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Vitamin D schützt vor Krebs - aber nur in sehr hohen DosenForscher der San Diego School of Medicine und der Creighton University School of Medicine behaupten in einer neuen Studie, die in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Anticancer Research erschienen ist, dass es sehr viel höhere Dosen an Vitamin
Die Empfehlung für die tägliche Einnahme an Vitamin D liegen in den Europäischen Ländern bei 5 Mikrogramm ( 200 IU ) pro Tag. Eine neue Studie aus den USA hat zeigen können, dass mindestens das 20-fache dessen nötig ist, um Krankheiten wie Krebs oder Multiple Sklerose vorbeugen zu können. Die Studie basiert auf der D ...
Die Empfehlung für die tägliche Einnahme an Vitamin D liegen in den Europäischen Ländern bei 5 Mikrogramm ( 200 IU ) pro Tag. Eine neue Studie aus den USA hat zeigen können, dass mindestens das 20-fache dessen nötig ist, um Krankheiten wie Krebs oder Multiple Sklerose vorbeugen zu können. Die Studie basiert auf der Auswertung Tausender Freiwilliger, die einem normalen Leben nachgingen und zusätzlich Vitamin D in unterschiedlichen Dosierungen als Nahrungsergänzungsmittel zu sich nahmen. Die Forscher gehen davon aus, dass ihre Studie in weiten Kreisen zu einem Umdenken führen wird und die Empfehlungen für die tägliche Vitamin D Dosis erhöht werden müssen. Dies auch auf dem Hintergrund, dass 4-10 Tausend IU für Erwachsene und Kinder ab 9 Jahren als sicher gelten. rn "Unserer Studie hat gezeigt, dass Erwachsene eine tägliche Einnahme von ca. 4000 bis 8000 Einheiten an Vitamin D benötigen, um im Blut Spiegel von Vitamin D Metaboliten zu haben, die zu einer ungefähren Reduktion um die Hälfte für verschiedene Krankheiten führen würden. Dazu zu zählen wären etwa Brustkrebs, Dickdarmkrebs, Multiple Sklerose und Diabetes Typ 1," sagte Cedric Garland, Professor für Familien- und Präventivmedizin am San Diego Moores Cancer Center. "Ich war überrascht herauszufinden, dass die Blutspiegel für Vitamin D so hoch sein müssen, damit es zu einer merklichen Reduktion der erwähnten Krankheiten führt. Das sind Werte, die viel höhen sind, als die üblichen 400 Einheiten pro Tag, die als täglich empfohlene Dosis gelten und mit denen man im 20. Jahrhundert die Rachitis bekämpfte." Obwohl diese Werte sehr viel höher sind, als die traditionelle Aufnahme von Vitamin D, sind sie immer noch innerhalb des Rahmens, der gemäss einem im Dezember erschienenen Bericht der National Academy of Sciences Institute of Medicine für Erwachsene als sicher gilt. "Ich war gar nicht überrascht," sagte Robert P. Heaney von der Creighton University, der sich seit Jahrzehnten mit Vitamin D befasst. "Dieses Resultat war ziemlich genau das, was unsere Dosis-Wirkungsstudien vorhergesagt hatten. Es brauchte allerdings eine Studie wie diese, mit Leuten, die ein ganz normales Leben führen, um das zu beweisen." Die Studie basiert auf einer Auswertung von mehreren Tausend Freiwilligen, die Vitamin D als Nahrungsergänzung in einem Bereich von 1000 bis 10"000 Einheiten pro Tag zu sich nahmen. Um den Vitamin D Status zu kontrollieren, wurde der Spiegel an zirkulierendem 25-Vitamin D im Blut bestimmt, womit eine gute Aussage über den gesamten verfügbaren Vitamin D Spiegel gewonnen werden kann. "Die meisten Wissenschaftler, die heutzutage mit Vitamin D arbeiten, sind überzeugt, dass es einen Mindestspiegel von 40 bis 60 ng/ml 25-Vitamin D im Blut braucht, um den meisten mit einem zu niedrigen Vitamin D Spiegel assoziierten Erkrankungen vorbeugen zu können," sagte Garland. "Leider erreichen solche Spiegel gemäss einer kürzlich durchgeführten nationalen Untersuchung nur ca. 10 Prozent der Amerikaner. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Leute, die im Freien arbeiten." Das Interesse an höheren Vitamin D Dosen wurde letzten Dezember entfacht, nachdem ein National Academy of Sciences Institute of Medicine Komitee bekannt gegeben hatte, dass die Einnahme von bis zu 4000 Einheiten Vitamin D pro Tag für Erwachsene und Kinder ab neuen Jahren sicher sei. Für Kinder unter neun Jahren wurde die Obergrenze bei 1000 bis 3000 Einheiten pro Tag festgelegt. Diese Zahlen stehen in krassem Widerspruch zu den in den meisten Ländern gültigen Empfehlungswerten für die tägliche Einnahme, die sich immer noch an den 400 Einheiten orientieren, die zur Bekämpfung der Rachitis ausgereicht hatten. "Jetzt, wo die Resultate unserer Studie publiziert sind, wird es wohl für viele Erwachsene absolut normal werden, 4000 Einheiten Vitamin D oder mehr pro Tag einzunehmen," meinte Garland. "Das ist dann immer noch sehr viel unter den 10"000 Einheiten, die im Bericht der National Academy of Sciences Institute of Medicine als Untergrenze für potentiell gefährliche Nebenwirkungen angegeben hat - und das bei einem beträchtlichen Nutzen." "Jetzt ist die Zeit für praktisch jedermann gekommen, mehr Vitamin D zu nehmen und somit einigen der am weitest verbreiteten Krebserkrankungen, anderen bedrohlichen Krankheiten und Knochenbrüchen vorzubeugen," sagte Heaney. Die momentane Empfehlung der DACH ( Deutsche Gesellschaft für Ernährung, Österreichischer Gesellschaft für Ernährung und Schweizerischer Vereinigung für Ernährung ) liegen bei 5 Mikrogramm Vitamin D pro Tag ( 200 Einheiten ).
Swissestetix - The Beauty Doctors gehört zu den angesehensten Schweizer Schönheitsinstituten und bietet Ihnen ein ungewöhnlich breites Spektrum der innovativsten Behandlungsmethoden der ästhetischen Medizin. Unsere hervorragend ausgebildeten Ärzte sind Experten für zahlreiche Fachgebiete der Schönheitschirurgie und garantieren Ihnen Dank neuester Techniken optimale Ergebnisse. Wir sind Spezialisten für die Brustvergrösserung, Fettabsaugung, Gewichtsreduktion, Intimchirurgie, Faltenbehandlungen, Behandlungen mit Eigenfett, chirurgische und nichtchirurgische Facelifts sowie für den gesamten übrigen Bereich sanfter ästhetischer Schönheitsmedizin. Profitieren Sie von unserem grossen Wissen und unserem Einfühlungsvermögen für Ihre ganz persönlichen Wünsche. Geniessen Sie das glamouröse Gefühl, wieder frisch, entspannt, jugendlich und attraktiv zu wirken und vereinbaren Sie noch heute einen Termin für ein erstes Beratungsgespräch.
Clarence P. Davis swissestetix Bergstrasse 8 8702 Zollikon Telefon: +41 44 934 3434 Internet: http://www.swissestetix.ch EMail: internet@swissestetix.ch
Neue Richtlinien zur Abklärung von seltenem Tumor nach BrustvergrösserungIm Zuge eines erst kürzlich erfolgten Statements der Amerikanischen Zulassungsbehörde (Food and Drug Administration FDA), wonach ein äusserst seltener Tumor, das anaplastische grosszellige Lymphom (ALCL) in einem möglichen Zusammenha
Die Amerikanische Zulassungsbehörde ( Food and Drug Administration ) hat vor kurzem eine Warnung abgegeben, dass eine Brustvergrößerung mit Implantaten im Zusammenhang mit einem äußerst seltenen Tumor stehen kann. Jetzt hat die Amerikanische Gesellschaft für Plastische Chirurgie ( ASPS ) ihre Richtlinien zur von oder um ...
Die Amerikanische Zulassungsbehörde ( Food and Drug Administration ) hat vor kurzem eine Warnung abgegeben, dass eine Brustvergrößerung mit Implantaten im Zusammenhang mit einem äußerst seltenen Tumor stehen kann. Jetzt hat die Amerikanische Gesellschaft für Plastische Chirurgie ( ASPS ) ihre Richtlinien zur Abklärung von verdächtigen Verhärtungen oder Wundsekrethöhlen modifiziert, um diese selten Form des Brustkrebses besser diagnostizieren zu können. Die neuen Richtlinien dienen aber nicht nur dem Arzt sondern auch der Patientin, die sich im gemeinsamen Gespräch mit dem Operateur besser über die Risiken und Folgen einer Abklärung und allfälligen Diagnose informieren kann. rn Die Richtlinien "betreffen spezifische zusätzliche Diagnose- und Management-Alternativen für die Abklärung eines Seroms nach Brustvergrösserung, das möglicherweise in Zusammenhang mit einem ALCL stehen könnte," schreibt Dr. John B. Tebbetts, ein Plastiker, der an der Aufstellung der neuen Richtlinien beteiligt war. Dr. Tebbetts präsentiert in den Richtlinien ein Update der alten Richtlinien für die Diagnose und das Management von Seromen nach einer Brustvergrösserung. Ein Serom ist eine abgekapselte Höhle, die mit Wundflüssigkeit gefüllt ist und nach verschiedenen Typen von Operationen entstehen kann. Das Update der Richtlinien wurde nötig, nachdem zwei Studien eine starke Häufung von ALCL und anderen bösartigen Erkrankungen des lymphatischen Systems bei Frauen gefunden haben, die zuvor eine Brustvergrösserung mit einem Implantat vorgenommen hatten. Basierend auf diesen Befunden hat die FDA vor kurzem eine Warnung herausgegeben, dass Frauen, die sich die Brust mit einem Implantat vergrössern lassen, ein "sehr kleines, aber erhöhtes Risiko" für die Entwicklung eines ALCL haben. Der Zusammenhang von Brustvergrösserung und ALCL ist für den Chirurgen deswegen problematisch, weil die Symptome eines ALCL zunächst als schmerzhafte Schwellung in der operierten Brust auftreten können und sich so kaum von den Symptomen eines gewöhnlichen Seroms unterscheiden. Serome sind häufige Komplikationen nach Brustvergrösserungen und absolut unproblematisch. Seit der Warnung der FDA haben sowohl die plastischen Chirurgen als auch die Patientinnen nach einem sinnvollen Vorgang zur Abklärung und Behandlung von Schwellungen oder Verhärtungen nach Brustimplantaten gesucht. Bei der Entwicklung der neuen Richtlinien, war es gemäss Dr. Tebbetts vorranging, "das Bewusstsein und die Wachsamkeit für die Möglichkeit eines ALCL zu erhöhen, wenn Flüssigkeitsansammlung sechs Monate oder später im Rahmen einer Brustvergrösserungen abgeklärt werden müssen." Die Richtlinien bestehen aus einem Set von Alternativen, die mit der Patientin der Reihe nach durchgesprochen werden können und deren Ziel es ist, ein ALCL auszuschliessen oder sicher zu bestätigen. Die Richtlinien helfen somit auch der Patientin, ihre Ängste abzubauen und eine wohlüberlegte Entscheidung in Bezug auf Abklärung und Behandlung allfälliger Schwellungen zu machen. Für jede Behandlungsalternative, von der Nadelbiopsie bis zu verschiedenen Formen der Nachoperation oder sogar dem Zuwarten und Beobachten sind die Vor- und Nachteile sowie die daraus resultierenden Risiken aufgelistet. Die Richtlinien werden kontinuierlich auf den neusten Stand gebracht, sobald neue Erkenntnisse über den Zusammenhang von ALCL und Brustvergrösserung bekannt werden. Die FDA hat sich dafür mit der ASPS zusammengetan, um ein gemeinsames Register zu schaffen, in dem alle Fälle zentral gesammelt und analysiert werden können. Bis das der Fall ist und mehr Licht in der Sache herrscht, meint Dr. Tebbetts, dass die Richtlinien eine adäquate "interimistische Zusammenfassung der Alternativen" für den plastischen Chirurgen oder jeden anderen Arzt, der mit Frauen zu tun hat, deren Brüste vergrössert wurden, darstellt.
Swissestetix bietet Ihnen ein breites Spektrum an innovativen Behandlungsmethoden der ästhetischen Medizin. Wir sind Experten für Gewichtsreduktion, Faltenbehandlung sowie für chirurgische und nichtchirurgische Facelifts. Dank grosser Erfahrung und neuesten Techniken beim Fettabsaugen ( Liposuktion ), der Brustvergrösserung mit Eigenfett sowie den nichtchirurgischen Facelifts mit Botulinumtoxin oder Fillern erreichen wir optimale Resultate. Profitieren Sie von unserem grossen Wissen im Umgang mit modernsten Behandlungsmethoden bei Nasenkorrekturen, Augenlidstraffungen oder ganzen Facelifts. Geniessen Sie das glamouröse Gefühl, wieder frisch, entspannt und jugendlich zu wirken. Rufen Sie uns an und vereinbaren Sie einen Termin für ein erstes Beratungsgespräch.
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Umfrage sieht konventionelle Methode bei Fettabsaugen vorneIn den letzten Jahren sind im Zuge der zunehmenden Popularität der Fettabsaugung verschiedenste neue Methoden zur Fettentfernung auf den Markt gekommen. Die Amerikanische Gesellschaft für Ästhetische und Plastische Chirurgie (American Socie
Die Amerikanische Gesellschaft für Ästhetische und Plastische Chirurgie ( ASAPS ) hat ihre Mitglieder nach deren Präferenz bei der Fettabsaug-Methode befragt. Zur Wahl standen verschiedene alte Techniken, wie auch neue und nicht-chirurgische Methoden. Erstaunlicherweise wählten die Plastiker nicht die neusten Methode, sondern die zu ...
Die Amerikanische Gesellschaft für Ästhetische und Plastische Chirurgie ( ASAPS ) hat ihre Mitglieder nach deren Präferenz bei der Fettabsaug-Methode befragt. Zur Wahl standen verschiedene alte Techniken, wie auch neue und nicht-chirurgische Methoden. Erstaunlicherweise wählten die Plastiker nicht die neusten Methode, sondern die ältesten zu ihren Favoriten. Am beliebtesten war bei der Umfrage die konventionellste Methode, bei der der Chirurg das Fett mit einer Kanüle ohne jegliche weitere Unterstützung raus holt. Am unbeliebtesten waren die Fettabsaugung mit Laser und die nicht-chirurgischen Methoden, wie beispielsweise die Kavitations-Technik. Die Autoren nehmen an, dass die Chirurgen diese Techniken zu wenig kennen und ihnen deswegen vorerst auch nicht trauen. rn "In einem Gebiet, das sich so schnell entwickelt, wie die Fettabsaugung, ist es essentiell, dass neue Methoden und Technologien einer ständigen Überprüfung unterzogen werden, um die Sicherheit unserer Patienten nicht zu gefährden," sagte Jamil Ahmad, der führende Autor der Publikation. "Unsere Befragung zeigte klar, dass die Mitglieder der ASAPS dazu tendieren, Methoden der Fettabsaugung zu bevorzugen, die schon lange auf dem Markt und daher gut erprobt sind. In der Zukunft kann das natürlich auch dazu führen, dass wir eine graduelle Verlagerung hin zu neueren Methoden sehen, sobald deren Wirksamkeit und Sicherheit durch grössere Studien erwiesen und die Ärzte im Umgang damit vertrauter sind." Die Umfrage bestand aus 17 Fragen zum Thema der Fettabsaugung und anderer Techniken zur Fettentfernung. Ausserdem wurden die Mitglieder zu ihren Erfahrungen mit neueren Fettentfernungsmethoden und zum Management von Komplikationen befragt. Die Umfrage wurde an 1"713 Mitglieder der ASAPS geschickt, von denen 492 ( 28.7% ) antworteten. Die wichtigsten Erkenntnisse aus der Befragung waren wie folgt: 1 )Die meisten Befragten führen zwischen 51 und 100 Fettabsaugungen durch pro Jahr. 2 )Die meisten benutzen derzeit oder gaben Erfahrungen mit der SAL ( 92.7% ), der UAL ( 59.6% ) und der PAL ( 44.7% ) an. Weniger Erfahrungen haben die Mitglieder der ASAPS mit der LAL ( 12.8% ), der Mesotherapie ( 5.7% ) oder mit nicht-invasiven Methoden ( 12.8% ). 3 )Die Beliebtheitsskala der Fettentfernungsmethoden sieht die SAL mit 51.4% der Stimmen als Siegerin. Platz 2 geht an die PAL ( 23.0% ) und Platz 3 an die UAL ( 20.9% ). Abgeschlagen sind die LAL ( 3.9% ) und nicht-invasive Methoden mit lediglich 0.8% der Stimmen. 4 )Die Befragten waren der Ansicht, dass die neueren Techniken, wie LAL oder Mesotherapie, mit einem unverhältnismässig höheren Komplikationsrisiko im Vergleich zu den herkömmlichen Techniken ( SAL, PAL, UAL ) behaftet waren. 5 )Die Befragten glaubten, dass die Patienten hauptsächlich aus marketingtechnischen Gründen neuere Methoden, wie beispielsweise die LAL, bevorzugten. Die Befragung deckte auch ein leichtes Unbehagen unter den Ärzten auf, dass immer mehr Kollegen ohne die nötige Erfahrung in das Gebiet der Fettabsaugung einstigen. Solche Kollegen sind denn auch, so die Meinung der Befragten, für die meisten Komplikationen bei Liposuktionen verantwortlich. "Die Meinung unserer Mitglieder ist ein äusserst eleganter Weg für uns, neue Trends aufzuspüren und herauszufinden, wie wir die Techniken und Methoden sowohl für den Patienten als auch für den Arzt vereinfachen und sicherer machen können," sagte Felmont Eaves III, Präsident der ASAPS. "Solche Umfragen sind wichtig für uns, nicht nur in Bezug auf die Liposuktion und anderer Formen der Fettentfernung, sondern in Bezug auf alle Aspekte der ästhetischen Chirurgie." Bei der Liposuktion oder Fettabsaugung werden überschüssige Fettpolster von bestimmten Körperzonen entfernt. Es ist die zweithäufigste ästhetische Behandlung in den USA mit jährlich ca. 300"000 Eingriffen.
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Wieder verfälschte Gewichtsreduktions-Tabletten im UmlaufDie Englische Zulassungsbehörde für Medikamente und Gesundheitsprodukte (Medicines and Healthcare products Regulatory Agency MHRA) hat erneut eine Warnung abgegeben wegen des Gewichtsreduktions-Produktes "Herbal Flos Lonicerae (Herbal Xen
Die Englische Zulassungsbehörde für pflanzliche Medikamente hat eine Warnung herausgegeben für das Produkt Herbal Flos Lonicerae ( Herbal Xenicol ) Natural Weight Loss Formula, das zurzeit nur international über das Internet erhältlich ist. Herbal Flos Lonicerae ( Herbal Xenicol ) Natural Weight Loss Formula enthält eine ( ...
Die Englische Zulassungsbehörde für pflanzliche Medikamente hat eine Warnung herausgegeben für das Produkt Herbal Flos Lonicerae ( Herbal Xenicol ) Natural Weight Loss Formula, das zurzeit nur international über das Internet erhältlich ist. Herbal Flos Lonicerae ( Herbal Xenicol ) Natural Weight Loss Formula enthält eine unbestimmte, aber sehr hohe Dosis, des pharmazeutischen Wirkstoffs Sibutramin, der früher in der Diätkapsel Reductil enthalten war. Sibutramin wurde letztes Jahr wegen Sicherheitsbedenken vom Markt genommen. Die Englische Zulassungsbehörde meinte dazu, dass sie immer wieder Medikamente findet, die über das Internet oder in Apotheken für traditionelle chinesische Medizin vertrieben werden, die angeblich natürlich seien, in Wirklichkeit aber teilweise hohe Dosen pharmazeutischer Substanzen enthalten. rn Sibutramin ( Reductil® ) war der Wirkstoff einer Diätpille, die im Januar 2010 in Europa und später im Oktober 2010 in den USA wegen Sicherheitsbedenken vom Markt genommen wurde. Insbesondere wurden der Tablette Herz-Kreislauf Nebenwirkungen nachgesagt, die teilweise zu schweren Folgen hätten führen können. Herbal Flos Lonicerae ( Herbal Xenicol ) Natural Weight Loss Formula wird zurzeit nur über Internet und in einigen Apotheken für Traditionelle Chinesische Medizin in England vertrieben. Jeder, der das Produkt einnimmt, sollte damit sofort aufhören und einen Arzt oder Apotheker aufsuchen. Den Stein ins Rollen brachte ein besorgter Hausarzt, nachdem eine seiner Patientinnen hospitalisiert werden musste und mehrere andere über eine ganze Palette von Nebenwirkungen klagten. Die Angaben reichten von Palpitationen über starke Gastritis und Bauchschmerzen bis hin zu Schlaflosigkeit nach Einnahme der Kapseln. Richard Woodfield, Verantwortlicher der MHRA für Richtlinien zum Gebrauch von pflanzlichen Produkten, meinte dazu: "Seit 2005 hat die MHRA über 280 Beispiele sogenannter "pflanzlicher" oder "natürlicher" Produkte entdeckt, die mit einer x-beliebigen Menge einer potenten pharmazeutischen Substanz versetzt waren. Solche Produkte stellen ein grosses Risiko für die Bevölkerung dar." "Das sind genau die Fälle, die es notwendig gemacht haben, eine Registrierung für natürliche Produkte einzuführen und die EU dazu veranlasst hat, strengere Kontrollen für solche Produkte einzuführen. Die Leute haben ein Recht zu erfahren, was genau sie einnehmen und zu wissen, dass das Mittel, das sie einnehmen, um eine Krankheit zu behandeln, nicht eine möglicherweise schlimmere hervorrufen kann."
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Unter dem Messer: Mehr Geld, mehr SchönheitschirurgieGemäss der Amerikanischen Gesellschaft für Plastische Chirurgie (The American Society of Plastic Surgeons ASPS) ist die Zahl der Schönheitsoperationen im Jahre 2010 um fünf Prozent auf knapp über 13 Millionen gestiegen. Die h&au
Die neusten Zahlen der Amerikanischen Gesellschaft für Plastische Chirurgie zeigen eine eindrückliche Zunahme der Schönheitsbehandlungen in den USA. Bei den chirurgischen Behandlungen sind die Brustvergrößerungen, Nasenkorrekturen, Augenlidstraffungen, Fettabsaugungen und Bauchdeckenstraffungen führend. Bei den führt ...
Die neusten Zahlen der Amerikanischen Gesellschaft für Plastische Chirurgie zeigen eine eindrückliche Zunahme der Schönheitsbehandlungen in den USA. Bei den chirurgischen Behandlungen sind die Brustvergrößerungen, Nasenkorrekturen, Augenlidstraffungen, Fettabsaugungen und Bauchdeckenstraffungen führend. Bei den nicht-chirurgischen Behandlungen führt Botox vor Füllsubstanzen, Peelings, Laser-Haarentfernung und Mikrodermabrasion. Die Zunahme der Behandlungen wird der verbesserten Weltwirtschaftslage zugeschrieben. Sollte sich die, wie erwartet, weiter verbessern, so könnte der Trend nach mehr auch in laufenden Jahr anhalten. rn Der Präsident der ASPS, Dr. Philip Haeck, meinte bei der Präsentation der letztjährigen Zahlen: "Es gibt eine klare Zunahme der Nachfrage nach Schönheitsoperationen. Die Leute haben sich in den letzten Jahren etwas zurückgehalten und ihre finanzielle Situation in Ordnung gebracht. Aber alle Indikatoren stehen jetzt wieder auf grün. Die Leute wollen wieder mehr Geld ausgeben um gut auszuschauen. Die Finanzmärkte sind auf einem Zweijahres-Hoch, die Autoverkäufe in den USA sind im zweistelligen Prozentbereich gewachsen und mit der Zunahme an älteren Personen in unserer Gesellschaft nimmt auch die Bereitschaft zu, Geld für kosmetische Eingriffe auszugeben, nicht zuletzt, zur Sicherung des Arbeitsplatzes." Der Trend vom vergangenen Jahr könnte ins neue Jahr hinüber schwappen. Der globale Handel sollte nach einem etwas verschlafenen 2010 heuer wieder an Fahrt gewinnen und die weltweite Ökonomie zumindest offiziell aus ihre Tal herausfinden, meinte ein Sprecher der NYSE Euronext vergangenen Dienstag. Man muss aber nicht immer gleich unters Messer, um sein eigenes Bild zu verbessern. Die häufigsten fünf nicht-chirurgischen Eingriffe sind im vergangenen Jahr ebenfalls um fünf Prozent angestiegen. Die Top-Eingriffe waren dabei Botox-Behandlungen, Gewebeunterspritzungen mit Füllmaterial, chemische Peelings, Laser-Haarentfernung und Mikrodermabrasio. Botox wurde in den späten 80er Jahren von Augenärzten in die medizinisch-kosmetische Welt gebracht, die es zunächst nur dafür verwendeten, Störungen der Augenmuskeln zu behandeln. Die Amerikanische Zulassungsbehörde ( FDA ) stellte Botox im Jahre 2002 das Placet für die Behandlung moderater bis starker Zornesfalten aus. Seine Popularität ist seither ungebrochen. Botox führt seit vielen Jahren die Liste der Top-fünf nicht-chirurgischen Schönheitsbehandlungen an. Gewebeunterspritzung mit Füllsubstanzen ( Filler ) hat einen ähnlich erfolgreichen Weg hinter sich, wie Botox. Mit der Einführung hyaluronsäurehaltiger Filler begann der Siegeszug der resorbierbaren Füllsubstanzen, die heute das Gros aller Filler ausmachen. Resorbierbare Füllsubstanzen sind schnell zu applizieren, bieten ein hohes Mass an Sicherheit und die Nebenwirkungsrate ist verschwindend gering. Trotzdem sollte man sich einen kosmetisch chirurgischen Eingriff gut überlegen. Vor allem gilt es zu beachten, dass viele der Behandlungen mit einem - zumeist zwar äusserst geringen - Arbeitsausfall einhergehen. Ausserdem hat die Zunahme der Nachfrage nach kosmetischen Behandlungen auch zu einer Zunahme an ( häufig bloss mangelhaft ) ausgebildeten Ärzten geführt, die solche Behandlungen anbieten. Es gilt also auch hier, den oder die Richtige zu finden, damit man sich beruhigt zurücklehnen und die Effekte der Schönheitsmedizin geniessen kann.
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Light-Getränke im Verdacht Gefässerkrankungen zu verursachenDer Konsum von Light-Getränken, aber nicht von normalen zuckerhaltigen Getränken, wurde in einer neuen Kohortenstudie mit älteren Teilnehmern für eine signifikant höhere Rate an Herzinfarkten, Hirnschlägen oder anderen Formen
Eine Amerikanische Studie, die kürzlich an einem internationalen Kongress präsentiert wurde, behauptet, dass der Konsum von Light-Getränken ( künstlich gesüßten Getränken ) zu einer höheren Rate an Gefäßerkrankungen führt. Wer in der Studie angab, täglich mindestens ein Light-Getränk zu ...
Eine Amerikanische Studie, die kürzlich an einem internationalen Kongress präsentiert wurde, behauptet, dass der Konsum von Light-Getränken ( künstlich gesüßten Getränken ) zu einer höheren Rate an Gefäßerkrankungen führt. Wer in der Studie angab, täglich mindestens ein Light-Getränk zu konsumieren hatte ein 48% höheres Risiko an den Folgen einer Gefäßschädigung zu erkranken. Als Gefäßerkrankung wurden Hirnschläge, Herzinfarkte und andere Todesfälle, die vaskulär bedingt waren, gezählt. Die Studie hat verschiedene gravierende Limitationen und steht mit gewissen Aussagen quer zu allen bisherigen Studien. Die Studienleiterin selbst mahnt daher zu Vorsicht und ruft in Erinnerung, dass eine Studie alleine noch keine Basis für allgemeine Ernährungsempfehlungen sein könne. rn Teilnehmer der Studie, die über einen täglichen Konsum von Light-Getränken ( künstlich gesüsste Getränke ) berichteten, hatten ein 48% höheres Risiko eine Gefässschädigung mit Folgeerkrankung innerhalb von neun Jahren zu haben. Diese Daten wurden am neusten internationalen Kongress der American Stroke Association von Hannah Gardener und ihren Kollegen von der University of Miami in Florida präsentiert. Interessant war, dass sich für einen weniger häufigen Konsum als einen täglichen keine solche Assoziation feststellen liess. Ebenso wenig schienen in dieser Studie normale zuckerhaltige Sodagetränke das Gefässrisiko zu beeinflussen. Trotz dieser klaren Datenlage musste Gardener ein paar gewichtige Limitationen zu ihrer Studie einräumen. So war z.B. die Datenakquisition unbefriedigend: Die Teilnehmer mussten auf einem Fragebogen, der lediglich ein Mal beantwortet werden musste, zu ihrem Konsumverhalten von Sodagetränken Auskunft geben. Ausserdem gibt es bislang keine andere Studie, die einen solchen Zusammenhang gefunden hätte, was Gardener denn auch dazu veranlasste zu betonen, dass es mit dieser einen Studie viel zu früh sei, daraus allgemeine Ernährungsempfehlungen abzugeben. "Nur und wirklich nur wenn die Resultate unserer Studie bestätigt werden können wir sagen, dass Light-Getränke keine optimale Alternative zu zuckerhalten Sodagetränken sind, die ja ihrerseits in mehreren Studien mit teilweise gravierenden gesundheitlichen Folgenschäden in Verbindung gebracht werden konnten," meinte sie am Rande einer Pressekonferenz. Verschiede zu dieser Studie befragte Experten waren ebenfalls äusserst zurückhaltend Light-Getränke als das nächste grosse gesundheitliche Risiko darzustellen. Viele meinten zur Studie auch, dass möglicherweise andere Faktoren, die in der Studie nicht berücksichtigt worden waren, für das höhere Risiko verantwortlich sein könnten. So machte die Studie beispielsweise keinerlei Angaben zur gesamten Kalorienaufnahme pro Tag oder zu der Zusammensetzung der Nahrungsmittel, die von den einzelnen Teilnehmern konsumiert wurden. Dies ist insbesondere deshalb wichtig, weil bekannt ist, dass viele Personen, die über schlechte Essgewohnheiten verfügen, die Kalorien bei den Getränken einsparen, während sie bei den anderen Sachen keinerlei Einschränkungen an den Tag legen. Gardener und ihre Kollegen analysierten Daten von 2564 Teilnehmern mit einem Durchschnittsalter von 69 Jahren. Die Teilnehmern der Studie sind eingeschlossen in die grosse Northern Manhattan Study ( NOMAS ), die Personen über 40 Jahre untersucht, die in New York City leben. Gemäss einem Fragebogen, den die Teilnehmer beim Einschluss in die NOMAS auszufüllen hatten, tranken 35% der Gruppe keine Light-Getränke oder zumindest nicht regelmässig. Lediglich 24% der Partizipanten gaben an, regelmässig Light-Getränke zu sich zu nehmen. Während der durchschnittlichen Beobachtungszeit fanden die Forscher 559 Gefässerkrankungen, wovon 212 Hirnschläge, 149 Herzinfarkte und 338 Todesfälle als Ursache anderer Gefässerkrankungen waren. Nachdem die Daten für demographische, verhaltensmässige und andere vaskuläre Risikofakten korrigiert worden waren, fand sich ein Zusammenhang zwischen Gefässerkrankung und täglichem Konsum von Light-Getränken aber nicht von zuckerhalten Sodagetränken. Da die Gruppe der Teilnehmer, die täglich Light-Getränke zu sich nahmen, mit 116 allerdings recht klein war und weil die Tatsache, dass die Studie keinerlei Verbindung zwischen dem Konsum von zuckerhaltigen Soda-Getränken und Gefässerkrankungen feststellen konnte im Widerspruch zu allen anderen Studien steht, müssen die Resultate dieser Studie mit Vorsicht genossen werden. Gardener war sich dieser Tatsache denn auch bewusst und betonte, dass grössere Studien ihre Resultate zuerst bestätigen müssten, bevor definitive Rückschlüsse auf das Risiko von Light-Getränken in Bezug auf Gefässerkrankungen gezogen werden könnten. Insbesondere müssten neue Studien eine altersmässig jüngere Gruppe mit einem grösseren Konsum an Light-Getränken im Fokus haben und die Erhebung der Ernährungsgewohnheiten müssten mehrmals verteilt über die gesamte Dauer der Studie erfolgen.
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Wenn Babies zu früh feste Nahrung bekommen droht ÜbergewichtBabies, die mit einer Formula-Diät ernährt werden, sollten nicht zu früh auf feste Nahrung umgestellt werden. Eine neue Studie aus den USA hat zeigen können, dass das Risiko für Übergewicht mit drei Jahren dramatisch erhö
Eine Amerikanische Studie hat herausgefunden, dass Flaschenbabies, denen bereits vor dem 4. Lebensmonat feste Nahrung verabreicht wird, ein 6 Mal höheres Risiko für Übergewicht im Alter von 3 haben, als wenn sie zu diesem Zeitpunkt mit Muttermilch ernährt werden. Der Zeitpunkt der Einführung von fester Nahrung ist bei absolut 5 ...
Eine Amerikanische Studie hat herausgefunden, dass Flaschenbabies, denen bereits vor dem 4. Lebensmonat feste Nahrung verabreicht wird, ein 6 Mal höheres Risiko für Übergewicht im Alter von 3 haben, als wenn sie zu diesem Zeitpunkt mit Muttermilch ernährt werden. Der Zeitpunkt der Einführung von fester Nahrung ist bei Flaschenbabies absolut wichtig. Die Studie zeigte, dass sich in der Gruppe der Flaschenbabies, denen vor dem 4. Monat feste Nahrung beigemengt wurde, 5 Mal mehr Übergewichtige befanden, als wenn feste Nahrung erst nach dem 5. Monat gegeben wurde Babies, die ausschließliche mit Muttermilch ernährt wurden, zeigten keine Reaktion auf den Zeitpunkt der Einführung fester Nahrung. Es wird vermutet, dass diese Babies mit der Einführung von fester Nahrung die Energieaufnahme über die Brust reduzieren. rn Die Studie, für die mehr als 840 Kleinkinder beobachtet wurden, zeigte, dass Babies, denen zunächst eine Formula-Diät aus der Flasche verabreicht wurde, ein über sechs Mal höheres Risiko hatten, als Dreijährige übergewichtig zu sein, wenn ihnen bereits vor dem vierten Lebensmonat feste Nahrung beigemischt wurde. Wurden die Säuglinge aber nicht mit der Flasche, sonder mit Muttermilch ernährt, so fanden die Forscher um Susanna Y. Huh vom Children"s Hospital Boston keinen Zusammenhang mit dem Zeitpunkt der Einführung von fester Nahrung und Übergewicht. Die Studie unterstützt daher die offiziellen Empfehlungen, schreiben die Forscher in der online Ausgabe ihrer Studie, feste Nahrung erst nach dem vierten Lebensmonat und wenn möglich sogar erst nach dem sechsten Monat beizumischen. "Ausserdem unterstreichen die Daten einmal mehr den ausserordentlichen Stellenwert der Muttermilch-Ernährung für den Säugling während der ersten sechs Lebensmonate, ein Effekt, der offenbar auch Langzeitwirkung hat," schrieb Cliff Nerwen, ein Mitautor vom Cohen Children"s Medical Center von New York City, in einer Erklärung an die Presse. Eine zunehmende Befolgung der Empfehlungen könnte demnach eine der Strategien sein, die wachsende Kinder-Fettleibigkeit abzubremsen, schlagen Huh und ihre Mitarbeiter vor. "Eine mögliche Erklärung weshalb ausschliesslich Säuglinge, die mit einer Formula-Diät ernährt wurden, an Übergewicht litten und diejenigen, die Muttermilch bekamen nicht, könnte darin liegen, dass Formula-ernährte Säuglinge die Energieaufnahme erhöhen, sobald feste Nahrung beigemischt wird," schrieben sie in der Erklärung ihrer Befunde. "Muttermilch von der Brust könnte möglicherweise zu einem Selbstregulationsmechanismus führen, der die Energieaufnahme automatisch bremst. Ausserdem ist es vorstellbar, dass die Mutter durch den näheren Bezug zum Kind dessen Hunger- und Sättigkeitssignale besser zu interpretieren lernt." Die Kinder rekrutierten die Forscher aus dem Project Viva, einer prospektiven vorgeburtlichen Kohortenstudie aus Müttern und deren Babies. Die Mütter wurden zwischen 1999 und 2002 in Massachusetts rekrutiert. Sechs Monate nach der Geburt mussten die Mütter einen Fragebogen mit detaillierten Fragen zum Essverhalten ihrer Säuglinge ausfüllen. Daraus ersichtlich war auch der genau Anfang der Beimengung von Flocken, Biskuits und Früchten. Mit vier Monaten wurden 67 Prozent der Säuglinge mit Muttermilch ernährt und 33 Prozent waren auf einer Formula-Diät. Nach drei Jahren zeigte sich, dass diejenigen Kinder, die mit vier Monaten immer noch mit Muttermilch ernährt worden waren, ein signifikant geringere Wahrscheinlichkeit hatten, über der 95sten Gewichtsperzentile für ihr Alter und Geschlecht zu sein, verglichen mit denjenigen, die zu diesem Zeitpunkt bereits eine Formula-Diät erhalten hatten. Ausserdem hatten die Muttermilch-Kinder auch einen vergleichbar kleineren BMI mit drei Jahren. Der Zeitpunkt der Einführung fester Nahrung scheint gemäss der Studie von grosser Wichtigkeit zu sein. Von den Kindern, denen bereits vor dem vierten Lebensmonat feste Nahrung verabreicht wurde, waren im Alter von drei Jahren fünf mal mehr übergewichtig, als wenn feste Nahrung erst im fünften Lebensmonat beigemischt wurde. Der Unterschied im Gewicht war in der Studie nicht vom Wachstum des Säuglings in den ersten Lebensmonaten abhängig. "Ein wichtiger Befund," wie die Forscher schreiben, "weil eine schnelle Gewichtszunahme während der ersten Lebensmonate in früheren Studien bereits mit einem erhöhten Risiko für Übergewicht in Zusammenhang gebracht wurde und Mütter aufgrund des verstärkten Hungers schnell wachsender Babies geneigt sein dürften, früher feste Nahrung beizumengen." Wurde erst nach dem sechsten Lebensmonat feste Nahrung beigemengt, so hatte das keinen Gewichtseffekt auf Säuglinge, die Muttermilch erhalten hatten. Flaschensäuglinge allerdings zeigten auch dann noch einen Trend zu vermehrtem Übergewicht, der aber aufgrund der wenigen Babies in dieser Gruppe statistisch nicht signifikant war. Zusätzliche Studien mit grösseren Gruppen müssten folgen, um zeigen zu können, bis zu welchem Monat Flaschensäuglinge ein erhöhtes Übergewichtsrisiko tragen, wenn sie langsam auf feste Nahrung umgestellt werden.
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Kindlicher IQ von Ernährung abhängigKinder, deren Ernährung im zarten Alter von drei Jahren hauptsächlich aus fetthaltigen, zuckerhaltigen und raffinierten Speisen besteht, scheinen gemäss einer neuen Englischen Studie einen niedrigeren Intelligenzquotient (IQ) zu haben.
Kinder, deren Essensgewohnheiten vor allem auf raffinierten Fertigprodukten basieren, scheinen gemäß einer neuen Englischen Studie einen tieferen Intelligenzquotienten ( IQ ) zu haben, als Kinder, die gesunde Sachen, wie Salat, Reis, Teigwaren, Fisch und Gemüse zu sich nehmen. Eingeschlossen in die Studie wurden beinahe 4000 Kinder, den ...
Kinder, deren Essensgewohnheiten vor allem auf raffinierten Fertigprodukten basieren, scheinen gemäß einer neuen Englischen Studie einen tieferen Intelligenzquotienten ( IQ ) zu haben, als Kinder, die gesunde Sachen, wie Salat, Reis, Teigwaren, Fisch und Gemüse zu sich nehmen. Eingeschlossen in die Studie wurden beinahe 4000 Kinder, deren Essgewohnheiten anhand eines speziellen Fragebogens, den die Eltern auszufüllen hatten, evaluiert wurde. Danach wurden sie in drei Kategorien eingeteilt: viel Fertigprodukte, traditionelle Küche und gesunde Küche. Kinder aus der ersten Gruppe, die vor allem raffinierte Speisen zu sich nahmen, hatten einen durchschnittlich tieferen IQ als Kinder aus der Gruppe mit der gesunden Ernährung. Da die Studie aber einige Limitationen aufweist, müssen weitere Studien die Befunde erst noch erhärten. rn Die Studie, in die bislang beinahe 4000 Kinder eingeschlossen wurde, und die weitergeführt wird, zeigte, dass eine Standardabweichung auf einer fiktiven Skala zur Bestimmung des Raffinierungsgrades einer Speise, der IQ eines Kindes mit 8.5 Jahren durchschnittlich um 1.67 Punkte absinkt. Auf der anderen Seite stieg der IQ bei Kindern, die eine gesunde Ernährung einhielten. Wer viel Salat, Reis, Teigwaren, Fisch, Früchte und Gemüse zum Zeitpunkt des Intelligenztestes wurde mit einem durchschnittlich um 1.2 Punkte höheren IQ belohnt. Kate Northstone und ihre Kollegen von der University of Bristol, die ihre Studie online in der Fachzeitschrift Journal of Epidemiology and Community Health publiziert haben, gehen davon aus, dass die Ernährung mit drei Jahren deshalb so wichtig ist, weil das Gehirn in den ersten drei Lebensjahren die höchste Wachstumsrate zeigt. "Studien haben zeigen können, dass das Wachstum des Schädels in dieser Zeit mit der späteren kognitiven Leistung zusammenhängt. Möglicherweise trägt eine gesunde Ernährung dazu bei, dem Gehirn eine optimale Grundlage für seine Entwicklung zu liefern," schreiben die Forscher in ihrer Schlussfolgerung. "Es ist aber sicherlich jetzt noch zu früh und weitere Studien sind nötig, um abschliessend über den Zusammenhang zwischen Ernährung im frühen Kindesalter und Intelligenz urteilen zu können," fügten sie an. Northstone und ihre Kollegen haben Daten von insgesamt 3966 Kindern der Avon Longitudinal Study of Parents and Children ( ALSPAC ), einer fortführenden Kohortenstudie von Familien aus dem Südwesten Englands ausgewertet. Für die Einteilung in verschiedene Ernährungskategorien mussten die Eltern die Essgewohnheiten ihrer Sprösslinge auf einem bestimmten Fragebogen festhalten. Die Fragen betrafen jeweils das Alter von drei, vier, sieben und achteinhalb Jahren. Die Forscher analysierten dann die Ernährung aufgrund ihrer Komponenten und wiesen die Kinder der entsprechenden Gruppe zu. Sie fanden drei typische diätetische Gruppen zu jedem Zeitpunkt der Befragung: 1 ) Raffiniertes Essen: Charakterisiert durch einen hohen Fett- und Zuckergehalt und das Verspeisen von raffinierten Fertigprodukten. 2 ) Traditionelles Essen: Charakterisiert durch das Verspeisen von Fleisch, Geflügel, Kartoffeln und Gemüse. 3 ) Gesundes Essen: Charakterisiert durch das Verspeisen von Salat, Reis, Teigwaren, Fisch, Früchten und Gemüse. Der Intelligenz-Test wurde im Durchschnitt mit achteinhalb Jahren abgelegt. Dafür verwendeten die Forscher die Wechsler Intelligenz Skala für Kinder. Der durchschnittliche IQ aller getesteten Kinder betrug 104 Punkte. Nachdem die Untersucher die Resultate für alle möglichen Variablen, wie Geschlecht, Testalter, Erziehung, Muttermilchernährung, etc. adjustiert hatten, blieb als einziges veränderliches Charakteristikum das Essverhalten. Dabei zeigte sich, dass es eine starke negative Korrelation zwischen dem IQ und der Einnahme von Fertiggerichten im Alter von drei Jahren gab, während dieselbe Korrelation mit der Einnahme von gesunder Nahrung im Alter von achteinhalb positiv war. Northstone und ihre Mitarbeiter räumten einige Limitationen ihrer Studie ein. So konnte beispielsweise die mütterliche Intelligenz als Faktor nicht bewertet werden. Ebenso meinten die Autoren, dass der Einschluss aller Kinder, also auch derjenigen mit Lernproblemen, von denen man weiss, dass sie einem erhöhten Risiko für Ernährungsstörungen ausgesetzt sind, die Daten möglicherweise negativ beeinflusst hat. So oder so. Eine gesunde Ernährung sollte eigentlich auf dem Plan jeder Erziehung stehen. Ganz besonders in der heutigen Zeit, wo Fettleibigkeit und der daraus resultierende Diabetes keine Erkrankungen mehr des hohen Alters sind, sondern ihre höchsten Wachstumsraten im Kindesalter haben.
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Das Rad der Zeit mit einem Facelift um 12 Jahre zurückdrehenPatienten, die sich einem Facelift unterzogen, schätzen ihr Aussehen danach im Durchschnitt um 12 Jahre jünger ein gemäss einer neuen Studie in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Plastic and Reconstructive Surgery.
Eine neue Amerikanische Studie hat die Folgen einer Facelift-Operation untersucht und ist zu überwiegend positiven Resultaten gekommen. Dafür wurden insgesamt 122 Patienten im Durchschnitt 7 Monate nach erfolgter Operation mit einem strukturierten Fragebogen zu ihrem Befinden befragt. Die Patienten gaben an, sich beinahe 12 Jahre jünger ...
Eine neue Amerikanische Studie hat die Folgen einer Facelift-Operation untersucht und ist zu überwiegend positiven Resultaten gekommen. Dafür wurden insgesamt 122 Patienten im Durchschnitt 7 Monate nach erfolgter Operation mit einem strukturierten Fragebogen zu ihrem Befinden befragt. Die Patienten gaben an, sich beinahe 12 Jahre jünger zu fühlen, ein gestärktes Selbstvertrauen zu haben und bei beinahe drei viertel der Befragten fanden die Forscher auch eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität. Lediglich ein Drittel der Patienten beklagte zumeist leichte Komplikationen. Detaillierte Erkenntnisse lieferte die Studie auch zur postoperativen Erholungszeit, die durchschnittlich 24 Tage Arbeitsausfall mit sich brachte. Etwa 1 Monat waren die Patienten gemäß ihrem Befinden nicht gesellschaftsfähig und nach ca. 2.5 Monaten wieder "back to normal". rn Gemäss dem offiziellen Fachblatt der American Society of Plastic Surgeons ( ASPS ) sind die grosse Mehrheit der Patienten, die sich einer Facelift Operation unterziehen, nach einer ausgedehnten Erholungsphase mit ihrem Resultat äusserst zufrieden. Der Autor der Studie, Dr. Eric Swanson, meinte dazu: "Diese Befunde unterstützen die Empfehlungen der Plastischen Chirurgen nach einem Facelift für Personen, die gerne ein jüngeres Aussehen hätten." Dr. Swanson führte eine detaillierte Analyse von 122 Patienten durch, die sich zwischen 2002 und 2007 einem Facelift unterzogen. Von diesen 122 Patienten waren 82 Frauen und 11 Männer mit einem Durchschnittsalter von 57 Jahren. Die Patientenbefragung fand im Durchschnitt sieben Monate nach der Operation statt. Die meisten der Befragten hatten sich gleichzeitig mit dem Facelift noch einer anderen Behandlungen unterzogen wie beispielsweise Stirnlift oder Augenlidstraffung. Die Patienten waren äusserst zufrieden mit dem Resultat. Die durchschnittliche subjektive Reduktion im Erscheinungsbild betrug 11.9 Jahre. Ganze 97 Prozent der Befragten gaben zu Protokoll, dass die Resultate ihre Erwartungen voll und ganz erfüllt hätten. Vierzig Prozent der Patienten fanden sogar, dass das Resultat ihre Erwartungen übertroffen hätte. Beinahe 90 Prozent der Befragten sagten, dass sie von ihrem Umfeld bezüglich ihres neuen Aussehens nur positive Reaktionen bekommen hätten, während lediglich sieben Prozent negative Reaktionen angaben. Mehr als 80 Prozent der Patienten berichteten auch über eine deutliche Verbesserung des Selbstwertgefühls und 70 Prozent sogar über eine verbesserte Lebensqualität. Ein wenig mehr als ein Drittel der Patienten berichtete über die eine oder andere Komplikation, wobei es sich fast ausschliesslich um passagere Komplikationen handelte wie beispielsweise trockene Augen. Nur zwei Prozent gaben an unglücklich mit ihren Narben zu sein. Die Studie beleuchtete auch detailliert die Rekonvaleszenzphase. Auf einer Skala von 1 bis 10 wurde der Schmerz durchschnittlich mit 5 bewertet. Der postoperative Schmerz war in der Regel während 10 Tagen präsent, wovon die ersten sechs Tage ein Schmerzmittel eingenommen wurde. Die meisten Patienten fanden, der Schmerz sei im Rahmen dessen gewesen, was sie erwartet hätten. Die Erholungsphase war ziemlich lang, mit einem durchschnittlichen Arbeitsausfall von 24 Tagen. Die Patienten begannen nach ungefähr zwei Wochen wieder mit dem Autofahren und konnten nach ca. zweieinhalb Wochen wieder normal schlafen. Die Befragten fanden, dass es im Durchschnitt etwa einen Monat gedauert hätte, bis sie in der Öffentlichkeit wieder einigermassen "präsentierbar" und zweieinhalb Monate, bis sie zurück zur Normalität waren. Patientenzufriedenheit und Lebensqualität sind Schlüsselkriterien bei jeder Bewertung einer chirurgischen Operation. Bei Facelift-Operationen wurden solche Untersuchungen bislang allerdings nur selten gemacht. "Die Patienten fragen oft wie schmerzhaft eine solche Operation ist, wie lange die Rekonvaleszenzzeit ist und wann sie wieder in ihr normales Leben, dazu gehört auch die Erwerbstätigkeit, zurückkehren können," schreibt Swanson. "Diesen Fragen nachzugehen war das Ziel der Studie, denn es sind wichtige Fragen für die Patienten und wir Chirurgen sollten darüber genau Bescheid wissen." Die neue Studie liefert wichtige Information bezüglich der zu erwartenden Resultate und der Rekonvaleszenzzeit nach der Operation. Obwohl die Resultate verschieden sind, hat es sich doch gezeigt, dass ein überwiegender Teil der Operierten mit dem Resultat mehr als zufrieden sind und sich das für sie in erster Linie in einem verbesserten Selbstwertgefühl und einer verbesserten Lebensqualität ausdrückt. Die Resultate der Studie können spezialisierten Chirurgen dabei helfen, die Patienten in der präoperativen Beratung besser aufzuklären. "Für die Patienten ist das von Vorteil, weil sich somit unwillkommene Überraschungen weitestgehend ausschliessen lassen," meinte Dr. Swanson. "Die gut informierten Patienten sind in der Regel auch die zufriedeneren."
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Die FDA hat der neuen Diätpille Contrave eine Abfuhr erteiltDie Amerikanische Zulassungsbehörde für Medikamente (Food and Drug Administration, FDA) hat zum wiederholten Male einer neuen Diätpille die Vertriebserlaubnis verweigert und damit einer ganzen Branche einen Schock versetzt. Es wird wohl nac
Die Amerikanische Zulassungsbehörde für Medikamente ( FDA ) hat gestern bekannt gegeben, dass das neue Schlankheitsmittel Contrave entgegen der allgemeinen Erwartung keine Marktzulassung erhält. Schlimmer noch als dieser Entscheid wiegt die Tatsache, dass die FDA eine mögliche zukünftige Zulassung von Contrave an die Auflage zu ...
Die Amerikanische Zulassungsbehörde für Medikamente ( FDA ) hat gestern bekannt gegeben, dass das neue Schlankheitsmittel Contrave entgegen der allgemeinen Erwartung keine Marktzulassung erhält. Schlimmer noch als dieser Entscheid wiegt die Tatsache, dass die FDA eine mögliche zukünftige Zulassung von Contrave an die Auflage geknüpft hat, den Beweis zu erbringen, dass die Diätpille kein Risiko für Herz-Kreislauf Erkrankungen mit sich bringt. Damit hat die FDA die gesamte Branche geschockt, kosten doch solche Studien schnell Hunderte von Millionen Dollar, was die Forschung in Richtung neuer Diätpille dramatisch einschränken dürfte. Orexigen, Hersteller von Contrave, hat sich noch nicht zu seinen weiteren Plänen gäussert. rn In einem ungewöhnlichen und nicht erwarteten Schritt hat die FDA dem Pharmahersteller, Orexigen Therapeutics klar gemacht, dass eine Zulassung seines neuen Medikamentes, Contrave, nur nach Einreichen einer Langzeitstudie möglich sei, die beweise, dass das Produkt das Risiko für Herz-Kreislauf Erkrankungen nicht erhöhe. Damit hat die Behörde ein unmissverständliches Signal an die Branche gesandt, dass sie ausserordentlich vorsichtig bei der Beurteilung neuer Gewichtsreduktionspräparate ist, nachdem einige ältere Präparate, die nicht mehr auf dem Markt sind, ernsthafte Nebenwirkungen gezeigt haben. Contrave ist bereits das dritte Produkt, dem die FDA die Vertriebsbewilligung in den letzten Monaten verweigert hat. Nachdem Orexigen am Dienstag die Entscheidung der FDA bekannt gegeben hat, haben sich verschiedentlich Experten und Patientenorganisationen kritisch zu Wort gemeldet und davor gewarnt, dass das Vorgehen und die Forderungen der FDA jeglichen weiteren Versuch, eine neue Diätpille auf den Markt zu bringen, hemmen oder sogar komplett vereiteln könnten. "Die FDA hat sich mit diesem Entscheid keinen Gefallen getan, hat sie doch damit entschieden, dass das derzeit bedeutendste Gesundheitsproblem keinerlei medikamentösen Therapie zugänglich gemacht wird," schreibt Morgan Downey, Herausgeber des online Downey Obesity Report. "Bei der gegenwärtigen Auslegung der Sicherheitsaspekte würde nicht einmal Hahnenwasser von der FDA genehmigt." Die Entscheidung der FDA kam nicht ganz unerwartet. Contrave hat in den klinischen Studien lediglich eine geringfügige Wirksamkeit zur Gewichtsreduktion gezeigt. Das Erstaunliche am Entscheid der FDA ist vielmehr, dass sie zum ersten Mal die Zulassung an die Bedingung geknüpft hat, dass das Risiko für Herz-Kreislauf Probleme mittels einer grossen Studie untersucht werden soll. Grossangelegte Studien im Herz-Kreislauf Bereich können leicht über mehrere Jahre gehen und im schlimmsten Fall Hunderte von Millionen kosten - Todesurteile für viele Medikamente im Versuchsstadium. Die Verantwortlichen von Orexigen haben sich dazu noch nicht verbindlich geäussert. Sie suchen offenbar das Gespräch mit Verantwortlichen der FDA um die Rahmenbedingungen einer solchen Studie genauer definieren zu können. Sie machten aber in einer ersten Reaktion auf den Entscheid klar, dass nun alle Optionen geprüft würden, auch diejenige das Medikament in der Schublade zu versorgen. "Das ist ganz klar das worst-case Szenario für Orexigen," meinte ein bekannter Wall-Street Analyst. Die Aktie verlor denn auch dramatische 72.5 Prozent ihres Vortagewertes. Aber nicht nur für Orexigen bedeutet dieses Verdikt einen grossen Verlust. Auch Takeda Pharmaceutical, ein Japanischer Pharmaproduzent, der sich die Amerikanischen Vertriebsrechte von Orexigen für anfänglich 50 Millionen Dollar gesichert hatte, geht jetzt mit leeren Händen aus. Analysten meinten denn auch, dass das das Ende der Zusammenarbeit von Takeda mit Orexigen bedeuten könnte. Nachdem nun auch Contrave für die nächsten Jahre wohl kaum auf dem Amerikanischen Markt wird erscheinen können, ist Xenical der Firma Roche das letzte Gewichtsreduktionsmedikament, das 1999 von der FDA zugelassen wurde. Ein Medikament, das notabene in den letzten Jahren zusehends an Umsatz und Popularität eingebüsst hat und als alleinige Option für Übergewichtige kaum anzuwenden ist. Die letzten zwei Medikamente, die ein ähnliches Schicksal, wie dasjenige von Contrave erlitten haben, waren Lorcaserin der Firma Arena Pharmaceuticals und Qnexa von Vivus. Ausserdem hat die FDA die Firma Abbott Laboratories praktisch dazu gezwungen, Sibutramin ( Reductil ) freiwillig vom Markt zu nehmen. Für Contrave sah die Sache anfänglich gar nicht so schlecht aus. Allgemein ging man davon aus, dass die FDA grundsätzlich ihr Einverständnis für das neue Produkt geben würde - möglicherweise verbunden mit kleineren Auflagen, die die Markteinführung lediglich um ein paar wenige Monate verzögert hätte. Gestützt waren diese Hoffnungen auf einem Entscheid der beratenden Kommission vom letzten Dezember, die sich ausdrücklich in einem 13 zu 7 Entscheid für die Einführung von Contrave ausgesprochen hatten. Zwar hatte auch die beratende Kommission verlangt, dass das Risiko für Herz-Kreislauf Erkrankungen besser untersucht werden müsse, stimmte aber in einem Verhältnis von 11 zu 8 dafür, dass dieser Beweis nach der Markteinführung erbracht werden könne. "Wir sind erstaunt und ausserordentlich enttäuscht über die Forderungen der FDA in Anbetracht der ausführlichen Diskussion dieses Themas innerhalb der vorberatenden Kommission, was sich ja auch in deren Abstimmungsergebnis vom 7. Dezember des vergangenen Jahres widerspiegelt," meinte Michael A. Narachi, Geschäftsführer von Orexigen in einem Statement. Contrave ist ein Kombinationspräparat aus zwei bereits zugelassenen Medikamenten, die zusammen die Lust am Essen dämpfen oder unterdrücken sollen. Eine der Komponenten, Bupropion, ist ein Antidepressivum und hat als Zyban im Bereich der Raucherentwöhnung Furore gemacht, während das zweite Präparat, Naltrexon, ein Medikament zur Bekämpfung von Alkohol- und Drogensucht ist. Bupropion, das Medikament, das bei Contrave für die möglichen Herz-Kreislauf Beschwerden verantwortlich ist, wird derzeit bereits von ungefähr sechs Millionen Amerikanern jedes Jahr verwendet, ohne dass es dabei zu ernsthaften Herz-Kreislauf Nebenwirkungen gekommen wäre. "Die Inhaltsstoffe von Contrave sind Produkte, mit denen Ärzte seit Jahren operieren und die sie gut kennen," meinte Dr. Robert F. Kushner, klinischer Direktor des Adipositas Zentrums der Northwest University. Er fügte hinzu, dass die Voraussetzung zur Zulassung in einer grossangelegten Studie liege, "ein fürchterliches und alarmierendes Signal an die gesamte Branche" sende. Eine Sprecherin der FDA meinte zu diesem Thema, dass die Behörde noch nicht grundsätzlich darüber entschieden habe, ob Herz-Kreislauf Studien in Zukunft für alle Übergewichts-Medikamente verlangt würden. Die Behörden verlangen zum jetzigen Zeitpunkt solche Studien nur von Diabetes-Medikamenten, was bereits dazu geführt hat, dass kleinere Firmen keine Forschungsgelder mehr für dieses Therapiegebiet mehr zur Verfügung stellen - ein klarer Verlust von Know-how. Waren es doch gerade kleine Firmen, die in der Vergangenheit mit überzeugenderen Präparaten auf den Markt gedrungen sind, als die grossen, bereits etwas behäbigen Pharmafirmen. In den klinischen Studien hatte Contrave zu einer leichten Erhöhung der Pulsrate und des Blutdrucks geführt. Ein Warnzeichen, dass es auch das Risiko für Herzinfarkte, Hirnschläge und weitere Herz-Kreislauf Erkrankungen leicht erhöhen könnte. Mit den von Orexigen durchgeführten Studien liess sich ein solcher Verdacht allerdings nicht erhärten, zeigten doch die Patienten in der Contrave Gruppe keinerlei Anzeichen für ein erhöhtes Risiko im Vergleich zur Placebo Gruppe. Allerdings, so die FDA, seien die Studien zu kurz angelegt gewesen und mit zu wenigen Patienten durchgeführt, als dass man etwas anderes als ein immenses zusätzliches Risiko hätte finden können. Demgegenüber steht die Erkenntnis, dass adipöse und übergewichtige Patienten aufgrund ihres erhöhten Körpergewichts per se einem höheren Risiko für Herz-Kreislauf Erkrankungen und verschiedenen anderen Erkrankungen ausgesetzt sind. Bereits eine geringfügige Gewichtsreduktion kann das Risiko eines Diabetes oder auch anderer Erkrankungen massiv senken. Die FDA sah sich aber möglicherweise aufgrund der Erfahrungen mit Sibutramin ( Reductil ) dazu gezwungen, eine grossangelegte Studie bezüglich der Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf System zu verlangen. Sibutramin ( Reductil ) wurde 1997 von der FDA für den Markt zugelassen, obwohl schon damals bekannt war, dass das Medikament die Herzfrequenz und den Blutdruck leicht anhob. Letzes Jahr nun hat eine von der Europäischen Zulassungsbehörde ( EMEA ) geforderte Studie gezeigt, dass Sibutramin ( Reductil ) tatsächlich das Risiko für Herzinfarkte und Hirnschläge erhöht - allerdings nur bei Patienten, die bereits eine vorbestehende Schädigung des Herz-Kreislauf Systems aufwiesen. "Es scheint so, als würde die FDA ihre Lehren aus der Vergangenheit ziehen," meinte Dr. Sanjay Kaul, ein Kardiologe vom Cedars-Sinai Medical Center in Los Angeles, der die Entscheidung der Behörde begrüsste. "Die FDA versucht offenbar eine Warnung an die Pharmabranche zu geben, dass es in Zukunft nicht ausreicht, einfach alte Präparate neu zu verpacken," sagte Kaul, der sich im vergangenen Dezember als Mitglied der beratenden Kommission gegen die Einführung von Contrave ausgesprochen hatte. "Die Industrie muss neue, innovative Wege gehen, will sie in Zukunft ein Medikament gegen Übergewicht auf den Markt bringen." Bleibt die Frage, ob es nicht doch besser wäre ein Medikament wie Contrave, dessen Wirksamkeit in den klinischen Studien unbestrittenermassen bescheiden ausfiel, einsetzen zu können um der grassierende Übergewichts-Epidemie zumindest teilweise Herr zu werden, als über gar kein Produkt zu verfügen und sich nachher mit den deutlich höheren Kosten der gewichtsbedingen Nebenwirkungen auseinander setzen zu müssen. Die FDA schweigt, wie immer, zu ihren Entscheidungen.
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