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Drei verurteilte tibetische Schriftsteller aus Ngaba in ein Gefängnis für Zwangsarbeit verlegtIGFM München
Die drei Essayisten, die Ende des Jahres zu Gefängnisstrafen verurteilt wurden ( 1 ), verzichten darauf, gegen das Urteil Berufung einzulegen.Die drei wegen Aufhetzung zur Spaltung der Nation inhaftierten Schriftsteller sind nach ihrer Weigerung, gegen das Urteil Rechtsmittel einzulegen, in eine für Schwerarbeit berüchtigte Haftanstalt ...
Die drei Essayisten, die Ende des Jahres zu Gefängnisstrafen verurteilt wurden ( 1 ), verzichten darauf, gegen das Urteil Berufung einzulegen. Die drei wegen Aufhetzung zur Spaltung der Nation inhaftierten Schriftsteller sind nach ihrer Weigerung, gegen das Urteil Rechtsmittel einzulegen, in eine für Schwerarbeit berüchtigte Haftanstalt verlegt worden. Jangtse Donkho, Buddha und Kalsang Jinpa hatten nach dem Urteilsspruch am 30. Dezember durch das Mittlere Volksgericht von Ngaba zwei Wochen Zeit, Berufung einzulegen. Die drei Angeklagten wurden ohne die gesetzlich vorgeschriebene Verteidigung verurteilt. Der Richter, der in dem Fall zu urteilen hatte, sagte, er sei von höheren Instanzen angewiesen worden, die Schriftsteller hart zu bestrafen. Die drei wurden kürzlich aus dem Haftzentrum von Barkham in Ngaba in das Mianyang Gefängnis nach Sichuan transferiert, erfuhr RFA von einer dortigen Quelle. Dieser Gefängniskomplex befindet sich unweit von Chengdu, der Provinzhauptstadt von Sichuan. Sie wurden auch informiert, daß sie im April mit dem Training zur körperlichen Ertüchtigung beginnen müssen, ehe sie zur Zwangsarbeit eingesetzt werden. Alle drei waren sich einig, auf die Berufung zu verzichten. Sie sagten, daß eine Berufung sinnlos wäre, nachdem sie erleben mußten, wie unfair der Prozeß geführt wurde. Wir erfuhren auch, daß der Richter, der sie verurteilte, zugab, daß die Beamten vor Ort in ihren Fällen nichts tun konnten, weil sie ja bereits von höherer Stelle entschieden worden waren. Die drei Autoren wurden im Juni oder Juli 2010 festgenommen und wegen ihrer wuchtigen Essays angeklagt, die sie in der Zeitschrift Shar Dungri ( Östlicher Schneeberg ) über die blutig niedergeschlagenen Demonstrationen von 2008 geschrieben hatten ( 2 ). Alle beteuerten vor Gericht ihre Unschuld. Quellen zufolge erklärte der Richter, der bei der kurzen Gerichtsverhandlung den Vorsitz innehatte, ihre regierungskritischen Aufsätze in Shar Dungri seien der Hauptgrund für den Schuldspruch gewesen. Ein weiterer Grund sei die große Resonanz, die Shar Dungri bei jenen außerhalb Tibets erfahren habe, dem zweiten Schlachtfeld nach den Protestaktionen von 2008 in Tibet. Die Quelle fügte hinzu, einem der drei Autoren seien besondere Vergünstigungen angeboten worden, falls er die gegen ihn erhobenen Anklagen akzeptiere, aber er wollte nicht geködert werden und betonte, daß sein Kampf für das tibetische Volk sei und es ihm nicht um persönliche Vorteile gehe. Jangtse Donkho und Buddha bekamen vier Jahre Gefängnis, und Kalsang Jinpa drei Jahre. Viele Tibeter sind durch die chinesische Herrschaft, die ihre nationale Kultur ausgehöhlt und ihnen die Freiheit, ihre buddhistische Religion zu praktizieren, genommen hat, völlig zermürbt. ( 1 ) 30. Dezember 2010, Drei tibetische Schriftsteller aus Ngaba in einem Willkürverfahren verurteilt, http://www.igfm-muenchen.de/tibet/RFA/2010/BuddhaDonkhoKelsang_31.12.html ( 2 ) 5. November 2010, Drei früher verhaftete Schriftsteller aus Ngaba vor Gericht gestellt, http://www.igfm-muenchen.de/tibet/RFA/2010/TibetanWriters_5.11.html Quelle Radio Free Asia, www.rfa.org
Adelheid Dnges IGFM Packenreiterstr. 18 81247 Mnchen Telefon: 089/8113574 Fax: - Internet: http://www.igfm-muenchen.de EMail: tibet@igfm-muenchen.de
Jahresbericht 2010 des Tibetischen Zentrums für Menschenrechte und Demokratie: Die Menschenrechtssituation in Tibetigfm münchen
Das Tibetan Centre for Human Rights and Democracy ( TCHRD ) hat seinen Jahresbericht 2010 zur Menschenrechtssituation in Tibet veröffentlicht. Dieser neunzigseitige Bericht ( 1 ) dokumentiert Verstöße im Bereich der bürgerlichen und politischen Rechte, der Religionsfreiheit, des Rechts auf Bildung und des Rechts auf und politische ...
Das Tibetan Centre for Human Rights and Democracy ( TCHRD ) hat seinen Jahresbericht 2010 zur Menschenrechtssituation in Tibet veröffentlicht. Dieser neunzigseitige Bericht ( 1 ) dokumentiert Verstöße im Bereich der bürgerlichen und politischen Rechte, der Religionsfreiheit, des Rechts auf Bildung und des Rechts auf Lebensunterhalt. Bürgerliche und politische Freiheiten Auch 2010 war bei der Regierung der VR China keine Lockerung ihrer Politik zu erkennen. Am 30. Dezember 2010 waren 831 politische Gefangene in Tibet bekannt, von denen 360 rechtskräftig von einem Gericht verurteilt worden sind und zwölf eine lebenslange Haftstrafe verbüßen. Man weiß von 188 Tibetern, die im Laufe des Jahres festgenommen wurden und sich in Haft befinden; 71 von ihnen wurden bereits gerichtlich verurteilt. Das harte Vorgehen gegen Intellektuelle und Persönlichkeiten des kulturellen Lebens setzte sich auch dieses Jahr fort. Seit 2008 wurden über 60 tibetische Autoren, Blogger, Intellektuelle und Kulturschaffende verhaftet. Die Behörden hatten prominente Tibeter im Visier, die bis dahin als vorbildliche Persönlichkeiten galten. Am 23. August 2010 verkündete die chinesische Regierung Reformen in Bezug auf die Anwendung der Todesstrafe: Sie gilt nun nicht mehr für finanzielle Verbrechen. Obwohl diese Reform willkommen ist, wirkt sie sich in Tibet kaum aus. Seit dem Frühjahr 2008 wurden neun Tibeter zum Tode verurteilt, von denen zwei bereits exekutiert worden sind. Die übrigen sieben wurden zum Tode mit zweijährigem Aufschub verurteilt. 2010 wurden drei Tibeter, Sonam Tsering, Lama Lhaka und Sodor aus dem Kloster Kolu in Chamdo zum Tode mit zwei Jahren Aufschub verurteilt ( 2 ). Im Mai dieses Jahres gab China neue Verordnungen heraus, denen zufolge Beweise, die illegal durch Folter erzwungen wurden, in Fällen von drohender Todesstrafe und anderer strafrechtlicher Verfolgung nicht verwendet werden dürfen. China hat die Folter zwar theoretisch bereits 1996 verboten; unter Zwang erhaltene Beweise wurden jedoch trotzdem routinemäßig akzeptiert, denn die Definition illegaler Handlungen war so vage, dass die Polizei verschiedene Techniken einsetzte, um das Verbot zu umgehen. In Unruheregionen wie Tibet wird Folter in Haftanstalten und Gefängnissen regelmäßig praktiziert. Die Polizei greift auf unmenschliche Techniken und Foltermethoden zurück, um vor Gericht Beweise präsentieren zu können. Das Recht auf Bildung Im Laufe des Jahres kam es in Tibet bei mehreren Gelegenheiten zu Schüler- und Studentenprotesten, mit denen diese ihre Beschwerden und Sorgen in Bezug auf soziale und politische Fragen zum Ausdruck brachten. Im März und April 2010 war die Zahl von Verhaftungen und Ausschlüssen tibetischer Lehrer und Schüler aus Schulen und akademischen Institutionen Osttibets besonders hoch. Am 19. Oktober 2010 gingen Tausende tibetischer Schüler aus sechs verschiedenen Schulen im Bezirk Rebkong ( chin. Tongren ) der tibetischen autonomen Präfektur ( TAP ) Malho in Qinghai auf die Straße, um gegen die vorgesehenen Änderungen im Bildungssystem zu protestieren, die die tibetische Sprache ins Abseits drängen sollen. Die Proteste breiteten sich später auf andere Gebiete in Tibet und darüber hinaus aus, teilweise sogar auf so weit entfernte Institutionen wie die Universität für Nationale Minderheiten in Beijing. Dort protestierten am 22. Oktober 600 tibetische Studenten für den Schutz der tibetischen Sprache. Die Proteste entzündeten sich an einer Anordnung der Regierung von Qinghai, dass alle Unterrichtsstunden und Schulbücher an Grundschulen ab 2015 auf Chinesisch sein sollen; nur der Tibetisch- und Englischunterricht ist hiervon ausgenommen ( 3 ). Die Regierung argumentierte, der Vorschlag, Mandarin an Schulen zur Pflicht zu machen, werde die tibetischen Schüler den anderen Staatsangehörigen gleichstellen, ihnen Möglichkeiten im Wirtschaftsleben eröffnen und sie in die größere chinesische Gemeinschaft integrieren. Die Tibeter riefen dagegen dazu auf, die tibetische Sprache als Teil der tibetischen Identität und Grundlage ihrer Religion und Kultur zu bewahren, was an die umfassendere Frage der kulturellen und ethnischen Identität anknüpft. Leider betrachten die staatlichen Behörden es als staatsfeindlich, für kulturelle Einzigartigkeit einzutreten, auf seine Kultur stolz zu sein und sie zu fördern. Die bald in ganz Tibet umgesetzte Verwendung von Mandarin als obligatorische erste Sprache wird sich in drastischer Weise negativ auf das Leben der Tibeter auswirken. Das chinesische Gesetz sieht zwar den Schutz und die Förderung von Sprachen ethnischer Minderheiten vor, die Wirklichkeit ist jedoch anders. Im Licht der chinesischen Verfassung sowie des nationalen und internationalen Rechts hat der Staat der VR China die Verantwortung, die tibetische Sprache zu schützen. Die von der Provinzregierung Qinghais vorgeschlagene Änderung im Bildungssystem steht von Grund auf im Widerspruch zu allen Rechtsvorschriften. Religionsfreiheit Im Laufe des Jahres waren die jahrhundertealte Praxis des traditionellen tibetischen Buddhismus und die monastische Gemeinschaft einem weiteren Schlag der Kommunistischen Partei Chinas ( KPCh ) ausgesetzt. Im September 2010 erließ das Staatliche Amt für Religiöse Angelegenheiten ( SARA ) die Anordnung Nr. 8 Maßnahme für das Management tibetischer buddhistischer Klöster und Tempel. Die Verordnung mit 44 Artikeln, die am 1. November 2010 in Kraft trat, behindert die jahrhundertealten Praktiken des tibetischen Buddhismus, schränkt die Beziehungen zwischen Meister und Schüler ein und gibt den Behörden eine solide gesetzliche Grundlage in die Hand, um Klosterinstitutionen wie auch Mönche und Nonnen kontrollieren zu können. Diese Verordnung ist eine Verstärkung der rechtlichen Instrumente, die sich primär gegen den Einfluss des Dalai Lama und anderer führender Persönlichkeiten des Tibetischen Buddhismus richten, von denen die meisten im indischen Exil leben und dort ihre Religion lehren ( 4 ). Was als Steigerung der Kontrolle in den Klosterinstitutionen Tibets interpretiert werden könnte, ist die Tatsache, dass das United Front Work Department ( UFWD ) der KPCh vom 14. bis 15. August eine Konferenz über die demokratische Verwaltung der klösterlichen Institutionen abhielt. Sie fand in Shigatse statt und veranlasste die Leiter von Klosterinstitutionen und lokale UFWD-Leiter in der TAR wie auch tibetischer Gebiete in vier Provinzen, die Zügel in den religiösen Institutionen tibetischer Regionen fester anzuziehen. Während der Versammlung bemerkte der Leiter des UFWD, Du Qingli, dass die patriotische und die Rechtserziehung verstärkt werden sollen, um die Mönche und Nonnen dazu zu bringen, sich an die Gesetze des Landes zu halten und freiwillig die Einheit der Nation, der Nationalitäten und die soziale Stabilität zu schützen ( 5 ). Recht auf Lebensunterhalt In Beijings Diskurs über Tibet gab es schon immer zwei Schwerpunkte: Einerseits den der Entwicklung, andererseits den der Stabilität. Da über 80 Prozent der Tibeter in ländlichen Gebieten leben, sind der großen Mehrheit der ethnischen Tibeter auf dem Land die Vorteile der Westlichen Entwicklungsstrategie nicht zugänglich. Nur wenig von dem für die Entwicklung vorgesehenen Geld sickerte zu den ärmsten Teilen der Gesellschaft durch. China behauptet zwar, den ökonomischen Rechten seiner Bevölkerung Vorrang zu geben, setzte in Tibet jedoch keine an deren Rechten und Bedürfnissen orientierten Entwicklungsansätze um, was extreme Schwierigkeiten für das Leben der Nomaden und Bauern mit sich brachte. Nachdem der UN-Sonderberichterstatter über das Recht auf Nahrung, Olivier De Schutter, seinen Besuch vom 15. bis 23. Dezember in der VR China beendet hatte, erklärte er der Regierung in seinem Fazit über die Umsiedlung zahlreicher tibetischer Nomaden im Rahmen der politischen Richtlinie Tiere entfernen, damit Gras wachsen kann ( Tuimu Huancao ), man solle die Nomaden nicht zwingen, ihr Vieh zu verkaufen, und sie nicht zwangsweise umsiedeln ( 6 ). Zehn Jahre nach dem vierten Arbeitsforum zu Tibet wurde vom 18. bis 20. Januar 2010 das fünfte Arbeitsforum in Beijing abgehalten. Präsident Hu Jintao und über 300 hochrangige Partei-, Regierungs- und Militärführer nahmen an der Versammlung teil. Erstmals schloss das fünfte Arbeitsforum zu Tibet im Gegensatz zu den vorangegangenen vier Arbeitsforen alle tibetischen Gebiete mit ein, die zu den Provinzen Sichuan, Qinghai, Gansu und Yunnan gehören. In dem Forum wurde festgelegt, dass die Politik in allen tibetischen Gebieten der VR China jeweils den regionalen Bedürfnissen angepasst werden solle. Nach zehn Jahren der ambitionierten Westlichen Entwicklungsstrategie haben die Behörden offenbar erkannt, dass die Kluft zwischen Arm und Reich größer geworden ist; dementsprechend besteht Ungleichheit in Bezug auf die sozialen Einrichtungen und das Bildungsniveau der Menschen. Das Fünfte Arbeitsforum zu Tibet betonte, dass man sich auf die Verbesserung der Lebensgrundlagen der ländlichen Bevölkerung konzentriere. Im Gegensatz zu früheren Arbeitsforen gab es im fünften Forum keine Listen von Großprojekten, obwohl es sehr gut sein kann, dass dies nur deswegen der Fall war, weil die aufwendigen Projekte mit hohen Kosten im zwölften Fünfjahresplan für die Jahre 2011 bis 2016 bekannt gegeben werden. Im Jahr 2010 verloren Tausende bei dem Erdbeben in Kyegudo ( chin. Jiegu ) und bei der Erdrutsch-Katastrophe in Drugchu ihr Leben. Während anzuerkennen ist, dass die Regierung bei der Nothilfe für das vom Erdbeben erschütterte Kyegudo sehr gute Unterstützung leistete, hat der Staat jedoch unglücklicherweise dem Dalai Lama den Zugang zu dem Gebiet verwehrt obwohl dieser direkt darum bat, die Region besuchen zu dürfen, um Gebete zu sprechen und die trauernden Familien zu trösten. Der Regierung wäre allerdings seitens der Tibeter wie auch international viel Bewunderung gewiss gewesen, hätte sie die Politik einmal beiseite geschoben und zugelassen, dass menschliche Emotionen und Spiritualität eine Verbindung eingehen. Der Schlüssel, das Herz und den Geist des tibetischen Volkes zu gewinnen, liegt darin, sich mit dem Dalai Lama zu verbinden. Der Staat sollte eine mutige Vision haben, die Tibet-Frage durch den Dialog mit dem Dalai Lama zu lösen und so ein stabiles Umfeld gewährleisten, in dem das tibetische und chinesische Volk in Harmonie leben können. ( 1 ) Der vollständige Bericht im pdf-Format kann heruntergeladen werden unter http://www.tchrd.org/publications/annual_reports/2010/ar2010.pdf ( 2 ) 20. November 2010 Tibeter wegen Demonstrationen von 2008 zum Tode mit Aufschub verurteilt, http://www.igfm-muenchen.de/tibet/diir/2010/SonamTseringTodesurteil_20.11.html ( 3 ) 5. November 2010 Unfreiheit der Sprache: Chinesische Bildungspolitik für die tibetische Sprache tödlich, http://www.igfm-muenchen.de/tibet/TCHRD/2010/Tibetisch_bedroht_5.11.html ( 4 ) 11. Oktober 2010 Neue Bestimmungen für die Klöster in Tibet bezwecken, den Einfluss aus dem Ausland auszuschalten, http://www.igfm-muenchen.de/tibet/ctc/2010/NeueRegeln_27.11.html ( 5 ) 21. August 2010 Konferenzen auf hoher Ebene über die öffentliche Sicherheit und die Aktivitäten der Klöster in Tibet, http://www.igfm-muenchen.de/tibet/TCHRD/2010/PSB-Konferenz.html ( 6 ) 23. Dezember 2010 UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf angemessene Ernährung: Tibetische Nomaden sollten nicht zwangsangesiedelt werden, http://www.igfm-muenchen.de/tibet/ftc/2010/UN_Tib.Nomaden_23.12.html
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Wie ich Seine Heiligkeit den Dalai Lama traf ohne einen Reisepass Von der tibetischen Schriftstllerin WoeserIGFM München
High Peaks Pure Earth, www.HighPeaksPureEarth.com, übersetzte einen von Woeser verfassten Blogbeitrag, der ursprünglich zur Aussendung am 5. Januar 2011 auf Radio Free Asia erstellt worden war und am 10. Januar auf ihrem Blog veröffentlicht wurde.Wie einem Bericht auf der offiziellen Website des Dalai Lama zu entnehmen ist ( 1 ), nahm er ...
High Peaks Pure Earth, www.HighPeaksPureEarth.com, übersetzte einen von Woeser verfassten Blogbeitrag, der ursprünglich zur Aussendung am 5. Januar 2011 auf Radio Free Asia erstellt worden war und am 10. Januar auf ihrem Blog veröffentlicht wurde.
Wie einem Bericht auf der offiziellen Website des Dalai Lama zu entnehmen ist ( 1 ), nahm er am 4. Januar 2011 an einer Videokonferenz mit den chinesischen Menschenrechtsanwälten Jiang Tianyong und Teng Biao teil. Die von Woesers Ehemann Wang Lixiong organisierte Videokonferenz schloss an eine Reihe von Twitter-Gesprächen zwischen dem Dalai Lama und chinesischen Netizens an,die 2010 ebenfalls von Wang Lixiong in die Wege geleitet worden waren. Hier folgt Woesers Blogbeitrag: Vor sieben Jahren habe ich in meiner Essay-Sammlung Xīzàng Bǐjì ( Tibet-Aufzeichnungen ) über ein Gruppenfoto, auf dem ein Vater und sein Sohn abgebildet waren, die heimlich von Lhasa nach Dharamsala unterwegs waren, Folgendes geschrieben: Er, der Bescheidenheit und Liebenswürdigkeit auf beiden Seiten ausstrahlt, aber die Mitte umfasst, ist der berühmteste aller frommen Tibeter, der gütigste Mensch, der am meisten ersehnt wird der Dalai Lama. Wegen dieses Satzes und einiger Artikel, in denen ich die Wahrheit zur Sprache bringe, bezeichneten die lokalen Behörden meine Arbeit als Werk mit gravierenden politischen Irrtümern, das den 14. Dalai Lama und den 17. Karmapa preist und schwerwiegende falsche politische und religiöse Ansichten propagiert einige Essays enthalten bis zu einem gewissem Grad bereits politische Irrtümer. Danach wurde ich aus meiner Stellung entlassen. Das war der Zeitpunkt, als ich Lhasa verließ ( 2 ). Noch früher, schon vor 16 Jahren, hatte ich ein Gedicht verfasst, das zwischen den Zeilen eine Botschaft vermittelte ( 3 ): Auf dem Weg Halte ich eine Blume, nicht von dieser Welt. In Eile, bevor sie stirbt, suche ich in allen Richtungen, Damit ich sie einem alten Mann in tiefroter Robe schenken kann. Ein wunscherfüllendes Juwel, Ein aufblitzendes Lächeln: Sie knüpfen ein festes Band zwischen den Generationen. Später wandelte ich dieses Gedicht in einen Liedtext um, in dem ich offen sagte, der alte Mann in tiefroter Robe sei unser Yishin Norbu, unser Kundun, unser Gongsachog, unser Gyalwa Rinpoche alles respektvolle Benennungen des Dalai Lama. Ebenso wie viele andere Tibeter hegte ich die Hoffnung, Seine Heiligkeit einmal sehen, seinen Lehren ehrerbietig zuhören zu können, eine Audienz zu erhalten all das war mein innigster Wunsch. Schon von klein auf hatte ich mich danach gesehnt, dass dieser Augenblick wahr werden möge. Doch wie zahlreiche Tibeter, erhalte auch ich keinen Pass. Es ist nahezu unvorstellbar, dass dieses Regime, das uns kontrolliert, uns jemals einen Pass genehmigen wird, obwohl dies eigentlich das Grundrecht eines jeden Bürgers sein sollte. Letztes Jahr wurden in Lhasa allen, die über sechzig Jahre alt waren, Pässe ausgestellt, wenn auch nur für den Zeitraum einer Woche. Als Folge drängten sich im zuständigen Passbüro grauhaarige, humpelnde alte Menschen. Es war klar, dass sie sich alle auf den Weg in die Ausläufer des Himalaya machen wollten, um Verwandte zu besuchen, dem heiligen Land des Buddhismus Tribut zu zollen und sich jenen Traum zu erfüllen, von dem niemand spricht, den aber alle kennen. Ich habe den traurigen Verdacht, dass ich noch bis zu meinem sechzigsten Lebensjahr warten muss, bis ich einen Reisepass in die Hände bekomme. Doch das Internet gab meinem Ich ohne Pass einen Ausweis zum Reisen. Im neuen Jahr half es mir, meinen Traum wahr werden zu lassen. Durch das Internet begegnete ich wie in einem Traum, doch sehr lebendig und real, dem Dalai Lama! Alles begann mit einer Videokonferenz im Cyberspace. Am 4. Januar 2011 nahm Seine Heiligkeit in Dharamsala an einer Videokonferenz mit den beiden Menschenrechtsanwälten Teng Biao und Jiang Tianyong sowie dem Autor Wang Lixiong teil. Und ich ich stand hinter Wang Lixiong und verfolgte aufmerksam jedes Wort. Als der Dalai Lama auf dem Bildschirm erschien, konnte ich es kaum fassen Tränen strömten mir über das Gesicht. Es war ohne Frage ein riesengroßes Wunder, das es mithilfe der technischen Revolution möglich machte, geographische Entfernungen ebenso wie von Menschenhand geschaffene Barrieren zu überwinden und eine Brücke zu errichten, über die der Dalai Lama mit chinesischen Intellektuellen kommunizieren konnte. Ich hörte, wie der Dalai Lama zu den drei han-chinesischen Intellektuellen sagte: Es ist genauso, als säßen wir zusammen, wir können nur nicht gegenseitig unseren Atem wahrnehmen. Am Ende des siebzig Minuten langen Gesprächs fragte Seine Heiligkeit mit besorgter Stimme: Können Sie mich alle deutlich sehen? Als alle drei bejahten, wies er fröhlich auf seine Augenbrauen und lachte: Dann haben Sie wohl auch meine grauen Augenbrauen gesehen? Ich weinte und weinte. Als ich mich, wie Tibeter es tun, dreimal niederwarf und leise einige Gebete rezitierte, mit einer Khata in der Hand vor dem Computer kniend und blind vor Tränen, sah ich, wie Seine Heiligkeit beide Hände ausstreckte, als wolle er die Khata entgegennehmen und mich segnen. Es ist unmöglich, meine Gefühle in diesem Augenblick mit Worten zu beschreiben ich habe wirklich solch ein Glück! In Tibet geraten manche schon allein deswegen in Schwierigkeiten, weil sie ein Foto des Dalai Lama besitzen. Menschen aus ganz China haben Seine Heiligkeit getroffen, ohne in irgendeiner Weise ihre Freiheit einzubüßen. Da wir alle Bürger dieses Landes sind, sollten auch Tibeter nicht dafür bestraft werden, dass sie eine Audienz bei Seiner Heiligkeit hatten. Mein Gesicht auf dem Bildschirm vor sich, wies der Dalai Lama mich ernst und beharrlich an: Geben Sie nicht auf, machen Sie weiter, es ist sehr wichtig, dass han-chinesische Intellektuelle und wir Tibeter uns gegenseitig stets über die wirkliche Situation informieren; dass wir miteinander reden und uns verstehen. Das müssen Sie sich zu Herzen nehmen. Während der letzten sechzig Jahre waren der Mut und das Vertrauen der Tibeter, die in China leben, unerschütterlich wie ein Fels. Die internationale Gemeinschaft verfolgt sehr aufmerksam die Situation in Tibet, wie sie wirklich ist. Menschen auf der ganzen Welt erkennen, dass Tibet auf der Seite der Wahrheit ist. Chinesische Intellektuelle sind sich dessen zunehmend bewusst, betrachten es aus einem breiteren Blickwinkel. Das große, mächtige China durchläuft einen Wandlungsprozess. Sie müssen also zuversichtlich bleiben und noch härter arbeiten, verstehen Sie? Da hatte ich mich schon beruhigt und bewahrte die Worte Seiner Heiligkeit in meinem Herzen. Beijing, 5. Januar 2011 ( 1 ) http://dalailama.com/news/post/641-transcript-of-video-conference-with-his-holiness-the-dalai-lama-and-chinese-activists ( 2 ) HRU Oktober 2004/4, Tibetische Autorin wegen positiver Erwähnung des Dalai Lama verfolgt, http://www.igfm-muenchen.de/tibet/HRU/2004/HRU-2004-10.html ( 3 ) High Peaks Pure Earth verwendet die Übersetzung von Woesers Gedicht On the Road von Ragged Banner. Es wurde in ihrem Buch Tibets True Heart veröffentlicht, und sie zitiert es in ihrem Artikel ( s. unten ). Das Gedicht schrieb sie im Mai 1995 in Lhasa. Die vollständige Version ist in englischer Sprache unter dem Link http://www.raggedbanner.com/pOTR.html nachzulesen ( chin. Original s. unter http://www.raggedbanner.com/cOTR.html ).
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Zwei ehemalige tibetische politische Gefangene an den Folgen langjähriger Mißhandlung gestorbenIGFM München
Zwei tibetische Mönche aus dem Bezirk Meldro Gungkar, TAR, starben nach ihrer Entlassung aus einem chinesischen Gefängnis. Nach wiederholten Folterungen, Schlägen und Erniedrigungen durch die chinesischen Gefängnisaufseher wurde ihr physischer Zustand immer schlechter.Thubten Legtsok wurde 1989 bei einer friedlichen Demonstration in ...
Zwei tibetische Mönche aus dem Bezirk Meldro Gungkar, TAR, starben nach ihrer Entlassung aus einem chinesischen Gefängnis. Nach wiederholten Folterungen, Schlägen und Erniedrigungen durch die chinesischen Gefängnisaufseher wurde ihr physischer Zustand immer schlechter. Thubten Legtsok wurde 1989 bei einer friedlichen Demonstration in Lhasa verhaftet. Damals kamen bekanntlich Hunderte von Tibetern ums Leben und Tausende wurden festgenommen. Laut der erst jetzt aus Tibet zu uns durchgedrungenen Information starb Thubten Legtsok, ein Mönch aus dem Kloster Daklha Lhuguk unweit von Lhasa, Anfang vergangenen Jahres an den Spätfolgen der brutalen Folterungen, denen er ihn der Haft unterzogen worden war. 1989 marschierten mehrere Mönche des Klosters Daklha Lhuguk friedlich zum Barkhor ins Zentrum der Stadt. Thubten Legtsok ging mit einigen andern zum Tuklakhang Tempel. Er rief Parolen für die Freiheit Tibets, verteilte Flugschriften und hielt die verbotene tibetische Nationalflagge am Barkhor in die Höhe. Drei Tage lang konnten die Mönche ihre Protestaktion fortsetzen, bis sie alle verhaftet wurden. Unserer Quelle zufolge prügelten sie Thubten Legtsok in einem geheimen Gefängnis fast zu Tode. Die chinesischen Beamten unterzogen ihn verschärften Verhören und fragten ihn über seine politische Betätigung aus. Sie schlugen ihn, bis er Blut spuckte. Seine Gesundheit war zerstört, auch nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis erholte er sich nicht mehr. Ein weiterer tibetischer Mönch, Dorjee Tsering, starb im November letzten Jahres, nachdem er von den Gefängnisaufsehern brutal gefoltert worden war. Er wurde festgenommen, als er zusammen mit anderen Tibetern 1994 in Lhasa eine Protestaktion durchführen wollte. Tsering bekam vier Jahre Gefängnis. Nach seiner Entlassung wurde er aus seinem Kloster Katsang in Meldro Gungkar ausgestoßen und litt seitdem unter schlimmen gesundheitlichen Problemen. In dem Bericht aus Tibet heißt es weiter, daß die Behörden selbst friedliche Demonstrationen mit Festnahme und Gefängnis ahnden, begleitet von schweren Mißhandlungen - in Verletzung internationaler Menschenrechtsnormen. Unendlich an der Zahl sind die Berichte über brutale Schläge bei der Festnahme, Folter und Beschimpfungen in den Haftanstalten, über grausame Mißhandlung der Verurteilten in den Gefängnissen. Allein seit März 2008 , als das chinesische Militär in allen Teilen Tibets extreme Gewalt einsetzte, kamen über 224 Tibeter ums Leben, erlitten 1.294 schwere Verletzungen, wurden 290 zu Gefängnisstrafen verurteilt, über 5.600 festgenommen und mehr als eintausend Personen verschwanden spurlos. Quelle: The Tibet Post International, www.tibetpost.net/
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"Pemakoe, das letzte Paradies auf Erden, verschwindet"igfm München
Strassenanbindung des letzten per Auto noch nicht zugänglichen Bezirks Metok in Tibet1818 gründeten die Briten den Great Trigonometrical Survey, die Vorläuferorgansation des Survey of India ( der ältesten Abteilung der indischen Regierung: http://dst.gov.in/scientific_services/survey.htm ). Sie dachten, der beste Weg zur Eroberung ...
Strassenanbindung des letzten per Auto noch nicht zugänglichen Bezirks Metok in Tibet 1818 gründeten die Briten den Great Trigonometrical Survey, die Vorläuferorgansation des Survey of India ( der ältesten Abteilung der indischen Regierung: http://dst.gov.in/scientific_services/survey.htm ). Sie dachten, der beste Weg zur Eroberung des Subkontinents sei, ihn und das, was jenseits von ihm liegt, zu vermessen. Sie setzten ihre besten Landvermesser ein. George Everest, nach dem später der höchste Gipfel des Planeten benannt wurde, war einer von ihnen. Eines der Hauptziele der Vermessung war, eine bessere geographische Vorstellung von den entlegenen Himalaya-Regionen, besonders von Tibet, zu gewinnen. Die erfinderischen Engländer setzten Einheimische ( die sie pundits nannten ) ein, um das Dach der Welt zu vermessen ( und auszuspionieren ). Einer dieser pundits war der aus Sikkim gebürtige Kintup, alias KP. Er wurde mit einer besonderen Mission nach Tibet geschickt: Den Verlauf des Yarlung Tsangpo zu erforschen. Floß der mächtige südostwärts verlaufende Fluß wie der Mekong nach Burma oder floß er nach Indien. Nach mehreren abenteuerlichen Jahren ( ein paar Monate arbeitete er als Sklave in einem entlegenen Dorf in Südtibet ) fand der des Lesens und Schreibens unkundige KP heraus, dass der Yarlung Tsangpo und der Brahmaputra ein und derselbe Fluß sind. Eine Strecke von etwa 120 Meilen des Flusslaufes, über welche der Brahmaputra von einer Höhe von 12.000 Fuß auf 3.000 Fuß abfällt, konnte er jedoch nicht auskundschaften. KP versuchte, dem Fluß stromabwärts zu folgen, aber kam nur bis zu einer Pemakoe genannten Gegend, die 40 Meilen nördlich des britischen Territoriums in Assam ( dem heutigen Arunachal Pradesh ) liegt. KP versuchte dann, markierte Baumstämme den Fluß hinunterzuschicken, weil er sehen wollte, ob sie Assam erreichten. Unglücklicherweise konnte er seine Botschaft nicht nach Britisch-Indien vermitteln, und als er 1884 ( nach vier Jahren Wanderung über Gebirgspfade ) nach Assam zurückkehrte, glaubte ihm keiner seine Geschichte. Erst einige Jahre später fand das Vermessungsamt einige Baumstämme in Bengalen, und das machte KP berühmt. Am Vorabend des Besuchs des chinesischen Premier Wen Jiabao in Indien trumpften mehrere offizielle chinesische Websites mit der Nachricht auf, dass diese Gegend, die auch als Metok ( chin. Motuo ) bekannt ist, letztendlich geöffnet wurde. Das chinesische Fernsehen verkündete stolz: Motuo Traum des Anschlusses an die Außenwelt wird wahr. Ein CCTV-Reporter präzisierte: Motuo ist der einzige Bezirk unseres Landes, der noch nicht per Auto zugänglich ist. Der Bezirk befindet sich im Südosten der TAR. Wegen der harten natürlichen Gegebenheiten galt der Bau einer Straße dorthin früher als ein Traum. Jedoch soll in einer Woche der größte Tunnel fertig gestellt werden. Für den Motuo-Highway wird dann ein Traum wahr werden. Warum kam diese Nachricht, die ernste strategische Implikationen für Indien hat, und die Schlagzeilen in China machte, erst einen Tag vor Wens Ankunft in Delhi heraus? Das erinnert mich an AB Vajpayees Besuch in China im Februar 1979. Er war der erste indische Staatsmann, der Peking seit dem Krieg von 1962 besuchte. Mitten während seines Besuchs griff China Vietnam an. Bei seiner Rückkehr informierte der zukünftige Premierminister das Parlament: Als diese ernste Entwicklung durch Berichte bestätigt wurde, strich ich sofort den Rest meines Programms in China. Oder wieder während des Besuchs des indischen Präsidenten Venkataraman im Mai 1992: Der Besuch wurde überschattet von Pekings Beschluß, einen 420 Kilotonnen Nukleartest in einem vertikalen unterirdischen Schacht durchzuführen. Er soll einer der heftigsten seit Jahren gewesen sein. Warum hört Peking mit dieser Taktik nicht endlich auf? Ehe er nach Islamabad aufbrach, sprach der gute Wen mit indischen Journalisten. Er sagte ihnen: Ich weiß, dass es über 500 Zeitungen in Indien gibt, und dass das indische System auf Pressefreiheit beruht. Aber gleichzeitig glaube ich, dass die Medien eine größere Rolle bei der Förderung der Freundschaft zwischen unseren beiden Ländern spielen sollten. Verhilft jedoch eine laut hinausposaunte Ankündigung, dass die PLA bis in die entlegensten Winkel an der tibetisch-indischen Grenze vorgedrungen ist, dazu, die Freundschaft zu fördern? Oder war es nur eine Botschaft an Delhi, dass Peking im Falle eines Konflikts bereit ist? Xinhua berichtete: Der Bau eines Tunnels für eine Straße, die Tibets Bezirk Metok ( in späteren Verlautbarungen wurde der tibetische Name verwendet ) mit der Außenwelt verbindet, war vollendet, als das Gestein im letzten Abschnitt weggesprengt wurde. Die Mannschaft kündigte den Erfolg der Sprengung an, für die über 152 kg Sprengstoff eingesetzt wurden, und die Arbeiter trafen sich von beiden Seiten. Die Bauarbeiter brauchten über zwei Jahre, um den 3.310 km langen Galongla Tunnel, der in einer Höhe von 3.750 m verläuft, fertigzustellen. Er bildet einen Teil einer Fernstraße, die den Bezirk Metok mit der Außenwelt verbinden soll und die 2010 vollendet sind wird. Es mag schon stimmen, dass Metok der letzte Bezirk ohne eine Straßenanbindung in China war, aber wer würde glauben, dass all dieser Aufwand lediglich für eine winzige Bevölkerung von 11.000 Menschen getrieben wurde? Die 117 km lange Metok-Fernstraße wird die indische Grenze mit der Staatsstraße 318 verbinden, die in Shanghai beginnt und durch die Provinzen Zhejiang, Anhui, Hubai, Chongqing und Sichuan verlaufend über Lithang, Batang, Markham und Bomi Osttibet erreicht, dann nach Lhasa weiterführt und an der Grenze zu Nepal ( Zhangmu ) endet. Die neue Straße wird bei Bomi auf diese strategische Achse stoßen. Xinhua versicherte, dass der neue Tunnel die Fahrzeit dramatisch verkürzt, weil die Fahrt durch den Tunnel nur eine halbe Stunde dauern wird, wobei 90 km Straße zwischen dem Ende des Tunnels und dem Bezirk Metok, Präfektur Nyingchi, noch zu bauen sind. Die Stadt Nyingchi, die 200 km von Bomi entfernt liegt, wird bereits durch einen der größten Flugplätze in Tibet bedient. Er kann jährlich Hunderttausende von Touristen bewältigen, die von den Schluchten des Brahmaputra angezogen werden. Sogar noch bedenklicher: Ingenieure, die für das Projekt der Ableitung des Wassers des Yarlung Tsangpo nordwärts über Hunderte von Kilometern gebirgigen Geländes nach den nordwestlichen Provinzen Xinjiang und Gansu tätig waren, planten das Hauptwasserkraftwerk in der Gegend von Metok ( 1 ). Sie wussten, dass die Schluchten des Brahmaputra eines der höchsten Potentiale an Wasserkraft in der Welt bergen. Für Südasien und insbesondere für Indien sind die Kolossalität des Entwurfs und seine Nähe zu der indischen Grenze nicht zu leugnen. Es wird natürlich eine politische Entscheidung sein, aber die neue Straße macht sie nun praktisch denkbar. Für die Tibeter ist die Region eine der ursprünglichsten ihres Landes. Sie betrachten die Gegend um die große Flußbiegung des Brahmaputra als die Wohnstätte der Göttin Dorjee Pagmo, der Schutzgottheit Tibets. Viele glauben, dass Pemakoe ein heiliges Reich ist, das oft in ihren Schriften erwähnt wird: Das letzte verborgene Shangrila. Es heißt auch, dass der große trantrische Meister aus Indien Padmasambhava den Ort im 8. Jahrhundert besuchte und die dortigen Geister zähmte und ihnen auftrug, die spirituellen Schriften für zukünftige Generationen zu bewahren Diese Region empfängt im Unterschied zu anderen Teilen Tibets eine Menge Regen, und um die große Flußbiegung findet man die seltensten Pflanzen- und Tierarten. Obwohl noch nicht voll dokumentiert, räumt der chinesische Staat ein, dass die Gegend über 60% der biologischen Ressourcen des tibetischen Hochlands beherbergt. Es mag für China die Erfüllung eines Traumes sein, für Indien ist es ein Albtraum. Vor einigen Jahren, als Xi Jinping Parteisekretär der Provinz Zhejiang an der Ostküste Chinas war, erklärte er: Wir müssen Maos strategisches Konzept der Einheit von Soldaten und dem Volk umsetzen, daher sollten sowohl die Armee als auch die regionalen Zivilbehörden emsig alle Ressourcen koordinieren und bereithalten im Vorbereitung auf einen militärischen Kampf gegen Chinas Feinde. Es besteht kein Zweifel, daß die neue Straße noch ganz anderen als den offiziell vorgegebenen Zwecken dient ( 2 ). ( 1 ) Lesenswert ist die ausführliche und fundierte Recherche von Gabriel Lafitte, dem Entwicklungsexperten und Ökologieberater der tibetischen Regierung im Exil, über die im 12. Fünfjahresplan Chinas 2011-2015 geplanten Megastaudämme in Tibet und Hintergrundinformationen hierzu, die bei Phayul in der Rubrik Opinions unter dem Titel DAMMING TIBET TO SAVE CHINA: HYDROPOWERS COMING GOLDEN DECADE erschien: http://www.flexform.de/tkqoxcgc ( 2 ) 31. Dezember 2010 The End of Shangrila von Claude Arpi, http://www.indiandefencereview.com/geopolitics/The-end-of-Shangrila.html Quelle: Phayul, www.phayul.com, Artikel von Claude Arpi
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Vier Tibeter wegen versuchter Flucht nach Indien zu Haftstrafen verurteiltigfm münchen
Ein chinesisches Gericht in Lhasa verurteilte unter der Anklage separatistischen Verhaltens und der versuchten Flucht nach Indien vier Tibeter zu verschieden langen Haftstrafen.Das Mittlere Volksgericht von Lhasa sprach am 22. Dezember 2010 das Urteil über die vier Tibeter Tsewang, 23, aus dem Kreis Nyemo, Lobsang Dhondor aus dem Kreis Damshung, ...
Ein chinesisches Gericht in Lhasa verurteilte unter der Anklage separatistischen Verhaltens und der versuchten Flucht nach Indien vier Tibeter zu verschieden langen Haftstrafen. Das Mittlere Volksgericht von Lhasa sprach am 22. Dezember 2010 das Urteil über die vier Tibeter Tsewang, 23, aus dem Kreis Nyemo, Lobsang Dhondor aus dem Kreis Damshung, Wangdak Nyima, 40, aus dem Kreis Damshung, und Dhondup Dorjee aus Lhasa. Sie wurden auf ihrem Weg nach Indien zum Sitz des Dalai Lama festgenommen. Tsewang und Lobsang Dhondor bekamen jeweils zwei Jahre Gefängnis, Wangdak Nyima drei Jahre und Dhondup Dorjee vier Jahre. Erst kürzlich, im Oktober 2010, wurde der 30jährige Chime Tashi aus dem Bezirk Driru inhaftiert, weil er aus Tibet fliehen wollte, und daraufhin zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt ( 1 ). Hunderte von Tibetern riskieren jedes Jahr ihr Leben, indem sie die gefährliche Reise über die Berge antreten. Nepal, in dem es keine Asylgesetzgebung gibt, hat seit kurzem die Überwachung seiner Grenze auf den Druck Chinas hin empfindlich verschärft, so daß den Tibetern die Flucht kaum mehr möglich ist. Im Juni 2010 lieferte Nepal drei tibetische Flüchtlinge an die chinesischen Behörden aus, worüber sich die Vereinten Nationen besorgt äußerten ( 2 ). In der Vergangenheit entkamen jedes Jahr zwischen zweieinhalb und dreitausend Tibeter über Nepal nach Indien. Seit 2008 ist diese Zahl dramatisch gesunken. ( 1 ) 3. Januar 2011, "Tibeter wegen Pilgerfahrt nach Indien zu zwei Jahren Haft verurteilt" http://www.igfm-muenchen.de/tibet/Phayul/2011/ChimeDriru_JigmeGyatso_3.1..html 28. Juli 2010, "UN besorgt über Nepals Zurückführung dreier tibetischer Flüchtlinge", http://www.flexform.de/tuumlcgb Quelle: Phayul, www.phayul.com
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Tibetischer Mönch und Schriftsteller aus Kham in Lhasa verhaftetIGFM
Nach Auskunft des Abgeordneten des tibetischen Exilparlaments Geshe Monlam Tharchin nahm die chinesische Polizei am 29. Dezember 2010 einen tibetischen Schriftsteller in Lhasa fest.Der aus Chakra Palbar, unweit von Chamdo, in der ehemaligen Provinz Kham gebürtige Tenpa Lodoe, der unter dem Pseudonym Khang ga Khyampo schrieb, wurde von den des in ...
Nach Auskunft des Abgeordneten des tibetischen Exilparlaments Geshe Monlam Tharchin nahm die chinesische Polizei am 29. Dezember 2010 einen tibetischen Schriftsteller in Lhasa fest. Der aus Chakra Palbar, unweit von Chamdo, in der ehemaligen Provinz Kham gebürtige Tenpa Lodoe, der unter dem Pseudonym Khang ga Khyampo schrieb, wurde von den Mitarbeitern des Public Security Bureau in Lhasa zusammen mit einem Freund festgenommen. Den Freund ließen sie jedoch noch am selben Tag wieder frei. Lodoe erwarb sein Wissen in buddhistischer Philosophie im Kloster Palyul Ngagyur Densa Chenmo, dem Hauptkloster der Nyingmapa-Schulrichtung. Er gab ein Journal namens Vorwärtsschreiten ( Duenkyoed ) heraus und war ein angesehenes Mitglied der Kulturgesellschaft des Bezirks Palbar ( Lobkul tsokpa ). Zusammen mit anderen Mönchen gründete er eine Gruppe namens Der Zustand des Schneebergs ( Khangrii nesbab tsokpa ). Tenpa Lodoe tat sich mit dem ehrwürdigen Goyon, dem Herausgeber der Zeitschrift Seele der antiken Könige ( Purgyal kyi namshey ) zusammen und organisierte mehrere Konferenzen und Diskussionsforen an verschiedenen Orten Tibets. Am 24. Januar 2010 fand eine Schriftstellerkonferenz unter dem Motto Auf der Suche nach intellektuellen Eigentumsrechten ( Tsomrig gyi dakwang tsolwa ) in Chengdu, der Hauptstadt der Provinz Sichuan, statt. Sein Freund Goyon, ein bekannter tibetischer Autor, wurde am 5. Juni 2010 festgenommen und einem harschen Verhör unterzogen. Die Peiniger wollten genaue Informationen über seine derzeitige Arbeit und eventuelle politische Inhalte aus ihm herauspressen. Sie schlugen ihn fortwährend und setzten ihm ihre geladenen Pistolen auf die Stirn. Als er schließlich aus der Haft entlassen wurde, war er in einem üblen Zustand ( 1 ). Zuletzt veranstaltete Lodoe am 20. Dezember 2010 im Tashi Delek Hotel in Palyul ein Diskussionsforum Über die Lage Tibets ( Khangrii nesbab lengwa ). Lodoe ist auch Autor zweier Bücher Meine Reise ins Ausland ( Nga miyul dodhue ) und Blick unter dem Mönchsgewand hervor ( Szen og ghi chimig ). Vor kurzem informierte er einen Freund per Telefon, daß die chinesischen Behörden seine Aktivitäten genau überwachten. Gegenwärtig wird er in einem Gefängnis in Lhasa festgehalten, weitere Einzelheiten wurden nicht bekannt. Die Behörden in seiner Heimatstadt beschlagnahmten seinen Laptop, seine buddhistischen Schriften und Druckstöcke. Lodoe hatte nämlich vor kurzem eine kleine Druckerei in seiner Heimat gestartet, fügte Geshe Tharchin hinzu. Seine Angehörigen und Freunde machten sich große Sorgen wegen seiner Verhaftung, denn sie wissen nicht, wo er genau festgehalten wird. ( 1 ) 6. Juni 2010, Zwei tibetische Schriftsteller von chinesischer Polizei grausam mißhandelt, http://www.igfm-muenchen.de/tibet/ctc/2010/GoyonThuptenGedun_9.6.html Quelle: Phayul, www.phayul.com
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Leben eines tibetischen politischen Gefangenen in GefahrIGFM München
Der politische Gefangene Jigme Gyatso, ein ehemaliger buddhistischer Mönch, der im Gefängnis Chushul nahe Lhasa eine Haftstrafe von 18 Jahren verbüßt, ist als Folge extremer Folterung in einem bedenklichen Gesundheitszustand, wie die Tibetische Zentralverwaltung in Dharamsala vor kurzem erfuhr.1996 klagte das Mittlere Volksgericht ...
Der politische Gefangene Jigme Gyatso, ein ehemaliger buddhistischer Mönch, der im Gefängnis Chushul nahe Lhasa eine Haftstrafe von 18 Jahren verbüßt, ist als Folge extremer Folterung in einem bedenklichen Gesundheitszustand, wie die Tibetische Zentralverwaltung in Dharamsala vor kurzem erfuhr. 1996 klagte das Mittlere Volksgericht von Lhasa Jigme Gyatso und einige Einwohner von Lhasa wegen konterrevolutionärer Aktivitäten an. Jigme Gyatso wurde in der Folge zu einer 15jährigen Haftstrafe verurteilt, die er im Drapchi Gefängnis zu verbüßen hatte, wo er Zwangsarbeit leisten mußte ( 1 ). Im Gefängnis rief Jigme Parolen für ein langes Leben des Dalai Lama, was ihm eine zweijährige Verlängerung seiner Haftstrafe einbrachte. Trotzdem blieb er seiner Überzeugung treu, wofür er schwer gefoltert und geschlagen wurde. Er wurde zusehends schwächer ( 2 ). Auch nachdem er vom Gefängnis Drapchi nach Chushul verlegt wurde, gingen die heftigen Schläge weiter. Sein gesundheitlicher Zustand hat sich dermaßen verschlechtert, daß man nun befürchtet, er wird nicht mehr lange überleben. Er wurde von anderen Gefangenen isoliert, und in letzter Zeit wurde ihm dreimal das Recht auf den Besuch seiner Angehörigen verweigert. Am 27. November 2005 traf ihn der damalige UN-Sonderberichterstatter für Folter Dr. Manfred Nowak anläßlich eines offiziellen Besuchs im Gefängnis Chushur. Dr. Nowak forderte daraufhin die Freilassung des Häftlings: Da er wegen eines politischen Delikts, vermutlich auf der Basis von durch Folter erzwungenen Aussagen verurteilt wurde, appelliert der Sonderberichterstatter an die chinesische Regierung, ihn zu entlassen ( 3 ). Jigme Gyatso wurde 1961 in Sangchu in Amdo geboren. Bis zu seiner Verhaftung wohnte er in Lhasa, seine Mutter starb zwei Jahre, nachdem er festgenommen wurde. Jigme war einer der ersten Tibeter, die sich in Sangchu, Labrang, TAP Kanlho, Provinz Gansu, für die gerechte Sache Tibets einsetzten. Als er in Lhasa wohnte, tat er sich mit anderen tibetischen Freunden zusammen und engagierte sich für eine Reihe von Tibet-Aktivitäten. Obwohl sie durch die kontinuierlichen Schläge in chinesischer Gefangenschaft körperlich sehr geschwächt sind, bewahrten viele Tibeter wie Jigme ihre geistige Stärke, ihren Mut und ihre Entschlossenheit, trotz der Repression nicht nachzugeben. ( 1 ) Human Rights Update, Februar 1999 ( 9 ) 15 Jahre Urteil wegen Ausübung der Menschenrechte, http://www.igfm-muenchen.de/tibet/HRU/1999/HRU-1999-02.html ( 2 ) 20. April 2009 Das TCHRD fordert die Freilassung des schwerkranken Jigme Gyatso, http://www.igfm-muenchen.de/tibet/TCHRD/2009/JigmeGyatso_totkrank_20.4.html ( 3 ) 26. März 2006, Seltener Augenzeugenbericht: Der UN-Sonderberichterstatter für Folter verurteilt die Mißhandlung von tibetischen Gefangenen, http://www.igfm-muenchen.de/tibet/ICT/2006/ManfredNowak.htm Quelle: Department of Information and International Relations, www.tibet.net
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Tibeter wegen Pilgerfahrt nach Indien zu zwei Jahren Haft verurteiltIGFM München
Ein Tibeter aus dem Bezirk Driru in der Präfektur Nagchu, TAR, wurde zu zwei Jahren Lagerhaft verurteilt, wie der Sender Voice of Tibet, Oslo, mitteilte.Chime Tashi, 29, wurde am 3. Oktober bei sich zu Hause verhaftet. Der genaue Grund für die Festnahme ist nicht bekannt, es wird aber angenommen, daß seine Pilgerreise nach Indien 2008, ...
Ein Tibeter aus dem Bezirk Driru in der Präfektur Nagchu, TAR, wurde zu zwei Jahren Lagerhaft verurteilt, wie der Sender Voice of Tibet, Oslo, mitteilte. Chime Tashi, 29, wurde am 3. Oktober bei sich zu Hause verhaftet. Der genaue Grund für die Festnahme ist nicht bekannt, es wird aber angenommen, daß seine Pilgerreise nach Indien 2008, während derer er an Belehrungen des Dalai Lama teilnahm, zu seiner Festnahme geführt hat. Chime gehörte zu einer Gruppe von Tibetern, die 2005 verhaftet wurden, als sie versuchten über Nepal nach Indien zu fliehen. Alle 51 Personen dieser Gruppe wurden in Solukhumbhu, der nepalesischen Grenzregion zu Tibet, festgenommen und dann vier Monate lang in Haftanstalten in Dhingri und Shigatse eingesperrt, wo sie harte Arbeit leisten mußten. Danach wurden sie dem jeweiligen, für ihren Heimatort zuständigen Public Security Bureau überstellt. Die 30 Tibeter aus Driru mußten dem Public Security Bureau des Bezirks 4000 Yuan pro Person Lösegeld zahlen. Dieses versprach ihnen, die Kaution nach fünf Jahren zurückzugeben, vorausgesetzt, sie ließen sich in dieser Zeit keine illegalen Tätigkeiten mehr zu Schulden kommen. Chime jedoch ging 2008 erneut zu religiösen Zwecken nach Indien. In Bodhgaya und Varanasi empfing er Lehren und Initiationen vom Dalai Lama, von dem die chinesische Regierung behauptet, er sei ein Separatist. Unklar ist, ob Chime auf dieser Reise im Besitz der erforderlichen chinesischen Reisedokumente war oder ob er ohne Erlaubnis und illegal reiste. Nach dem Besuch in Indien kehrte er nach Tibet zurück. Derzeit wird er in einer Hafteinrichtung in Toelung in der Nähe von Lhasa festgehalten, was darauf schließen läßt, daß es sich bei ihm um eine Administrativstrafe und keine gerichtliche Verurteilung handelt. Quelle: Phayul, www.phayul.comPhayul, www.phayul.com
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Wikileaks: China bezahlt Nepal für die Festnahme tibetischer FlüchtlingeIGFM München
China setzt die nepalesische Regierung auf vielfältige Weise unter Druck, gegen Peking gerichtete Proteste der Tibeter auf ihrem Staatsgebiet zu unterbinden. Am 2. Januar wurden wieder sechs Flüchtlinge festgenommen.Wie aus einer geheimen, von Wikileaks veröffentlichten US-Depeche hervorgeht, setzt China nun auch seine finanzielle ein, ...
China setzt die nepalesische Regierung auf vielfältige Weise unter Druck, gegen Peking gerichtete Proteste der Tibeter auf ihrem Staatsgebiet zu unterbinden. Am 2. Januar wurden wieder sechs Flüchtlinge festgenommen. Wie aus einer geheimen, von Wikileaks veröffentlichten US-Depeche hervorgeht, setzt China nun auch seine finanzielle Stärke ein, um die nepalesische Polizei dafür zu bezahlen, daß sie Angehörige der Exilgemeinde festnimmt. In den von der Whistle-Blower-Website veröffentlichten Botschaften spricht eine unbenannte Quelle der US-Botschaft in New Delhi immer wieder davon, daß die chinesische Regierung die Streitkräfte Nepals belohne, indem sie Grenzsoldaten finanzielle Anreize biete, auf der Flucht aus China befindliche Tibeter festzunehmen und auszuliefern. Gemäß einer Depeche vom 22. Februar 2010 wiederholte XXX diese Vermutung gegenüber dem Botschafts-Angehörigen ( political officer ) während einer XXX-Sitzung in Delhi: Die chinesische Regierung belohnt nepalesische Soldaten, indem sie denjenigen, die ihr Tibeter ausliefern, Geldgeschenke gibt. Die dem US-State Department unter dem Titel Tagebuch Delhi von der US-Botschaft gesandte Notiz, die als vertraulich eingestuft wurde, enthält auch eine Aussage über den tibetischen Flüchtlingsstrom, welche die Quelle dem Botschafts-Angehörigen am 4. Februar gemacht hatte. Wikileaks, das über 250.000 amerikanische diplomatische Depeschen veröffentlichte, hat die Namen der als Quelle genannten Personen, entfernt. Die Zahl der indischen Boden betretenden Tibeter ist stetig zurückgegangen, seitdem Peking von Kathmandu verlangte, die Patrouillen nepalesischer Grenztruppen zu verstärken, um die Tibeter daran zu hindern, nach Nepal zu kommen, wie aus der Depesche, die auch von myrepublica online, der Website der nepalesischen Tageszeitung Republica, veröffentlicht wurde, hervorgeht. Darin heißt es, die Zahl der in Indien eintreffenden Tibeter sei seit dem Volksaufstand von 2008 merklich zurückgegangen. In Nepal leben etwa 20.000 Exiltibeter, und seit den Unruhen 2008 in Lhasa gab es in der Hauptstadt mehrere anti-chinesische Demonstrationen. Nepal stand unter dem Druck westlicher Regierungen, diese Proteste zu erlauben, und gleichzeitig unter dem Druck Chinas, sie aufzulösen. Peking hat Nepal wiederholt aufgefordert, die tibetischen Flüchtlinge auf seinem Territorium besser zu kontrollieren und den Protesten Einhalt zu gebieten. Diese Protestaktionen brachten die Regierung Nepals, die solide Beziehungen zu China anstrebt, in Verlegenheit. Nepal bekennt sich zu der Ein-China-Politik, die Tibet als einen integralen Teil Chinas betrachtet. Nepal hat wiederholt seinem mächtigen Nachbarn im Norden versichert, daß es nicht gestatten werde, daß auf seinem Territorium gegen China gerichtete Aktionen stattfinden. Nepal hat die Kontrollen verstärkt und die Tibeter davor gewarnt, anti-chinesische Proteste zu organisieren. 4. Januar 2011: Nepalesische Behörden haben eine Gruppe von sechs Tibetern festgenommen, die kürzlich aus Tibet nach Nepal geflohen sind. Die vier Männer und zwei Frauen, die keine Reisedokumente bei sich hatten, wurden am 2. Januar im Distrikt Sindhupalchowk gefaßt. Sie wurden der Immigrationsbehörde zu Zwecken der Ermittlung und notwendiger Folgemaßnahmen überstellt. Unter dem wachsenden Druck des kommunistischen Regimes in China hat Nepal immer wieder tibetische Flüchtlinge, die Nepal von China aus illegal betraten, zurückbefördert. Zahlreiche Medienberichte bestätigen, daß die Behörden in Nepal in den letzten Jahren mehrfach tibetische Flüchtlinge den chinesischen Behörden auslieferten. Quelle: Phayul, www.phayul.com
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