Tec-Akkuleuchte flutet den Kolonnenweg mit Licht. Hier und da leuchten Augenpaare in der Dunkelheit, sie zeigen sich vom seltsamen Besuch kaum beeindruckt. Den Wald teile mich mir mit Dammwild, Füchsen, Schnecken und einigen Vögeln, selbst die Sonne gesellt sich nur zögerlich zu uns, sie lugt über die Hügel des Coburger Landes und bahnt sich den Weg durch den Frühnebel. Meinen Frühstückskaffee trinke ich in einer Bäckerei im neuen Industriegebiet von Streufdorf, das sich direkt auf der ehemaligen Grenze befindet. Die ersten 25 Kilometer des Tages sind um 6:15 Uhr bereits geschafft. Am frühen Mittag bin ich in Sonneberg und sehe zu, den Rennsteig zu erreichen. Bis Tettau sind schon einige Improvisationen nötig. Der "ergooglete" Track zeigt Schwächen: Schiebepassagen durchs Unterholz entlang einer Geraden über Berge und hinein in Täler zehren an der Motivation. Oberhalb von Tettau treffen Grenze und Rennsteig erstmals zusammen, ich entschließe mich, dem Rennsteig für 16 Kilometer bis Brennersgrün zu folgen und fahre dort wieder auf den Kolonnenweg. In fantastischen Wellen geht es rasant abwärts zu den östlichen Ausläufern des Thüringer Waldes, die Anstiege seien hier einmal verschwiegen. Abends treffe ich nach 193 Kilometern und über 3.500 Höhenmetern um kurz nach Neun in Blankenstein ein. Die Pension "Rennsteig" bietet ein vorzügliches Rostbrätel und ein kuscheliges Bett. Zielstich Der Thüringer Wald liegt hinter mir, entlang der Saale geht es entspannt Richtung Ziel. Auf halber Strecke komme ich durch den ehemals geteilten Ort Mödlareuth, weltbekannt als "Little Berlin". Heute ist es ein "Museumsdorf" irgendwo zwischen Geschichtsbewältigung, Ostalgie-Sammelwut und Fotokitsch. Es gibt bessere Orte, um der Trennung der Deutschen nachzuspüren, es gibt aber kaum Orte, die auf so wenig Raum so viele ( un )passende Fotomotive bieten. Ich zische ein Cola im Restaurant, drücke drei Mal auf den Auslöser meiner Kamera und dann wieder zackig in die Pedale, denn ich möchte schnell im Ziel sein ... noch könnte ich es unter sieben Tagen schaffen. So rauscht die Landschaft an mir vorbei und bei Mittelhammer verschwinde ich einer feuchten Senke zwischen den seichten Hügeln. Das Wasser der südlichen Regnitz zieht Millionen Mücken an. Seit die Grenzer hier nicht mehr permanent patrouillieren, haben die Insekten mächtig Durst und bitten mich am Schild "Staatsgrenze" zum Aderlass. Hintergrund: Grenzsteintrophy 2010 Die Grenzsteintrophy 2010 startet am 17. Juni, dem ehemaligen Tag der Deutschen Einheit ( der dem DDR-Volksaufstand von 1953 gedachte ). Die Fahrt verläuft 2010 in die andere Richtung: Start ist das ehemalige Dreiländereck im Vogtland, Ziel die Ostseeküste auf dem Priwall bei Travemünde. Aktuelle Infos finden sich unter www.grenzsteintrophy.de. Der pressedienst-fahrrad hat es sich zur Aufgabe gemacht, dem guten Fahrrad und dessen Anwendung mehr Öffentlichkeit zu verschaffen. Denn wir sind der Meinung, dass Radfahren nicht nur Spaß macht und fit hält, sondern noch mehr ist: Radfahren ist aktive, lustvolle Mobilität für Körper und Geist. Kurz: Radfahren ist Lebensqualität, Radfahren ist clever und Radfahren macht Lust auf mehr...
Pressekontakt: Gunnar Gunnar Fehlau pressedienst-fahrrad GmbH Ortelsburgerstr. 7 37083 Göttingen Telefon: 0551-9003377-0 EMail: grafik@pd-f.de Internet: http://www.pd-f.de
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