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Plenartagung des Europäischen Parlaments vom 6. bis 9. Septemberu. a.: Tierversuchsrichtlinie/ Echtheitsprüfung von Euro-Münzen/ Verhandlungen zu ACTA/ Freizügigkeit der Arbeitnehmer/ Beschäftigungspolitik/ Journalismus und neue Medien/ Lage der Roma
( ddp direct ) Berlin, 03. September 2010 - Nach der Sommerpause widmen sich die Europaabgeordneten zunächst den Euro-Münzen, wie deren Echtheit geprüft und wie Fälschungen verhindert werden können. Die Abstimmung zum Bericht findet am Dienstag ( 7. September ) in erster Lesung statt. Am Montag ( 6. September ) stellt der Kurt ...
( ddp direct ) Berlin, 03. September 2010 - Nach der Sommerpause widmen sich die Europaabgeordneten zunächst den Euro-Münzen, wie deren Echtheit geprüft und wie Fälschungen verhindert werden können. Die Abstimmung zum Bericht findet am Dienstag ( 7. September ) in erster Lesung statt. Am Montag ( 6. September ) stellt der deutsche Abgeordnete Kurt LECHNER seinen Bericht zur Verknüpfung von Unternehmensregistern vor. Weitere Berichte befassen sich mit der Lebensmittelversorgungskette in Europa, mit der Rolle der Frau in einer alternden Gesellschaft oder mit dem Thema Journalismus und neue Medien. Am Dienstag ( 7. September ) gibt es eine Aussprache zur Lage der Union mit Kommissionspräsident José Manuel Barroso. Anschließend stimmt das Plenum über den Bericht zur Freizügigkeit von Arbeitnehmern in erster Lesung ab. In dem Bericht werden bereits bestehende Texte zusammengeführt. Die Abgeordneten stimmen auch über eine Entschließung zur Weiterentwicklung des Beschäftigungspotenzials einer neuen, nachhaltigen Wirtschaft ab, die von der deutschen Berichterstatterin Elisabeth SCHROEDTER vorbereitet wurde. Ebenfalls am Dienstag findet eine Debatte zum Bericht über die Leitlinien für beschäftigungspolitische Maßnahmen der Mitgliedstaaten statt. Die Meinung des Europäischen Parlaments ist dabei für die Mitgliedsstaaten nicht bindend. Eine Entschließung zur Lage der Roma in Europa wurde aus aktuellem Anlass kurzfristig mit auf die Tagesordnung am Dienstag gesetzt. Am Mittwoch ( 8. September ) stimmen die Europaabgeordneten in zweiter Lesung über die neue Tierversuchsrichtlinie ab. Der vorliegende Kompromiss wurde über eineinhalb Jahre mit dem Rat und der Kommission ausgehandelt. Laut der deutschen Berichterstatterin Elisabeth JEGGLE soll die neue Tierversuchsrichtlinie Forschung und Tierschutz besser miteinander in Einklang bringen. Das Plenum hält zudem eine Aussprache zu den laufenden Verhandlungen über das Abkommen gegen Fälschung und Piraterie ( ACTA ). Am Donnerstag ( 9. September ) diskutiert das Plenum über Menschenrechtsverletzungen im Iran. Eine ausführliche Darstellung der Plenar-Themen gibt es unter: http://www.europarl.europa.eu/news/expert/tous_les_briefing/default/default_de.htm Shortlink zu dieser Pressemitteilung: http://shortpr.com/zo4l96 Permanentlink zu dieser Pressemitteilung: http://www.themenportal.de/politik/plenartagung-des-europaeischen-parlaments-vom-6-bis-9-september-95218 -
Pressekontakt: Michael Kaczmarek, Presseattaché Europäisches Parlament Unter den Linden 78 10117 Berlin Telefon: 030 2280 1000 EMail: presse-berlin@europarl.europa.eu Internet: www.europarl.de/presse
Erneuter Anstieg der Tierversuchszahlen"Opfer einer verfehlten Wissenschaft"
Die heute vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) vorgelegte Tierversuchsstatistik für 2008 zeigt einen erneuten Anstieg auf jetzt 2.692.890 Tiere. Das sind 3,2% mehr als im Vorjahr. Der bundesweite Verein Ärzte gegen Tierversuche bezeichnet den erneuten Anstieg als und spricht von einer der ...
Die heute vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) vorgelegte Tierversuchsstatistik für 2008 zeigt einen erneuten Anstieg auf jetzt 2.692.890 Tiere. Das sind 3,2% mehr als im Vorjahr. Der bundesweite Verein Ärzte gegen Tierversuche bezeichnet den erneuten Anstieg als "skandalös" und spricht von einer "verfehlten Wissenschaft, der immer mehr Tiere zum Opfer fallen". Der Verband setzt sich aus ethischen und wissenschaftlichen Gründen für die Abschaffung aller Tierversuche ein und fordert von der Bundesregierung endlich Taten statt Worte. Die Tierversuchszahlen steigen seit einem Tiefpunkt im Jahr 1996 von damals 1,5 Millionen Jahr für Jahr kontinuierlich an. Tiere, die am häufigsten für Tierversuche herangezogen werden, waren im Jahr 2008 Mäuse (1.765.416), Ratten (484.990), Vögel (129.318), Fische (111.943) und Kaninchen (98.607). Außerdem wurden 803 Katzen, 4.450 Hunde und 2.285 Affen in Experimenten verwendet. Bei den Hunden, Affen und Ratten ist ein leichter Rückgang zu verzeichnen, während bei Mäusen, Meerschweinchen, Schafen und Vögeln die Zahlen ansteigen. Ein besonders drastisches Plus gab es bei den Rindern. Im Jahr 2008 wurden 6.288 Rinder in deutschen Labors für Experimente herangezogen, 3.303 mehr als im Vorjahr. Der Bereich mit dem größten "Verbrauch" an Tieren ist seit Jahren die Grundlagenforschung. Im Jahr 2008 gingen 32% auf das Konto dieser zweckfreien Forschung. Rund 19% der Tiere wurden für die Arzneimittelforschung verwendet, 12,7% für die Qualitätskontrolle von Produkten und 6,3% für Giftigkeitsprüfungen. Das BMELV will als Reaktion auf die steigenden Zahlen zum wiederholten Male ein "Expertengremium" einberufen, das die Tierversuchszahlen analysieren soll. "Dieses Gremium gibt es bereits seit 2004", empört sich Dr. med. vet. Corina Gericke. "Herausgekommen ist dabei bislang null Komma nichts". "Tierversuche müssen gesetzlich verboten werden, um den Weg frei zu machen für eine moderne, tierversuchsfreie Wissenschaft des 21. Jahrhunderts", so die Tierärztin weiter. Der Ärzteverband fordert, dass sich die Bundesregierung bei den derzeit anstehenden Verhandlungen zur Überarbeitung der EU-Tierversuchsrichtlinie für ein Verbot zumindest einiger Teilbereiche einsetzt, vor allem ein Verbot von Affenversuchen sowie Experimenten, die mit besonders schweren Schmerzen und Leiden für die Tiere einhergehen. "Die Bundesregierung darf sich nicht zum Handlanger der milliardenschweren Pro-Tierversuchslobby machen, sondern muss JETZT auf EU-Ebene die Weichen stellen für den Anfang vom Ende des Tierversuchs", fordert Gericke. ---------------------------- Ärzte gegen Tierversuche e.V., Landsbergerstr. 103, 80339 München, Tel: 089-3599349, Fax 089-35652127, info@aerzte-gegen-tierversuche.de, www.aerzte-gegen-tierversuche.de Die Vereinigung Ärzte gegen Tierversuche e.V. besteht seit 1979 und ist ein Zusammenschluss aus mehreren Hundert Ärzten, Tierärzten und Naturwissenschaftlern, die Tierversuche aus ethischen und wissenschaftlichen Gründen ablehnen. Der Verein engagiert sich für eine moderne, humane Forschung und Wissenschaft ohne Tierversuche, die sich am Menschen orientiert und bei der Ursachenforschung und Vorbeugung von Krankheiten im Vordergrund stehen.
Überarbeitete Tierversuchsrichtlinie bietet Chance für Millionen von Tieren:Ärzteverein fordert Ausstieg aus dem Tierversuch
Die bundesweite Vereinigung Ärzte gegen Tierversuche fordert von der Politik, sich im Zuge der Überarbeitung der veralteten Tierversuchsrichtlinie klar für eine Forschung ohne Tiere einzusetzen. Die in den nächsten Wochen anstehenden Abstimmungen auf EU- und Bundesebene entscheiden über das Schicksal von Millionen von der auf * ...
Die bundesweite Vereinigung Ärzte gegen Tierversuche fordert von der Politik, sich im Zuge der Überarbeitung der veralteten Tierversuchsrichtlinie klar für eine Forschung ohne Tiere einzusetzen. Die in den nächsten Wochen anstehenden Abstimmungen auf EU- und Bundesebene entscheiden über das Schicksal von Millionen von fühlenden Lebewesen. Anlässlich der derzeit stattfindenden Abstimmungen auf EU- und Bundesebene über die Inhalte der Tierversuchsrichtlinie* fordern die Ärzte gegen Tierversuche von der Politik ein klares Bekenntnis zur tierversuchsfreien Forschung und eine Abkehr vom Tierversuch. "Die Politik hat jetzt die Chance, ihre Bringschuld zu begleichen und konsequent ethisch und wissenschaftlich korrekte Wege ohne Tierleid zu gehen", erklärt Diplombiologin Silke Bitz, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Ärztevereins. Die Ärzte gegen Tierversuche fordern in ihrer Stellungnahme an die Politik unter anderem, dass die Tierversuchsanträge der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollen sowie eine Qualitätskontrolle in Form einer rückwirkenden Bewertung aller Tierversuchsprojekte. Weiter soll nach Ansicht des Ärztevereins der tierversuchsfreien Forschung höchste Priorität eingeräumt werden. Experimente an Affen sollen ausnahmslos verboten werden. "Im Zuge der Überarbeitung der Richtlinie muss eine klare Linie für den zeitnahen Ausstieg aus dem gesellschaftspolitisch untragbaren Tierversuch festgelegt werden", so Bitz weiter. Erst vor wenigen Tagen hatte sich der Bundesrat in einer Empfehlung an die Bundesregierung für eine deutliche Abschwächung des Kommissionsentwurfs zu Lasten der Tiere ausgesprochen. Der Ärzteverband fordert Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner auf, sich nicht der vom Tierversuch profitierenden Lobby zu beugen und keine Aufweichung zu Gunsten der Zementierung unethischer und unwissenschaftlicher Methoden zuzulassen. Derzeit wird der Kommissionsentwurf zur Änderung der Richtlinie im Europäischen Parlament und im EU-Ministerrat, in dem Ministerin Isle Aigner die Bundesregierung vertritt, abgestimmt. Der Umwelt- und der Industrieausschuss des Parlamentes übermitteln in diesen Tagen ihre Position an den Landwirtschaftsausschuss, der für die Erarbeitung der Stellungnahme des Europäischen Parlaments zum Entwurf der Kommission zuständig ist. Die Abstimmung im Umweltausschuss am 18.02.09 war nach Ansicht der Ärzte gegen Tierversuche ernüchternd, da etliche Verbesserungen für die Tiere keine Mehrheit fanden. Am 31.03.09 wird im Agrarausschuss über die Positionen der beiden Ausschüsse abgestimmt und am 04.05.09 schließlich im Plenum. Im Jahr 2005 wurden in der EU mehr als 12 Millionen Tiere in Experimenten verwendet, in Deutschland waren es bei der letzten Zählung im Jahr 2007 mehr als 2,6 Millionen Tiere. * Richtlinie des Rates 86/609/EWG vom 24. November 1986 zum Schutz der für Versuche und andere wissenschaftliche Zwecke verwendeten Tiere
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