Geballte Fachkompetenz gegen Entwicklungsbarrieren. SRH Fachhochschule für Gesundheit Gera richtet Jahreskongress der europäischen Frühförderver-einigung Eurlyaid ausGera, 3. September 2010 Kinder sind unsere Zukunft, dabei erscheint ihre Entwicklung immer gefährdeter. Fast jedes dritte Kind erhält bereits im Vorschulalter ...
Geballte Fachkompetenz gegen Entwicklungsbarrieren. SRH Fachhochschule für Gesundheit Gera richtet Jahreskongress der europäischen Frühförderver-einigung Eurlyaid aus
Gera, 3. September 2010
Kinder sind unsere Zukunft, dabei erscheint ihre Entwicklung immer gefährdeter. Fast jedes dritte Kind erhält bereits im Vorschulalter eine Therapie zur Förderung der Spra-che, Motorik oder Wahrnehmungsfähigkeit. Experten müssen sich fragen lassen, was dazu führt, dass die Entwicklungsrisiken für Kinder dramatisch zunehmen.
Heute und morgen ( 3./4.9.2010 ) treffen sich in Gera internationale Experten der Früh-förderung, um wissenschaftliche Erkenntnisse auszutauschen und neue effektive Fördermaßnahmen zu diskutieren. Ziel ist es, betroffene Kinder und ihre Eltern zu stär-ken und ihnen neue Möglichkeiten der Therapie aufzuzeigen. Veranstalter des Kongresses ist das wissenschaftliche Institut für Interdisziplinäre Frühförderung an der SRH Fachhochschule für Gesundheit Gera. Institutsleiter Prof. Dr. Armin Sohns verweist darauf, dass der Jahreskongress der europäischen Frühfördervereinigung Eurlyaid damit erstmals in Deutschland stattfindet. Etwa 30 Referenten aus zwölf Ländern und drei Kontinenten kommen bei den heutigen Vorträgen und morgigen Workshops zum Ein-satz. Es werden etwa 200 nationale und internationale Gäste erwartet. Der Kongress steht unter der Schirmherrschaft von Thüringens Ministerpräsidentin Christine
Lieberknecht.
Hauptthema des zweitägigen Kongresses ist die bessere Dokumentation und Kommuni-kation zwischen den Berufsgruppen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat dafür 2007 ein Klassifizierungssystem geschaffen, das in Deutschland bislang noch nicht um-gesetzt wird. Deutsche Experten der Frühförderung haben daraus eine Checkliste entwickelt, die in den Frühfördereinrichtungen angewandt werden kann. Ziel ist es, eine einheitliche Dokumentationsgrundlage zu schaffen, mit der Fachleute von ärztli-chen bis zu pädagogischen Berufsgruppen mit einer fachlichen Sprache sprechen können, erhofft sich Sohns. In Gera diskutieren die internationalen Experten, wie sie das neue Instrument am besten einsetzen können.
Aber auch weitere Erfahrungen und Konzepte der Frühförderung werden durch die zahlreichen Referenten angesprochen, um Antworten auf neue Herausforderungen zu finden. Es gibt immer mehr Kinder, die gleichzeitig verschiedene Entwicklungsrisiken aufweisen im sprachlichen, motorischen, kognitiven und emotionalen Bereich, sagt Prof. Dr. Annette Hartung. An der SRH Fachhochschule für Gesundheit Gera leitet sie den Studiengang Interdisziplinäre Frühförderung. Moderne Frühförderung muss für die Professorin alle Berufsgruppen zusammenbringen, die mit den betroffenen Kindern und ihren Familien arbeiten von der Erzieherin über den Sozialarbeiter, vom Logopäden bis zur Kinderärztin.
Wir haben die Hoffnung, dass unsere fachlichen Hilfen für die Familien in Zukunft ef-fektiver und abgestimmter angeboten werden können, sagt Prof. Hartung. Die SRH Fachhochschule für Gesundheit Gera war bundesweit die erste, die hierzu mit dem Stu-diengang Interdisziplinäre Frühförderung einen eigenen Ausbildungsgang angeboten hat, der sich großer Nachfrage erfreut. Über neue Wege in der Ausbildung geht es heu-te auch bei der internationalen Podiumsdiskussion.
SRH Fachhochschule für Gesundheit Gera
Die SRH Fachhochschule in Gera ist die Hochschule für den Wachstumsmarkt Gesundheit. In sieben Studiengängen verbindet sie eine praxisnahe Berufsausbildung mit wissenschaftlicher Kompetenz Mit Interdisziplinäre Frühförderung, Medizinpädagogik und Gesundheitspsychologie ist die SRH Fachhochschule für Gesundheit Gera bundesweit Vorreiter. Hier lernen 350 Studierende Vollzeit, berufs- oder ausbildungsbegleitend. Neben flexiblen Studienmodellen bietet die Fachhochschule Weiterbildungen für Ärzte, Thera-peuten und Pflegekräfte. Träger der Hochschule ist die SRH Holding, eine unabhängige Stiftung mit Sitz in Heidelberg.
EURLYAID
EURLYAID ist ein Zusammenschluss von europäischen Experten der Frühförderung. Seit 2003 treffen sich die Mitglieder einmal im Jahr auf einem gemeinsamen Kongress und tauschen sie sich über Inhalte und Strukturen der Frühförderung aus. Ziel ist es, ihre Disziplin europaweit zu professionalisieren. Letztes Jahr trafen sich die Experten in Madrid, kommendes Jahr geht es nach New York.
Foto ( Quelle SRH ): von links nach rechts
Heike Wenzel ( Heilpädagogin )
Prof. Michael Thaut ( Präsident, SRH FH Gera )
Prof. Dr. A. Hartung ( Studiengangsleiterin "Interdisziplinäre Frühförderung", SRH FH Gera )
Norbert Hein ( Bürgermeister )
Markus Wiechers ( Geschäftsführer, SRH FH Gera )
Cornelia Fischer ( Erzieherin )
Kinder der Kindertagesstätte "Bussi Bär"
Nils Birschmann ( Kommunikation )
SRH Holding ( SdbR )
Bonhoefferstrae 1
69123 Heidelberg
Internet: http://www.srh.de
EMail: nils.birschmann@srh.de