|
RESSORTS
104828 Artikel
Android APPS (Neu) Auto und Motorrad Bildung und Weiterbildung Energie und Umwelt Freizeit Gesundheit Immobilien Industrie und Hightech IPad APPS (Neu) IPhone APPS (Neu) IT und Software Karriere und Beruf Kultur Kunst Lifestyle Logistik, Transport und Verkehr Marketing und Vertrieb Marktforschung und Consulting Medien Medien und Telekommunikation Mode Musik, TV, Kino Politik Ratgeber Recht Sport Tourismus, Reise und Freizeit Vereine und Verbände Vermischtes VIP - Künstler Wirtschaft Wissenschaft Wohnen, Bauen, Garten
FeetBurner

Facebook Add
Unique Content
|
|
Tibetischem Demonstrant von 2008 gelingt die Flucht nach IndienIGFM München
Ein Tibeter, der wegen seiner Beteiligung an Protestaktionen gegen die chinesische Herrschaft seit über zwei Jahren von der chinesischen Polizei gesucht wird, ist seinen Verfolgern entkommen und sicher in Indien angelangt.Namsa Wangden, der ursprünglich aus der Stadt Shusor im Bezirk Kardze ( chin. Ganzi ) in der westchinesischen Provinz mit ...
Ein Tibeter, der wegen seiner Beteiligung an Protestaktionen gegen die chinesische Herrschaft seit über zwei Jahren von der chinesischen Polizei gesucht wird, ist seinen Verfolgern entkommen und sicher in Indien angelangt. Namsa Wangden, der ursprünglich aus der Stadt Shusor im Bezirk Kardze ( chin. Ganzi ) in der westchinesischen Provinz Sichuan stammt, erreichte mit seiner Frau und seiner Tochter in der dritten Novemberwoche den indischen Bergort Dharamsala. Wie Wangden einem RFA-Reporter mitteilte, war die Familie zuvor von Tibet über die Grenze nach Nepal gelangt: Anfang November kamen wir im Flüchtlingszentrum von Kathmandu an. Das Vorgehen der nepalesischen Polizei machte uns jedoch Sorgen, daher sind wir so bald wie möglich nach Dharamsala weitergereist, gab er an. Nepal hat in den letzten Jahren enge Verbindungen zu China aufgebaut und schränkt die Bewegungsfreiheit und die Aktivitäten tibetischer Flüchtlinge im Land ein. Mitunter werden sie zwangsweise nach China zurückgeschickt, wenn sie versuchen, die Grenze zu überqueren. Erhöhte Sicherheitsvorkehrungen Wangden, der mit seiner Familie in einer sechsköpfigen Gruppe nach Nepal floh, berichtete, dass die Sicherheitsmaßnahmen in der Gegend, die sie auf ihrem Weg durchquerten, verstärkt worden seien. Die Zahl der chinesischen Grenzpatrouillen war erhöht worden, und es war sehr schwierig für uns, unentdeckt zu bleiben, sagte er. Ich hatte vorher schon einmal die Grenze nach Nepal überquert, als es noch leicht war, aber diesmal sah das Ganze völlig anders aus. An der Grenze hatte man mehrere Kasernen für die Chinesen, die das Gebiet überwachten, gebaut, und es waren ( überall ) Kameras angebracht worden. Wie Wangden berichtete, gelang es der Gruppe beim dritten Versuch, unbemerkt an den Lagern der Grenzsoldaten vorbeizukommen. Wir hörten, daß eine Gruppe von acht Personen versuchte, hinter uns über die Grenze zu kommen, aber sie wurden entdeckt und festgenommen. Versteckt im Wald Wangden hatte sich, wie er sagte, zwei Jahre zuvor an einer Protestkundgebung in Kardze beteiligt. Gemeinsam mit anderen Tibetern hatte er mehr Freiheit gefordert und verlangt, dass das geistliche Oberhaupt der Tibeter, der Dalai Lama, zurückkehren solle, der 1959 nach dem Scheitern des Volksaufstands gegen die chinesische Herrschaft ins indische Exil geflohen war. Als die chinesischen Sicherheitskräfte kamen, setzten sie Eisenstangen und Knüppel ein, und am Ende schossen sie auf uns, berichtete Wangden. Ein Freund rief uns zu, wir sollten wegrennen, aber er selbst schaffte es nicht, ihnen zu entkommen, und wurde mit zwölf weiteren Tibetern verhaftet. Ich konnte in den Wald fliehen und mich zum angrenzenden Kreis Nyagrong durchschlagen. Ich blieb etwa vier Monate in den Wäldern von Nyagrong. Tagsüber aß ich nichts. Dann schloss ich mich einer Gruppe tibetischer Nomaden an, die in der Gegend lebten. Mithilfe eines Freundes erreichte er Lhasa und entschloss sich gemeinsam mit seiner Familie zur Flucht nach Nepal. Er wählte mit seiner Frau, seiner Tochter und anderen dieselbe Route, die er schon einmal genommen hatte. Fast drei Jahre lang war ich auf der Flucht, sagte er. Gewaltsame Auseinandersetzungen des Jahres 2008 Viele Tibeter haben sich jahrelang unter der chinesischen Herrschaft aufgerieben, die, wie sie sagen, die Kultur ihres Landes zerstört und die Menschen in der freien Ausübung ihrer Religion stark eingeschränkt hat. Im März 2008 wurde Lhasa von Unruhen erschüttert, und die Proteste breiteten sich bis in die von Tibetern besiedelten Gebiete Westchinas aus. Dies brachte die Regierung vor den Olympischen Spielen im August 2008 in Beijing in Verlegenheit. Schätzungen der tibetischen Exilregierung in Indien zufolge wurden bei dem anschließenden scharfen Vorgehen mindestens 220 Tibeter getötet und weitere 7000 verhaftet. Quelle: Radio Free Asia, www.rfa.org
Adelheid Dnges IGFM Packenreiterstr. 18 81247 Mnchen Telefon: 089/8113574 Fax: - Internet: http://www.igfm-muenchen.de EMail: tibet@igfm-muenchen.de
Tibetischer Mönch nach Entlassung aus dem Gefängnis ernsthaft krankIGFM München
Ein tibetischer Mönch, der von den chinesischen Behörden drei Jahre lang in Haft gehalten wurde, verließ die Haftanstalt, wo er immer wieder gefoltert worden war, in einem bedenklichen Gesundheitszustand.Jamyang Tenzin wurde im Oktober 2007 festgenommen, weil er sich der politischen Umerziehung in seinem Kloster widersetzt hatte, welche ...
Ein tibetischer Mönch, der von den chinesischen Behörden drei Jahre lang in Haft gehalten wurde, verließ die Haftanstalt, wo er immer wieder gefoltert worden war, in einem bedenklichen Gesundheitszustand. Jamyang Tenzin wurde im Oktober 2007 festgenommen, weil er sich der politischen Umerziehung in seinem Kloster widersetzt hatte, welche die Behörden nach dem Konflikt um das Pferderennenfest in Lithang in der TAP Kardze ( chin. Ganzi ) anordneten. ( 1 ) Wie der in Indien lebende Mönch Lobsang Dawa Rinpoche unter Berufung auf Kontakte in Tibet mitteilt, stand seine Entlassung eigentlich für August an, aber er kam erst am 8. Oktober frei, weil er sich weigerte, die obligatorischen Dokumente zu unterschreiben und die ihm für die Entlassung gestellten Bedingungen zu akzeptieren. Die Tibeter dort wollten ihm einen ehrenvollen Empfang bereiten, aber die chinesischen Behörden verbaten jegliche Art der Zusammenkunft und drohten, ihn ins Gefängnis zurückzubefördern, falls er von seinen Landsleuten in besonderer Weise empfangen würde, fuhr Lobsang Dawa fort. Als seine Familie ihn aus dem Gefängnis abholte, merkten sie, daß er ein schweres Nieren- und Magen-Darm-Leiden hat. Sie brachten ihn in ein Krankenhaus in die Provinzhauptstadt Chengdu, aber sein Zustand ist immer noch sehr schlecht. Adruk Tseten, der in Indien lebt, bestätigte diesen Bericht aufgrund seiner eigenen separaten Quellen. Infolge der schweren Folterung und Schläge, die Jamyang Tenzin in der Haft erlitt, ist seine Gesundheit in einem besorgniserregenden Zustand. Er zog sich ein Nierenleiden zu und hat noch andere Schäden der inneren Organe davongetragen. Jamyang Tenzin war sehr kontaktfreudig, ehe er ins Gefängnis kam, sagte Adruk Tseten. Aber seit seiner Entlassung am 8. Oktober vermeidet er es, mit den Leuten zu reden und hält sich von anderen fern. Seine Angehörigen brachten ihn zweimal zur Behandlung nach Chengdu, aber jetzt ist er in einem örtlichen Krankenhaus in Lithang. In Lithang fand bis vor wenigen Jahren das traditionelle Pferderennen statt. Nach dem Zusammenstoß zwischen den dort ansässigen Tibetern und der Polizei im August 2007 wurde es verboten und fand seither nicht mehr statt. Bei dem Fest 2007 ergriff der Nomade Rongyal Adrak das Mikrophon eines chinesischen Offiziellen und setzte sich vor der versammelten Menge für den im Exil lebenden Dalai Lama ein. Er wurde sofort in Haft genommen und später wegen des Versuchs der Spaltung des Landes und der Untergrabung der Staatsgewalt zu acht Jahren Gefängnis verurteilt. ( 2 ) ( 1 ) 8. Oktober 2007 Zwei Tibeter in Lithang nach patriotischer Umerziehung festgenommen, http://www.igfm-muenchen.de/tibet/TCHRD/2007/AdrukKalgyam_JamyangTenzin.html ( 2 ) 2. August 2010 Seltenes Bildmaterial des kühnen Protestes von Rongye Adak am 1. August 2007 in Lithang, http://www.igfm-muenchen.de/tibet/ftc/2010/RongyeAdrak_3.8.html Quelle Radio Free Asia, www.rfa.org
Adelheid Dnges IGFM Packenreiterstr. 18 81247 Mnchen Telefon: 089/8113574 Fax: - Internet: http://www.igfm-muenchen.de EMail: tibet@igfm-muenchen.de
Woeser: Wo wird das nächste Drugchu sein? - Wo schlägt der Drache das nächste Mal zu?IGFM München
Wo passiert die nächste Katastrophe? ( Belog von Woeser ) Am 8. August, kurz vor Morgendämmerung, kam es in Drugchu zu verheerenden Erdrutschen, gewaltige Schlammlawinen gingen über die Stadt nieder ( 1 ). Der Bezirk Drugchu liegt in der TAP Gannan ( tib. Kanlho ), Präfektur Gansu.Der Distrikt Drugchu ( chin. Zhouqu ) war einst von ...
Wo passiert die nächste Katastrophe? ( Belog von Woeser ) Am 8. August, kurz vor Morgendämmerung, kam es in Drugchu zu verheerenden Erdrutschen, gewaltige Schlammlawinen gingen über die Stadt nieder ( 1 ). Der Bezirk Drugchu liegt in der TAP Gannan ( tib. Kanlho ), Präfektur Gansu. Der Distrikt Drugchu ( chin. Zhouqu ) war einst ausschließlich von Tibetern bewohnt. Heute ist nur etwa ein Viertel seiner Bevölkerung tibetisch, und es werden ständig mehr und mehr Han-Chinesen. Ein Student aus Drugchu schrieb in einem Essay: Die Tibeter von Drugchu sind zumeist auf den Oberlauf des Drugkar ( chin. Bailong ) und des Gonba ( ein Nebenfluß des Drugkar ) verteilt. Abgesehen von zwei Dörfern am östlichen Berg, die rein han-chinesisch sind, und ein paar Ortschaften, die gleichermaßen von Han und Tibetern bewohnt sind, leben in den meisten Dörfern nur Tibeter - über 2/3 der Fläche des Bezirks sind in der Tat von Tibetern besiedelt. Vor Ort wird kolportiert, daß die Erdrutsche nicht nur das Resultat der heftigen Regenfälle waren, sondern daß sie ebenso der Zerstörung des Ökosystems durch menschliches Handeln zuzuschreiben sind. Dank des Internets gibt es in dieser Hinsicht einiges an Information, und dazu braucht man nicht einmal den großen Firewall zu überspringen, alle offiziellen Daten, Berichte und Studien liefern genügend Beweismaterial. Die Jahrbücher des Bezirks Drugchu bezeugen, daß dieser Ort schon immer für seine grünen Hügel und seine klaren Wasserläufe bekannt war, für die tosenden Wasser des Bailong Flusses, der sich elegant und anmutig wie eine Khatag durch den ganzen Bezirk zieht, gesäumt von dichten Wäldern und tiefe Täler durchschneidend. Doch diese malerische Landschaft wurde im Laufe der vergangenen 50 Jahre zerstört. 2005 berichteten offizielle Medien, daß von August 1952, als das Forstwirtschaftsamt Drugchu eingerichtet wurde, bis 1990 der gesamte Waldbestand des Bezirks um jährlich 100.000 m3 vermindert worden sei. Die Vegetation litt ebenso, und der dem Ökosystem zugefügte Schaden ist ungeheuerlich. In der Tat sind derartige Situationen nichts Ungewöhnliches auf dem großen, weiten, tibetischen Hochland. Um nur die reichen Naturressourcen der Wälder von Kardze ( chin. Ganzi ) zu nennen, die als Nummer eins aller Wälder in ganz China gelten und die abgesehen von einigen kleineren Abschnitten, die den Einheimischen zum Tempelbau dienten, immer sich selbst überlassen waren und unberührt blieben. Ab 1950 fand dann die Abholzung in riesigem Ausmaße statt, mancher Einschlag war organisiert, andere wiederum willkürlich. Das endete in einem rücksichtslosen, ungeheuerlichen Kahlschlag. Mancherorts ging er so weit, wie beispielsweise im Bezirk Drango ( chin. Luhuo ), wo die Wälder total verschwunden sind und nur noch die kahlen Abhänge dastehen, so daß sogar das Forstamt des Bezirks aufgelöst werden mußte. Die Konsequenzen dieser exzessiven Abholzung machten sich Ende der 90er Jahre bemerkbar, als es am Oberlauf des Yangtse-Flusses zu verheerenden Überschwemmungen kam. Daraufhin führte die chinesische Regierung eine Reihe von neuen politischen Maßnahmen gemäß der Maxime: Besser zu spät als nie ein. In den letzten Jahren jedoch haben sich die Regionalregierungen in Überseinstimmung mit dem Programm der Großen Entwicklung des Westens und dem Ruf nach rascher Wirtschaftsentwicklung folgend überall wieder an die Ausbeutung der Naturressourcen gemacht. Sie sagen, das sei notwendig, um das BIP zu vermehren, aber in Wirklichkeit dient diese Argumentation nur als Deckmäntelchen für Korruption und Gier der Behörden. Ein Bezirk wie Drugchu, der nur etwas über 130.000 Einwohner und etwas über 20 Dörfer aufweist, mußte erleben, wie er seit 2003 mit 47 Projekten zur Wasserkraftnutzung überzogen wurde. 15 Wasserkraftwerke sind bereits im Betrieb, und 14 weitere werden gebaut. Man kann sich nur schwer vorstellen, wo in den reißenden Wassern des Flusses diese vielen Wasserkraftwerke überhaupt entstehen sollen. Ein anderer Netzbürger, der selbst in Drugchu war, wies auf den Schaden hin, der durch den Bergbau in der Gegend verursacht wurde: Als Folge des jahrelangen Goldabbaus weisen die entwaldeten Berghänge nur noch eine dünne Schicht grauschwarzer Erde auf, in den Flüssen und Bächen wimmelt es von Gerätschafen zur Goldschürfung und der Fluß führt eine grauschwarze Lehmbrühe. Nach Aussage der chinesischen Regierung waren die Erdrutsche jedoch eine Naturkatastrophe. Dieser Grund wird immer genannt, wenn es irgendwo zu Katastrophen kommt. Daß das Unglück von Menschenhand verursacht wurde, wird niemals zugegeben oder anerkannt. Doch gibt es ein paar Experten, die zu dem Schluß kamen, daß die entsetzlichen Erdrutsche in der Tat durch die exzessive Entwaldung, sowie durch die Anlage von Wassernutzungssystemen in großem Maßstab ausgelöst wurden, was die Wahrscheinlichkeit für noch mehr ernste ökologische Katastrophen erhöht. Außerdem trugen Fehler bei der urbanen Planung der Bezirkshauptstadt zu dem Desaster bei. Yin Yueping, ein berühmter Experte für die Verhütung ökologischer Katastrophen, sagte bereits angesichts der schweren Erdrutsche und Schlammlawinen, die sich vor zwei Jahren in Dartsedo ( chin. Kangding ) ereigneten: Als ich im Bezirk Kardze war, fragte ich den Bezirkschef, warum er all diese Kraftwerke bauen lasse, wo sie doch so viele Probleme mit sich brächten und außerdem die Gefahr von Erdrutschen in der Bezirksstadt erhöhten; da antwortete er, daß seine jährlichen Steuereinnahmen dank des Baus so vieler Wasserkraftwerke auf 400 Millionen RMB gestiegen seien. Der Geologe Yang Liankang erklärt geradeheraus: Der Bedarf des Staates an Wasserkraft kann doch nicht so dringend sein, daß man dafür auf Menschenleben verzichtet. Ich war nie selbst in Drugchu, aber ich sah umliegende Gegenden, die landschaftlich und den klimatischen Gegebenheiten nach Drugchu sehr ähnlich sind, ich wohnte auch viele Jahre in Kham, so daß mir nun natürlich der Gedanke kommt: Diesmal donnerten diese alles verschlingenden Erd- und Schlammassen wie ein riesiger Drache über Drugchu hinab, aber wo wird er das nächste Mal zuschlagen? Ein Artikel über Twitter setzte mir sehr zu: In den Jahrzehnten vor 1980 wurden fast die gesamten indigenen Wälder der Gegend von Muli ( 2 ) zerstört, in den folgenden Jahren wüteten die Goldgräber wie die Ratten, und im jetzigen Jahrhundert ist es der frenetische Bau der Wasserkraftwerke. Das ehemals ruhige, liebliche und friedvolle Shambala ist zu einem lauten, vulgären und unfreundlichen Ort geworden. Die Katastrophe von Drugchu ist die Ouvertüre für Muli. Die Namen vieler vertrauter tibetischer Landstriche ziehen einer um den anderen vor meinen Augen vorüber, und ich erschaudere! Peking, 10. August 2010 ( 1 ) Die Erdrutschkatastrophe in Zhouqu ( Drugchu ) - von Menschenhand gemacht? ( Woesers Blog ), http://www.igfm-muenchen.de/tibet/Phayul/2010/Mudslide-manmade_10.8.html Wie von der chinesischen Global Times berichtet, stieg die Zahl der Todesopfer bis zum 1. September auf 1.471, während noch 294 Personen vermißt werden. ( 2 ) Autonomer Kreis Muli der Tibeter in der Autonomen Präfektur der Yi, im äußersten Südosten von Kham Quelle: HighPeaksPureEarth, www.HighPeaksPureEarth.com
Adelheid Dnges IGFM Packenreiterstr. 18 81247 Mnchen Telefon: 089/8113574 Fax: - Internet: http://www.igfm-muenchen.de EMail: tibet@igfm-muenchen.de
Xinhua berichtet von nur einem Toten bei der Auseinandersetzung wegen des Golderzabbaus in OsttibetIGFM München
Am Montag, den 30. August, berichteten die staatlichen chinesischen Medien, bei einer Demonstration letzte Woche habe die Polizei eine Runde von Warnschüssen abgegeben, wobei ein Tibeter durch einen Irrläufer getötet worden sei.Es handelt sich hierbei offensichtlich um denselben Vorfall, über den tibetische Nachrichtendienste im und ...
Am Montag, den 30. August, berichteten die staatlichen chinesischen Medien, bei einer Demonstration letzte Woche habe die Polizei eine Runde von Warnschüssen abgegeben, wobei ein Tibeter durch einen Irrläufer getötet worden sei. Es handelt sich hierbei offensichtlich um denselben Vorfall, über den tibetische Nachrichtendienste im Exil letzte Woche berichteten, und bei dem mindestens drei Tibeter getötet und 30 weitere schwer verletzt wurden, als die Polizei das Feuer auf unbewaffnete Demonstranten eröffnete, die gegen die Erweiterung eines Goldbergwerks protestierten. Die Umwelt in der Gegend trug bereits beachtliche Schäden davon. In einer Nachricht von Radio Free Asia ist die Rede davon, daß bei der Demonstration im Bezirk Palyul ( chin. Baiyu ), TAP Kardze ( chin. Ganzi ), Provinz Sichuan, sogar vier Tibeter ums Leben kamen. Die chinesische staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete am Montag, ein 47jähriger Tibeter namens Babo sei von einem Irrläufer getötet worden, als die Polizei Warnschüsse abgab. Babo habe eine Gruppe von Dörflern angeführt, die die Polizei angegriffen hätten, als es wegen des Mineralabbaus in der Gegend zu einer Auseinandersetzung kam. Diesem Bericht zufolge, der von AP und Reuters am 30. August zitiert wurde, hätte die Polizei zuvor einen Geschäftsmann namens Fu Liang aus der Stadt Mianyang in Sichuan festgenommen, weil er zusammen mit einigen Bewohnern des Dorfes Jiaxu illegal Golderz geschürft und die Weidegebiete des Bezirks dadurch geschädigt habe. Daraufhin seien 30 Dorfbewohner, angeführt von Babo, auf ihren Motorrädern zu der Polizeistation geeilt, um Fu Liangs Freilassung zu fordern. Sie hätten dabei die Polizei mit Messern, Keulen und Steinen angegriffen. Die Polizei mußte Warnschüsse abfeuern, um den Disput zu beenden, und merkte erst später, daß Babo tödlich verwundert worden war. Er wurde eiligst in ein Krankenhaus gebracht, starb aber am 16. August, heißt es bei Xinhua unter Berufung auf einen lokalen Regierungssprecher. Vier Polizisten seien ebenfalls schwer verwundet und 35 Dorfbewohner wegen ihres Angriffs festgenommen worden. Laut Xinhua ereignete sich der Vorfall am 15. August, aber warum die Nachricht erst am 30. August veröffentlicht wurde, wird nicht erwähnt. Die tibetischen Nachrichtendienste im Ausland hatten vorher darüber berichtet: Voice of Tibet ( VOT ) am 23. August, Phayul.com am 24. August und Radio Free Asia ( RFA ) am 26. August ( 1 ). Ebensowenig erwähnt Xinhua die drei anderen Tibeter, die bei dem Vorfall ums Leben gekommen sein könnten. Der Bergbau in Tibet ist eine sehr strittige Angelegenheit. Die Tibeter sind als gläubige Buddhisten traditionsgemäß der Überzeugung, daß die Natur heilig ist und nicht gestört werden darf. Aber nachdem nun immer mehr Bergwerksgesellschaften in Tibet operieren, ist das empfindliche Ökosystem der Region zunehmend gefährdet. Umweltaktivisten sagen, chinesische und ausländische Bergbauunternehmen würden sich die problematische Lage in Tibet zunutze machen und den bisher noch unerschlossenen Reichtum des Landes an Bodeschätzen rücksichtslos auszubeuten. Das tibetische Volk wird dabei nicht nach seiner Meinung gefragt. Die sporadischen Protestaktionen der Tibeter im Exil und der tiefe Schmerz der Tibeter in Tibet, die keine Stimme und kein Mitspracherecht haben, sind zu schwach, um die Autorität Chinas in Frage zu stellen, das die reichen Mineralvorkommen der Region, die bis zu der Besetzung Tibets unangetastet waren, eigenmächtig ausbeutet. In letzter Zeit kam es in verschiedenen Teilen der Region immer wieder zu Protestaktionen von Tibetern gegen die umweltschädigenden Bergwerksoperationen. Der jüngste Vorfall ist bei weitem der folgenschwerste. Am 15. Mai 2010 schoß die Polizei auf Tibeter in einer Zementfabrik in Amdo, als Ortsansässige, die sich um die Verschmutzung durch die Fabrik sorgten, eine Straße neu anlegten, die der Erweiterung der Fabrik zum Opfer gefallen war ( 2 ). Und am 4. Mai 2010 protestierten Tibeter in Markham ( Kham ) gegen die Wiederaufnahme der Arbeit im Bergwerk ( 3 ). Am 21. Mai nahm die Polizei im Bezirk Namling der Präfektur Shigatse, TAR, etwa 30 Tibeter fest, die gegen den Bergwerksbetrieb in ihrer Gegend protestierten ( 4 ). Die chinesische Regierung begann mit der Erschließung und Gewinnung von Bodenschätzen in Tibet in den 50er Jahren. Dieser Industriezweig gewann dann während der Wirtschaftsreformen der 80er und 90er Jahre zunehmend an Bedeutung, blieb jedoch noch relativ klein. Erst seitdem der Bedarf an Rohstoffen in China wuchs und nicht mehr gedeckt werden konnte, wurde der Abbau der Bodenschätze in Tibet forciert. Mit dem Ausbau der Infrastruktur sind die Minerallager immer leichter zugänglich geworden. Ein schlechtes Management und die behördliche Kontrolle über den Bergbau haben sich teilweise sehr negativ auf die Umwelt ausgewirkt. Die Interessen der Ortsansässigen werden jenen der Beamtenschaft und des Staates untergeordnet. Der Bergbau hat in vielen Gegenden bereits schwere Umweltschäden verursacht wie die Degradation des Erdreichs, Verschmutzung des Geländes und der Wasserläufe, Schädigung des Viehbestands und Minderung der Artenvielfalt. ( 1 ) Polizei schießt auf Tibeter, die gegen Goldabbau protestieren - vermutlich vier Todesopfer http://www.igfm-muenchen.de/tibet/RFA/2010/VierTotePalyaul_26.8.html ( 2 ) Protest gegen Verschmutzung durch Zementfabrik in Labrang: 15 Tibeter durch Polizeischüsse verwundet ( RFA ) http://www.igfm-muenchen.de/tibet/RFA/2010/Zementfabrik-Schuesse_18.5.html ( 3 ) Protest gegen Abbau von Bodenschätzen in Markham, 13 Tibeter festgenommen ( RFA ), http://www.igfm-muenchen.de/tibet/RFA/2010/MarkhamMining_17.5.html ( 4 ) Proteste gegen Bergbau im Bezirk Namling: Fünfzig Tibeter festgenommen, http://www.igfm-muenchen.de/tibet/Phayul/2010/MineProtestNamling.html Quelle: Phayul, www.phayul.com
Adelheid Dnges IGFM Packenreiterstr. 18 81247 Mnchen Telefon: 089/8113574 Fax: - Internet: http://www.igfm-muenchen.de EMail: tibet@igfm-muenchen.de
Polizei schießt auf Tibeter, die gegen Goldabbau protestieren - vermutlich vier TodesopferIGFM München
Mindestens vier Tibeter könnten bei einem Zusammenstoß mit der Polizei wegen der geplanten Vergrößerung eines Bergwerks im Bezirk Palyul ( chin. Baiyu ) in der TAP Kardze ( Ganzi ), Provinz Sichuan, getötet worden sein.Wie aus tibetischen Quellen verlautet, ging die Polizei mit tödlicher Gewalt gegen eine Gruppe von vor, ...
Mindestens vier Tibeter könnten bei einem Zusammenstoß mit der Polizei wegen der geplanten Vergrößerung eines Bergwerks im Bezirk Palyul ( chin. Baiyu ) in der TAP Kardze ( Ganzi ), Provinz Sichuan, getötet worden sein. Wie aus tibetischen Quellen verlautet, ging die Polizei mit tödlicher Gewalt gegen eine Gruppe von Tibetern vor, die sich gegen eine Ausweitung des Golderzbergbaus wandten, weil dieser ihrer Umwelt enormen Schaden zufüge. Mindestens vier Personen seien ums Leben gekommen, als die Polizeioffiziere mit scharfer Munition auf eine vor den Gebäuden der Bezirksregierung versammelte Menschenmenge schossen. Bei dieser Schießerei am 17. August wurden bis zu 30 Tibeter verwundet, einige davon so schwer, daß sie nun in der Provinzhauptstadt Chengdu ärztlich behandelt werden. Die Zahl der Toten konnte aus unabhängiger Quelle noch nicht bestätigt werden. Ein in Nepal lebender Tibeter, Drakpa Yeshe, sagte am 25. August, er habe mit seinen Verwandten in der betreffenden Gegend gesprochen. "Die Schwerverletzten wurden in ein Krankenhaus nach Chengdu gebracht. Zwei von ihnen sollen in kritischem Zustand sein". Der in Indien lebende Mönch Drime Gyaltsen sagte, er habe aus Quellen in Palyul erfahren, daß zusätzliche Sicherheitskräfte in die Gegend entsandt worden seien, um potentielle Unruhen im Keim zu ersticken: "Truppenverstärkungen trafen in den benachbarten Bezirken Kardze und Dege ein. Im Augenblick sind alle nach Palyul führenden Straßen blockiert, und die Bewohner dürfen sich nicht frei bewegen". Auf einen Anruf bei der Polizeistation von Palyul hin antwortete der diensthabende Beamte, er sei erst kürzlich eingestellt worden und daher nicht genau im Bilde über das Geschehen. "Dieser Vorfall ist noch nicht ganz geklärt. Ich kenne keine Einzelheiten. Rufen Sie morgen an, dann sind meine Vorgesetzten im Büro". Drime Gyaltsen fuhr fort, am oder um den 13. August herum seien einige Tibeter, angeführt von Tashi Sangpo, aus dem zur Gemeinde Tromtar gehörenden Dorf Sharchu Gyashoe zu der Bezirksverwaltung gegangen, um ihre Bedenken über eine Ausweitung der Bergbauaktivitäten in der Gegend vorzubringen. Sie klagten, daß der von der chinesischen Gesellschaft Kartin betriebene Golderzabbau ihrem Ackerland und den Weidegebieten bereits schweren Schaden zugefügt habe. Die Äcker hätten ihre Fruchtbarkeit verloren und außerdem sei die Gegend von zu vielen Menschen überschwemmt worden. "Die Beamten in der Bezirksverwaltung wollten ihre Beschwerden jedoch nicht hören und ließen die Tibeter statt dessen festnehmen", fuhr Drime Gyaltsen fort. "Die tibetischen Dorfbewohner sahen in dieser Handlung eine beabsichtigte Schikane, und etwa 40 weitere Tibeter eilten in die Bezirkshauptstadt, um die Freilassung der Festgenommen sowie eine Entschädigung für den Verlust ihres Ackerlandes zu fordern". Die Tibeter harrten drei Tage vor dem Gebäuden der Bezirksregierung aus, bis die Polizei in den frühen Morgenstunden des vierten Tages ein Gas gegen sie einsetzte, das sie handlungsunfähig machen sollte, um sie dann in bereitstehenden Fahrzeugen wegzuschaffen, berichtete Gyaltsen weiter. "Als einige durch das Gas betäubte Protestierende in die Fahrzeuge gezwängt wurden, fingen die anderen, die unbeeinträchtigt geblieben waren, an zu schreien und zu protestieren. In diesem Augenblick schossen die Polizisten auf sie." "Als erstes richteten sie ihre Feuerwaffen gegen Tashi Sangpo, Er wurde ins Bein getroffen, und einige Verwandte stürzten zu seiner Hilfe herbei. In dem Tumult der Schießerei wurde ein Tibeter auf der Stelle getötet und etwa 30 verletzt. Fünf davon seien schwer verletzt worden". "Bei dem Handgemenge erlitten auch zwei Polizisten Verletzungen, einer wurde am Auge verwundet und der andere erlitt Verletzungen an Armen und Beinen". Die tibetische Website Phayul.com berichtete, drei Tibeter seien bei dem Vorfall ums Leben gekommen, darunter Tashi Sangpos Verwandte Soeso und Papho. Ein Beamter in der Bezirksverwaltung von Palyul sagte am Telefon, die Verhandlungen mit den tibetischen Bittstellern seien noch im Gange. "Bezüglich dieses Vorfalls wurden einige Kompromisse geschlossen und Verhandlungen werden geführt", sagte er. "Wir sind uns bewußt, daß die Bergwerksoperationen sich negativ auf die Umwelt auswirken. Die chinesische Regierung wird daher die Aktivitäten zum Goldabbau untersuchen lassen." Seit fast 20 Jahren betreibt die Bergbaugesellschaft Kartin aus Shanghai Goldminen in der Gegend, doch im August 2006 steigerte sie deren Kapazität und begann mit dem Goldabbau im großen Maßstabe. Im Verlauf der letzten vier Jahre hat die Firma immer mehr schweres Gerät und Maschinen herangeschafft, um ihre Operationen auszuweiten. Die meisten Angestellten der Firma sind aus Shanghai. Zusätzlich zu den Bedenken wegen der Verschmutzung der Umwelt machen sich die dortlebenden Tibeter auch Sorgen, daß eine Ausweitung des Bergbaus zu Naturkatastrophen führen könnte. Die Bezirke Drugchu ( chin. Zhouqu ) in der Provinz Gansu und Gyegudo ( chin. Yushu ) in der Provinz Qinghai wurden erst kürzlich von entsetzlichen Katastrophen wie Schlammlawinen und einem verheerenden Erdbeben heimgesucht. Viele Tibeter in der Gegend glauben, daß diese teilweise von dem Bergbau und der Ausschachtung des Erdreichs verursacht wurden. Tibet, das auf Chinesisch Xizang, die "Westliche Schatztruhe", genannt wird, verfügt mit über die größten Goldvorkommen in ganz China. Die Bergbauoperationen in den tibetischen Gebieten Chinas haben schon öfters zu Konfrontationen mit den einheimischen Tibetern geführt, die den chinesischen Firmen vorwerfen, daß sie bei dem ausbeuterischen Abbau der örtlichen Bodenschätze ihre Stätten spiritueller Bedeutung schänden und die Umwelt schwer verschmutzen. Quelle: Radio Free Asia, www.rfa.org
Adelheid Dnges IGFM Packenreiterstr. 18 81247 Mnchen Telefon: 089/8113574 Fax: - Internet: http://www.igfm-muenchen.de EMail: tibet@igfm-muenchen.de
China schlägt politisches Kapital aus dem Erdbeben in Osttibet - Die Medien führen die Welt mit ihren China-Erdbeben Schlagzeilen in die IrreIGFM München
De Schlagzeilen über das "Erdbeben in China", die weltweit von den internationalen Medien verwendet werden, verschleiern, daß die Katastrophe in Tibet stattfand und eine Gegend auf dem tibetischen Hochland mit ausgesprochenem tibetischem Charakter traf.Die wichtigsten internationalen Medien und Sender betitelten ihre Berichte heute ...
De Schlagzeilen über das "Erdbeben in China", die weltweit von den internationalen Medien verwendet werden, verschleiern, daß die Katastrophe in Tibet stattfand und eine Gegend auf dem tibetischen Hochland mit ausgesprochenem tibetischem Charakter traf.
Die wichtigsten internationalen Medien und Sender betitelten ihre Berichte heute mit "Chinas nationaler Trauertag für die Erdbebenopfer in China". Free Tibet befürchtet, daß die ständige Berichterstattung mit nur auf China bezogenen Überschriften zu einer entstellten Sicht durch die chinesische Brille führen könnte, wobei nicht deutlich wird, daß die Tragödie die Tibeter betroffen hat. Free Tibet befürchtet ebenfalls, daß diese irreführenden Schlagzeilen dazu führen könnten, daß die Bedürfnisse der Tibeter, die den überwiegenden Anteil der Bevölkerung von Yushu stellen, unberücksichtigt bleiben, wenn die unmittelbaren Bergungsarbeiten und die Katastrophenhilfe von einer langfristigen Phase des Wiederaufbaus der heimgesuchten Gegend abgelöst werden. Diese irreführenden Überschriften kommen auch den zunehmenden Bemühungen der chinesischen Administration, das Erdbeben zu politisieren, zugute. Diese betont immer wieder die von den chinesischen Helfern geleisteten Bergungsarbeiten und spielt die Rolle, welche die tibetischen Mönche bei dem Rettungswerk einnahmen, herunter. Vor wenigen Tagen äußerte der chinesische Propagandachef Li Changchun, wie von Xinhua berichtet: "Chinas höchste Entscheidungsträger, die neun Mitglieder des Ständigen Ausschusses des Politbüros, trafen sich gestern spät abends in Peking, um eine Strategie für die Erdbebenhilfe zu konzipieren." Dabei bezeichnete der Propagandachef Li Changchun das Erdbeben und die Rettungsarbeiten als eine gute Gelegenheit für die Kommunistische Partei, ihr Image aufzubessern. "Wir sollten die Arbeit der Volksbefreiungsarmee, der bewaffneten Polizei, der Polizeioffiziere, Feuerwehrmänner und des medizinischen Personals bei der Rettung von Menschenleben nachdrücklich herausstellen und für eine breite Publizität sorgen". Li fügte dann noch hinzu, die Medien sollten die Beschlüsse der KP und Zentralregierung im Hinblick auf das Erdbeben unverzüglich veröffentlichen. In einem Artikel von AP steht, daß tibetische Mönche, die eine führende Rolle bei den Bergungsarbeiten spielten, zum Verlassen der Gegend aufgefordert wurden. Im staatlichen Fernsehen, das die Trauerzeremonie in allen Einzelheiten übertrug, sah man keine Mönche. Statt dessen wurde immer wieder die Leistung Chinas bei der Katastrophenhilfe betont, indem die chinesische Flagge auf Halbmast wehten und eine Rede des Parteisekretärs von Qinghai bei einer Zeremonie in Yushu wiedergegeben wurde. AP berichtete, die Anordnung, daß die Mönche Yushu schnellstens zu verlassen hätten, sei vom Amt für Religiöse Angelegenheiten der Präfektur Kardze ergangen. Die tibetische Schriftstellerin Woeser hatte auch über ihre eigenen Kontakte zu dem betroffenen Gebiet erfahren, daß die Mönche gegen ihren Willen von dortigen Dienststellen zum Verlassen der Gegend gezwungen werden, die ihnen drohen: "Ihr müßt jetzt gehen, andernfalls werdet ihr große Probleme bekommen." Matt Whitticase, der Pressesprecher von Free Tibet, kommentierte die Nachricht, daß die Mönche zum Verlassen der Gegend gezwungen werden, folgendermaßen: "Chinas Absicht, sogar diese entsetzliche Tragödie Tibets für sich auszuschlachten, ist in bedrückender Weise wenig überraschend. Das geschickte Ausradieren der Reaktion der Tibeter auf eine im wahrsten Sinne des Wortes tibetische Tragödie zeigt, wie notwendig es ist, daß die internationale Gemeinschaft alles unternimmt, um sicherzustellen, daß die Finanzierung des Wiederaufbaus transparent verläuft und sich in erster Linie an den humanitären Bedürfnissen des tibetischen Volkes orientiert und nicht den politischen Zwecken der chinesischen kommunistischen Partei und ihrer Mitläufer in Tibet zugute kommt." In einem anderen Artikel in The Asia Sentinel zitierte der allgemein anerkannte China-Analyst Willy Lam "politische Quellen in Peking", die besagen, daß die Hauptsorge der chinesischen Führung bei dem Umgang mit dem Erdbebens die sei, den politischen Fallout auf Yushu und die unmittelbaren Nachbargebiete zu begrenzen. Lam fügte hinzu, daß die offiziellen chinesischen Medien angewiesen wurden, den Einsatz der tibetischen Mönche bei den Rettungsarbeiten herunterzuspielen. Statt dessen, so Lam, "wurden am Tag nach dem Erdbeben chinesische Zeitungen und Websites gemahnt, sich auf positive Aspekte zu konzentrieren, hauptsächlich darauf, wie die Soldaten, Polizisten, bewaffnete Volkspolizisten, Feuerwehrleute und anderes Personal, das Peking nach Qinghai entsandte, trotz des Sauerstoffmangels und der Minustemperaturen auf dem Hochland heroische Arbeit leisteten". Das beste Beispiel dafür, wie China auf eine humanitäre Katastrophe vor allem politisch reagiert, ist die Weigerung, dem Dalai Lama trotz seines diesbezüglichen Gesuchs eine Erlaubnis zum Besuch dieser von einer tragischen Katastrophe heimgesuchten tibetischen Gegend zu geben. Eine umfangreiche Galerie des Erdbebens und der Rettungsarbeiten mit Bildern, die ein Mönch aus Tibet sandte, gibt es unter http://picasaweb.google.com.au/aenpokyabgon/AllKyegu2010EarthquakePhotos?featdirectlink#, Kurzlink: http://www.flexform.de/pyzlabci Quelle: Free Tibet, London, www.freetibet.org
Die Tibeter haben auch fast sechzig Jahre nach dem Einmarsch chinesischer Truppen keine Mitbestimmung in ihrem eigenen Land. Freiheitsrechte existieren für sie nicht, jede Form von Protest oder Kritik am Regime hat Gewaltanwendung, willkürliche Verhaftungen und Folter zur Folge. Seit über 50 Jahren wird Tibet brutal von China unterdrückt, es findet ein regelrechter Völkermord statt, detaillierte Informationen, siehe: www.igfm-muenchen.de/tibet/tibetstart.html
Adelheid Dnges IGFM Packenreiterstr. 18 81247 Mnchen Telefon: 089/8113574 Fax: - Internet: http://www.igfm-muenchen.de EMail: tibet@igfm-muenchen.de
China verurteilt Tulku Phurbu Tsering zu achteinhalb Jahren GefängnisIGFM München
Das Mittlere Volksgericht von Kardze (chin. Ganzi) in Dartsedo (chin. Kangding) verurteilte den bekannten tibetischen Lama Tulku Phurbu Tsering Rinpoche am 23. Dezember 2009 zu acht Jahren und sechs Monaten Gefängnis, wie das Tibetische Zentrum für Menschenrechte und Demokratie, www.tchrd.org, aus zuverlässiger Quelle erfuhr.Der Quelle ...
Das Mittlere Volksgericht von Kardze (chin. Ganzi) in Dartsedo (chin. Kangding) verurteilte den bekannten tibetischen Lama Tulku Phurbu Tsering Rinpoche am 23. Dezember 2009 zu acht Jahren und sechs Monaten Gefängnis, wie das Tibetische Zentrum für Menschenrechte und Demokratie, www.tchrd.org, aus zuverlässiger Quelle erfuhr. Der Quelle zufolge erhielten einige Angehörige des Tulku einen Tag vor der Gerichtsverhandlung eine Mitteilung von dem Gericht über den bevorstehenden Prozeß, woraufhin mindestens fünf von ihnen an der Verhandlung vor dem Mittleren Volksgericht von Kardze teilnahmen, um das Urteil zu vernehmen. Es ist nicht eindeutig, welcher Delikte wegen der Tulku schuldig gesprochen wurde. Die zwei Verteidiger aus Peking, die ihn zuerst vertraten, waren bei der Verurteilung nicht zugegen. Wie unsere Quelle angibt, erschien ein neuer Verteidiger bei Gericht. Gegenwärtig ist der Tulku in dem Haftzentrum des Public Security Bureau in Dartsedo inhaftiert. Der 52jährige Tulku Phurbu Tsering Rinpoche ist ein hoch angesehener wiedergeborener Lama des Klosters Tehor Kardze im Bezirk Kardze, TAP Kardze, Provinz Sichuan. Er steht dort den Nonnenklöstern Pangrina und Yatseg vor. Da er eine charismatische Persönlichkeit ist, war er stets eine Quelle der Inspiration und Hoffnung für die Tibeter seiner Gegend; er baute ein Altenheim und eröffnete zwei Apotheken für die örtliche Bevölkerung. Phurbu Tsering wurde am 18. Mai 2008 festgenommen, vier Tage, nachdem etwa 80 Nonnen der Klöster Pangrina und Yatseg auf die Straße gegangen waren, um friedlich gegen die Kampagne der patriotischen Erziehung zu protestieren. Dabei werden die Tibeter unter Druck gesetzt, ihr spirituelles Oberhaupt, den Dalai Lama, zu diffamieren. Wie aus der Gegend verlautet, wohnen im Kloster Pangrina seit den Protesten und den darauf folgenden von der Regierung eingeführten Restriktionen kaum noch Nonnen. Seit seiner Festnahme letztes Jahr hörte man nichts mehr über Tulku Phurbu Tsering, bis am 21. April 2009 bekannt wurde, daß er vor Gericht gestellt werden würde. Einer seiner Pekinger Anwälte, Li Fangping, äußerte AP gegenüber, daß das Mittlere Volksgericht von Kardze in Dartsedo wegen des illegalen Besitzes von Waffen ein Verfahren gegen den Tulku eingeleitet habe. Die Staatsanwaltschaft behauptet, bei einer polizeilichen Durchsuchung seien eine Pistole und über 100 Schuß Munition und Patronen unter einem Bett in Phurbu Tserings Wohnzimmer gefunden worden. Der Verteidiger argumentierte jedoch, dem Tulku sei dieses Delikt in die Schuhe geschoben worden. Er bezeichnete die Anklage als "unhaltbar", weil die Polizei ihn nicht gefragt habe, woher diese Waffen kämen, noch die Fingerabdrücke darauf untersucht wurden. Es heißt, der Tulku sei im Bezirkshaftzentrum in Drango (chin. Luhuo), wo er zuerst inhaftiert war, vier Tage und Nächte gefoltert worden, um ihn zu einem Geständnis zu zwingen. Nach Auskunft seines Anwalts drohte die Polizei sogar, seine Frau und seinen Sohn festzunehmen, falls er sich nicht gefügig zeige. Solche durch Folter erpreßten Geständnisse dürfen nicht vor Gericht verwendet werden, um einen Verdächtigen strafrechtlich zu verfolgen. Ein derartiges Handeln verletzt nämlich die internationalen Rechtsnormen und verstößt auch gegen den Art. 43 der revidierten chinesischen Strafprozeßordnung, in der steht: "Der Einsatz von Folter, um Geständnisse zu erpressen, und die Beibringung von Beweismaterial durch Drohung, Anreiz, Täuschung oder andere ungesetzliche Mittel sind streng verboten". Das Tibetische Zentrum für Menschenrechte und Demokratie ist entsetzt über dieses Gerichtsurteil. Es ruft die internationale Gemeinschaft auf, angesichts dieser ungerechten Verurteilung des Tulku zu intervenieren. Er wurde unter fadenscheinigen Anklagen verurteilt, nur auf Grund von durch Folter von ihm erpreßter Aussagen, was einen Verstoß gegen die chinesische Strafprozeßordnung und das internationale Gesetz darstellt.
Die Tibeter haben auch fast sechzig Jahre nach dem Einmarsch chinesischer Truppen keine Mitbestimmung in ihrem eigenen Land. Freiheitsrechte existieren für sie nicht, jede Form von Protest oder Kritik am Regime hat Gewaltanwendung, willkürliche Verhaftungen und Folter zur Folge. Seit über 50 Jahren wird Tibet brutal von China unterdrückt, es findet ein regelrechter Völkermord statt, detaillierte Informationen, siehe: www.igfm-muenchen.de/tibet/tibetstart.html
Adelheid Dönges IGFM Packenreiterstr. 18 81247 München Telefon: 089/8113574 Fax: - Internet: http://www.igfm-muenchen.de EMail: tibet@igfm-muenchen.de
Tibetische Nonne aus Kardze stirbt unter mysteriösen Umständen in einem Krankenhaus in ChengduIGFM München
Die tibetische Nonne Yangkyi Dolma aus Kardze, TAP Kardze, Provinz Sichuan, die am 24. März d.J. festgenommen worden war *, starb am frühen Morgen des 6. Dezember in einem Krankenhaus in der Provinzhauptstadt Sichuans Chengdu, wie das Tibetische Zentrum für Menschenrechte und Demokratie aus bestätigter Quelle erfuhr.Am 24. August, ...
Die tibetische Nonne Yangkyi Dolma aus Kardze, TAP Kardze, Provinz Sichuan, die am 24. März d.J. festgenommen worden war *, starb am frühen Morgen des 6. Dezember in einem Krankenhaus in der Provinzhauptstadt Sichuans Chengdu, wie das Tibetische Zentrum für Menschenrechte und Demokratie aus bestätigter Quelle erfuhr. Am 24. August, genau sechs Monate nach ihrer Festnahme, überstellten die Sicherheitskräfte des Bezirks Kardze die Nonne dem Mittleren Volksgericht von Kardze. Es gibt jedoch keinerlei Information darüber, ob sie formell vor Gericht gestellt und verurteilt wurde. Ebenso wurde die Nonne Sonam Yangchen, die zusammen mit Yangkyi demonstrierte und mit ihr verhaftet wurde, dem Gericht überstellt, doch über ihren Status, ihren körperlichen und mentalen Zustand ist nichts bekannt. Der Quelle zufolge bekam Yankyi Dolmas Familie die Leiche nicht ausgehändigt, ebensowenig weiß sie, ob eine Obduktion durchgeführt wurde, um die Todesursache zu ermitteln. Aus der Quelle verlautet nur, am 3. Dezember habe das Public Security Bureau (PSB) des Bezirks Kardze die Familie informiert, daß Yangkyi Dolma in prekärem Gesundheitszustand im staatlichen Krankenhaus von Chengdu liege. Die Angehörigen eilten sofort nach Chengdu, aber unterwegs in Dartsedo, von wo aus es noch 12 Stunden Busfahrt nach Chengdu sind, erfuhren sie, daß Yangkyi bereits gestorben sei. Yangkyi Dolma und Sonam Yangchen vom Kloster Lamdrag (zuerst als Dragkar genannt) im Bezirk Kardze, TAP Kardze, Provinz Sichuan, protestierten am 24. März 2009 um etwa drei Uhr nachmittags völlig friedlich auf dem Hauptmarktplatz der Stadt Kardze. Sie riefen Parolen mit der Forderung nach der baldigen Rückkehr des Dalai Lama nach Tibet, nach der Einhaltung der Menschenrechte und Religionsfreiheit in Tibet. Beide Nonnen wurden noch am Ort der Demonstration von den Sicherheitskräften brutal zusammengeschlagen. Wie es heißt, verteilte Yangkyi Dolma während ihrer kurzen Protestaktion einen Stapel mit eigener Hand geschriebener Pamphleten. Es dauerte nicht lange, bis paramilitärische Kräfte die beiden Nonnen am Ort des Geschehens festnahmen und sie mit Eisenstangen und elektrischen Schlagstöcken brutal mißhandelten. Dann warfen sie sie in ein Fahrzeug und fuhren sie ab. Am selben Tag um etwa sieben Uhr abends stürmte ein Trupp Sicherheitskräfte in das Haus von Yangkyis Familie, zerstörte ein Bild des Dalai Lama und tadelte die Familie, weil sie zu separatistischen Kräften halte. Am folgenden Morgen kamen wieder zwei Militärsoldaten zu Yangkyis Haus und bestellten ihren Bruder Tsangyang Gyatso zu einem Verhör bei der Bezirksregierung von Kardze ein. Yangkyi Dolma, die Tochter von Hormeytsang Gedun Dargay und Pema Khando, ist aus der Gemeinde Roltsa, Bezirk Kardze, gebürtig. Mit 17 Jahren wurde sie Nonne, sie widmete sich eifrig dem religiösen Studium und begab sich des öfteren zur spirituellen Praxis in Klausur. Das Tibetische Zentrum für Menschenrechte und Demokratie hält die Umstände, unter denen Yangkyi Dolma im Krankenhaus starb, für äußerst fragwürdig. Es erinnert daran, daß gemäß Art. 6 des Internationalen Vertrags über Bürgerliche und Politische Rechte "Jeder Mensch ein angeborenes Recht auf Leben hat. Dieses Recht ist gesetzlich zu schützen. Niemand darf willkürlich seines Lebens beraubt werden". Und in Art. 7 desselben Vertrags heißt es, daß "Niemand der Folter oder grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe unterworfen werden darf." Seit den friedlichen Protestaktionen gegen die brutale chinesische Herrschaft in Tibet hat die Regierung zahlreiche Tibeter willkürlich festgenommen und inhaftiert. Sie wurden Opfer von grausamen Schlägen und Mißhandlungen der Militärpolizei und des Public Security Bureau. Viele tibetische politische Häftlinge sind infolge der unzureichenden Ernährung und der fehlenden medizinischen Versorgung im Gefängnis physisch und mental traumatisiert, und eine ganze Reihe von ihnen ist gestorben. Diese entsetzlichen Vorfälle von Folter und Tod tibetischer Häftlinge straft die chinesischen Behörden Lügen, die behaupten, in Tibet gäbe es keine Folter. Das TCRHD ruft die zuständigen Behörden auf, sofort eine vollständige, gründliche und unparteiische Untersuchung der Umstände vorzunehmen, unter denen die Nonne Yangkyi Dolma vorzeitig starb, und die an ihrem Tod Schuldigen vor Gericht zu stellen, wie das Gesetz es verlangt. Das Zentrum ist sehr betrübt über den verfrühten Tod von Yangkyi Dolma und drückt den Hinterbliebenen sein tiefes Beileid aus. * 3. April 2009: "Chinesische Behörden nehmen zwei Nonnen des Klosters Dragkar in Kardze fest" http://www.igfm-muenchen.de/tibet/TCHRD/2009/DragkarKardze2Nonnen_3.4.html
Die Tibeter haben auch fast sechzig Jahre nach dem Einmarsch chinesischer Truppen keine Mitbestimmung in ihrem eigenen Land. Freiheitsrechte existieren für sie nicht, jede Form von Protest oder Kritik am Regime hat Gewaltanwendung, willkürliche Verhaftungen und Folter zur Folge. Seit über 50 Jahren wird Tibet brutal von China unterdrückt, es findet ein regelrechter Völkermord statt, detaillierte Informationen, siehe: www.igfm-muenchen.de/tibet/tibetstart.html
Adelheid Dönges IGFM Packenreiterstr. 18 81247 München Telefon: 089/8113574 Fax: - Internet: http://www.igfm-muenchen.de EMail: tibet@igfm-muenchen.de
|
|