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Drei von den Behörden steckbrieflich gesuchte Mönche erreichten Indien: China schreibt Tibets Geschichte umIGFM München
Drei tibetische Mönche aus dem Kloster Gonsar in der Gemeinde Zakhok, Bezirk Derge, TAP Kardze, Provinz Sichuan, die 2009 eine friedliche Demonstration gegen die verfehlte Politik Chinas in Tibet veranstalteten, bezeugten am 15. Dezember anläßlich einer Pressekonferenz in Dharamsala, daß die in Tibet lebenden Tibeter sich so nach ...
Drei tibetische Mönche aus dem Kloster Gonsar in der Gemeinde Zakhok, Bezirk Derge, TAP Kardze, Provinz Sichuan, die 2009 eine friedliche Demonstration gegen die verfehlte Politik Chinas in Tibet veranstalteten, bezeugten am 15. Dezember anläßlich einer Pressekonferenz in Dharamsala, daß die in Tibet lebenden Tibeter sich so nach der Gegenwart Seiner Heiligkeit des Dalai Lama sehnen wie die Kuckucksvögel nach den Regentropfen lechzen. Sie wünschen so stark, daß der Dalai Lama in ihr Heimatland zurückkehre, sagten sie. Die Mönche Lobsang Norbu, 30, Khedrup Gyatso, 24, und Kunga Rinchen, 26, haben ein Jahr riesiger Strapazen hinter sich. Auf ihren Protest am 10. September 2009 in der Gemeinde Zakhok im Bezirk Derge hin mußten sie sich in einsamen Nomadengegenden, Wäldern und den Bergen verstecken, weil ihnen die Festnahme drohte. Die chinesische Regierung verbot uns Mönchen im Kloster Gonsar, unser geistliches Oberhaupt, den Dalai Lama, zu verehren, informierte Lobsang Norbu. Wir stellten tibetische Nationalflaggen und Plakate her und hängten sie um das Kloster herum und in der Gemeinde Zakhok auf. Darauf brachten wir unseren tiefen Schmerz über die eklatante Verletzung der Grundrechte des tibetischen Volkes, wie der Rede- und Religionsfreiheit, zum Ausdruck. Im Kloster Gonsar leben etwa 200 Mönche, erzählten sie. Wir haben keine Menschenrechte, wir haben keine Religionsfreiheit und keine Freiheit, unsere Meinung zu sagen, erklärte Norbu. Die friedlichen Protestaktionen im Frühjahr 2008 waren eine deutliche Botschaft der unter dem kommunistischen Regime lebenden Tibeter an die ganze Welt. Wenn wir Tibeter nicht diesen friedlichen Protest veranstaltet hätten, um unseren Gefühlen, welche die Gefühle aller Tibeter sind, Ausdruck zu verleihen, hätten wir eine Chance verpaßt, der Welt die Wahrheit über das mitzuteilen, was in Tibet geschieht, fuhr er fort. Am 10. September 2009 demonstrierten zwei meiner Freunde und ich für Religionsfreiheit und Menschenrechte in Tibet, wir wollten vom Staat gehört werden. Die chinesische Regierung beteuert ständig, daß sie Fortschritte auf dem Gebiet der Menschenrechte gemacht hätte, aber in Wahrheit haben wir keine Rechte. Historisch gesehen war Tibet eine unabhängige Nation, aber China schreibt unsere Geschichte um. Wir wollten für unsere Rechte kämpfen, doch für eine kleine Meinungsbekundung wie diese wurden wir wie Verbrecher behandelt. Auf die Plakate schrieben die Mönche Parolen wie Tibet ist ein unabhängiges Land, wir wollen Menschenrechte, lang lebe Seine Heiligkeit der Dalai Lama. Wir unterzeichneten die Plakate mit unseren eigenen Namen, damit die anderen Mönche und die Allgemeinheit nicht in Schwierigkeiten geraten sollten. Trotzdem wurden zwei Mönche des Klosters, Lobsang Dhonyoe und Taygya, später festgenommen und zu sechs bzw. zwei Jahren verurteilt, weil sie bei der Beschriftung der Plakate mitgeholfen hatten. Nachdem wir in die Berge geflüchtet waren, belagerten etwa 300 chinesische Militärpolizisten die Umgebung des Klosters und nahmen Tibeter wahllos fest, um sie zu verhören. Mein Vater starb dabei durch die entsetzlichen Schläge und Folterungen, erklärte Lobsang Norbu. Die Polizei zwang die Bewohner, harte Arbeiten zu verrichten, Wasser für sie zu holen und zu kochen. Sie nahmen die Leute einfach fest, um etwas über unseren Aufenthaltsort aus ihnen herauszupressen. Als die Frauen sich gegen die Festnahme wehrten, schoß die Polizei auf sie, wobei zwei ernste Augenverletzungen davontrugen. Schließlich nahmen sie neun Leute in Gewahrsam, aber da diese nichts über uns preisgeben wollten, ließen sie sie nach Entrichtung einer Strafe von je 10.000 Yuan wieder laufen. Auf eine Frage über die Lage der tibetischen Nomaden antwortete Lobsang Norbu: Die Herden können nicht überleben, so viele Tiere sind schon eingegangen, weil die Regierung die Weidegründe mit Stacheldraht abgeriegelt hat. Die chinesische Polizei setzte eine Prämie von 20.000 Yuan aus für jeden, der sie über unseren Aufenthaltsort informieren würde, und als sie nichts in Erfahrung bringen konnten, erhöhten sie den Betrag auf 50.000 Yuan ( über 7.500 US$ ). Die Polizei suchte überall nach uns. Die Angst vor der Verhaftung zwang uns, unser Land am 7. Oktober 2010 zu verlassen. Nach 23 Tagen Fußmarsch von Lhasa aus über die nepalesisch-tibetische Grenze erreichten wir am 30. Oktober Kathmandu, und am 15. November trafen wir in Dharamsala in Indien ein. Quelle: Department of Information & International Relations ( DIIR ), www.tibet.net,
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Tibetischem Demonstrant von 2008 gelingt die Flucht nach IndienIGFM München
Ein Tibeter, der wegen seiner Beteiligung an Protestaktionen gegen die chinesische Herrschaft seit über zwei Jahren von der chinesischen Polizei gesucht wird, ist seinen Verfolgern entkommen und sicher in Indien angelangt.Namsa Wangden, der ursprünglich aus der Stadt Shusor im Bezirk Kardze ( chin. Ganzi ) in der westchinesischen Provinz mit ...
Ein Tibeter, der wegen seiner Beteiligung an Protestaktionen gegen die chinesische Herrschaft seit über zwei Jahren von der chinesischen Polizei gesucht wird, ist seinen Verfolgern entkommen und sicher in Indien angelangt. Namsa Wangden, der ursprünglich aus der Stadt Shusor im Bezirk Kardze ( chin. Ganzi ) in der westchinesischen Provinz Sichuan stammt, erreichte mit seiner Frau und seiner Tochter in der dritten Novemberwoche den indischen Bergort Dharamsala. Wie Wangden einem RFA-Reporter mitteilte, war die Familie zuvor von Tibet über die Grenze nach Nepal gelangt: Anfang November kamen wir im Flüchtlingszentrum von Kathmandu an. Das Vorgehen der nepalesischen Polizei machte uns jedoch Sorgen, daher sind wir so bald wie möglich nach Dharamsala weitergereist, gab er an. Nepal hat in den letzten Jahren enge Verbindungen zu China aufgebaut und schränkt die Bewegungsfreiheit und die Aktivitäten tibetischer Flüchtlinge im Land ein. Mitunter werden sie zwangsweise nach China zurückgeschickt, wenn sie versuchen, die Grenze zu überqueren. Erhöhte Sicherheitsvorkehrungen Wangden, der mit seiner Familie in einer sechsköpfigen Gruppe nach Nepal floh, berichtete, dass die Sicherheitsmaßnahmen in der Gegend, die sie auf ihrem Weg durchquerten, verstärkt worden seien. Die Zahl der chinesischen Grenzpatrouillen war erhöht worden, und es war sehr schwierig für uns, unentdeckt zu bleiben, sagte er. Ich hatte vorher schon einmal die Grenze nach Nepal überquert, als es noch leicht war, aber diesmal sah das Ganze völlig anders aus. An der Grenze hatte man mehrere Kasernen für die Chinesen, die das Gebiet überwachten, gebaut, und es waren ( überall ) Kameras angebracht worden. Wie Wangden berichtete, gelang es der Gruppe beim dritten Versuch, unbemerkt an den Lagern der Grenzsoldaten vorbeizukommen. Wir hörten, daß eine Gruppe von acht Personen versuchte, hinter uns über die Grenze zu kommen, aber sie wurden entdeckt und festgenommen. Versteckt im Wald Wangden hatte sich, wie er sagte, zwei Jahre zuvor an einer Protestkundgebung in Kardze beteiligt. Gemeinsam mit anderen Tibetern hatte er mehr Freiheit gefordert und verlangt, dass das geistliche Oberhaupt der Tibeter, der Dalai Lama, zurückkehren solle, der 1959 nach dem Scheitern des Volksaufstands gegen die chinesische Herrschaft ins indische Exil geflohen war. Als die chinesischen Sicherheitskräfte kamen, setzten sie Eisenstangen und Knüppel ein, und am Ende schossen sie auf uns, berichtete Wangden. Ein Freund rief uns zu, wir sollten wegrennen, aber er selbst schaffte es nicht, ihnen zu entkommen, und wurde mit zwölf weiteren Tibetern verhaftet. Ich konnte in den Wald fliehen und mich zum angrenzenden Kreis Nyagrong durchschlagen. Ich blieb etwa vier Monate in den Wäldern von Nyagrong. Tagsüber aß ich nichts. Dann schloss ich mich einer Gruppe tibetischer Nomaden an, die in der Gegend lebten. Mithilfe eines Freundes erreichte er Lhasa und entschloss sich gemeinsam mit seiner Familie zur Flucht nach Nepal. Er wählte mit seiner Frau, seiner Tochter und anderen dieselbe Route, die er schon einmal genommen hatte. Fast drei Jahre lang war ich auf der Flucht, sagte er. Gewaltsame Auseinandersetzungen des Jahres 2008 Viele Tibeter haben sich jahrelang unter der chinesischen Herrschaft aufgerieben, die, wie sie sagen, die Kultur ihres Landes zerstört und die Menschen in der freien Ausübung ihrer Religion stark eingeschränkt hat. Im März 2008 wurde Lhasa von Unruhen erschüttert, und die Proteste breiteten sich bis in die von Tibetern besiedelten Gebiete Westchinas aus. Dies brachte die Regierung vor den Olympischen Spielen im August 2008 in Beijing in Verlegenheit. Schätzungen der tibetischen Exilregierung in Indien zufolge wurden bei dem anschließenden scharfen Vorgehen mindestens 220 Tibeter getötet und weitere 7000 verhaftet. Quelle: Radio Free Asia, www.rfa.org
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Tibetische Nonne in bedenklichem Gesundheitszustand aus der Haft entlassenIGFM München
Eine während der Protestaktionen 2008 inhaftierte tibetische Nonne ist in einem bedrohlichen Gesundheitszustand entlassen worden, wie ein Mönch namens Pema Tsewang des Klosters Sera dem Sender Voice of Tibet mitteilte.Taga, alias Tashi Yangtso, wurde am 20. Mai 2008 zusammen mit den Nonnen Achoe und Sochoe festgenommen, weil sie bei dem in im ...
Eine während der Protestaktionen 2008 inhaftierte tibetische Nonne ist in einem bedrohlichen Gesundheitszustand entlassen worden, wie ein Mönch namens Pema Tsewang des Klosters Sera dem Sender Voice of Tibet mitteilte. Taga, alias Tashi Yangtso, wurde am 20. Mai 2008 zusammen mit den Nonnen Achoe und Sochoe festgenommen, weil sie bei dem in ihrer Nähe gelegenen Kloster Dhargye im Bezirk Kardze, TAP Kardze, Sichuan, gegen die chinesische Regierung demonstriert hatten ( 1 ). Die drei Nonnen gehören dem Kloster Tehor Nyagye, Bezirk Kardze, an. Achoe stammt aus dem Dorf Rida, Soe Choekyi aus dem Dorf Lamna und Tashi Yangtso aus dem Dorf Noekab. Die drei waren in einer Haftanstalt in der Nähe von Chengdu inhaftiert. Quellen zufolge wurden sie von den chinesischen Aufsehern schwer gefoltert. Sochoe und Achoe wurden später freigelassen, weil sich ihr Zustand dermaßen verschlimmerte, daß die Behörden fürchteten, sie könnten in der Haft sterben. Taga war jedoch bis zum 19. November inhaftiert. Aus derselben Quelle verlautet, daß Tagas rechte Hand zwei Knochenbrüche aufweist und sie infolge der heftigen Schläge auf dem rechten Ohr nahezu taub geworden ist: Tagas Zustand ist sehr ernst, weil sie an Tuberkulose und Atembeschwerden leidet, Krankheiten, die sie sich im Gefängnis zugezogen hat. Sie wird derzeit in einem Krankenhaus in Chengdu behandelt. Um dieselbe Zeit im Mai 2008 nahmen die chinesischen Sicherheitskräfte außerdem 12 Nonnen aus dem Kloster Drakar, 55 Nonnen aus dem Kloster Pangri und mehrere Nonnen aus dem Kloster Ganden Choeling fest, die sich alle im Bezirk Kardze befinden. ( 1 ) 21. Mai 2008, Drei Nonnen aus dem Kloster Tehor Nyagay in Kardze verhaftet, http://www.igfm-muenchen.de/tibet/TCHRD/2008/NonennTehorNyagay_22.5.html Quelle: The Tibet Post International, www.tibetpost.net/
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Tibetischer Mönch nach Entlassung aus dem Gefängnis ernsthaft krankIGFM München
Ein tibetischer Mönch, der von den chinesischen Behörden drei Jahre lang in Haft gehalten wurde, verließ die Haftanstalt, wo er immer wieder gefoltert worden war, in einem bedenklichen Gesundheitszustand.Jamyang Tenzin wurde im Oktober 2007 festgenommen, weil er sich der politischen Umerziehung in seinem Kloster widersetzt hatte, welche ...
Ein tibetischer Mönch, der von den chinesischen Behörden drei Jahre lang in Haft gehalten wurde, verließ die Haftanstalt, wo er immer wieder gefoltert worden war, in einem bedenklichen Gesundheitszustand. Jamyang Tenzin wurde im Oktober 2007 festgenommen, weil er sich der politischen Umerziehung in seinem Kloster widersetzt hatte, welche die Behörden nach dem Konflikt um das Pferderennenfest in Lithang in der TAP Kardze ( chin. Ganzi ) anordneten. ( 1 ) Wie der in Indien lebende Mönch Lobsang Dawa Rinpoche unter Berufung auf Kontakte in Tibet mitteilt, stand seine Entlassung eigentlich für August an, aber er kam erst am 8. Oktober frei, weil er sich weigerte, die obligatorischen Dokumente zu unterschreiben und die ihm für die Entlassung gestellten Bedingungen zu akzeptieren. Die Tibeter dort wollten ihm einen ehrenvollen Empfang bereiten, aber die chinesischen Behörden verbaten jegliche Art der Zusammenkunft und drohten, ihn ins Gefängnis zurückzubefördern, falls er von seinen Landsleuten in besonderer Weise empfangen würde, fuhr Lobsang Dawa fort. Als seine Familie ihn aus dem Gefängnis abholte, merkten sie, daß er ein schweres Nieren- und Magen-Darm-Leiden hat. Sie brachten ihn in ein Krankenhaus in die Provinzhauptstadt Chengdu, aber sein Zustand ist immer noch sehr schlecht. Adruk Tseten, der in Indien lebt, bestätigte diesen Bericht aufgrund seiner eigenen separaten Quellen. Infolge der schweren Folterung und Schläge, die Jamyang Tenzin in der Haft erlitt, ist seine Gesundheit in einem besorgniserregenden Zustand. Er zog sich ein Nierenleiden zu und hat noch andere Schäden der inneren Organe davongetragen. Jamyang Tenzin war sehr kontaktfreudig, ehe er ins Gefängnis kam, sagte Adruk Tseten. Aber seit seiner Entlassung am 8. Oktober vermeidet er es, mit den Leuten zu reden und hält sich von anderen fern. Seine Angehörigen brachten ihn zweimal zur Behandlung nach Chengdu, aber jetzt ist er in einem örtlichen Krankenhaus in Lithang. In Lithang fand bis vor wenigen Jahren das traditionelle Pferderennen statt. Nach dem Zusammenstoß zwischen den dort ansässigen Tibetern und der Polizei im August 2007 wurde es verboten und fand seither nicht mehr statt. Bei dem Fest 2007 ergriff der Nomade Rongyal Adrak das Mikrophon eines chinesischen Offiziellen und setzte sich vor der versammelten Menge für den im Exil lebenden Dalai Lama ein. Er wurde sofort in Haft genommen und später wegen des Versuchs der Spaltung des Landes und der Untergrabung der Staatsgewalt zu acht Jahren Gefängnis verurteilt. ( 2 ) ( 1 ) 8. Oktober 2007 Zwei Tibeter in Lithang nach patriotischer Umerziehung festgenommen, http://www.igfm-muenchen.de/tibet/TCHRD/2007/AdrukKalgyam_JamyangTenzin.html ( 2 ) 2. August 2010 Seltenes Bildmaterial des kühnen Protestes von Rongye Adak am 1. August 2007 in Lithang, http://www.igfm-muenchen.de/tibet/ftc/2010/RongyeAdrak_3.8.html Quelle Radio Free Asia, www.rfa.org
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Mindestens 10 Tibeter in Nagchu wegen Protesten gegen Bergbau festgenommenIGFM München
Die Behörden sind entschlossen, die Arbeiten an einem umstrittenen Projekt fortzusetzen.Die chinesischen Behörden in der Autonomen Region Tibet ( TAR ) unterdrückten Protestaktionen gegen den Abbau von Bodenschätzen an einem heiligen Berg, sperrten die Protestierenden ein und warnten die dortige Bevölkerung vor weiteren Seit ( ...
Die Behörden sind entschlossen, die Arbeiten an einem umstrittenen Projekt fortzusetzen. Die chinesischen Behörden in der Autonomen Region Tibet ( TAR ) unterdrückten Protestaktionen gegen den Abbau von Bodenschätzen an einem heiligen Berg, sperrten die Protestierenden ein und warnten die dortige Bevölkerung vor weiteren Demonstrationen. Seit September haben Tibeter im Bezirk Driru ( chin. Biru ) der Präfektur Nagchu in der TAR versucht, chinesische Arbeiter daran zu hindern, am Salween ( Gyalmo Ngulchu ), der in der Nähe eines heiligen Berges vorbeifließt, einen Staudamm zu bauen. Sie glauben, daß die Chinesen dort nicht nur einen Staudamm bauen, sondern auch nach Bodenschätzen graben wollen. Der heilige Berg, der Lhachen Naglha Dzambha heißt, ist für die Tibeter seit alters her als Stätte der Anbetung von Bedeutung. Ein tibetischer Mönch in Indien sagte unter Berufung auf Quellen in Tibet: Es wird gemunkelt, daß die chinesischen Geologen in dem Berg Spuren reicher Goldvorkommen entdeckt haben. Die meisten Tibeter, die bei den Protestaktionen im September gegen den Abbau von Bodenschätzen führende Rollen spielten, sind jetzt inhaftiert worden, verlautet aus einer Quelle aus Tibet, die anonym bleiben möchte. Drei andere Tibeter, die nicht direkt an dem Protest beteiligt waren, reichten bei den Lokalbehörden in Nagchu eine Petition ein. Alle drei, die die Quelle als Buphel, Tsegon und Samten nannte, wurden sofort in Gewahrsam genommen, heißt es weiter. Die drei Männer seien am 28. September festgenommen und zwei Tage lang inhaftiert gewesen. Später habe man sie auf Zahlung eines Lösegeldes von 50.000 Yuan ( US$ 7.500 ) wieder laufen lassen, aber Tsegon und Samten seien am 30. September erneut festgenommen worden. Wegen der Proteste seien die Arbeiten an dem Projekt vorerst eingestellt worden. Beamte der lokalen Behörden gingen in die einzelnen Dörfer der Gegend und zwangen die Bewohner, sich durch einen Daumenabdruck auf ein Schriftstück zu verpflichten, daß sie nicht weiter protestieren würden. Es wurde ihnen erklärt, daß der Staudamm ein größeres staatliches Entwicklungsprojekt sei und man drohte ihnen mit Festnahme, Gefängnis oder gar dem Tod, falls sie ihren Widerstand nicht aufgeben würden, sagte der Mann weiter. Der tibetische Mönch aus Indien nannte zwei der Anführer des ursprünglichen Protests mit Dorje Draktsel und Palden Choedrak. Indessen sagte Ngawang Tharchin, ein Reporter aus Dharamsala, er habe erfahren, daß etwa zehn tibetische Anführer auf die Protestaktionen hin festgenommen worden seien. Weitere Details weiß ich nicht, die Leute dort haben zu große Angst, mehr zu sagen. Am 4. oder 5. Oktober wandten sich Bewohner und Beamte der Ortschaften Dathang und Tsachu an die Behörden und ersuchten diese, die Bauaktivitäten an dem heiligen Berg einzustellen. Statt ihrer Bitte stattzugeben, wurden zwanzig Personen festgehalten, und etliche geschlagen. Als sich dann die Frauen der zwei Ortschaften um die Freilassung ihrer Männer bemühten, versprachen die Behörden, sie alle bis auf einen wieder laufen zu lassen. Den Behörden zufolge sollen die Arbeiten an dem Projekt nächstes Jahr beginnen. Ein Polizeioffizier des Bezirks Driru, den RFA telefonisch kontaktierte, meinte: Ich weiß nicht viel über diese Vorfälle, und verwies an eine andere Telefonnummer, von der aber keine Antwort erfolgte. Ein Reporter eines staatlichen tibetischen Volkssenders in Lhasa sagte, er wisse nichts über die Vorfälle, und außerdem sind wir gar nicht berechtigt, über solche Ereignisse zu berichten, sie müssen geheim bleiben, wir dürfen über nichts berichten, was die harmonische Gesellschaft in Frage stellen könnte. Der Bergwerksbetrieb in tibetischen Gebieten führte schon mehrfach zu Konfrontationen mit den ansässigen Tibetern, die den chinesischen Firmen vorwerfen, daß sie bei der Ausbeutung der Naturschätze Tibets ihre Stätten spiritueller Bedeutung verwüsten und die Umwelt verschmutzen. Im August feuerten chinesische Sicherheitskräfte in der Provinz Sichuan in eine Menge von Tibetern, die gegen den Bergwerksbetrieb im Bezirk Palyul in der TAP Kardze protestierten ( 1 ), und im Mai wandten sich Dorfbewohner im Bezirk Markham in der TAR gegen den Abbau von Bodenschätzen an einem ihnen heiligen Berg ( 2 ). Viele Tibeter glauben, daß das verheerende Erdbeben in Kyegudo in der Provinz Qinghai und die Erdrutsche und Murenabgänge in Drugchu in der Provinz Gansu mit durch den Bergwerksbetrieb und den Aushub des Erdreiches verursacht wurden. ( 1 ) Polizei schießt auf Tibeter, die gegen Goldabbau protestieren - vermutlich vier Todesopfer ( RFA ), http://www.igfm-muenchen.de/tibet/RFA/2010/VierTotePalyaul_26.8.html ( 2 ) Protest gegen Abbau von Bodenschätzen in Markham, 13 Tibeter festgenommen ( RFA ), http://www.igfm-muenchen.de/tibet/RFA/2010/MarkhamMining_17.5.html Quelle: Radio Free Asia, www.rfa.org
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Tibetische Nonne durch schwere Mißhandlungen hirngeschädigtIGFM München
Eine der Nonnen des Klosters Puruna, die 2008 friedlich demonstrierten, die 36jährige Sonam Choedon aus der Gemeinde Lhoba, Bezirk Kardze, TAP Kardze, Provinz Sichuan, befindet sich nach wiederholter Folterung in einem erbärmlichen Zustand.Wie das Tibetische Zentrum für Menschenrechte und Demokratie, www.tchrd.org, erfuhr, hat sie eines ...
Eine der Nonnen des Klosters Puruna, die 2008 friedlich demonstrierten, die 36jährige Sonam Choedon aus der Gemeinde Lhoba, Bezirk Kardze, TAP Kardze, Provinz Sichuan, befindet sich nach wiederholter Folterung in einem erbärmlichen Zustand. Wie das Tibetische Zentrum für Menschenrechte und Demokratie, www.tchrd.org, erfuhr, hat sie infolge eines schweren Schlags auf den Kopf mit einem Gewehrkolben die Kontrolle über sich selbst verloren. Sie wurde daher aus gesundheitlichen Gründen entlassen und ihren Angehörigen übergeben. Jetzt hat sie ihr psychisches Gleichgewicht verloren, sie weint und schreit fortwährend und muß ständig betreut werden. Am 14. Mai 2008 veranstalteten etwa 200 Nonnen der Klöster Puruna und Yangteng im Bezirk Kardze eine friedliche Demonstration gegen die chinesische Regierung ( 1 ). Die Sicherheitskräfte von PSB und PAP nahmen zahlreiche Nonnen fest. Auch das geistliche Haupt dieser zwei Klöster, Tulku Phurbu Tsering Rinpoche, wurde festgenommen und am 22. September 2009 von dem Mittleren Volksgericht der Präfektur Kardze zu achteinhalb Jahren Gefängnis verurteilt ( 2 ). Er verbüßt seine Strafe im Gefängnis Meyang in Sichuan, sein gesundheitlicher Zustand soll sehr kritisch sein. Von den anderen verhafteten Nonnen von Puruna wurden Sonam Lhatso zu 10 Jahren Gefängnis und Bhumo zu 9 Jahren, Sokha und Yangchen Khando zu 3 Jahren und Tashi Lhamo zu 2 Jahren verurteilt. Die meisten der anderen Nonnen sind inzwischen freigelassen worden, aber die Rückkehr in ihr Kloster wurde ihnen verwehrt, sie mußten sich an ihre jeweiligen Herkunftsorte begeben. Die Nonne Sonam Choedon erlitt durch den Hieb mit einem Gewehrkolben auf den Kopf eine so ernste Kopfverletzung, daß sie keine Kontrolle mehr über sich hat und geistig umnachtet ist. Die chinesische Polizei brachte sie am 15. September 2008 nach Hause. Nun muß sie Tag und Nacht umsorgt werden. ( 1 ) 19. Mai 2008, Populäre religiöse Persönlichkeit im Bezirk Kardze festgenommen, http://www.igfm-muenchen.de/tibet/TCHRD/2008/TulkuPhurbuTsering.html ( 2 ) 28. Dezember 2009, Phurbu Tsering Rinpoche zu über acht Jahren Gefängnis verurteilt, http://www.igfm-muenchen.de/tibet/Phayul/2009/PhurbuTsering8Jahre_24.12.html
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Überaus harte Urteile für zwei Mönche des Klosters Drepung in LhasaIGFM München
Wie das Tibetische Zentrum für Menschenrechte und Demokratie, www.tchrd.org, erst jetzt aus zuverlässiger Quelle erfuhr, verurteilte das Mittlere Volksgericht von Lhasa im Juni 2010 zwei Mönche des Klosters Drepung zu schweren Haftstrafen.Die Mönche Jampel Wangchuk und Kunchok Nyima wurden wegen ihrer Aktivitäten im März ...
Wie das Tibetische Zentrum für Menschenrechte und Demokratie, www.tchrd.org, erst jetzt aus zuverlässiger Quelle erfuhr, verurteilte das Mittlere Volksgericht von Lhasa im Juni 2010 zwei Mönche des Klosters Drepung zu schweren Haftstrafen. Die Mönche Jampel Wangchuk und Kunchok Nyima wurden wegen ihrer Aktivitäten im März 2008 zu lebenslangem Freiheitsentzug bzw. zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt. Am 10. März 2008 veranstalteten etwa 350 Mönche des Klosters Drepung einen Protestmarsch in Richtung Lhasa Stadt ( 1 ). Die Polizei hielt sie an und versperrte ihnen den weiteren Weg, weshalb die Mönche in Hungerstreik traten. Einige wurden festgenommen und die anderen ins Kloster zurückbefohlen. Mönche, die aus den Provinzen Sichuan und Qinghai stammen, wurden an ihre Herkunftsorte deportiert. Am 11. April 12008 wurden Jampel Wangchuk und Kunchok Nyima im Kloster Drepung verhaftet, und seitdem gab es keine neuen Informationen über sie. Wahrscheinlich im Juni 2010 verurteilte das Mittlere Volksgericht Jampel Wangchuk zu lebenslanger Haft und Kunchok Nyima zu 20 Jahren Gefängnis. Es wurde nichts darüber bekanntgegeben, wo sie ihre Strafen verbüßen müssen. Der 51jährige Jampel Wangchuk, mit Laiennamen Tsephel, stammt aus der Gemeinde Tsotoed, Kreis Phenpo Lhundup, Bezirk Lhasa. 1982 trat er ins Kloster ein und erwarb ein profundes Wissen in den heiligen Schriften. Zum Zeitpunkt seiner Festnahme war er der Zuchtmeister des Klosters. Der 41jährige Kunchok Nyima gehört der Gemeinde Zari, Bezirk Dzoge, TAP Kardze, Sichuan, an. Im Frühjahr 2008 wurden zahlreiche Mönche aus Drepung festgenommen; von etwa 40 weiß man, daß sie zu Gefängnisstrafen unterschiedlicher Länge verurteilt wurden. Der Verbleib von Ngawang Chonyi, Ngawang Serthod und eines Kochs mit Spitznamen Dickerchen ( tib. Gyakpa ) ist immer noch unbekannt. Im August 2009 starb der Mönch Gyalpo an den Folgen schwerer Folterungen im Gefängnis ( 2 ). Das Kloster Drepung steht immer noch unter intensiver Bewachung der Behörden. Ein aus 60 Personen bestehendes Arbeitsteam unter der Leitung von hochrangigen Beamten der Regierung der Autonomen Region Tibet ( TAR ), des Nationalen Volkskongresses der TAR und der Politischen Volks-Konsultativkonferenz unterziehen die Mönche täglichem Unterricht in Politik und Recht. Eine Einheit der Bewaffneten Volkspolizei ( PAP ) hat unter dem Vorwand, sich als Feuerwehr im Falle eines Brandes zu betätigen, in dem Kloster Stellung bezogen. ( 1 ) 11. März 2008: Dutzende von Tibetern wegen friedlicher Proteste in Lhasa festgenommen, http://www.igfm-muenchen.de/tibet/TCHRD/2008/ProtestLhasa10March.html ( 2 ) 10. September 2009: Ein Mönch des Klosters Drepung starb nach schwerer Folterung in chinesischer Haft, http://www.igfm-muenchen.de/tibet/diir/2009/NgawangWoebelDrepung_10.9.html
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Avatar in Tibet - von WoeserIGFM München
High Peaks Pure Earth, www.HighPeaksPureEarth.com, übersetzte einen Blogeintrag von Woeser, den sie ursprünglich zur Ausstrahlung durch Radio Free Asia am 1. September verfaßte und dann auf ihrem Blog am 8. September einstellte. Darin nimmt Woeser Bezug auf die jüngsten Protestaktionen in Tibet gegen die Ausbeutung der des Landes ( ...
High Peaks Pure Earth, www.HighPeaksPureEarth.com, übersetzte einen Blogeintrag von Woeser, den sie ursprünglich zur Ausstrahlung durch Radio Free Asia am 1. September verfaßte und dann auf ihrem Blog am 8. September einstellte. Darin nimmt Woeser Bezug auf die jüngsten Protestaktionen in Tibet gegen die Ausbeutung der Naturschätze des Landes und den exzessiven Bergbau. Die Bilder von einer der Protestaktionen vom Mai 2010 in Namling in der Präfektur Shigatse, die ursprünglich an Radio Free Asia gesandt wurden, hat sie in ihren Blog übernommen ( 1 ). Kürzlich hörte man aus mehreren Quellen, daß bei Protestaktionen in Osttibet im August 2010 einige Tibeter erschossen wurden, Radio Free Asia sprach von mindestens vier Toten ( 2 ). Chinesische Staatsmedien berichteten jedoch von nur einem Todesopfer und 17 verletzten Polizisten ( 3 ). Hier folgt nun Woesers Blog Avatar in Tibet: Ausbeutung und der Kampf dagegen, wie sie in dem Kassenschlager-Film Avatar den Zuschauern vorgeführt werden, sind zu einer immer häufigeren Erscheinung überall in Tibet geworden. Ich meine hiermit die gewissenlosen Ausbeutungsmaßnahmen im Bergbau, die als wirtschaftliche Entwicklungsprojekte verbrämt werden, was dazu führte, daß den ortsansässigen Tibeter ihr grundlegendes Recht auf Leben genommen wurde. Es kam sogar soweit, daß Tibeter, die Gesuche an die Behörden richteten, von der bewaffneten Polizei totgeschossen wurden. Eben das geschah am 17. August in Kham in Osttibet, einer Region, die es in Begriffen landschaftlicher Schönheit und Naturschätze mit der Szenerie in Avatar aufnehmen kann. Heute wird diese Region administrativ als Bezirk Palyul in der Tibetisch-Autonomen Präfektur Kardze bezeichnet. Nach Aussage der dort Ansässigen waren mehrere Hundert Tibeter vor die örtlichen Regierungsgebäude gezogen und hatten die Einstellung der Bergbauaktivitäten gefordert. Ihr Protest endete mit Blutvergießen, mindestens drei Personen wurden erschossen, mehr als 30 verletzt und zahlreiche festgenommen. Weil dieses Ereignis durch die ausländischen Medien ging, räumte Xinhua tatsächlich ein, daß es zu Protesten gekommen war und daß Tibeter erschossen wurden. Sie tischten jedoch eine ganz andere, eine phantastische Version der Geschichte auf: Nicht nur behauptete Xinhua, daß die lokalen Behörden überhaupt keine Schuld träfe, sondern es hieß auch, daß die Tibeter die Polizei angegriffen hätten, weshalb diese Warnschüsse abgeben mußte; und dabei sei versehentlich ein Tibeter von einer Kugel getroffen worden. Ihre Erklärung, warum es zu diesem Vorfall gekommen war, ist gar noch lächerlicher: Nicht etwa, daß die tibetischen Demonstranten ein Ende des Bergbaus gefordert hätten; nein, sie verlangten, daß ein ortsansässiger han-chinesischer Goldgräber, der festgenommen worden sei, weil er die Weidegründe ruiniert habe, freigelassen werden sollte. Das ergibt doch überhaupt keinen Sinn, und eine so lückenhafte, widersinnige Geschichte wird keinen überzeugen. Die Behörden wissen wohl nicht, wie sie sich rechtfertigen sollen und präsentieren daher der Welt diese lachhafte Geschichte. Meinen sie denn, irgend jemand auf der Welt sei so dumm, ihnen das zu glauben? Ich war früher einmal im Bezirk Palyul, es ist eine entlegene Gegend, schwierig zu erreichen, von steil aufragenden Bergen umgeben und von reißenden Flüssen durchschnitten. An jeder der zwei Zufahrtsstraßen sind Schlagbäume, so daß es für Leute von außerhalb sehr schwierig ist, in das Gebiet hineinzugelangen. Daher wissen sie auch kaum, was drinnen geschieht. 2008 beispielsweise kam es in vielen tibetischen Gegenden zu kriegsähnlichen Massakern, von denen die Außenwelt nie etwas erfuhr. Hirten in Schaffell-Chubas ritten auf ihren Pferden durch die Gegend, riefen ka hee hee und spornten andere zum Aufstand an. Dafür wurden sie von der Militärpolizei mit modernen Feuerwaffen unter Beschuß genommen. Ein bewaffneter Polizist, der von Chengdu nach Lithang abkommandiert worden war, stellte später Bilder der neuen handgeführten Maschinengewehre ins Internet und kommentierte stolz: Diese blasen allen Gangstern innerhalb eines Umkreises von 100 m die Köpfe von den Schultern. Mit Gangstern meinte er die unbewaffneten und wehrlosen Tibeter, und der einzige Grund, warum ihre Köpfe weggeblasen werden, ist, daß sie auf die Straße gingen und aus Protest ihre Stimmen erhoben. Aber wollen wir von etwas anderem reden als den Blutlachen von vor zwei Jahren, die nie mehr verschwinden werden. In der Tat ist es genau wie bei jenem eingeborenen Volk in Avatar, das bei dem Versuch, sein Heimatland zurückzugewinnen, mit nichts als seinem eigenen Fleisch und Blut gegen die Waffen der Söldnerarmee kämpfen muß. Seit vielen Jahren ist das nun die Geschichte des tibetischen Volkes: Die Tibeter haben es selbst seit Generationen am eigenen Leib erfahren müssen. Ich möchte noch über ähnliche Ereignisse reden, wie die, die im Bezirk Palyul der Region Kham geschahen. Früher in diesem Jahr, am 21. Mai, gingen einige Tibeter aus dem Dorf Solchen im Bezirk Namling der Präfektur Shigatse zu der Dorfverwaltung, um gegen eine Bergbaugesellschaft aus Weifang, Provinz Shangdong, zu protestieren ( 4 ). Sie argumentierten, der Bergbau würde zu ökologischen Schäden führen, zur Verschmutzung des Trinkwassers und zu Problemen mit ihrem Vieh. Die dortigen Behörden entsandten eintausend paramilitärisch ausgerüstete Polizeikräfte, um mit diesen emanzipierten Leibeigenen aufzuräumen, die bei ihrer Protestaktion sogar die chinesische Flagge mit sich trugen ( siehe Bild 3 ). Ein paar Tibeter wurden geschlagen und viele festgenommen. Jemand, der damals am Schauplatz des Geschehens war, machte einige Aufnahmen und sandte sie an den tibetischen Dienst von Radio Free Asia. Ich verneige mich vor dem Mut dieser Person. Auf diesen Bildern können wir sehr deutlich feststellen, wie viel Ironie in der Realität liegen kann: Die chinesische Regierung behauptet, daß sie vor 50 Jahren die Leibeigenen befreite, die ein elendes Leben geführt hätten, und seitdem würden Zehntausende von emanzipierten Leibeigenen ein glückliches Leben führen, das beste Leben in der ganzen Geschichte Tibets und so weiter und so fort. Ja, diese Bilder führen uns vor Augen, wie die emanzipierten Leibeigenen auf dem Boden knien müssen. Wie ist es denn möglich, daß die Armee, welche sie befreite, sie jetzt mit ihren tödlichen Waffen bedroht? Oder sind etwa diese älteren Menschen, diese Frauen und gutmütigen Hirten alle die heimlichen Separatisten des Dorfes? Wenn diese Leute tatsächlich Separatisten sind, dann ist doch die Logik der vergangenen 50 Jahre eines befreiten Lebens im Glück gar nicht so überzeugend! ( 1 ) Hier sind die Bilder durch Anklicken in größerem Format zu sehen: http://woeser.middle-way.net/2010/07/8.html ( 2 ) 28. August 2010: Polizei schießt auf Tibeter, die gegen Goldabbau protestieren - vermutlich vier Todesopfer, http://www.igfm-muenchen.de/tibet/RFA/2010/VierTotePalyaul_26.8.html ( 3 ) 3. September 2010: Xinhua berichtet von nur einem Toten bei den Protestaktionen gegen den Golderzabbau in Palyul, http://www.igfm-muenchen.de/tibet/Phayul/2010/XinhuaBerichtPalyul_1.9.html ( 4 ) 24. Juni 2010: Proteste gegen Bergbau im Bezirk Namling: Fünfzig Tibeter festgenommen, http://www.igfm-muenchen.de/tibet/Phayul/2010/MineProtestNamling.html
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Woeser: Wo wird das nächste Drugchu sein? - Wo schlägt der Drache das nächste Mal zu?IGFM München
Wo passiert die nächste Katastrophe? ( Belog von Woeser ) Am 8. August, kurz vor Morgendämmerung, kam es in Drugchu zu verheerenden Erdrutschen, gewaltige Schlammlawinen gingen über die Stadt nieder ( 1 ). Der Bezirk Drugchu liegt in der TAP Gannan ( tib. Kanlho ), Präfektur Gansu.Der Distrikt Drugchu ( chin. Zhouqu ) war einst von ...
Wo passiert die nächste Katastrophe? ( Belog von Woeser ) Am 8. August, kurz vor Morgendämmerung, kam es in Drugchu zu verheerenden Erdrutschen, gewaltige Schlammlawinen gingen über die Stadt nieder ( 1 ). Der Bezirk Drugchu liegt in der TAP Gannan ( tib. Kanlho ), Präfektur Gansu. Der Distrikt Drugchu ( chin. Zhouqu ) war einst ausschließlich von Tibetern bewohnt. Heute ist nur etwa ein Viertel seiner Bevölkerung tibetisch, und es werden ständig mehr und mehr Han-Chinesen. Ein Student aus Drugchu schrieb in einem Essay: Die Tibeter von Drugchu sind zumeist auf den Oberlauf des Drugkar ( chin. Bailong ) und des Gonba ( ein Nebenfluß des Drugkar ) verteilt. Abgesehen von zwei Dörfern am östlichen Berg, die rein han-chinesisch sind, und ein paar Ortschaften, die gleichermaßen von Han und Tibetern bewohnt sind, leben in den meisten Dörfern nur Tibeter - über 2/3 der Fläche des Bezirks sind in der Tat von Tibetern besiedelt. Vor Ort wird kolportiert, daß die Erdrutsche nicht nur das Resultat der heftigen Regenfälle waren, sondern daß sie ebenso der Zerstörung des Ökosystems durch menschliches Handeln zuzuschreiben sind. Dank des Internets gibt es in dieser Hinsicht einiges an Information, und dazu braucht man nicht einmal den großen Firewall zu überspringen, alle offiziellen Daten, Berichte und Studien liefern genügend Beweismaterial. Die Jahrbücher des Bezirks Drugchu bezeugen, daß dieser Ort schon immer für seine grünen Hügel und seine klaren Wasserläufe bekannt war, für die tosenden Wasser des Bailong Flusses, der sich elegant und anmutig wie eine Khatag durch den ganzen Bezirk zieht, gesäumt von dichten Wäldern und tiefe Täler durchschneidend. Doch diese malerische Landschaft wurde im Laufe der vergangenen 50 Jahre zerstört. 2005 berichteten offizielle Medien, daß von August 1952, als das Forstwirtschaftsamt Drugchu eingerichtet wurde, bis 1990 der gesamte Waldbestand des Bezirks um jährlich 100.000 m3 vermindert worden sei. Die Vegetation litt ebenso, und der dem Ökosystem zugefügte Schaden ist ungeheuerlich. In der Tat sind derartige Situationen nichts Ungewöhnliches auf dem großen, weiten, tibetischen Hochland. Um nur die reichen Naturressourcen der Wälder von Kardze ( chin. Ganzi ) zu nennen, die als Nummer eins aller Wälder in ganz China gelten und die abgesehen von einigen kleineren Abschnitten, die den Einheimischen zum Tempelbau dienten, immer sich selbst überlassen waren und unberührt blieben. Ab 1950 fand dann die Abholzung in riesigem Ausmaße statt, mancher Einschlag war organisiert, andere wiederum willkürlich. Das endete in einem rücksichtslosen, ungeheuerlichen Kahlschlag. Mancherorts ging er so weit, wie beispielsweise im Bezirk Drango ( chin. Luhuo ), wo die Wälder total verschwunden sind und nur noch die kahlen Abhänge dastehen, so daß sogar das Forstamt des Bezirks aufgelöst werden mußte. Die Konsequenzen dieser exzessiven Abholzung machten sich Ende der 90er Jahre bemerkbar, als es am Oberlauf des Yangtse-Flusses zu verheerenden Überschwemmungen kam. Daraufhin führte die chinesische Regierung eine Reihe von neuen politischen Maßnahmen gemäß der Maxime: Besser zu spät als nie ein. In den letzten Jahren jedoch haben sich die Regionalregierungen in Überseinstimmung mit dem Programm der Großen Entwicklung des Westens und dem Ruf nach rascher Wirtschaftsentwicklung folgend überall wieder an die Ausbeutung der Naturressourcen gemacht. Sie sagen, das sei notwendig, um das BIP zu vermehren, aber in Wirklichkeit dient diese Argumentation nur als Deckmäntelchen für Korruption und Gier der Behörden. Ein Bezirk wie Drugchu, der nur etwas über 130.000 Einwohner und etwas über 20 Dörfer aufweist, mußte erleben, wie er seit 2003 mit 47 Projekten zur Wasserkraftnutzung überzogen wurde. 15 Wasserkraftwerke sind bereits im Betrieb, und 14 weitere werden gebaut. Man kann sich nur schwer vorstellen, wo in den reißenden Wassern des Flusses diese vielen Wasserkraftwerke überhaupt entstehen sollen. Ein anderer Netzbürger, der selbst in Drugchu war, wies auf den Schaden hin, der durch den Bergbau in der Gegend verursacht wurde: Als Folge des jahrelangen Goldabbaus weisen die entwaldeten Berghänge nur noch eine dünne Schicht grauschwarzer Erde auf, in den Flüssen und Bächen wimmelt es von Gerätschafen zur Goldschürfung und der Fluß führt eine grauschwarze Lehmbrühe. Nach Aussage der chinesischen Regierung waren die Erdrutsche jedoch eine Naturkatastrophe. Dieser Grund wird immer genannt, wenn es irgendwo zu Katastrophen kommt. Daß das Unglück von Menschenhand verursacht wurde, wird niemals zugegeben oder anerkannt. Doch gibt es ein paar Experten, die zu dem Schluß kamen, daß die entsetzlichen Erdrutsche in der Tat durch die exzessive Entwaldung, sowie durch die Anlage von Wassernutzungssystemen in großem Maßstab ausgelöst wurden, was die Wahrscheinlichkeit für noch mehr ernste ökologische Katastrophen erhöht. Außerdem trugen Fehler bei der urbanen Planung der Bezirkshauptstadt zu dem Desaster bei. Yin Yueping, ein berühmter Experte für die Verhütung ökologischer Katastrophen, sagte bereits angesichts der schweren Erdrutsche und Schlammlawinen, die sich vor zwei Jahren in Dartsedo ( chin. Kangding ) ereigneten: Als ich im Bezirk Kardze war, fragte ich den Bezirkschef, warum er all diese Kraftwerke bauen lasse, wo sie doch so viele Probleme mit sich brächten und außerdem die Gefahr von Erdrutschen in der Bezirksstadt erhöhten; da antwortete er, daß seine jährlichen Steuereinnahmen dank des Baus so vieler Wasserkraftwerke auf 400 Millionen RMB gestiegen seien. Der Geologe Yang Liankang erklärt geradeheraus: Der Bedarf des Staates an Wasserkraft kann doch nicht so dringend sein, daß man dafür auf Menschenleben verzichtet. Ich war nie selbst in Drugchu, aber ich sah umliegende Gegenden, die landschaftlich und den klimatischen Gegebenheiten nach Drugchu sehr ähnlich sind, ich wohnte auch viele Jahre in Kham, so daß mir nun natürlich der Gedanke kommt: Diesmal donnerten diese alles verschlingenden Erd- und Schlammassen wie ein riesiger Drache über Drugchu hinab, aber wo wird er das nächste Mal zuschlagen? Ein Artikel über Twitter setzte mir sehr zu: In den Jahrzehnten vor 1980 wurden fast die gesamten indigenen Wälder der Gegend von Muli ( 2 ) zerstört, in den folgenden Jahren wüteten die Goldgräber wie die Ratten, und im jetzigen Jahrhundert ist es der frenetische Bau der Wasserkraftwerke. Das ehemals ruhige, liebliche und friedvolle Shambala ist zu einem lauten, vulgären und unfreundlichen Ort geworden. Die Katastrophe von Drugchu ist die Ouvertüre für Muli. Die Namen vieler vertrauter tibetischer Landstriche ziehen einer um den anderen vor meinen Augen vorüber, und ich erschaudere! Peking, 10. August 2010 ( 1 ) Die Erdrutschkatastrophe in Zhouqu ( Drugchu ) - von Menschenhand gemacht? ( Woesers Blog ), http://www.igfm-muenchen.de/tibet/Phayul/2010/Mudslide-manmade_10.8.html Wie von der chinesischen Global Times berichtet, stieg die Zahl der Todesopfer bis zum 1. September auf 1.471, während noch 294 Personen vermißt werden. ( 2 ) Autonomer Kreis Muli der Tibeter in der Autonomen Präfektur der Yi, im äußersten Südosten von Kham Quelle: HighPeaksPureEarth, www.HighPeaksPureEarth.com
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Xinhua berichtet von nur einem Toten bei der Auseinandersetzung wegen des Golderzabbaus in OsttibetIGFM München
Am Montag, den 30. August, berichteten die staatlichen chinesischen Medien, bei einer Demonstration letzte Woche habe die Polizei eine Runde von Warnschüssen abgegeben, wobei ein Tibeter durch einen Irrläufer getötet worden sei.Es handelt sich hierbei offensichtlich um denselben Vorfall, über den tibetische Nachrichtendienste im und ...
Am Montag, den 30. August, berichteten die staatlichen chinesischen Medien, bei einer Demonstration letzte Woche habe die Polizei eine Runde von Warnschüssen abgegeben, wobei ein Tibeter durch einen Irrläufer getötet worden sei. Es handelt sich hierbei offensichtlich um denselben Vorfall, über den tibetische Nachrichtendienste im Exil letzte Woche berichteten, und bei dem mindestens drei Tibeter getötet und 30 weitere schwer verletzt wurden, als die Polizei das Feuer auf unbewaffnete Demonstranten eröffnete, die gegen die Erweiterung eines Goldbergwerks protestierten. Die Umwelt in der Gegend trug bereits beachtliche Schäden davon. In einer Nachricht von Radio Free Asia ist die Rede davon, daß bei der Demonstration im Bezirk Palyul ( chin. Baiyu ), TAP Kardze ( chin. Ganzi ), Provinz Sichuan, sogar vier Tibeter ums Leben kamen. Die chinesische staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete am Montag, ein 47jähriger Tibeter namens Babo sei von einem Irrläufer getötet worden, als die Polizei Warnschüsse abgab. Babo habe eine Gruppe von Dörflern angeführt, die die Polizei angegriffen hätten, als es wegen des Mineralabbaus in der Gegend zu einer Auseinandersetzung kam. Diesem Bericht zufolge, der von AP und Reuters am 30. August zitiert wurde, hätte die Polizei zuvor einen Geschäftsmann namens Fu Liang aus der Stadt Mianyang in Sichuan festgenommen, weil er zusammen mit einigen Bewohnern des Dorfes Jiaxu illegal Golderz geschürft und die Weidegebiete des Bezirks dadurch geschädigt habe. Daraufhin seien 30 Dorfbewohner, angeführt von Babo, auf ihren Motorrädern zu der Polizeistation geeilt, um Fu Liangs Freilassung zu fordern. Sie hätten dabei die Polizei mit Messern, Keulen und Steinen angegriffen. Die Polizei mußte Warnschüsse abfeuern, um den Disput zu beenden, und merkte erst später, daß Babo tödlich verwundert worden war. Er wurde eiligst in ein Krankenhaus gebracht, starb aber am 16. August, heißt es bei Xinhua unter Berufung auf einen lokalen Regierungssprecher. Vier Polizisten seien ebenfalls schwer verwundet und 35 Dorfbewohner wegen ihres Angriffs festgenommen worden. Laut Xinhua ereignete sich der Vorfall am 15. August, aber warum die Nachricht erst am 30. August veröffentlicht wurde, wird nicht erwähnt. Die tibetischen Nachrichtendienste im Ausland hatten vorher darüber berichtet: Voice of Tibet ( VOT ) am 23. August, Phayul.com am 24. August und Radio Free Asia ( RFA ) am 26. August ( 1 ). Ebensowenig erwähnt Xinhua die drei anderen Tibeter, die bei dem Vorfall ums Leben gekommen sein könnten. Der Bergbau in Tibet ist eine sehr strittige Angelegenheit. Die Tibeter sind als gläubige Buddhisten traditionsgemäß der Überzeugung, daß die Natur heilig ist und nicht gestört werden darf. Aber nachdem nun immer mehr Bergwerksgesellschaften in Tibet operieren, ist das empfindliche Ökosystem der Region zunehmend gefährdet. Umweltaktivisten sagen, chinesische und ausländische Bergbauunternehmen würden sich die problematische Lage in Tibet zunutze machen und den bisher noch unerschlossenen Reichtum des Landes an Bodeschätzen rücksichtslos auszubeuten. Das tibetische Volk wird dabei nicht nach seiner Meinung gefragt. Die sporadischen Protestaktionen der Tibeter im Exil und der tiefe Schmerz der Tibeter in Tibet, die keine Stimme und kein Mitspracherecht haben, sind zu schwach, um die Autorität Chinas in Frage zu stellen, das die reichen Mineralvorkommen der Region, die bis zu der Besetzung Tibets unangetastet waren, eigenmächtig ausbeutet. In letzter Zeit kam es in verschiedenen Teilen der Region immer wieder zu Protestaktionen von Tibetern gegen die umweltschädigenden Bergwerksoperationen. Der jüngste Vorfall ist bei weitem der folgenschwerste. Am 15. Mai 2010 schoß die Polizei auf Tibeter in einer Zementfabrik in Amdo, als Ortsansässige, die sich um die Verschmutzung durch die Fabrik sorgten, eine Straße neu anlegten, die der Erweiterung der Fabrik zum Opfer gefallen war ( 2 ). Und am 4. Mai 2010 protestierten Tibeter in Markham ( Kham ) gegen die Wiederaufnahme der Arbeit im Bergwerk ( 3 ). Am 21. Mai nahm die Polizei im Bezirk Namling der Präfektur Shigatse, TAR, etwa 30 Tibeter fest, die gegen den Bergwerksbetrieb in ihrer Gegend protestierten ( 4 ). Die chinesische Regierung begann mit der Erschließung und Gewinnung von Bodenschätzen in Tibet in den 50er Jahren. Dieser Industriezweig gewann dann während der Wirtschaftsreformen der 80er und 90er Jahre zunehmend an Bedeutung, blieb jedoch noch relativ klein. Erst seitdem der Bedarf an Rohstoffen in China wuchs und nicht mehr gedeckt werden konnte, wurde der Abbau der Bodenschätze in Tibet forciert. Mit dem Ausbau der Infrastruktur sind die Minerallager immer leichter zugänglich geworden. Ein schlechtes Management und die behördliche Kontrolle über den Bergbau haben sich teilweise sehr negativ auf die Umwelt ausgewirkt. Die Interessen der Ortsansässigen werden jenen der Beamtenschaft und des Staates untergeordnet. Der Bergbau hat in vielen Gegenden bereits schwere Umweltschäden verursacht wie die Degradation des Erdreichs, Verschmutzung des Geländes und der Wasserläufe, Schädigung des Viehbestands und Minderung der Artenvielfalt. ( 1 ) Polizei schießt auf Tibeter, die gegen Goldabbau protestieren - vermutlich vier Todesopfer http://www.igfm-muenchen.de/tibet/RFA/2010/VierTotePalyaul_26.8.html ( 2 ) Protest gegen Verschmutzung durch Zementfabrik in Labrang: 15 Tibeter durch Polizeischüsse verwundet ( RFA ) http://www.igfm-muenchen.de/tibet/RFA/2010/Zementfabrik-Schuesse_18.5.html ( 3 ) Protest gegen Abbau von Bodenschätzen in Markham, 13 Tibeter festgenommen ( RFA ), http://www.igfm-muenchen.de/tibet/RFA/2010/MarkhamMining_17.5.html ( 4 ) Proteste gegen Bergbau im Bezirk Namling: Fünfzig Tibeter festgenommen, http://www.igfm-muenchen.de/tibet/Phayul/2010/MineProtestNamling.html Quelle: Phayul, www.phayul.com
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