|
RESSORTS
108962 Artikel
Android APPS (Neu) Auto und Motorrad Bildung und Weiterbildung Energie und Umwelt Freizeit Gesundheit Immobilien Industrie und Hightech IPad APPS (Neu) IPhone APPS (Neu) IT und Software Karriere und Beruf Kultur Kunst Lifestyle Logistik, Transport und Verkehr Marketing und Vertrieb Marktforschung und Consulting Medien Medien und Telekommunikation Mode Musik, TV, Kino Politik Ratgeber Recht Sport Tourismus, Reise und Freizeit Vereine und Verbände Vermischtes VIP - Künstler Wirtschaft Wissenschaft Wohnen, Bauen, Garten
FeetBurner

Facebook Add
Unique Content
|
|
Neue Internate-Datenbank auf Internat-Vergleich.deBildungsweb Media GmbH präsentiert ihre Internate-Datenbank mit neuen Profilen, Regional- und Volltextsuche und besticht mit übersichtlichem Design.
Die Internate Datenbank: (http://www.internat-vergleich.de)Internat-Vergleich.de vereinfacht zukünftig die Suche nach dem richtigen Internat. Ob Elite- oder Sport-Internat, eine christlich, musisch oder reformpädagogisch orientierte Schule - das Portal bietet Eltern, Kindern und Jugendlichen Informationen zu allen Schulformen und /><br ...
Die Internate Datenbank: ( http://www.internat-vergleich.de)Internat-Vergleich.de vereinfacht zukünftig die Suche nach dem richtigen Internat. Ob Elite- oder Sport-Internat, eine christlich, musisch oder reformpädagogisch orientierte Schule - das Portal bietet Eltern, Kindern und Jugendlichen Informationen zu allen Schulformen und verschiedenen Anbietern. Über die detaillierte Such- und Filterfunktion auf der Startseite, sowie per komfortabler Volltextsuche nach Stichworten, finden die Portalbesucher schnell zu den für sie relevanten Schulen und Internaten und können diese anhand der präsentierten Informationen miteinander vergleichen. Das Portal bietet den Besuchern hierfür informative Internatsprofile, in welche sie sich gezielt über das Schul- und Internatsangebot wie z.B. die Anzahl der Internatsplätze, Ausrichtung, Kosten, Klassenstärke und angebotene Fremdsprachen informieren können. Zusätzlich finden die Interessenten in ausführlichen Profilen Zusatzinformationen zu den Schwerpunkten, über das Internatsleben und Freizeit-möglichkeiten sowie zum Unterrichtskonzept. Zudem können sie über das Profil direkt per Formular, E-Mail oder soziale Medien wie Facebook Kontakt zum Anbieter aufnehmen. Der Ratgeber-Bereich unterstützt die Interessenten in ihrem Suchprozess mit vielen nützlichen Informationen zu den pädagogischen Schwerpunkten und Ausrichtungen, gibt Tipps zu Auswahlkriterien und leistet Hilfestellung beim Bewerbungsprozess und bei der Finanzierungsfrage. Somit erhalten die Besucher auf einen Blick alle nötigen Informationen, um eine gut informierte Entscheidung zu treffen. Pro Jahr verzeichnet Internat-Vergleich.de über 360.000 Besucher bei 1,5 Millionen Seitenaufrufen. Bei 60 Prozent der Besucher handelt es sich um einen Elternteil, bei den anderen 40 Prozent um Kinder und Jugendliche. 61 Prozent der Nutzer sind weiblich; die Mehrheit sucht nach einem höheren Bildungsabschluss. "Mit Internat-Vergleich.de unterstützen wir Eltern und Kinder dabei, anhand von einschlägigen Kriterien das richtige Internat mit der geeigneten Ausrichtung und passenden Schulform zu finden. Schon seit einigen Jahren informieren sich unsere Besucher ausgiebig in der Datenbank und über die Ratgeber-Artikel und wir freuen uns, die Suche nun mit neuen Profilen und vereinfachter Suche noch mehr zu erleichtern", so Lutz Borkenhagen, Geschäftsführer der Bildungsweb Media GmbH. Zusätzliche Informationen können in der Pressemappe unter folgendem Link sowie im Pressebereich auf Bildungsweb.net heruntergeladen werden: http://www.bildungsweb.net/documents/pressemitteilungen/pressemappe-relaunch-Internat-Vergleich-februar2012.zip /> Der Abdruck der Pressemitteilung ist honorarfrei und kann mit Hinweis auf die Bildungsweb Media GmbH verwendet werden. Über ein Belegexemplar freuen wir uns ggf. sehr.
Bildungsweb Media GmbH
Christiane Eitle
Willy-Brandt-Straße 47
20457 Hamburg
Deutschland
E-Mail: presse@bildungsweb.net
Homepage: http://www.bildungsweb.net
Telefon: 040-609400680 Bildungsweb Media GmbH Eitle,Christiane Willy-Brandt-Straße 47 20457 Hamburg http://www.bildungsweb.netpresse[at]bildungsweb.net
Bildungsweb startet neue, umfangreiche Privatschulen-Datenbank auf Privatschulen-Vergleich.deBildungsweb Media GmbH relauncht das Schulportal Privatschulen-Vergleich.de mit einer umfassenden Datenbank und Profilen von Schulen in Freier Trägerschaft sowie einer neuen Suchfunktion für Detail- und Volltextsuchen.
Die umfassende Privatschulen-Datenbank (http://www.privatschulen-vergleich.de)Privatschulen-Vergleich.de wurde als erstes der Bildungsweb-Schulportale mit neuen Funktionen und einem neuen Design ausgestattet. Das frische Design orientiert sich an Bildung.de und die Seite wurde mit einer neuen Suche, benutzerfreundlicher Struktur und ausführlichen ...
Die umfassende Privatschulen-Datenbank ( http://www.privatschulen-vergleich.de)Privatschulen-Vergleich.de wurde als erstes der Bildungsweb-Schulportale mit neuen Funktionen und einem neuen Design ausgestattet. Das frische Design orientiert sich an Bildung.de und die Seite wurde mit einer neuen Suche, benutzerfreundlicher Struktur und ausführlichen Profilen der Schulen ausgestattet. Bildungsweb stellt Eltern und Schülern mit dem Portal eine umfassende Datenbank zur Verfügung, um unter den vielfältigen Schulen in Freier Trägerschaft den richtigen Schultyp und fachlichen Schwerpunkt zu finden. Die Datenbank umfasst über tausend Schulen und das Angebot reicht von Gymnasien, berufsbildenden und internationalen Schulen bis hin zu Förderschulen mit verschiedenen Ausrichtungen, wie z.B. Waldorfpädagogik oder Reformpädagogik. Mit der Detailsuche und Filterfunktion können die Besucher gezielt selektieren, um die passende Schule zu finden oder sich über die Volltextsuche anhand von Stichwörtern einen schnellen Überblick verschaffen. Die neue Version von Privatschulen-Vergleich.de gliedert sich benutzerfreundlich in die Privatschulsuche und einen umfassenden Ratgeber-Bereich mit nützlichen Informationen über die pädagogischen Schwerpunkte, Verbände, Finanzierungsmöglichkeiten, Bewerbungsprozess, u.v.m. Brandneu sind die Premium-Profile der Schulen, über welche die Besucher ausführliche Informationen zum Leitbild, Unterrichtskonzept, Freizeitangeboten, Ausstattung, u.v.m. erhalten. Bildmaterial, eine Kartenansicht sowie Verlinkungen zur Website und Social-Media-Profilen, sowie detaillierte Kontaktdaten vervollständigen das Profil. "Mit Privatschulen-Vergleich.de präsentieren wir nicht nur ein optisch neu gestaltetes Portal, sondern auch eine erneuerte und vielseitige Suche, die auf eine umfassende Datenbank zurückgreift. Wir hoffen auf weiterhin gute Resonanz der Besucher auf das Angebot der Seite", so Lutz Borkenhagen, Geschäftsführer der Bildungsweb Media GmbH. Der Abdruck der Pressemitteilung ist honorarfrei und über ein Belegexemplar freuen wir uns sehr. Die Pressemitteilung sowie ausführliches Bildmaterial stehen für Sie in unserer Pressemappe auf http://www.bildungsweb.net/pressebereich.html oder unter folgendem Link zur Verfügung: www.bildungsweb.net/documents/pressemitteilungen/pressemappe-relaunch-Privatschulen-Vergleich-januar2012.zip
Bildungsweb Media GmbH
Christiane Eitle
Willy-Brandt-Straße 47
20457 Hamburg
Deutschland
E-Mail: presse@bildungsweb.net
Homepage: http://www.bildungsweb.net
Telefon: 040-609400680 Bildungsweb Media GmbH Eitle,Christiane Willy-Brandt-Straße 47 20457 Hamburg http://www.bildungsweb.netpresse[at]bildungsweb.net
Hochbegabtenförderung im Eliteinternat?Interview mit Ulrich Lange, Geschäftsführer der AVIB gemn.e.V. in Ulrichstein/Hessen
Etwa 3-5 Prozent der Bevölkerung gelten als hochbegabt bzw. nimmt man für 5 Prozent der Schulkinder an, dass sie bei entsprechender Förderung Spitzenleistungen erbringen könnten. Deutschland braucht Eliten. Daher sollten Kinder mit hohem Potenzial entsprechend gefördert werden. Brauchen wir dazu Elite-Internate? Der Ulrich und ...
Etwa 3-5 Prozent der Bevölkerung gelten als hochbegabt bzw. nimmt man für 5 Prozent der Schulkinder an, dass sie bei entsprechender Förderung Spitzenleistungen erbringen könnten. Deutschland braucht Eliten. Daher sollten Kinder mit hohem Potenzial entsprechend gefördert werden. Brauchen wir dazu Elite-Internate? Der Internatsexperte Ulrich Lange nimmt ausführlich Stellung. Moderation: Yvonne Klein und Olaf Kessler KK: Herr Lange, Sie schreiben teilweise in einem sehr mokanten Stil über Elite-Erziehung in Luxusinternaten. Andererseits loben Sie die Hochbegabtenförderung in staatlichen Eliteinternaten. Unsere Frage: Sind Elite-Internate überhaupt notwendig? UL: Man muss zunächst sehr sorgfältig differenzieren. Gerade wenn von sogenannten Eliteinternaten die Rede ist, geht es oft ja gar nicht um die Förderung von Hochbegabten oder besonders Talentierten. Die Journalistin Julia Friedrichs hat mit ihrem Buch Gestatten:Elite in dieser Hinsicht vor kurzem erst wertvolle Aufklärungsarbeit geleistet. Über Jahre hat die veröffentlichte Meinung mit dem Elitebegriff Schindluder getrieben. Sozial exklusiv oder plump ausgedrückt: teuer wurde mit elitär gleichgesetzt, der Elitebegriff dadurch von dem der Leistung elegant abgekoppelt. Eine ähnliche Entwicklung beschreibt der Wiener Soziologe Sighard Neckel, indem er auf die Entwertung von Arbeit und Leistung als Quelle von gesellschaftlicher Anerkennung hinweist. Während von normalen Arbeitnehmern bis hin zu den Empfängern von Sozialhilfe immer höhere Leistungen gefordert und solche rigiden Leistungsanforderungen geradezu als Mittel zur Disziplinierung der unteren Sozialschichten benutzt würden, hätte ein Teil der Oberschicht in den letzten Jahren enorme Reichtumsgewinne verzeichnet, die nicht auf eigener Leistung beruhten, sondern auf der historisch einmaligen Situation einer Erbschaftswelle nach einer langen Friedensepoche bzw. auf der Möglichkeit, durch Spekulation und Selbstbereicherung in Führungspositionen zu astronomischen Einkünften zu gelangen, die in keinem Verhältnis mehr zu irgendeiner Form persönlicher Leistung stünden. Neckel spricht hier von Gelegenheitsökonomie als einer Form des Glücksrittertums. Hierdurch sei es zu einer Refeudalisierung der Gesellschaft gekommen, zur Etablierung einer neuen Aristokratie des Geldes, die für sich in Anspruch nehme, Elite zu sein, auch wenn sie nichts geleistet habe. KK: Aber was hat das mit der Diskussion um Hochbegabtenförderung in Eliteinternaten zu tun? UL: Das werden Sie sofort sehen: Weil ehrliche Arbeit vielfach nicht mehr reich, ja nicht einmal mehr wohlhabend und schon gar nicht berühmt macht, hat Reichtum als Quelle des gesellschaftlichen Erfolgs laut Prof. Neckel Idolcharakter erhalten. Das bedeutet: Reichtum gilt an sich schon als Inbegriff des gesellschaftlichen Erfolgs und verschafft einen hohen sozialen Status. Hinzu kommt ein allgemeines Gefühl, dass Erfolg und gesellschaftliche Anerkennung nicht von der Leistung, sondern vom Zufall eben dem der glücklichen Geburt als Erbe, als Prominentenkind usw. oder aber von der goldenen Nase beim Spekulieren abhängen. Dies könnte man kritisch hinterfragen, was aber durch die Idolisierung von Reichtum und Prominenz verhindert wird. Wer kritisiert, setzt sich dem Vorwurf des Sozialneides aus. Es gilt ein Konsens wie unter Lottospielern. Schließlich kann jeder per Zufall vielfacher Millionär werden. Man spielt mit und identifiziert sich mit den Gewinnern, anstatt an den Spielbedingungen herumzunörgeln. Dem entspricht der Erfolg der vielen Casting-Shows. Unzählige Bewerber versuchen auf diesem Weg, in kürzester Zeit reich und berühmt zu werden. Würde Erfolg mit Leistung gleichgesetzt, dürften sich die meisten erst gar nicht bewerben. KK: Aber wie kommen wir jetzt wieder zum Thema, d.h. zu unserer Ausgangsfrage, ob Eliteinternate gesellschaftlich notwendig sind? UL: Der Zusammenhang ist folgender: Mit der Refeudalisierung der Gesellschaft und der Idolisierung des Reichtums werden plötzlich auch teure Luxusinternate, die übrigens verfassungswidrig sind, da eine Sonderung der Schüler nach den Besitzverhältnissen der El-tern laut Art. 7 ( 4 ) des Grundgesetzes nicht gefördert werden darf, gesellschaftlich akzeptiert. Allein aufgrund ihrer sozialen Exklusivität, d.h. aufgrund der Tatsache, dass nur Reiche sie sich leisten können, wird ihnen das Attribut Eliteschule zuerkannt. Da nun aber in unserer Gesellschaft immer noch die seit der Französischen Revolution bestehende Vorstellung einer Elitezugehörigkeit bzw. des Aufstiegs in die Elite durch Leistung dominiert, erwartet man von Eliteschulen automatisch, dass ihre Absolventen besonderen Leistungsanforderungen gerecht werden, also eine Leistungselite darstellen. Dies ist aber bei solchen Luxusinternaten nachweislich nicht der Fall. Im Gegenteil provozieren sie auch noch mit einer Eigenwerbung, die den Grundüberzeugungen einer demokratischen Leistungsgesellschaft diametral entgegengesetzt ist. Allein durch Zugehörigkeit zu dem sozialen Netzwerk ihrer Absolventen, so wird behauptet, seien selbst Schüler mit schlechtem Abi-Durchschnitt später beruflich erfolgreicher als ein 1,0-Abiturient eines staatlichen Gymnasiums. Hier muss ich eindeutig feststellen: Diese Art von Eliteinternaten braucht unsere Gesellschaft nicht. Vor dem Hintergrund der Refeudalisierung der westlichen Gesellschaften halte ich ihre bloße Existenz schon für politisch bedenklich und gefährlich. KK: Aber angeblich streben doch auch solche Luxusinternate wie Salem oder andere Landerziehungsheime eine soziale Öffnung durch Stipendien und Freiplätze an? UL: Das ist größtenteils Augenwischerei bzw. wird die Öffentlichkeit durch den Hinweis auf den angeblich hohen Anteil an Stipendiaten gezielt an der Nase herum geführt. Freiplätze gibt es kaum. Stipendien werden nur als Zuschüsse gewährt. Der nach Abzug des Stipendiums verbleibende und von den weniger zahlungskräftigen Eltern aufzubringende Betrag liegt in aller Regel weit über dem Richtwert, den das Bundesverfassungsgericht im Interesse einer allgemeinen Zugänglichkeit privater Schulen noch für tolerabel hält. Mit der Gewährung von Stipendien nützen die Luxusinternate im Übrigen nur sich selbst. Sie werden hierdurch keineswegs sozialverträglicher. Aufgrund ihrer hohen Pensionssätze und Schulgelder sind sie kaum in der Lage, ihre Schüler nach elitären Eignungskriterien auswählen. Sie müssen mehr oder weniger jeden nehmen, der den vollen Preis bezahlt und vielleicht sogar noch etwas drauflegt, damit hiervon Kostenermäßigungen für Stipendiaten finanziert werden können. Lediglich bei den Stipendiaten kann man gewisse Ansprüche an die intellektuelle Leistungsfähigkeit oder die charakterliche Eignung stellen. Durch solche leistungsfähigeren und sozial angepassteren Eleven verbessern sich die Prüfungsergebnisse im Abitur und das soziale Klima dieser Einrichtungen. Dies kommt in erster Linie wieder denjenigen zugute, die von den Luxusinternaten mehr oder weniger nur gegen Geld mitgeschleppt werden, denn dank dieser Aufwertung wird immerhin der Schein gewahrt, eine Schule mit halbwegs normalen Anforderungen besucht zu haben. KK: Nun hört man aber auch häufig das Argument, die Kinder reicher Leute müssten nicht automatisch dumm oder verhaltensgestört sein. Könnten Internate wie Salem nicht trotzdem eine Leistungselite heranziehen? UL: Das ist schon richtig. Natürlich gibt es sehr gut situierte Familien, die begabte und wohlerzogene Kinder hervorbringen. Die Frage ist allerdings, welches Interesse diese haben sollten, ihre Kinder ausgerechnet nach Salem oder in ein anderes Luxusinternat zu schicken. KK: Erziehung zu größerer Selbständigkeit und Lebenstüchtigkeit vielleicht... UL: Das Leben im Internat macht ja nicht grundsätzlich selbständiger als das Leben in einer Umgebung, die durch erziehungsfähige Eltern geprägt ist. Gerade die Landerziehungsheime von heute sollte man nicht verwechseln mit den reformpädagogischen Gründungen von einst. Internate sind mittlerweile zumeist durchrationalisierte Versorgungsbetriebe, wo die Schüler sich dreimal am Tag am Bufett anstellen und ständig hinter ihnen her geputzt wird. Die alltagspraktischen Tätigkeiten oder die ihnen übertragenen Pflichten haben oft nur noch eine Alibifunktion. Sie sind nicht wirklich wichtig für die Selbstreproduktion. Der Massenbetrieb und der Zwang, Personalkosten einzusparen, führen zu einer Kollektivierung des gesamten Lebens: Möglichst viele machen zur gleichen Zeit immer das Gleiche. Die Zeit wird weitgehend verplant, um die Freiräume zu begrenzen, in denen es zu unerwünschte Aktivitäten kommen könnte. Immer steht irgendein Erzieher oder Schüler-Kapo da, erinnert, treibt an oder läutet ein Glöckchen. Dies schwächt die Fähigkeit zur Selbststeuerung und entlastet von Eigenverantwortung. Gleichzeitig gibt es den heimlichen Lehrplan der Internate, Subkulturen, in denen die ganze geordnete Welt des Internats in Frage gestellt wird. Die Schüler lernen, wie man sich der Kontrolle des Internats, die zwangsläufig immer irgendwelche Lücken aufweist, entziehen kann. Sie leben in einem ständigen Loyalitätskonflikt zwischen den Erziehern als Repräsentanten der offiziellen Werte und Normen und ihren Internatskameraden, die den Regeln des Internats zuwiderhandeln. Sie geraten unter Gruppendruck, müssen sich entgegen ihren Überzeugungen an Dingen beteiligen, die vielleicht ihnen selbst oder anderen schaden, Fehlverhalten anderer dulden und decken, für andere lügen usw. Hierdurch wird die Gewissensinstanz beschädigt, das innere Steuerungsinstrument, die Autonomie des Einzelnen. Selbständig wird man nur, wenn man lernt, sich selbst zu versorgen, seinen eigenen Dreck wegzumachen und sich selbst zu fordern. Selbständig wird man vor allem auch durch das eigenständige moralische Urteil, den eigenen Standpunkt, die Fähigkeit, das zu erkennen, was für den eigenen Lebenserfolg wichtig ist, und die für richtig erkannten Ziele unbeirrt zu verfolgen. Das alles kann in einem nicht verwöhnenden, erzieherisch engagierten Elternhaus und vielleicht als Ergänzung dazu in einer Gastfamilie während eines Schüleraustausches sehr viel besser vermittelt werden als in einem Internat. Und das ist wohl auch der Grund, warum erziehungsfähige Eltern ihre wohlgeratenen Kinder nicht ins Internat geben, auch wenn sie sich das teuerste Luxusinstitut mit Leichtigkeit leisten könnten. KK: Bliebe noch die Aussicht auf eine bessere schulische Förderung, auf kleinere Klassen, engagiertere Lehrkräfte... Das müsste doch gerade Eltern reizen, die sehr begabte Kinder haben und sehen, dass das Niveau öffentlicher Schulen im-mer mehr nach unten angepasst wird? UL: Ich denke, dass Salem & Co. für besonders talentierte oder hochbegabte junge Menschen einfach nicht der richtige Ort sind, egal wie es um die Einkommenssituation der Familie bestellt ist. Ich sage das nicht nur, weil die Duldung solcher Luxusinternate schlichtweg verfassungswidrig und ein Skandal ist. Mein Hauptargument ist, dass Privatschulen dieser Art einfach Webfehler haben, die ihre Eignung als Bildungsstätten für eine geistige Elite grundsätzlich in Frage stellen. Sie haben ihren Eliteanspruch von Beginn an nicht einlösen können, einfach deshalb, weil ihre Abhängigkeit von privatem Geld keine entsprechende Schülerauswahl zulässt. Da können die Klassen noch so klein und die Ausstattung noch so luxuriös sein es kommt am Ende eben keine Leistungselite heraus. Das haben internationale Stu-dien nun wieder und wieder bewiesen: Die Schülerleistungen steigen nicht proportional zu den Ausgaben für eine bessere Schüler-Lehrer-Relation, mehr Labtops, mehr Whiteboards oder Video-Beamer im Klassenraum. Es kommt auf die Persönlichkeitseigenschaften sowohl auf der Schüler- als auch auf der Lehrerseite an. Jede Schule ist nur so gut, wie die Schüler es sind, die sie aufnimmt, und wie die Lehrer es sind, die dort unterrichten. KK: Und genau in diesem Punkt schwächeln Salem & Co.? UL: Was die Schülerseite angeht, ist hierzu genug gesagt worden. Aber die Versorgung mit Lehrern, die elitären Ansprüchen gerecht würden, ist ja ein ähnliches Problem. Da wird immer von handverlesenen Pädagogen dahergeschwafelt, dabei haben Salem & Co. größte Probleme, gute Leute zu finden und dann auch zu halten. Die Arbeitsbelastung von Lehrern und Erziehern im Internat liegt weit über derjenigen der Lehrer normaler Tagesschulen. Die Bezahlung ist keineswegs angemessen, soziale Sicherheit ein Fremdwort. Da soll mir mal einer erzählen, woher angesichts eines leergefegten Lehrerarbeitsmarkts gerade in Mangelfächern die vielen Superpädagogen in den Nobelinternaten kommen sollen. Blickt man mal hinter die Kulissen, stößt man auf lauter Lehrer mit der Fächerkombination Sport und Erdkunde, auf Sonderlinge, die irgendwo Familienanschluss suchen oder auf Quereinsteiger mit gebrochenen Biografien. Gerade wo Lehrer gleichzeitig als Erzieher eingesetzt werden, wie das zur Landerziehungsheim-Ideologie gehört, sind Fachlehrerbedarf und Bedarf nach qualifizierten Erziehern nur schwer in Einklang zu bringen. Die extreme Personalfluktuation an Internaten und häufige Leitungskrisen sprechen da eine deutliche Sprache. KK: Stehen denn staatliche Elite-Internate, die Sie immerhin freundlicher beurteilen, in dieser Hinsicht wesentlich besser da? UL: Wo der Staat sich als Träger von Internatsschulen mit hohen Leistungsanforderungen engagiert, haben Sie natürlich zunächst einmal ganz andere Möglichkeiten der Bewerberauswahl. Staatliche Eliteinternate stellen praktisch nur die Selbstkosten für Wohnen und Verpflegung in Rechnung. Das sind nur wenige Hundert Euro, die zum größten Teil durch die Eigenersparnis zu Hause oder ab der Oberstufe durch Schüler-BAföG ausgeglichen werden. Eine solche Schule kann jeder besuchen, der die strengen Aufnahmebedingungen erfüllt. Zusätzlich sorgt der Staat durch Talent-Scouting-Systeme oder Meldeverfahren dafür, dass genügend geeignete Bewerber zur Verfügung stehen. Das Leistungsniveau der SchülerInnen solcher staatlichen Eliteinternate ist von daher sehr viel höher als das teurer Luxusinternate. Das zeigt sich in nationalen und internationalen Wettbewerben immer wieder. Allerdings nimmt die veröffentlichte Meinung hiervon kaum Notiz. Die schaut lieber bei Salem & Co. durchs Schlüsselloch. Die Gründe habe ich eingangs genannt: Reichtum und Prominenz als Eigenschaften der Geldaristokratie sind in einer refeudalisierten Gesellschaft eben wichtigere Elitekriterien als echte Leistungen. KK: Aber wie steht es mit anderen Nachteilen des Internatslebens, die Sie als quasi systembedingt bezeichnen? UL: Solche systembedingte Nachteile können trotz einer besseren Schülerauswahl und einer eindeutig höheren Erfolgsquote natürlich auch in staatlichen Eliteinternaten auftreten. Aber man kann auch das System so ändern, dass Nachteile vermieden werden. Mein Standardbeispiel in diesem Zusammenhang sind die Internate, die teilweise an den Eliteschulen des Sports neu eingerichtet worden sind. Hier hat eine gründliche Evaluation dazu geführt, die Zahl der Belegplätze der Zahl der geeigneten Bewerber anzupassen. Diese Internate sind sehr klein und verzichten von daher auf private Schulen. Sie bieten dafür sehr viel private Rückzugsmöglichkeiten, d. h. in der Regel Einzelzimmer, fordern andererseits und vernünftigerweise aber auch sehr viel Beteiligung des Internatsschülers an der Hauswirtschaft. Bei der Hausaufgabenbetreuung wird echt gecoacht, ähnlich intensiv wie im sportlichen Training. Die machen eigentlich alles richtig, weil sie nur am Erfolg orientiert sind und nicht irgendwelche Traditionen zu verteidigen oder irgendwelche Burgen und Schlösser zu unterhalten haben. In anderen Eliteinternaten öffentlicher Träger, die an herkömmlichen Internatsstrukturen festhalten, sind die Verhältnisse aber naturgemäß nicht so idyllisch. KK: Welche Probleme kann man dort beobachten? UL: Man sieht zum Beispiel, dass eine handverlesene Schülerschaft eben auch nicht dazu führt, dass nun lauter Mus-terkinder harmonisch nach den Regeln der Erwachsenen zusammenleben und nach höchsten Leistungen streben. Auch in Eliteinternaten bildet sich wieder eine Art Leistungshierachie oder Normalverteilung heraus, weil eben die individuellen Voraussetzungen der einzelnen Schüler trotz entsprechender Aufnahmeverfahren nie völlig identisch sind und auch das Entwicklungspotenzial und die Entwicklungsgeschwindigkeit große individuelle Unterschiede aufweisen können. Nicht jeder reagiert auf die Konzentration besonders begabter Schüler in einer Klasse mit einer Explosion seiner Leistungsfähigkeit. Es gibt auch Frustration und Demotivation als Folge der Erfahrung, nun in einem härteren Leistungswettbewerb zu stehen und nicht mehr der unbestrittene Klassenprimus zu sein. Hinzu kommen weitere Dinge: Jede verdichtete Wohnform zum Beispiel, die das Leben in größeren Internate nun einmal darstellt, bringt Probleme mit sich. Natürlich ist eben das Aufwachsen in einer überschaubaren und klar strukturierten Familie und nicht das Leben in der Horde Gleichaltriger, wo alle Mitglieder zur selben Zeit dieselben Entwicklungsprobleme zu bewältigen haben, Kontakt zum anderen Geschlecht suchen, ihren Rangplatz in der Gruppe finden müssen usw. Da gibt es auch viel Ärger mit Anwohnern wegen Lärmbelästigung oder arrogantem Auftreten, viele Regelverletzungen, Probleme mit Alkohol, eingeschleusten Mädchen auf Jungenzimmern und dergleichen mehr. Ein weiteres Problem scheint das der Privilegierung zu sein. Man darf jungen Menschen nicht das Gefühl geben, bereits dadurch etwas geleistet zu haben, dass sie bei dem Aufnahmeverfahren eines bestimmten Eliteinternats erfolgreich waren. Das Bewusstsein der Privilegierung senkt die Leistungsmotivation vor allem dann, wenn die Eleven nicht immer neu zur Leistung herausgefordert werden. So manches Leuchtturmprojekt, ich denke da ganz besonders an eines in Hessen, ist am Ende dann wahrscheinlich für unsere Gesellschaft gerade so nützlich, wie ein Leuchtturm in den Weinbergen es eben sein kann. Manchmal staune ich allerdings auch, wer sich so alles in einem Eliteinternat bewirbt und dann tatsächlich sogar aufgenommen wird. Sorgfältige Schülerauswahl scheint zuweilen doch sehr relativ zu sein. Man kann eben nur unter denen auswählen, die sich bewerben. Eltern haben hier häufig die Einstellung: Ins Eliteinternat gehören nur die Besten und mein eigenes Kind. Auch unter Jugendlichen scheint es eine verbreitete Tendenz zur Selbstüberschätzung zu geben, was man ja auch bei jeder Casting-Show des Privatfernsehens vorgeführt bekommt. KK: Es scheint einen breiten gesellschaftlichen Konsens darüber zu geben, dass die Gruppe der Hochbegabten einer besonderen Förderung bedarf. Welche Rolle spielt Internatserziehung in der Hochbegabtenförderung? UL: Eine ziemlich geringe. Es gibt ca. 30.000 Internatsplätze in der Bundesrepublik. Um jedem hochbegabten Kind oder Jugendlichen einen Platz in einem Hochbegabteninternat anbieten zu können, müsste dieses Angebot mindestens verzehnfacht werden. Es liegt auf der Hand, das niemand das bezahlen könnte und ich kenne auch niemanden, der das ernsthaft fordert. KK: Es wäre doch denkbar, ein abgestuftes System zur Förderung Hochbegabter aufzubauen, das vielleicht schon in der Regelschule beginnt und an dessen Spitze dann vielleicht einige Eliteinternate stehen, die den Besten der Besten die optimalen Entwicklungschancen bieten? UL: Sicherlich wäre ein solches System vorstellbar, wobei natürlich zunächst einmal sichergestellt werden müsste, dass die Förderung Hochbegabter in der Breite, d.h. an den einzelnen Schulen, tatsächlich stattfindet. Leider ist hier die Entwicklung in den einzelnen Bundesländern noch sehr uneinheitlich. Klar ist aber, dass Hochbegabte ein verfassungsmäßiges Recht auf angemessene Förderung haben und dass diese Förderung innerhalb des herkömmlichen Schulsystems zu gewährleisten ist. Man kann Eltern nicht vor die Alternative stellen, sich entweder von ihrem Kind zu trennen und es in ein Internat zu geben, oder auf Hochbegabtenförderung zu verzichten. Genau dies ist übrigens die Position vieler Eltern hochbegabter Kinder und auch die Position der Wirtschaft. So hat sich zum Beispiel der Landesverband Hochbegabung Baden-Württemberg e.V. sehr deutlich gegen spezielle Hochbegabteninternate, insbesondere solche in privater Trägerschaft, ausgesprochen. Und Kurt Lauk, Präsident des Wirtschaftsrates der CDU, tritt für eine Förderung besonders begabter Kinder in regulären Schulen ein. Elite dürfe sich nicht absondern, damit das, was sie leisten könne, möglichst auch anderen Kindern zugute komme. Man sollte übrigens die Forderung nach Elite-Förderung für alle, die einen hohen IQ haben, einmal grundsätzlich auf ihre Plausibilität hin überprüfen. Eine pädagogische Rechtfertigung hierfür gibt es im Grunde nicht, denn man weiß aufgrund entsprechender Längsschnitt-Untersuchungen aus den USA, dass die Ausbildung hochbegabter Kinder unter besten Bedingungen keine Garantie für spätere Spitzenleistungen darstellt. Damit werden Schulversuche wie in der sächsischen Landesschule St. Afra, wo Kinder ab einem IQ von 130 eine exzellente und breit angelegte Förderung erhalten, im Grunde höchst fragwürdig. KK: Nun haben wir gerade einen kritischen Seitenhieb auf private Hochbegabten-Internate herausgehört. Sind solche Privatinitiativen nicht oft Vorreiter auch für die Entwicklung des öffentlichen Bildungswesens? UL: Der Seitenhieb bezog sich lediglich auf die Position des Landesverbandes Hochbegabung Baden-Württemberg e.V.. Dessen Vorsitzende, Theresa Müller, hatte sich auf negative Erfahrungen mit privaten Internaten für hochbegabte SchülerInnen berufen, die z.T. daran gescheitert seien, dass sich dort vor allem hochbegabte Minderleister mit begleitenden psychischen Störungen gesammelt hätten. Frau Müller hielt das für ein typisches Kennzeichen solcher privaten Projekte, was ja durchaus der Realität entspricht. Das Problem der negativen Schülerauswahl aufgrund der Abhängigkeit von einer privat zahlenden Kundschaft betrifft eben auch die privaten Internatsschulen für Hochbegabte. Ich bin ja kein Privatschulgegner aus Prinzip und hoffe, dass Sie mir dies auch nicht unterstellen wollen. Ich stimme Ihrer These von der Vorreiterrolle privater Schulen für die Entwicklung des öffentlichen Bildungswesens ja durchaus zu, z.B. was den Ausbau der höheren Mädchenbildung oder des beruflichen Schulwesens angeht. Aber in einer Vorreiterrolle kann auch die Gefahr liegen, dass private Anbieter sich aus rein marktstrategischen und wirtschaftlichen Gründen mit unausgereiften Konzepten zu früh aus dem Fenster hängen zum Schaden der Kinder und Jugendlichen, die in scheiternden Projekten dann u.U. verheizt werden. KK: Welche Rolle spielen denn private Träger generell in der Hochbegabtenförderung? UL: Eine sehr viel geringere als öffentliche Träger. Die meisten Internate für hochbegabte und hoch befähigte Schülerinnen befinden sich in Trägerschaft von Ländern, Kommunen oder Stiftungen unter staatlicher Beteiligung. Private Einrichtungen treten fast ausschließlich mit Angeboten für Hochbegabte in Erscheinung, die von seelischer Behinderung bedroht sind oder deren Leistungen weit hinter dem zurückbleiben, was von dem Test-IQ her zu erwarten wäre, die sogenannten Underachiever. Reine Hochbegabten-Internate gibt es hier aber meines Wissens nicht mehr, sondern nur noch eine sog. integrierte Hochbegabtenförderung. Dort werden z.B. an ganz normalen Internatsschulen besondere Klassen oder Schulzweige für die kleine Gruppe unter den Hochbegabten gebildet, die aufgrund ihrer labilen Persönlichkeit oder einer schwierigen Umgebung von Entwicklungsproblemen bedroht sind. KK: Wie steht es um die Qualität solcher privaten Angebote für hochbegabte Underachiever? UL: Ich habe da einen zwiespältigen Eindruck. Es gibt doch einiges an Beschwerden. Vermutlich wurden die Konzepte zur integrierten Hochbegabtenförderung oft mit der heißen Nadel genäht, um auf den Zug der Hochbegabtenförderung möglichst schnell aufspringen zu können. Seriöse Wissenschaftler, mit denen die Anbieter in der Gründungsphase oft zusammengearbeitet haben, haben sich teilweise sehr schnell wieder zurückgezogen, weil sie mit den theoretischen Grundannahmen oder der praktischen Umsetzung nicht einverstanden waren. Ganz sicher falsch war die Grundthese, dass der sonderpädagogische Förderbedarf hochbegabter Problemkinder, also etwa Verhaltensauffälligkeiten im Unterricht oder eben die Minderleistung, von einer Unterforderung herrühre, die durch Chinesisch und Japanisch als fünfte und sechste Fremdsprache ganz einfach zu beheben sei. Von daher war es Unsinn, Konzepte zu entwickeln, durch die die Gehirne hochbegabter Underachiever einfach nur mehr Futter erhielten. KK: Gibt es denn Erkenntnisse darüber, wie das Potenzial hochbegabter Schülerinnen und Schüler gezielt gefördert werden kann? UL: Die gibt es mittlerweile schon. Allerdings lassen sich hieraus kaum Argumente für die Hochbegabtenförderung in Elite-Internaten ableiten. Die allgemeine Tendenz oder der allgemeine Konsens der Wissenschaftler geht eindeutig in Richtung auf Verbesserung der allgemeinen Schulqualität. Man sagt also: Schule allgemein und für alle zu verbessern, dient der Hochbegabtenförderung mehr als die Durchführung einzelner, nur auf Hochbegabte abgestellter Maßnahmen. KK: Sie würden also, um ein Fazit zu ziehen, Eliteinternate für Hochbegabte nicht unbedingt für notwendig halten und Eltern hochbegabter Kinder auch nicht zu einem Eliteinternat raten? UL: So generell kann man das nicht sagen. Die von der Wissenschaft geforderte Verbesserung der allgemeinen Schulqualität durch guten Unterricht nach den bekannten Kriterien, durch Verbesserung der Lehreraus- und fortbildung sowie durch gezielte Unterstützung hochbegabter SchülerInnen im Regelschulsystem mit Hilfe von innerer Differenzierung, Zusatzangeboten, beschleunigtem Durchlaufen der Schullaufbahn, fachspezifischer Akzeleration usw. all diese Maßnahmen sind ja erst unzureichend umgesetzt oder teilweise noch gar nicht in Angriff genommen. Bis diese greifen, kann es schon sinnvoll sein, ein durch entsprechende Lernerfolge eindeutig als hochbegabt identifiziertes Kind zum Beispiel in eine Spezialschule für Musik, für Sprachen oder für Naturwissenschaften bzw. in eine Eliteschule des Sports zu geben. SchülerInnen, die bereits sehr früh gute Leistungen auf einem bestimmten Gebiet gezeigt haben, sind erfahrungsgemäß mit hoher Wahrscheinlichkeit auch die Kandidaten für künftige Spitzenleistungen. Ein höherer Aufwand für die Ausbildung erscheint damit absolut gerechtfertigt und sinnvoll. KK: Wem würden Sie dann aber abraten? UL: Ich rate solchen Eltern ab, die ihr Kind mal haben testen lassen und jetzt glauben, mit Hilfe eines Eliteinternats unbedingt eine Spitzenleistung aus ihm herauskitzeln zu müssen, die es nach dem Testergebnis vielleicht erbringen müsste, aber tatsächlich nicht erbringt. Hierzu sollte man wissen, dass Intelligenztests mit erheblichen Messfehlern behaftet sind. Dreißig von hundert Kindern, denen in IQ-Tests ein Wert von 130 und höher zuerkannt wird, sind in Wahrheit gar nicht hochbegabt. Hinzu kommt, dass eine vererbte hohe Intelligenz sich im Kindesalter noch erheblich reduzieren kann, wenn sie nicht schon sehr früh durch entsprechende geistige Herausforderungen trainiert wird. Solche Kinder, die aufgrund eines Messfehlers fälschlich als hochbegabt etikettiert wurden bzw. die eine früh diagnostizierte Hochbegabung mangels Trainings eingebüßt haben, sind in Eliteinternaten überfordert. Ihnen geht es noch wesentlich schlechter als unterforderten Hochbegabten. Erst recht muss ich natürlich solchen Eltern abraten, die von vornherein wissen, dass ihr Kind weder über die für Hochbegabte kennzeichnenden geistigen Fähigkeiten verfügt noch diejenigen Persönlichkeitsmerkmale aufweist, die ebenfalls für die Erbringung von Spitzenleistungen notwendig sind, also z.B. spezielles Interesse, Arbeitsdisziplin, Leistungsmotivation und Kreativität. Wenn dann trotzdem der Versuch gemacht wird, den Nachwuchs in einem Eliteinternat für Hochbegabte unterzubringen, geschieht dies aus reiner Geltungssucht. Prestigedenken ist aber bei der Internatsauswahl ein schlechter Ratgeber. Ich denke dabei auch an die Vielen, die von ihren Eltern in englische Eliteinternate geschickt werden. Diese nehmen zwar zunächst einmal jeden zahlenden Gast auf. Doch nach einem Jahr heißt es dann: Sorry, es hat leider nicht gereicht. KK: Vielen Dank für das Gespräch
Highschooljahr in den USA und KanadaEin Ratgeber für Schüler und Eltern zu einem gelungenen Austauschjahr in Nordamerika.
Ein Austauschjahr in den USA oder Kanada - das ist ein Traum vieler Jugendlicher. Neben fundierten Englischkenntnissen verheißt ein solcher Aufenthalt eine Menge neuer Erfahrungen und Erlebnisse, neue Freunde, eine Erweiterung des Horizonts sowie eine gute Portion Reife. Viele Eltern unterstützen dieses Vorhaben, verzweifeln aber schier am ...
Ein Austauschjahr in den USA oder Kanada - das ist ein Traum vieler Jugendlicher. Neben fundierten Englischkenntnissen verheißt ein solcher Aufenthalt eine Menge neuer Erfahrungen und Erlebnisse, neue Freunde, eine Erweiterung des Horizonts sowie eine gute Portion Reife. Viele Eltern unterstützen dieses Vorhaben, verzweifeln aber schier am undurchdringlichen Informationsdschungel, der größtenteils aus Werbebroschüren diverser Organisationen besteht. Ist tatsächlich alles so rosarot? Tatsächlich kann eine solcher Aufenthalt auch ganz anders empfunden werden, denn das neue Haus ist ein Riesenwohnwagen ( nicht unüblich in den USA ), unvorhergesehene Kosten drohen daheim das Familienbudget zu sprengen, und die Gastfamilie ist wie der Teufel dahinterher, was man tut und wann man kommt und schleppt den Schüler sonntäglich in die Kirche. Während sich Jugendlichen hierzulande vom Elternhaus abnabeln und selbständig werden, ist damit in Amerika häufig erstmal Pause. Die Kontrolle kann unangenehm werden. Mangels ÖPVs müssen Schüler quasi überall hingefahren werden; immer sind die Gasteltern auf dem Laufenden. Ohnehin kann so ein Jahr in der Fremde, fernab der eigenen Familie und Freunde, Angst machen. So mancher Schüler, manche Schülerin, brach ihren Aufenthalt aus Heimweh nach kurzer Zeit ab. Eine gute Vorbereitung ist alles. Sie kann Ängste nehmen und einen erfolgreichen Austausch gewährleisten. Dieses Handbuch leistet dabei Unterstützung. Die Autorin, deren Tochter ein Jahr in Wisconsin verbrachte, lässt den Leser an den Vorbereitungen teilnehmen; berichtet von der bürokratischen Botengängen, der Wahl der Organisation, dem Auswahlgespräch, den Finanzierungsmöglichkeiten und eventuell zu ergatternden Stipendien, dem Bafög, wichtigen Dokumenten wie dem Gesundheitsattest oder dem Elternbrief, usw., Sprachtests, ärztlichen Untersuchungen, versteckten Kosten und vielen weiteren Formalitäten. Durch die Checklisten, Briefbeispiele, Übersichten zu allen erforderlichen Unterlagen, nützlichen Adressen und Tipps und Tricks kann bei der Bewerbung jedenfalls nichts mehr viel schief gehen. Eingegangen wird auch auf die Möglichkeit - und die Kosten - Privatschulen oder Schulen in bestimmten Schulbezirken zu besuchen. Zu erfahren ist auch, wie die Familie mit der Trennung und der Zeit ohne die Tochter umging. Dabei kommen nicht nur die Schwester und Freunde, sondern auch die Gastfamilie aus den USA zu Wort. Auch die Gastschülerin selber berichtet in zahlreichen Kurztexten von den Aufregungen des Konsulatsbesuchs, den Vorbereitungstreffen mit anderen Austauschschülern, der Eingewöhnung in der Gastfamilie oder der Homecoming-Feier. Auf diese Weise ist ein sehr lebendiger Ratgeber zustande gekommen, der alle Formalitäten abhandelt, aber auch persönliche Einblicke in das Leben zweier Familien sowie einer jungen Austauschschülerin gewährt. Insgesamt ein Werk, das sich nicht nur an Schüler richtet, wie viele, sondern gerade auch an Eltern, die den ganzen Spaß ja auch zu finanzieren haben. Ein Teil des Buches befasst sich auch mit dem Higschooljahr in Kanada, ebenfalls mit persönlichen Einschüben eines Gastschülers, der vom "wohl besten Schuljahr meines Lebens" schwärmt. Wem das Abenteuer Highschooljahr nach der Lektüre doch zu gewagt erscheint, der findet im Anhang des Buches Alternativen dazu - vom Sommerjob in einem Camp über Praktika bis hin zu Farmstays und Youth Mobility-Programmen. Erhältlich über http://www.interconnections.de/content/gastschuljahr-usa-kanada Webseite dazu mit viel Hintergrundwissen bei www.gastschuljahr.de Weitere Berichte bzw. redaktionelle Mitarbeit von Schülern, die Ihr Gastschuljahr vorbereiten oder sich bereits im Ausland befinden, sind willkommen. Auch andere Länder. Verlag und Betreiber diverser Jugendportale. Bücher zu Sachthemen, Jobs, Praktika, Aupair, Freiwilligendiensten, Reise, Reiseberichte, Interrail, Autobiographien.
Pressekontakt: Georg Beckmann interconnections Schillerstr. 44 79102 Freiburg Telefon: 0761 700 650 EMail: info@interconnections.de Internet: http://www.gastschuljahr.de
Kleiner Ratgeber der Immovaria GmbH für Lohnsteuerzahler 2011Zum letzten Mal: Lohnsteuerkarte aus Papier
Üblicherweise wären in diesen Tagen die bekannten farbigen Lohnsteuerkarten an alle Lohnsteuerzahler versandt worden. Diese Karten, abwechselnd in den Farben Rot, Gelb, Grün und Orange, gab es seit fast 90 Jahren. Die Karte für 2010 ist gelb und die letzte ihrer Art. Ab 2011 wir die farbige Pappe durch ein elektronisches Verfahren x ...
Üblicherweise wären in diesen Tagen die bekannten farbigen Lohnsteuerkarten an alle Lohnsteuerzahler versandt worden. Diese Karten, abwechselnd in den Farben Rot, Gelb, Grün und Orange, gab es seit fast 90 Jahren. Die Karte für 2010 ist gelb und die letzte ihrer Art. Ab 2011 wir die farbige Pappe durch ein elektronisches Verfahren mit der futuristischen Bezeichnung "ELStAM" (Elektronische LohnSteuerAbzugsMerkmale) ersetzt. Diese elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale werden nach und nach in einer Datenbank beim Bundeszentralamt für Steuern aufgebaut, so die Immovaria Nürnberg. Arbeitnehmer müssen daher nicht mehr, wie in der Vergangenheit, ihre Lohnsteuerkarte beim Arbeitgeber abgeben. Alle Daten, die für die Berechnung der Lohnsteuer ab 2012 relevant sind, werden ab dann dem Arbeitgeber von der Datenbank zum elektronischen Abruf zur Verfügung gestellt so die Immovaria GmbH weiter. Dies erspart lästigen Papierkram und soll die Kommunikation zwischen dem Finanzamt, dem Arbeitnehmer und dem Arbeitgeber beschleunigen. Die Umstellung auf das elektronische Verfahren erfolgt stufenweise so die Immovaria GmbH. Dies hat zur Folge, dass die Lohnsteuerkarte für 2010 eine längere Gültigkeit hat wie in der Vergangenheit und auch noch für das Jahr 2011 Anwendung findet. Arbeitgeber dürfen die Karte somit nicht Ende 2010 vernichten sondern behalten; diese behalten ihre Gültigkeit noch für ein weiteres Jahr. Freibeträge, die auf der Lohnsteuerkarte für 2010 eingetragen wurden, werden automatisch in das Jahr 2011 übernommen. Soll für das Jahr 2011 erstmalig ein Freibetrag eingetragen werden ist hierzu ein Antrag auf Lohnsteuerermäßigung für das Jahr 2011 in Verbindung mit der Steuerkarte 2010 erforderlich. Neben Verlusten aus Vermietung und Verpachtung besteht noch die Möglichkeit Freibeträge für andere Sachverhalte eintragen zu lassen. Durch die Wiedereinführung der Pendlerpauschale können Fahrtkosten als Freibetrag eingetragen werden, so fern diese Kosten die Werbungskostenpauschale von 920 Euro überschreiten. Dies ist erst der Fall ab einer Entfernung vom Arbeitsplatz von ca. 15 Kilometern. Die Rechnung dazu lautet: 220 Arbeitstage x km x 30 Cent. Eintragungsfähig sind Kinderbetreuungskosten für Kinder bis zu einem Alter von 14 Jahren für Kindergarten, Kinderhort oder Tagesmutter (2/3 bis maximal 4000 Euro pro Jahr). Eintragungsfähig sind weiter: Ausgaben für Privatschulen der Kinder bis zu 30 % der Kosten bei einem Höchstbetrag von 3.000 Euro pro Jahr und Kind; Pflegeleistungen für im Haushalt Lebende bis 4.000 Euro; Kosten für Haushaltshilfen oder Hausmeister bis 3.000 Euro; Unterhaltszahlungen für geschiedene oder getrennt lebende Ehegatten bis zu 13.800 Euro/Jahr. Die Immovaria GmbH ist ein Unternehmen, das sich auf die Vermarktung hochwertiger Bestandsimmobilien spezialisiert hat. Dabei konzentriert sich die Immovaria GmbH auf die Projektierung von Mehrfamilienhäusern. Der Schwerpunkt liegt auf Gründerzeithäusern und Wohnensembles der sechziger und siebziger Jahre bis hin zu attraktiven Neubauten, die an Mieter, Kapitalanleger und Eigennutzer verkauft werden. Das Hauptgeschäftsfeld der Immovaria GmbH liegt im Refurbishment von Bestandsimmobilien, d.h. in der Fortentwicklung und der Modernisierung von Wohnraum. Dabei vermarktet die Immovaria GmbH nur in guten und sehr guten Lagen der deutschen Großstädte und behauptet sich seit Jahren erfolgreich auf dem Immobilienmarkt. Des Weiteren projektiert die Immovaria GmbH auch deutschlandweit Bestandsimmobilien mit außergewöhnlichem Renditepotenzial, prüft Mikro- und Makrostandort der jeweiligen Immobilie und erarbeitet passgenaue Sanierungskonzepte. Sitz der Immovaria GmbH ist Nürnberg. Immovaria GmbH Langbein,Sven Stephanstr. 6a 90478 Nürnberg http://www.immovaria.netkontakt[at]immovaria.net
Gefährdet Angleichung von Verwaltungshandeln die Selbständigkeit von freien Schulen?
Berlin, 03. November 2010 Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. ( VDP ) hat zur Kenntnis genommen, dass sich die fünf ostdeutschen Bundesländer über Möglichkeiten einer Annährung der Strukturen und des Verwaltungshandelns gegenüber Schulen in freier Trägerschaft austauschen. Nach Ansicht des VDP darf in ...
Berlin, 03. November 2010 Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. ( VDP ) hat zur Kenntnis genommen, dass sich die fünf ostdeutschen Bundesländer über Möglichkeiten einer Annährung der Strukturen und des Verwaltungshandelns gegenüber Schulen in freier Trägerschaft austauschen. Nach Ansicht des VDP darf dies in keinem Falle zu Einschnitten bei der pädagogischen und organisatorischen Freiheit von freien Bildungseinrichtungen führen.
Viele Schulen in freier Trägerschaft leiden darunter, dass Kultusverwaltungen gleiche Sachverhalte von Bundesland zu Bundesland völlig unterschiedlich entscheiden, sagt Michael Büchler, Präsident des VDP. So komme es vor, dass Lehrkräfte, die zum Beispiel von der Brandenburger Schulbehörde eine Lehrgenehmigung erhielten, in Mecklenburg-Vorpommern abgelehnt würden. Hier ist es sinnvoll, zur Verbesserung der Berechenbarkeit von Verwaltungshandeln länderübergreifend Verfahren abzustimmen. Ein systematisiertes Handeln der Kultusministerien darf aber nicht den qualitätsfördernden Wettbewerb von unterschiedlichen pädagogischen Konzepten und Trägerstrukturen einschränken. In einigen Bundesländern ist derzeit festzustellen, dass der politische Druck auf freie Schulen erhöht wird. Kürzungen der Finanzzuschüsse und Wartefristverlängerung bis zum Einsetzten der Finanzhilfe für Gründungsinitiativen behindern das im Grundgesetz verankerte Recht auf Errichtung und Betrieb von Privatschulen. Zudem schränken Vorgaben zu Klassengröße und Zügigkeit sowie eine mögliche Übertragung weiterer Organisationsparameter staatlicher Schulen auf Schulen in freier Trägerschaft deren pädagogische Freiheit ein, so Büchler weiter. Wenn sich die Rahmenbedingungen für öffentliche Bildungseinrichtungen, also für staatliche und freie Schulen gleichermaßen, durch den Rückgang der Schülerzahlen erschweren, dürfen die Folgen nicht einseitig auf freie Schulen abgewälzt werden. Weiterhin muss gewährleistet sein, dass Schüler und Eltern Wahlfreiheit haben und, unabhängig von der Schulträgerschaft, dasjenige pädagogische Konzept auswählen können, welches ihren individuellen Vorstellungen am besten entspricht.
Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. vertritt freie Bildungseinrichtungen im allgemein bildenden und berufsbildenden Schulbereich sowie in der Erwachsenenbildung und im tertiären Bereich ( Fachhochschulen und Hochschulen ). Der 1901 gegründete Verband bindet seine Mitglieder weder weltanschaulich noch konfessionell oder parteilich. Zusammen mit den beiden konfessionellen Privatschulverbänden, dem Bund der freien Waldorfschulen und der Vereinigung Deutscher Landerziehungsheime bildet der VDP die Arbeitsgemeinschaft Freier Schulen.
Florian Becker ( Pressestelle ) Verband Deutscher Privatschulverbnde e.V. Reinhardtstr. 18 10117 Berlin Telefon: 030 28 44 50 88 0 Internet: http://www.privatschulen.de EMail: presse@privatschulen.de
forsa-Umfrage: Nur ein Drittel schätzt Zuwanderung als hilfreich gegen Fachkräftemangel ein
Berlin, 19. Oktober 2010 Seit Wochen wird in der Politik kontrovers über Zuwanderung als Maßnahme gegen den drohenden Fachkräftemangel diskutiert. Laut einer aktuellen repräsentativen forsa-Umfrage schätzen nur 37 Prozent der Bevölkerung Zuwanderung als hierfür geeignet ein. Der Verband Deutscher e.V. ( VDP ) sieht ...
Berlin, 19. Oktober 2010 Seit Wochen wird in der Politik kontrovers über Zuwanderung als Maßnahme gegen den drohenden Fachkräftemangel diskutiert. Laut einer aktuellen repräsentativen forsa-Umfrage schätzen nur 37 Prozent der Bevölkerung Zuwanderung als hierfür geeignet ein. Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. ( VDP ) sieht in erster Linie die Notwendigkeit, die vorhandenen Potentiale besser auszuschöpfen und besonders benachteiligte Jugendliche ausreichend zu qualifizieren.
Diese Sichtweise teilen die Befragten: Deutlich mehr als die Hälfte der Bevölkerung hält es für wichtig, Geringqualifizierte durch Weiterbildung für den Arbeitsmarkt fit zu machen. Gerade unter Jugendlichen gibt es eine große Zahl, die keine ausreichenden schulischen und beruflichen Qualifikationen vorweisen können. Hier müssen wir ansetzten und die durchaus vorhandenen Talente mit individueller Betreuung und gezielter Unterstützung besser fördern, erklärt Anja Eckert, Bundesgeschäftsführerin des VDP. Dabei spielt das Übergangssystem, das heißt Bildungsangebote, die auf eine berufliche Ausbildung vorbereiten, eine wichtige Rolle. Viele Jugendliche müssen vor der Aufnahme einer Ausbildung zunächst an einen strukturierten Alltag herangeführt werden. Andere holen ihren Hauptschulabschluss nach und verbessern so ihre Chancen auf eine Lehrstelle. Eine aktuelle Untersuchung der Bertelsmann-Stiftung zeigt, dass es etwa der Hälfte aller Schulabgänger ohne Hauptschulabschluss in Maßnahmen des Übergangssystems gelingt, ihren Abschluss nachzuholen. Dieses positive Ergebnis verdeutlicht, wie wichtig solche Angebote für benachteiligte junge Erwachsene sind, so Eckert weiter. Entscheidend sei, möglichst viele Jugendliche über vielfältige Ausbildungswege für den Arbeitsmarkt hinreichend zu qualifizieren. So können sie mit dazu beitragen, den Fachkräftemangel abzumildern und haben gleichzeitig bessere Chancen, am beruflichen und gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.
Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. vertritt freie Bildungseinrichtungen im allgemein bildenden und berufsbildenden Schulbereich sowie in der Erwachsenenbildung und im tertiären Bereich ( Fachhochschulen und Hochschulen ). Der 1901 gegründete Verband bindet seine Mitglieder weder weltanschaulich noch konfessionell oder parteilich. Zusammen mit den beiden konfessionellen Privatschulverbänden, dem Bund der freien Waldorfschulen und der Vereinigung Deutscher Landerziehungsheime bildet der VDP die Arbeitsgemeinschaft Freier Schulen.
Florian Becker ( Pressestelle ) Verband Deutscher Privatschulverbnde e.V. Reinhardtstr. 18 10117 Berlin Telefon: 030 28 44 50 88 0 Internet: http://www.privatschulen.de EMail: presse@privatschulen.de
forsa-Umfrage: Weiterbildung ist Schlüssel zur Integration Arbeitsloser in den Arbeitsmarkt
Berlin, 24. September 2010 82 Prozent der Deutschen sind der Meinung, dass Weiterbildung die wichtigste Maßnahme ist, um Menschen wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen forsa-Umfrage zum Deutschen Weiterbildungstag 2010. Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. ( VDP ) teilt diese zu ...
Berlin, 24. September 2010 82 Prozent der Deutschen sind der Meinung, dass Weiterbildung die wichtigste Maßnahme ist, um Menschen wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen forsa-Umfrage zum Deutschen Weiterbildungstag 2010. Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. ( VDP ) teilt diese Auffassung und fordert, mehr Mittel für die berufliche Qualifizierung und aktive Arbeitsmarktpolitik bereit zu stellen.
Wir müssen feststellen, dass insgesamt zu wenig Ressourcen für die berufliche Weiterbildung zur Verfügung stehen, sagt Petra Witt, Vizepräsidentin des VDP anlässlich der Vorstellung der Umfrageergebnisse in Berlin. So wurde in den letzten vier Jahren beispielsweise die durchschnittliche Teilnahmedauer an Maßnahmen zur Förderung der beruflichen Weiterbildung von rund 12 Monaten im Jahr 2005 auf 3,7 Monate im Jahr 2009 reduziert. Gerade für Langzeitarbeitslose hat die Kürzung der Teilnahmedauer negative Folgen. Denn in knapp vier Monaten ist eine zielgerichtete und umfassende Qualifizierung nur bedingt möglich, so Witt weiter. Das Forschungsinstitut der Bundesagentur für Arbeit IAB ( Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung ) hat bereits vor einigen Jahren festgestellt, dass die Eingliederung von Arbeitslosen in den Arbeitsmarkt besonders nach langfristigen Weiterbildungsmaßnahmen erfolgreich verläuft. Weiter schätzen die Deutschen zu 71 Prozent Umschulung in einen anderen Beruf als geeignete Maßnahme ein, um Menschen in Arbeit zu bringen. Die Bundesagentur für Arbeit übernimmt aber beispielsweise bei Umschulung im Bereich der Alten- und Krankenpflege mit einer gesetzlich geregelten Ausbildungslänge von drei Jahren nur die Kosten für das erste und zweite Jahr. Das letzte Drittel wird hier derzeit aus Mitteln des Konjunkturprogramms II finanziert vorausgesetzt die Umschulung beginnt bis zum 31.12.2010. Danach läuft diese Regelung aus. Aufgrund des demographischen Wandels werden wir in den kommenden Jahren eine Vielzahl an Pflegekräften benötigen. Vor diesem Hintergrund ist eine Gesamtförderung von nicht verkürzbaren Umschulungen, auch über das Jahr 2010 hinaus dringend erforderlich, so Witt weiter. Zum dritten Deutschen Weiterbildungstag werden bundesweit über 700 Veranstaltungen stattfinden. Rund 100.000 Beteiligte werben für mehr Investitionen in Bildung und Weiterbildung. Der VDP ist Mitveranstalter des Deutschen Weiterbildungstages.
Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. vertritt freie Bildungseinrichtungen im allgemein bildenden und berufsbildenden Schulbereich sowie in der Erwachsenenbildung und im tertiären Bereich ( Fachhochschulen und Hochschulen ). Der 1901 gegründete Verband bindet seine Mitglieder weder weltanschaulich noch konfessionell oder parteilich. Zusammen mit den beiden konfessionellen Privatschulverbänden, dem Bund der freien Waldorfschulen und der Vereinigung Deutscher Landerziehungsheime bildet der VDP die Arbeitsgemeinschaft Freier Schulen.
Florian Becker ( Pressestelle ) Verband Deutscher Privatschulverbnde e.V. Reinhardtstr. 18 10117 Berlin Telefon: 030 28 44 50 88 0 Internet: http://www.privatschulen.de EMail: presse@privatschulen.de
Finanzmittel für Integrationskurse müssen aufgestockt werden
Berlin, 10. September 2010 Die Förderung von Deutschkenntnissen ist eine bedeutende Säule der aktiven Integrationspolitik. Das ist eine der zentralen Aussagen des neuen Bundesweiten Integrationsprogramms der Bundesregierung. Nach Ansicht des Verbands Deutscher Privatschulverbände e.V. ( VDP ) ist es daher dringend erforderlich, zur zu ( ...
Berlin, 10. September 2010 Die Förderung von Deutschkenntnissen ist eine bedeutende Säule der aktiven Integrationspolitik. Das ist eine der zentralen Aussagen des neuen Bundesweiten Integrationsprogramms der Bundesregierung. Nach Ansicht des Verbands Deutscher Privatschulverbände e.V. ( VDP ) ist es daher dringend erforderlich, größere finanzielle Ressourcen zur Verfügung zu stellen, um insbesondere auch die schon in Deutschland lebenden Migranten im Rahmen der Integrationskurse optimal zu fördern.
Die Integrationskurse in Deutschland sind im Grunde ein Erfolgsmodell, sagt Anja Eckert, Bundesgeschäftsführerin des VDP. Allerdings führe die angespannte Haushaltslage des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge ( BAMF ) derzeit dazu, dass nicht für alle Interessenten ausreichend Plätze bei Integrationskursen zur Verfügung stünden. Schon länger in Deutschland lebende Migranten, die aus Eigeninitiative einen Integrationskurs besuchen wollen, werden auf eine Warteliste gesetzt und erhalten frühestens nach drei Monaten einem Kursplatz. Das hemme ihre Motivation und benachteilige sie gegenüber Neuzuwanderern, die sofort einen Platz erhielten. Ein solcher Zustand ist nicht tragbar und muss umgehend verändert werden, erklärt Eckert. Zwar hat das Bundesinnenministerium Anfang dieses Jahres den Etat des BAMF erhöht, es ist aber schon jetzt absehbar, dass die bereitgestellten Mittel von 233 Millionen Euro für 2010 nicht ausreichen werden. Neben den bestehenden Kapazitätsengpässen ist für Ende des Jahres zu erwarten, dass ähnlich wie im Jahr 2009 die Bildungsträger ihre Kosten für die Durchführung der Integrationskurse nur mit Verzögerung erstattet bekommen werden. Eckert weiter: Wenn die Bundesregierung die Integration von Migranten durch qualitativ hochwertige Sprach- und Orientierungskurse verbessern will, dann muss sie zusätzliche finanzielle Mittel zur Verfügung stellen. Ohne diese werden die Ziele des Bundesweiten Integrationsprogramms nicht zu erreichen sein.
Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. vertritt freie Bildungseinrichtungen im allgemein bildenden und berufsbildenden Schulbereich sowie in der Erwachsenenbildung und im tertiären Bereich ( Fachhochschulen und Hochschulen ). Der 1901 gegründete Verband bindet seine Mitglieder weder weltanschaulich noch konfessionell oder parteilich. Zusammen mit den beiden konfessionellen Privatschulverbänden, dem Bund der freien Waldorfschulen und der Vereinigung Deutscher Landerziehungsheime bildet der VDP die Arbeitsgemeinschaft Freier Schulen.
Florian Becker ( Pressestelle ) Verband Deutscher Privatschulverbnde e.V. Reinhardtstr. 18 10117 Berlin Telefon: 030 28 44 50 88 0 Internet: http://www.privatschulen.de EMail: presse@privatschulen.de
OECD Bildungsstudie: Deutschland muss seine Bildungsinvestitionen erheblich steigern
Berlin, 08. September 2010 Deutschland belegt weiterhin einen unterdurchschnittlichen Platz im Ländervergleich der Gesamtausgaben für Bildung. Das ist ein Ergebnis des aktuellen Berichts Bildung auf einem Blick der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ( OECD ). Vor dem Hintergrund, dass laut OECD Investitionen ...
Berlin, 08. September 2010 Deutschland belegt weiterhin einen unterdurchschnittlichen Platz im Ländervergleich der Gesamtausgaben für Bildung. Das ist ein Ergebnis des aktuellen Berichts Bildung auf einem Blick der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ( OECD ). Vor dem Hintergrund, dass laut OECD Investitionen in Bildung erhebliche Renditen erzielen, fordert der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. ( VDP ) Bund und Länder auf, die Bildungsausgaben spürbar zu steigern.
Schaut man sich die Berechnungen der OECD zu Bildungsrenditen an, so ist es in keiner Weise nachvollziehbar, dass einige Bundesländer derzeit bei der Finanzierung der Allgemein- und Berufsbildung Kürzungen vornehmen, erklärt Michael Büchler, Präsident des VDP. Dieses Vorgehen sei sehr kurzfristig gedacht und verschärfe langfristig die angespannte Lage der öffentlichen Haushalte weiter. Von 2000 bis 2007 hat die Mehrzahl der OECD-Länder ihre Investitionen pro Schüler im Primar- und Sekundarbereich erheblich gesteigert. Für Deutschland konnte nur ein Stillstand festgestellt werden. Gerade aufgrund der demographischen Entwicklung, der den Fachkräftemangel befördert, und der zu erwartenden Verlängerung der Lebensarbeitszeit, müsse Deutschland dringend aktiv werden, so die OECD. Es wird höchste Zeit, dass den Schulen trägerunabhängig mehr finanzielle Ressourcen und organisatorische Freiheiten zugestanden werden. Nur so können die kommenden Schülergenerationen optimal ausgebildet und qualifiziert werden, so Büchler. Besonders dramatisch sei die weiterhin hohe Zahl an Schul- und Ausbildungsabbrechern. Es sei erforderlich, individuelle und vielfältige Lernangebote sowie sozialpädagogische Unterstützungsleistungen auszubauen. Büchler weiter: Bildung ist die wichtigste Ressource für Deutschland. Deshalb müssen wir uns um jeden Jugendlichen bemühen und ihm die bestmögliche Ausbildung zuteil werden lassen. Dafür müssen alle notwendigen Ressourcen bereit gestellt werden. Zumal jeder in Bildung investierte Euro langfristig mehrfach zurückfließt.
Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. vertritt freie Bildungseinrichtungen im allgemein bildenden und berufsbildenden Schulbereich sowie in der Erwachsenenbildung und im tertiären Bereich ( Fachhochschulen und Hochschulen ). Der 1901 gegründete Verband bindet seine Mitglieder weder weltanschaulich noch konfessionell oder parteilich. Zusammen mit den beiden konfessionellen Privatschulverbänden, dem Bund der freien Waldorfschulen und der Vereinigung Deutscher Landerziehungsheime bildet der VDP die Arbeitsgemeinschaft Freier Schulen.
Florian Becker ( Pressestelle ) Verband Deutscher Privatschulverbnde e.V. Reinhardtstr. 18 10117 Berlin Telefon: 030 28 44 50 88 0 Internet: http://www.privatschulen.de EMail: presse@privatschulen.de
|
|