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RIG Solar eröffnet Niederlassung in WitzenhausenRIG Solar GmbH Experten für Photovoltaik mit neuer Niederlassung in Witzenhausen
Stefan Wüllner leitet für die RIG Solar GmbH die neue Vertriebs- und Servicestelle für das östliche Hessen und Thüringen.Die auf die schlüsselfertige Errichtung von Solarstromanlagen spezialisierte RIG Solar GmbH Gießen, eröffnet unter Leitung von Stefan Wüllner nun eine weitere Niederlassung für und ...
Stefan Wüllner leitet für die RIG Solar GmbH die neue Vertriebs- und Servicestelle für das östliche Hessen und Thüringen. Die auf die schlüsselfertige Errichtung von Solarstromanlagen spezialisierte RIG Solar GmbH Gießen, eröffnet unter Leitung von Stefan Wüllner nun eine weitere Niederlassung für Vertrieb und Service. Von Witzenhausen aus soll das Gebiet östliches Hessen und Thüringen durch RIG Mitarbeiter vor Ort betreut werden. RIG Solar ist einer der führenden Spezialisten für Solarparks und Photovoltaikanlagen in Deutschland, Europa und den USA. Mit Stefan Wüllner eröffnet RIG nun in Witzenhausen die 18. Niederlassung im Bundesgebiet. Mit der Projektentwicklung, Finanzierung, Realisierung und dem Betrieb der PV-Anlage deckt RIG Solar alle Leistungen ab, die bei einem Photovoltaikprojekt anfallen, ob klein oder groß. Unsere Kunden und Investoren erhalten schlüsselfertige Photovoltaik-Anlagen und umfassende Beratung, ob für private Haushalte, gewerbliche Kunden oder schlüsselfertige Großkraftwerke. Die Leistungen sind dabei modular aufgebaut und lassen sich individuell auf die speziellen Wünsche und Anforderungen unserer Projektpartner und Investoren anpassen. Mit der Projektentwicklung, Finanzierung, Realisierung und dem Betrieb der Anlage deckt RIG Solar alle Leistungen ab, die bei einem Photovoltaik-Projekt anfallen. Alle Dienstleistungspakete sind dabei modular aufgebaut und lassen sich individuell auf die speziellen Wünsche und Anforderungen unserer Projektpartner und Investoren anpassen. RIG Solar übernimmt alle Aufgaben, die mit der Standortentwicklung verbunden sind. Die Experten analysieren die Rahmenbedingungen, übernehmen die Standortqualifizierung, ermitteln Kosten, Chancen und Risiken. RIG bietet Ihnen herstellerunabhängig eine große Auswahl an allen nötigen Komponenten. Dazu bedienen wir uns eines weltweiten Netzwerkes an Herstellern, welches Ihnen garantiert, für das jeweilige Projekt und dessen jeweiligen Anforderungen die beste und qualitativ hochwertigste Lösung zu erhalten. RIG Solar GmbH Niederlassung Witzenhausen Glashütte 2 37217 Witzenhausen Tel. 05545 950245 Mobil: 0160 7240233 Herr Wüllner ist unter anderen für folgende Orte verantwortlich: Witzenhausen, Neu-Eichenberg, SMA, Lindewerra, Berkatal, Bornhagen, Friedland, Staufenberg, Kassel, Niestetal, Lohfelden, Helsa, Großalmerode, Melsungen, Körle, Guxhagen, Vellmar, Fuldatal, Immenhausen, Jühnde, Scheden, Hannoversch Münden, Espenau, Söhrewald, Spangenberg, Eschwege, Wanfried, Meinhard, Geismar, Rosdorf, Göttingen, Heuthen, Treffurt, Baunatal, Ziegenhagen, Knüllwald, Wabern, Gudensberg, Volkmarsen, Ahnatal, Calden, Dingelstädt, Deuna, Nazza, Ringgau, Sontra, Bebra, Mihla, Heyerode, Oberdorla, Langula, Sondershausen, Gotha, Schmalkalden, Fulda, RIG Solar GmbH Niederlassung Witzenhausen Glashütte 2 37217 Witzenhausen Tel. 05545 950245 Mobil: 0160 7240233 s.wuellner(AT)rig-solar.de www.rig-solar.de 970 Billionen Kilowattstunden. So viel Energie schickt die Sonne tagtäglich auf unsere Erde. Warum sollten Sie darauf verzichten, diese unerschöpfliche Quelle sinnvoll zu nutzen? Eine Solaranlage ist eine sichere Investition in die Zukunft. Vor allem durch die in Deutschland gesetzlich garantierte Vergütung für den erzeugten Strom. Je nach Art der Module, der Höhe der Einspeisevergütung und der Investition zahlt sich eine Solaranlage nach etwa zehn Jahren voll aus. Ein weiterer wichtiger Vorteil: Sie leisten einen entscheidenden Beitrag zum Schutz unserer Umwelt und damit unserer Lebensgrundlage, welche wir unseren Kindern hinterlassen. Bei Solaranlagen kommt es auf drei Dinge an: Qualität. Qualität. Qualität. Eine Solaranlage ist eine langfristige Investition. Sie sollte so konstruiert sein, dass sie mindestens 30 Jahre Erträge erwirtschaftet. Das funktioniert aber nur dann, wenn die verwendeten Solarmodule und Wechselrichter die höchsten Ansprüche und Standards erfüllen. RIG setzt Maßstäbe für Effizienz und Zuverlässigkeit: Bei der Planung und der Installation Ihrer Photovoltaik-Anlage kommen nur die innovativsten Produkte und modernste Technologien zum Einsatz und auch das Wissen und die langjährige Erfahrung führender RIG-Solarexperten. Haben Sie eine geeignete Dachfläche? Für eine beispielhafte RIG-Solarstromanlage mit einer Nennleistung von 1 kWp benötigen Sie auf Ihrem Dach eine Fläche von nur 8 m². Besonders Schrägdächer mit einer Neigung von 15° bis 60° und einer Ausrichtung nach Südwesten, Süden oder Südosten sind für die Installation einer Solaranlage ideal. Auch Flachdächer mit ausreichender Flächenbelastbarkeit sind als Grundfläche gut geeignet, da wir dort mit Hilfe von Ständern die Module ideal ausrichten können, was auch bei Schrägdächern möglich ist. Was erhalten Sie an Erträgen? Bei einer installierten Anlagenleistung von 1 kWp erwirtschaften Sie in Deutschland einen durchschnittlichen Jahresenergieertrag von ca. 850 bis 1.050 kWh. Dieser Wert ist dabei vom Standort, Verschattungsfaktoren, Ausrichtung, Wahl der Module und der jährlichen Sonneneinstrahlung abhängig. Bei RIG dreht sich alles um die Sonne. Und um Ihre privaten Wünsche. RIG bietet Ihnen nicht nur Photovoltaik-Anlagen auf höchstem Niveau, sondern auch ein komplettes Paket an Zusatzleistungen, wie z.B. Wartung und Reinigung. RIG steht dabei für einen reibungslosen Betrieb über mehrere Jahrzehnte. Wir bieten dabei auch eine spezielle Allgefahrenversicherung für Aufdachanlagen in Deutschland. Sie umfasst Schäden an der kompletten Anlage sowie Ertragsausfälle und ist die ersten zwei Jahre ab Inbetriebnahme der Anlage kostenfrei. Für viele unserer Module gilt eine Leistungsgarantie von 90 Prozent innerhalb von 10 Jahren und 80 Prozent innerhalb von 25 Jahren. Wir bieten wir Ihnen zudem ein kostenloses Modul-Recycling an. Mit diesem Service gewährleistet RIG eine Rückführung von mindestens 80 Prozent der Rohstoffe in den Wirtschaftskreislauf. Dadurch wird die Umwelt mit weniger Abfall belastet. Dazu noch eine kurze Beispielrechnung Privathaus: Gesetzeslage Deutschland 2010 ab Juli, ( siehe Infos ) 16 Module mit einer Nennleistung 230 Wp ( pro Modul ) - Gesamtleistung 3,68 kWp ( 16 mal 230 ) - Angenommener Jahresenergieertrag pro 1 kWp ca. 950 kWh - Gesamtjahresenergieertrag ca. 3.496 kWh ( 950 mal 3,68 ) -Einspeisevergütung pro kWh 0,3288 Euro ( Jahr 2009 ) -ergibt eine Einspeisevergütung pro Jahr von 1.150 Euro, hinzu kommt ein Eigenverbrauchsbonus von ca. 350.-. das ergibt über 21 Jahre ( 20+Installationsjahr ) eine gesamte Einspeisevergütung von ungefähr 31.500 Euro, bei Anschaffungskosten von ca. 11.000 Euro. Diese können Sie über Ihre Bank zinsgünstig mit wenig oder keinem Eigenkapital finanzieren. Dadurch verdienen Sie ab etwa dem zehnten Jahr voll an Ihrer eigenen Photovoltaik-Anlage.
Stollige GeschichtsbewältigungDie Grenzsteintrophy führte Mountainbiker 1.280 km über die ehemalige innerdeutsche Grenze. Von Gunnar Fehlau, Leiter des pressedienst-fahrrad und Initiator der Grenzsteintrophy.
19 Mountainbikes lehnen an Bäumen und Laternen, der Zugang zum FKK-Strand ist mit Rucksäcken, Helmen und Packtaschen versperrt. Auf der anderen Seite des schmalen Weges klappt der Pächter der Gaststätte Priwall-Treff die Läden seines Straßenverkaufs hoch. Über dem angrenzenden Zeltplatz liegt noch die gespenstische ...
19 Mountainbikes lehnen an Bäumen und Laternen, der Zugang zum FKK-Strand ist mit Rucksäcken, Helmen und Packtaschen versperrt. Auf der anderen Seite des schmalen Weges klappt der Pächter der Gaststätte Priwall-Treff die Läden seines Straßenverkaufs hoch. Über dem angrenzenden Zeltplatz liegt noch die gespenstische Ruhe eines frühen Ferienmorgens. Franky B. zurrt die Riemen seiner Packtaschen fest, der dünne Mittvierziger prüft zum zigsten Mal seine Ausrüstung, denn in wenigen Minuten startet die Grenzsteintrophy. Die Grenzsteintrophy Die Grenzsteintrophy ist eine 1.280-km-Mountainbikefahrt, die erstmals 2009 anlässlich des 20. Jubiläums des Mauerfalls entlang des einstigen innerdeutschen Grenzstreifens von Lübeck-Travemünde bis nach Mittelhammer im Vogtland führte. Die Grenzsteintrophy ist kein Rennen, aber auch keine gemütliche Radeltour: Sie ist eine "Selbstversorgerfahrt". Die Selbstversorger-Regeln sind einfach: keine Begleitfahrzeuge, keine fremde Hilfe, keine Vorausplanung; alles, was die Fahrer auf der Strecke benötigen, müssen sie selbst transportieren oder unterwegs kaufen. Den Begriff "Rennen" vermeiden die Initiatoren nicht nur aus juristischen Gründen: "Die GST ist kein Rennen; wir wollen Solidarität unter den Teilnehmern statt Konkurrenz", erklärt Mitorganisator H. David Koßmann, der hauptberuflich beim pressedienst-fahrrad arbeitet. Dass die GST, wie die Grenzsteintrophy in bewusster Anspielung auf das gleichlautende Kürzel der paramilitärischen DDR-Jugendausbildung "Gesellschaft für Sport und Technik" abgekürzt wird, keine Touristikveranstaltung ist, liegt nicht nur an der Streckenführung mit über 17.500 Höhenmetern, sondern auch an der politischen Dimension der Strecke. Schließlich führt sie über den ehemaligen "Todesstreifen". Den Versuch, diesen zu überwinden und in die Freiheit zu flüchten, bezahlten fast 900 Menschen bis 1989 mit dem Tod. Der Kolonnenweg verlief etwa 100 Meter parallel zur ehemaligen deutsch-deutschen Grenze und diente den NVA-Soldaten als Versorgungsstraße. Charakteristisch sind die Betonlochplatten mit Löchern von etwa sieben Zentimetern Breite und knapp 20 Zentimetern Länge, jeweils vier nebeneinander und sieben in der Reihe. Kurz: Die Lochplatten sind permanente Schlaglöcher ... nur breite Reifen, geringer Luftdruck, reichlich Federweg und ausreichendes Tempo machen das Fahren erträglich, zumal die Platten nach 20 Jahren nicht selten schief stehen und aus den Löchern Büsche wuchern. Die Schlagloch-Navigation Seit drei Stunden regnet es. Ein stetiges Pochen unter dem Vorderrad zeigt mir, dass ich auf dem richtigen Weg bin. In den Lochplatten des Kolonnenwegs der alten DDR-Grenze versinken selbst die breiten 2,25" "Racing Ralph"-Reifen meines 29-Zöllers. Dieses konstante Rütteln funktioniert wie ein perfektes Navigationssystem. So lange es rattert, bin ich richtig. Auf Sicht lässt sich kaum fahren. Nicht nur weil wolkenbruchartiger Regen die Augen foltert, sondern auch weil schulterhohes Gestrüpp aus Schafgarbe, Brennnesseln und kleinen Bäumen den Kolonnenweg völlig überwuchert hat. 20 Jahre lang hat hier niemand die Natur in ihre Grenzen gewiesen. Franky prescht voraus, seine Packtaschen am Heck schütteln den Regen vom Buschwerk ab. Das macht mir das Fahren einfacher. Er war der Streckenscout hier im Wendland und seine Ortskenntnis beschert den GST-Fahrern reichlich Unterholz jenseits der Radwege und Landstraßen - Bike-Abenteuer auch im Flachland: Mitunter versperren ihnen auch Elektrozäune und Kuhherden den Weg. Zittern im Wendland Wir bremsen zum ungezählten Mal ab. Ein Elektrozaun zischt im Regen. Franky krabbelt unter dem Zaun hindurch. Als ich mein Rad über den Zaun heben will, rutscht es ab und begräbt die blanken elektrischen Drähte unter sich. Als ich es aufheben möchte, zischt es kurz, ich werde durchgeschüttelt und lasse das Rad instinktiv wieder fallen. Nasser Gunnar, nasses Rad und starker Elektrozaun verstehen sich nicht gut. Ganz gleich, ob ich das Rad am Reifen, am Sattel oder am Rahmen greife, alles ist nass und leitet vorzüglich. Zuckend tanze ich auf einer Wiese mitten im Wendland und versuche, mein Haibike aus den Elektrofängen zu befreien. Hebe ich das Rad an, rückt der unter Spannung stehende zischende Draht nach, gern verhakt er sich in den Kettenblättern... Es braucht fast eine Viertelstunde, bis ich das Rad mittels kleiner Tritte und Lupfwürfe wieder befreit habe. Dagegen sind die Pferdeweiden, die wenige Kilometer später zu durchqueren sind, "Kindergeburtstag". Vom Todesstreifen zur Öko-Oase Exakt 1.378 Kilometer misst der Streifen, der die beiden deutschen Länder bis 1990 trennte. Die einstige Westgrenze des Ostblocks, eine verminte und mit Wachtürmen gesicherte Schneise in der Landschaft, ist längst zu einem verwilderten Grünstreifen geworden - befahrbar nur über den holperigen Kolonnenweg der DDR-Grenzer und überwucherte Naturpfade. Das "Grüne Band" hat eine Ausnahmestellung als eine Kette besonders wertvoller Biotope, laut BUND befinden sich hier 109 verschiedene Biotop-Typen, von denen die Hälfte auf der Roten Liste Deutschlands steht. Über ein Viertel des Grünen Bandes ist als Naturschutzgebiete geschützt. Im Juni 2003 fand am Grünen Band der "Tag der Artenvielfalt" statt. 500 Experten kartierten in 24 Stunden mehr als 5.200 verschiedene Tier- und Pflanzenarten im Grünen Band, darunter auch Arten, die bereits als ausgestorben galten. Sorgen, dass die Grenzsteintrophy schwerwiegend in diese Biotope eingreift, sind unbegründet. Zum einen stellt das Befahren der Betonplatten nach Ansicht des NABU keine Störung dar. Zum zweiten wurden für 2010 alle bekannten kritischen Passagen abseits des Kolonnenwegs aus dem Track entfernt. Wellenreiten an der Werra "Überbrückungsetappen" haben ihre Tücken, das kennt man von der Tour de France, wenn vermeintlich uninteressante Passagen plötzlich Dramatik bekommen. Nach dem Harz und vor der Rhön erwartete ich eine ruhige Fahrt, schließlich verläuft heute die Bundesländergrenze hier für einige Kilometer entlang der Werra. Ich hatte mich im gemütlichen Hofcafé des Ritterguts Besenhausen gestärkt, war entspannt zur Burg Hanstein hinauf gekurbelt und bin dann die fast 250 Höhenmeter auf kaum einem Kilometer vom Werrablick nach Lindewerra über die Lochplatten heruntergezischt. Im Werratal sorgte ein gepflegter Rückenwind für hohes Tempo, bis plötzlich der Weg im rechten Winkel von der Landstraße nach links den Hang hinaufführte. Jetzt rast mein Puls bei 180 und ich bekomme die Kurbel kaum herumgedreht. Immer steiler wird der Plattenweg. Aber er windet sich nicht. Deutsche Grenzen-Gründlichkeit kennt keine Serpentinen. Einziges Zugeständnis an die Topographie: Die Lochplatten liegen in besonders steilen Passagen quer, sodass die Löcher als Leitersprossen dienen. Oben angekommen fahre ich ins Grenzmuseum Schifflersgrund, der ersten Gedenkstätte ihrer Art im wiedervereinten Deutschland. Perfider lässt sich die Architektur des Todes nicht erfahren, binnen eines Kilometers wandelt sich das wilde naturbelassene Grüne Band zur "restaurierten" Gedenkstätte in Form eines konservierten "antifaschistischen Schutzwalls". Ich fahre völlig vogelfrei durch schönste Natur, nur mein Puls gibt den Takt vor, kein gestern, kein morgen und eine endlose Aneinanderreihung von "jetzt und hier", doch der Boden meines Tracks ist blutig. Die Grenze hat nicht nur Spuren in der Natur hinterlassen, sondern auch in Millionen Köpfen. Mir ist schlecht, dieser Kontrast geht aufs Gemüt. Ich trete doppelt fest in die Pedale. Und dazu habe ich auf den nächsten 70 Kilometern bis Creuzburg ausreichend Gelegenheit. Schier endlos reihen sich kurze giftige Anstiege aneinander. Nach dem zwanzigsten "Geher" höre ich auf zu zählen. Manche sind so steil, dass ich trotz satter Untersetzung schieben muss. Eine freiwillige Schinderei ... Rennsteigritt Siebenter Tag der GST, seit Kilometer 588, kurz hinter dem Harz, fahre ich alleine. Unterwegs habe ich nur einen ( ! ) Biker auf dem Kolonnenweg getroffen. Heute Morgen bin ich um 4:30 Uhr los. Meine IQ-Tec-Akkuleuchte flutet den Kolonnenweg mit Licht. Hier und da leuchten Augenpaare in der Dunkelheit, sie zeigen sich vom seltsamen Besuch kaum beeindruckt. Den Wald teile mich mir mit Dammwild, Füchsen, Schnecken und einigen Vögeln, selbst die Sonne gesellt sich nur zögerlich zu uns, sie lugt über die Hügel des Coburger Landes und bahnt sich den Weg durch den Frühnebel. Meinen Frühstückskaffee trinke ich in einer Bäckerei im neuen Industriegebiet von Streufdorf, das sich direkt auf der ehemaligen Grenze befindet. Die ersten 25 Kilometer des Tages sind um 6:15 Uhr bereits geschafft. Am frühen Mittag bin ich in Sonneberg und sehe zu, den Rennsteig zu erreichen. Bis Tettau sind schon einige Improvisationen nötig. Der "ergooglete" Track zeigt Schwächen: Schiebepassagen durchs Unterholz entlang einer Geraden über Berge und hinein in Täler zehren an der Motivation. Oberhalb von Tettau treffen Grenze und Rennsteig erstmals zusammen, ich entschließe mich, dem Rennsteig für 16 Kilometer bis Brennersgrün zu folgen und fahre dort wieder auf den Kolonnenweg. In fantastischen Wellen geht es rasant abwärts zu den östlichen Ausläufern des Thüringer Waldes, die Anstiege seien hier einmal verschwiegen. Abends treffe ich nach 193 Kilometern und über 3.500 Höhenmetern um kurz nach Neun in Blankenstein ein. Die Pension "Rennsteig" bietet ein vorzügliches Rostbrätel und ein kuscheliges Bett. Zielstich Der Thüringer Wald liegt hinter mir, entlang der Saale geht es entspannt Richtung Ziel. Auf halber Strecke komme ich durch den ehemals geteilten Ort Mödlareuth, weltbekannt als "Little Berlin". Heute ist es ein "Museumsdorf" irgendwo zwischen Geschichtsbewältigung, Ostalgie-Sammelwut und Fotokitsch. Es gibt bessere Orte, um der Trennung der Deutschen nachzuspüren, es gibt aber kaum Orte, die auf so wenig Raum so viele ( un )passende Fotomotive bieten. Ich zische ein Cola im Restaurant, drücke drei Mal auf den Auslöser meiner Kamera und dann wieder zackig in die Pedale, denn ich möchte schnell im Ziel sein ... noch könnte ich es unter sieben Tagen schaffen. So rauscht die Landschaft an mir vorbei und bei Mittelhammer verschwinde ich einer feuchten Senke zwischen den seichten Hügeln. Das Wasser der südlichen Regnitz zieht Millionen Mücken an. Seit die Grenzer hier nicht mehr permanent patrouillieren, haben die Insekten mächtig Durst und bitten mich am Schild "Staatsgrenze" zum Aderlass. Hintergrund: Grenzsteintrophy 2010 Die Grenzsteintrophy 2010 startet am 17. Juni, dem ehemaligen Tag der Deutschen Einheit ( der dem DDR-Volksaufstand von 1953 gedachte ). Die Fahrt verläuft 2010 in die andere Richtung: Start ist das ehemalige Dreiländereck im Vogtland, Ziel die Ostseeküste auf dem Priwall bei Travemünde. Aktuelle Infos finden sich unter www.grenzsteintrophy.de. Der pressedienst-fahrrad hat es sich zur Aufgabe gemacht, dem guten Fahrrad und dessen Anwendung mehr Öffentlichkeit zu verschaffen. Denn wir sind der Meinung, dass Radfahren nicht nur Spaß macht und fit hält, sondern noch mehr ist: Radfahren ist aktive, lustvolle Mobilität für Körper und Geist. Kurz: Radfahren ist Lebensqualität, Radfahren ist clever und Radfahren macht Lust auf mehr...
Pressekontakt: Gunnar Gunnar Fehlau pressedienst-fahrrad GmbH Ortelsburgerstr. 7 37083 Göttingen Telefon: 0551-9003377-0 EMail: grafik@pd-f.de Internet: http://www.pd-f.de
Auf dem ehemaligen Grenzfluss durch das KirschenlandKanutouren bei Witzenhausen
Im Tal der Werra erschließt sich Erholungssuchenden eine abwechslungsreiche Landschaft, die abseits von Massentourismus eine seltene Artenvielfalt der Tier- und Pflanzenwelt hervorgebracht hat. Der besonders reizvolle Abschnitt zwischen Eschwege und Hann. Münden bietet Kanuten neben landschaftlichen Schönheiten auch eine Fahrt durch Bad ...
Im Tal der Werra erschließt sich Erholungssuchenden eine abwechslungsreiche Landschaft, die abseits von Massentourismus eine seltene Artenvielfalt der Tier- und Pflanzenwelt hervorgebracht hat. Der besonders reizvolle Abschnitt zwischen Eschwege und Hann. Münden bietet Kanuten neben landschaftlichen Schönheiten auch eine Fahrt durch geschichtsträchtiges Gewässer. Zwischen Bad Sooden-Allendorf und Witzenhausen war die Flussmitte der Werra teilweise Staatsgrenze zur ehemaligen DDR. Heute hat die Natur den einstigen Grenzstreifen zurück erobert und hinterlässt das "Grüne Band" im Werratal. Jetzt ziehen Wasserwanderer im Kajak oder Kanu gemütlich an Auenlandschaften und beschaulichen Dörfern vorbei. Offene Landschaften wechseln sich mit bewaldeten Höhenzügen ab. Langsam dahin treibend, bleibt reichlich Zeit, die naturgegebenen Kostbarkeiten von der Wasserseite aus zu betrachten. Ob Kajak oder Kanu, die Bootsvermietungen bieten eine Vielzahl unterschiedlicher Bootsausführungen an. Sicherheit wird stets groß geschrieben und so erhält jeder Gast vor Fahrtantritt eine Einweisung, Schwimmwesten und eine wasserdichte Aufbewahrungsbox. Die Werra ist ein familienfreundlicher Fluss mit langsamer Strömung. Entlang des Flusses finden Wasserwanderer zahlreiche Anlegemöglichkeiten, urige Wirtshäuser und freundliche Gastgeber. Die Kirschenstadt Witzenhausen ist ein idealer Startpunkt für Bootstouren flussaufwärts oder hinunter zur Mündung in die Drei-Flüsse-Stadt Hann. Münden, wo sich Fulda und Werra zur Weser vereinigen. Wer oberhalb von Witzenhausen "Hanstein" und "Ludwigstein" als Zwei-Burgen-Blick mit der Kamera festhalten möchte, sollte mit dem Boot in Bad Sooden-Allendorf einsetzen. Der Flusslauf wird vor Lindewerra von zwei Höhenzügen eingefasst. Unterhalb der "Teufelskanzel" durchfährt man der Sage nach den Hufabdruck des Leibhaftigen. Der Blick schweift hinauf zu dem auffälligen Felsvorsprung, der steil über dem Fluss thront. Wer an dieser Stelle schäumende Strudel vermutet, kann beruhigt werden. In einer markanten, hufähnlichen Schleife fließt die Werra an der Grenze zu Thüringen gemächlich auf den Ort Werleshausen zu. Besonders zur Kirschblüte Ende April/Anfang Mai ist dies ein lohnender Ausflug auf dem Wasser. Ein Meer weiß blühender Kirschbäume steht entlang des Flusses Spalier. Die reifen Früchte kann man ab Juni allerorts im Werratal genießen. Nirgends sonst ist die Kirsche in Form vielfältiger Produkte so präsent wie in Witzenhausen. Die Werra bietet auch für weniger geübte Wasserwanderer mit dem Kanu ungetrübte Freude und interessante Touren. Je nach Ausdauer und Wasserstand bieten sich Mehrtagestouren oder kurze Etappen an, die ebenfalls reizvoll sind. Wer eine Strecke mit dem Boot und zurück auf dem Werratalradweg entlang der Werra zurückradeln möchte, kann die Angebote per "Paddel und Pedale " unterwegs im Werratal" nutzen. Am Etappenziel angekommen, genießt man die regionalen Köstlichkeiten und fährt anschließend bequem mit dem Personentransfer der Bootsverleiher zurück zum Ausgangsort. Die Tourist-Informationen und Ausleihstationen halten Wasserwanderkarten bereit und beraten zu möglichen Routen. Hilfreich ist es, vor Fahrtantritt die aktuellen Bedingungen zu erfragen, da bei Niedrig- oder Hochwasser der Bootsausflug besser verschoben werden sollte.
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