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Drei von den Behörden steckbrieflich gesuchte Mönche erreichten Indien: China schreibt Tibets Geschichte umIGFM München
Drei tibetische Mönche aus dem Kloster Gonsar in der Gemeinde Zakhok, Bezirk Derge, TAP Kardze, Provinz Sichuan, die 2009 eine friedliche Demonstration gegen die verfehlte Politik Chinas in Tibet veranstalteten, bezeugten am 15. Dezember anläßlich einer Pressekonferenz in Dharamsala, daß die in Tibet lebenden Tibeter sich so nach ...
Drei tibetische Mönche aus dem Kloster Gonsar in der Gemeinde Zakhok, Bezirk Derge, TAP Kardze, Provinz Sichuan, die 2009 eine friedliche Demonstration gegen die verfehlte Politik Chinas in Tibet veranstalteten, bezeugten am 15. Dezember anläßlich einer Pressekonferenz in Dharamsala, daß die in Tibet lebenden Tibeter sich so nach der Gegenwart Seiner Heiligkeit des Dalai Lama sehnen wie die Kuckucksvögel nach den Regentropfen lechzen. Sie wünschen so stark, daß der Dalai Lama in ihr Heimatland zurückkehre, sagten sie. Die Mönche Lobsang Norbu, 30, Khedrup Gyatso, 24, und Kunga Rinchen, 26, haben ein Jahr riesiger Strapazen hinter sich. Auf ihren Protest am 10. September 2009 in der Gemeinde Zakhok im Bezirk Derge hin mußten sie sich in einsamen Nomadengegenden, Wäldern und den Bergen verstecken, weil ihnen die Festnahme drohte. Die chinesische Regierung verbot uns Mönchen im Kloster Gonsar, unser geistliches Oberhaupt, den Dalai Lama, zu verehren, informierte Lobsang Norbu. Wir stellten tibetische Nationalflaggen und Plakate her und hängten sie um das Kloster herum und in der Gemeinde Zakhok auf. Darauf brachten wir unseren tiefen Schmerz über die eklatante Verletzung der Grundrechte des tibetischen Volkes, wie der Rede- und Religionsfreiheit, zum Ausdruck. Im Kloster Gonsar leben etwa 200 Mönche, erzählten sie. Wir haben keine Menschenrechte, wir haben keine Religionsfreiheit und keine Freiheit, unsere Meinung zu sagen, erklärte Norbu. Die friedlichen Protestaktionen im Frühjahr 2008 waren eine deutliche Botschaft der unter dem kommunistischen Regime lebenden Tibeter an die ganze Welt. Wenn wir Tibeter nicht diesen friedlichen Protest veranstaltet hätten, um unseren Gefühlen, welche die Gefühle aller Tibeter sind, Ausdruck zu verleihen, hätten wir eine Chance verpaßt, der Welt die Wahrheit über das mitzuteilen, was in Tibet geschieht, fuhr er fort. Am 10. September 2009 demonstrierten zwei meiner Freunde und ich für Religionsfreiheit und Menschenrechte in Tibet, wir wollten vom Staat gehört werden. Die chinesische Regierung beteuert ständig, daß sie Fortschritte auf dem Gebiet der Menschenrechte gemacht hätte, aber in Wahrheit haben wir keine Rechte. Historisch gesehen war Tibet eine unabhängige Nation, aber China schreibt unsere Geschichte um. Wir wollten für unsere Rechte kämpfen, doch für eine kleine Meinungsbekundung wie diese wurden wir wie Verbrecher behandelt. Auf die Plakate schrieben die Mönche Parolen wie Tibet ist ein unabhängiges Land, wir wollen Menschenrechte, lang lebe Seine Heiligkeit der Dalai Lama. Wir unterzeichneten die Plakate mit unseren eigenen Namen, damit die anderen Mönche und die Allgemeinheit nicht in Schwierigkeiten geraten sollten. Trotzdem wurden zwei Mönche des Klosters, Lobsang Dhonyoe und Taygya, später festgenommen und zu sechs bzw. zwei Jahren verurteilt, weil sie bei der Beschriftung der Plakate mitgeholfen hatten. Nachdem wir in die Berge geflüchtet waren, belagerten etwa 300 chinesische Militärpolizisten die Umgebung des Klosters und nahmen Tibeter wahllos fest, um sie zu verhören. Mein Vater starb dabei durch die entsetzlichen Schläge und Folterungen, erklärte Lobsang Norbu. Die Polizei zwang die Bewohner, harte Arbeiten zu verrichten, Wasser für sie zu holen und zu kochen. Sie nahmen die Leute einfach fest, um etwas über unseren Aufenthaltsort aus ihnen herauszupressen. Als die Frauen sich gegen die Festnahme wehrten, schoß die Polizei auf sie, wobei zwei ernste Augenverletzungen davontrugen. Schließlich nahmen sie neun Leute in Gewahrsam, aber da diese nichts über uns preisgeben wollten, ließen sie sie nach Entrichtung einer Strafe von je 10.000 Yuan wieder laufen. Auf eine Frage über die Lage der tibetischen Nomaden antwortete Lobsang Norbu: Die Herden können nicht überleben, so viele Tiere sind schon eingegangen, weil die Regierung die Weidegründe mit Stacheldraht abgeriegelt hat. Die chinesische Polizei setzte eine Prämie von 20.000 Yuan aus für jeden, der sie über unseren Aufenthaltsort informieren würde, und als sie nichts in Erfahrung bringen konnten, erhöhten sie den Betrag auf 50.000 Yuan ( über 7.500 US$ ). Die Polizei suchte überall nach uns. Die Angst vor der Verhaftung zwang uns, unser Land am 7. Oktober 2010 zu verlassen. Nach 23 Tagen Fußmarsch von Lhasa aus über die nepalesisch-tibetische Grenze erreichten wir am 30. Oktober Kathmandu, und am 15. November trafen wir in Dharamsala in Indien ein. Quelle: Department of Information & International Relations ( DIIR ), www.tibet.net,
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Tibetischer Mönch aus Chamdo zu 13 Jahren Gefängnis verurteiltIGFM München
Wie Tibet Post International aus zuverlässiger Quelle erfuhr, wurde ein tibetischer Mönch namens Wangdu Gyatso am 8. September 2010 von einem Mittleren Volksgericht in der Präfektur Chamdo, TAR, zu 13 Jahren Gefängnis verurteilt, weil er sich gegen die chinesische Regierung aufgelehnt hatte.Am 2. August 2009 ging er ganz alleine in ...
Wie Tibet Post International aus zuverlässiger Quelle erfuhr, wurde ein tibetischer Mönch namens Wangdu Gyatso am 8. September 2010 von einem Mittleren Volksgericht in der Präfektur Chamdo, TAR, zu 13 Jahren Gefängnis verurteilt, weil er sich gegen die chinesische Regierung aufgelehnt hatte. Am 2. August 2009 ging er ganz alleine in die Stadt Chamdo und protestierte gegen die chinesische Regierung, er forderte Freiheit für Tibet und die Rückkehr des Dalai Lama. Wangdu Gyatso ist ein Mönch aus dem Kloster von Palyul, Bezirk Dege, wo er seine religiösen Studien betrieb. Er wurde noch am Tag seiner Protestaktion festgenommen und war danach verschwunden. Seine Familie hörte bis zu dem Datum der Verurteilung nichts mehr von ihm. Wangdu Gyatso wurde 1994 im Dorf Rasa, Tal Lingchung, Bezirk Gonjo, Präfektur TAR, geboren. Er ist der fünfte Sohn seiner Eltern Pema Yeshi und Tsega. In jungen Jahren trat er in das Kloster Gara ein, wo er rituelle Gebete und die Ausführung der Riten erlernte, später wechselte er in das monastische College des Klosters Palyul über, wo er sich mit buddhistischer Philosophie befaßte. Sein Vater war bereits im Gefängnis, 1959 nahmen ihn die Chinesen fest. Auf die Festnahme seines Sohnes hin verlor der Vater seine staatliche Anstellung. Die Familie hat keine Ahnung, wo der Sohn seit der Verurteilung inhaftiert ist. The Tibet Post International, http://www.thetibetpost.com
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Xinhua berichtet von nur einem Toten bei der Auseinandersetzung wegen des Golderzabbaus in OsttibetIGFM München
Am Montag, den 30. August, berichteten die staatlichen chinesischen Medien, bei einer Demonstration letzte Woche habe die Polizei eine Runde von Warnschüssen abgegeben, wobei ein Tibeter durch einen Irrläufer getötet worden sei.Es handelt sich hierbei offensichtlich um denselben Vorfall, über den tibetische Nachrichtendienste im und ...
Am Montag, den 30. August, berichteten die staatlichen chinesischen Medien, bei einer Demonstration letzte Woche habe die Polizei eine Runde von Warnschüssen abgegeben, wobei ein Tibeter durch einen Irrläufer getötet worden sei. Es handelt sich hierbei offensichtlich um denselben Vorfall, über den tibetische Nachrichtendienste im Exil letzte Woche berichteten, und bei dem mindestens drei Tibeter getötet und 30 weitere schwer verletzt wurden, als die Polizei das Feuer auf unbewaffnete Demonstranten eröffnete, die gegen die Erweiterung eines Goldbergwerks protestierten. Die Umwelt in der Gegend trug bereits beachtliche Schäden davon. In einer Nachricht von Radio Free Asia ist die Rede davon, daß bei der Demonstration im Bezirk Palyul ( chin. Baiyu ), TAP Kardze ( chin. Ganzi ), Provinz Sichuan, sogar vier Tibeter ums Leben kamen. Die chinesische staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete am Montag, ein 47jähriger Tibeter namens Babo sei von einem Irrläufer getötet worden, als die Polizei Warnschüsse abgab. Babo habe eine Gruppe von Dörflern angeführt, die die Polizei angegriffen hätten, als es wegen des Mineralabbaus in der Gegend zu einer Auseinandersetzung kam. Diesem Bericht zufolge, der von AP und Reuters am 30. August zitiert wurde, hätte die Polizei zuvor einen Geschäftsmann namens Fu Liang aus der Stadt Mianyang in Sichuan festgenommen, weil er zusammen mit einigen Bewohnern des Dorfes Jiaxu illegal Golderz geschürft und die Weidegebiete des Bezirks dadurch geschädigt habe. Daraufhin seien 30 Dorfbewohner, angeführt von Babo, auf ihren Motorrädern zu der Polizeistation geeilt, um Fu Liangs Freilassung zu fordern. Sie hätten dabei die Polizei mit Messern, Keulen und Steinen angegriffen. Die Polizei mußte Warnschüsse abfeuern, um den Disput zu beenden, und merkte erst später, daß Babo tödlich verwundert worden war. Er wurde eiligst in ein Krankenhaus gebracht, starb aber am 16. August, heißt es bei Xinhua unter Berufung auf einen lokalen Regierungssprecher. Vier Polizisten seien ebenfalls schwer verwundet und 35 Dorfbewohner wegen ihres Angriffs festgenommen worden. Laut Xinhua ereignete sich der Vorfall am 15. August, aber warum die Nachricht erst am 30. August veröffentlicht wurde, wird nicht erwähnt. Die tibetischen Nachrichtendienste im Ausland hatten vorher darüber berichtet: Voice of Tibet ( VOT ) am 23. August, Phayul.com am 24. August und Radio Free Asia ( RFA ) am 26. August ( 1 ). Ebensowenig erwähnt Xinhua die drei anderen Tibeter, die bei dem Vorfall ums Leben gekommen sein könnten. Der Bergbau in Tibet ist eine sehr strittige Angelegenheit. Die Tibeter sind als gläubige Buddhisten traditionsgemäß der Überzeugung, daß die Natur heilig ist und nicht gestört werden darf. Aber nachdem nun immer mehr Bergwerksgesellschaften in Tibet operieren, ist das empfindliche Ökosystem der Region zunehmend gefährdet. Umweltaktivisten sagen, chinesische und ausländische Bergbauunternehmen würden sich die problematische Lage in Tibet zunutze machen und den bisher noch unerschlossenen Reichtum des Landes an Bodeschätzen rücksichtslos auszubeuten. Das tibetische Volk wird dabei nicht nach seiner Meinung gefragt. Die sporadischen Protestaktionen der Tibeter im Exil und der tiefe Schmerz der Tibeter in Tibet, die keine Stimme und kein Mitspracherecht haben, sind zu schwach, um die Autorität Chinas in Frage zu stellen, das die reichen Mineralvorkommen der Region, die bis zu der Besetzung Tibets unangetastet waren, eigenmächtig ausbeutet. In letzter Zeit kam es in verschiedenen Teilen der Region immer wieder zu Protestaktionen von Tibetern gegen die umweltschädigenden Bergwerksoperationen. Der jüngste Vorfall ist bei weitem der folgenschwerste. Am 15. Mai 2010 schoß die Polizei auf Tibeter in einer Zementfabrik in Amdo, als Ortsansässige, die sich um die Verschmutzung durch die Fabrik sorgten, eine Straße neu anlegten, die der Erweiterung der Fabrik zum Opfer gefallen war ( 2 ). Und am 4. Mai 2010 protestierten Tibeter in Markham ( Kham ) gegen die Wiederaufnahme der Arbeit im Bergwerk ( 3 ). Am 21. Mai nahm die Polizei im Bezirk Namling der Präfektur Shigatse, TAR, etwa 30 Tibeter fest, die gegen den Bergwerksbetrieb in ihrer Gegend protestierten ( 4 ). Die chinesische Regierung begann mit der Erschließung und Gewinnung von Bodenschätzen in Tibet in den 50er Jahren. Dieser Industriezweig gewann dann während der Wirtschaftsreformen der 80er und 90er Jahre zunehmend an Bedeutung, blieb jedoch noch relativ klein. Erst seitdem der Bedarf an Rohstoffen in China wuchs und nicht mehr gedeckt werden konnte, wurde der Abbau der Bodenschätze in Tibet forciert. Mit dem Ausbau der Infrastruktur sind die Minerallager immer leichter zugänglich geworden. Ein schlechtes Management und die behördliche Kontrolle über den Bergbau haben sich teilweise sehr negativ auf die Umwelt ausgewirkt. Die Interessen der Ortsansässigen werden jenen der Beamtenschaft und des Staates untergeordnet. Der Bergbau hat in vielen Gegenden bereits schwere Umweltschäden verursacht wie die Degradation des Erdreichs, Verschmutzung des Geländes und der Wasserläufe, Schädigung des Viehbestands und Minderung der Artenvielfalt. ( 1 ) Polizei schießt auf Tibeter, die gegen Goldabbau protestieren - vermutlich vier Todesopfer http://www.igfm-muenchen.de/tibet/RFA/2010/VierTotePalyaul_26.8.html ( 2 ) Protest gegen Verschmutzung durch Zementfabrik in Labrang: 15 Tibeter durch Polizeischüsse verwundet ( RFA ) http://www.igfm-muenchen.de/tibet/RFA/2010/Zementfabrik-Schuesse_18.5.html ( 3 ) Protest gegen Abbau von Bodenschätzen in Markham, 13 Tibeter festgenommen ( RFA ), http://www.igfm-muenchen.de/tibet/RFA/2010/MarkhamMining_17.5.html ( 4 ) Proteste gegen Bergbau im Bezirk Namling: Fünfzig Tibeter festgenommen, http://www.igfm-muenchen.de/tibet/Phayul/2010/MineProtestNamling.html Quelle: Phayul, www.phayul.com
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Polizei schießt auf Tibeter, die gegen Goldabbau protestieren - vermutlich vier TodesopferIGFM München
Mindestens vier Tibeter könnten bei einem Zusammenstoß mit der Polizei wegen der geplanten Vergrößerung eines Bergwerks im Bezirk Palyul ( chin. Baiyu ) in der TAP Kardze ( Ganzi ), Provinz Sichuan, getötet worden sein.Wie aus tibetischen Quellen verlautet, ging die Polizei mit tödlicher Gewalt gegen eine Gruppe von vor, ...
Mindestens vier Tibeter könnten bei einem Zusammenstoß mit der Polizei wegen der geplanten Vergrößerung eines Bergwerks im Bezirk Palyul ( chin. Baiyu ) in der TAP Kardze ( Ganzi ), Provinz Sichuan, getötet worden sein. Wie aus tibetischen Quellen verlautet, ging die Polizei mit tödlicher Gewalt gegen eine Gruppe von Tibetern vor, die sich gegen eine Ausweitung des Golderzbergbaus wandten, weil dieser ihrer Umwelt enormen Schaden zufüge. Mindestens vier Personen seien ums Leben gekommen, als die Polizeioffiziere mit scharfer Munition auf eine vor den Gebäuden der Bezirksregierung versammelte Menschenmenge schossen. Bei dieser Schießerei am 17. August wurden bis zu 30 Tibeter verwundet, einige davon so schwer, daß sie nun in der Provinzhauptstadt Chengdu ärztlich behandelt werden. Die Zahl der Toten konnte aus unabhängiger Quelle noch nicht bestätigt werden. Ein in Nepal lebender Tibeter, Drakpa Yeshe, sagte am 25. August, er habe mit seinen Verwandten in der betreffenden Gegend gesprochen. "Die Schwerverletzten wurden in ein Krankenhaus nach Chengdu gebracht. Zwei von ihnen sollen in kritischem Zustand sein". Der in Indien lebende Mönch Drime Gyaltsen sagte, er habe aus Quellen in Palyul erfahren, daß zusätzliche Sicherheitskräfte in die Gegend entsandt worden seien, um potentielle Unruhen im Keim zu ersticken: "Truppenverstärkungen trafen in den benachbarten Bezirken Kardze und Dege ein. Im Augenblick sind alle nach Palyul führenden Straßen blockiert, und die Bewohner dürfen sich nicht frei bewegen". Auf einen Anruf bei der Polizeistation von Palyul hin antwortete der diensthabende Beamte, er sei erst kürzlich eingestellt worden und daher nicht genau im Bilde über das Geschehen. "Dieser Vorfall ist noch nicht ganz geklärt. Ich kenne keine Einzelheiten. Rufen Sie morgen an, dann sind meine Vorgesetzten im Büro". Drime Gyaltsen fuhr fort, am oder um den 13. August herum seien einige Tibeter, angeführt von Tashi Sangpo, aus dem zur Gemeinde Tromtar gehörenden Dorf Sharchu Gyashoe zu der Bezirksverwaltung gegangen, um ihre Bedenken über eine Ausweitung der Bergbauaktivitäten in der Gegend vorzubringen. Sie klagten, daß der von der chinesischen Gesellschaft Kartin betriebene Golderzabbau ihrem Ackerland und den Weidegebieten bereits schweren Schaden zugefügt habe. Die Äcker hätten ihre Fruchtbarkeit verloren und außerdem sei die Gegend von zu vielen Menschen überschwemmt worden. "Die Beamten in der Bezirksverwaltung wollten ihre Beschwerden jedoch nicht hören und ließen die Tibeter statt dessen festnehmen", fuhr Drime Gyaltsen fort. "Die tibetischen Dorfbewohner sahen in dieser Handlung eine beabsichtigte Schikane, und etwa 40 weitere Tibeter eilten in die Bezirkshauptstadt, um die Freilassung der Festgenommen sowie eine Entschädigung für den Verlust ihres Ackerlandes zu fordern". Die Tibeter harrten drei Tage vor dem Gebäuden der Bezirksregierung aus, bis die Polizei in den frühen Morgenstunden des vierten Tages ein Gas gegen sie einsetzte, das sie handlungsunfähig machen sollte, um sie dann in bereitstehenden Fahrzeugen wegzuschaffen, berichtete Gyaltsen weiter. "Als einige durch das Gas betäubte Protestierende in die Fahrzeuge gezwängt wurden, fingen die anderen, die unbeeinträchtigt geblieben waren, an zu schreien und zu protestieren. In diesem Augenblick schossen die Polizisten auf sie." "Als erstes richteten sie ihre Feuerwaffen gegen Tashi Sangpo, Er wurde ins Bein getroffen, und einige Verwandte stürzten zu seiner Hilfe herbei. In dem Tumult der Schießerei wurde ein Tibeter auf der Stelle getötet und etwa 30 verletzt. Fünf davon seien schwer verletzt worden". "Bei dem Handgemenge erlitten auch zwei Polizisten Verletzungen, einer wurde am Auge verwundet und der andere erlitt Verletzungen an Armen und Beinen". Die tibetische Website Phayul.com berichtete, drei Tibeter seien bei dem Vorfall ums Leben gekommen, darunter Tashi Sangpos Verwandte Soeso und Papho. Ein Beamter in der Bezirksverwaltung von Palyul sagte am Telefon, die Verhandlungen mit den tibetischen Bittstellern seien noch im Gange. "Bezüglich dieses Vorfalls wurden einige Kompromisse geschlossen und Verhandlungen werden geführt", sagte er. "Wir sind uns bewußt, daß die Bergwerksoperationen sich negativ auf die Umwelt auswirken. Die chinesische Regierung wird daher die Aktivitäten zum Goldabbau untersuchen lassen." Seit fast 20 Jahren betreibt die Bergbaugesellschaft Kartin aus Shanghai Goldminen in der Gegend, doch im August 2006 steigerte sie deren Kapazität und begann mit dem Goldabbau im großen Maßstabe. Im Verlauf der letzten vier Jahre hat die Firma immer mehr schweres Gerät und Maschinen herangeschafft, um ihre Operationen auszuweiten. Die meisten Angestellten der Firma sind aus Shanghai. Zusätzlich zu den Bedenken wegen der Verschmutzung der Umwelt machen sich die dortlebenden Tibeter auch Sorgen, daß eine Ausweitung des Bergbaus zu Naturkatastrophen führen könnte. Die Bezirke Drugchu ( chin. Zhouqu ) in der Provinz Gansu und Gyegudo ( chin. Yushu ) in der Provinz Qinghai wurden erst kürzlich von entsetzlichen Katastrophen wie Schlammlawinen und einem verheerenden Erdbeben heimgesucht. Viele Tibeter in der Gegend glauben, daß diese teilweise von dem Bergbau und der Ausschachtung des Erdreichs verursacht wurden. Tibet, das auf Chinesisch Xizang, die "Westliche Schatztruhe", genannt wird, verfügt mit über die größten Goldvorkommen in ganz China. Die Bergbauoperationen in den tibetischen Gebieten Chinas haben schon öfters zu Konfrontationen mit den einheimischen Tibetern geführt, die den chinesischen Firmen vorwerfen, daß sie bei dem ausbeuterischen Abbau der örtlichen Bodenschätze ihre Stätten spiritueller Bedeutung schänden und die Umwelt schwer verschmutzen. Quelle: Radio Free Asia, www.rfa.org
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Gericht in Lhasa verurteilt einen Tibeter zum Tode und fünf weitere zu langen GefängnisstrafenIGFM München
Das Mittlere Volksgericht von Lhasa verurteilte einen Tibeter aus Kham namens Sonam Tsering mit zweijährigem Vollstreckungsaufschub zum Tode und fünf weitere, ebenfalls aus Kham stammende Tibeter zu Gefängnisstrafen von drei bis sieben Jahren, weil sie Sonam Tsering vor den Vollzugsorganen versteckt gehalten hatten.Einer Meldung der News ...
Das Mittlere Volksgericht von Lhasa verurteilte einen Tibeter aus Kham namens Sonam Tsering mit zweijährigem Vollstreckungsaufschub zum Tode und fünf weitere, ebenfalls aus Kham stammende Tibeter zu Gefängnisstrafen von drei bis sieben Jahren, weil sie Sonam Tsering vor den Vollzugsorganen versteckt gehalten hatten. Einer Meldung der Lhasa Evening News zufolge verurteilte das Mittlere Volksgericht von Lhasa am 25. Mai 2010 Sonam Tsering gemäß den §§ 289 und 263 des chinesischen Strafgesetzes mit zwei Jahren Aufschub zum Tode und die anderen fünf Tashi Choedon, Kelyon, Yeshi Tsomo, Tayang, Tsewang Gyurmey zu Gefängnisstrafen von drei bis sieben Jahren gemäß § 310 des Strafgesetzbuches. In der Meldung heißt es, daß Sonam des Randalierens und der Aufhetzung der Bevölkerung zum Randalieren am 14. März 2008 angeklagt wurde. Als Anführer der Krawalle habe er Hunderte von Menschen animiert, Autos und Läden in Brand zu setzen und Polizeifahrzeuge umzustoßen. Er habe sich auf ein Polizeifahrzeug geschwungen, dort mit einem Messer in der Luft herumgefuchtelt und laut gegen die Regierung gerichtete Parolen geschrieen. Der durch die Krawalle entstandene Schaden habe sich auf 40 Millionen Yuan belaufen. Den anderen fünf Tibetern wurde zur Last gelegt, Sonam versteckt zu haben, also einem polizeilich gesuchten Verbrecher Unterschlupf gewährt und seine Flucht ins Ausland vorbereitet zu haben. Der 23jährige Sonam Tsering stammt aus einer halbnomadischen Familie in der Gemeinde Rachap, Bezirk Payul, TAP Kardze, Provinz Sichuan, und ist der Sohn von Tsering Samdup ( Vater ) und Yangkyi ( Mutter ). Ende 2007 ging Sonam auf Pilgerfahrt nach Lhasa und kehrte nicht mehr von dort zurück. Als es im März 2008 zu den Demonstrationen in Lhasa kam, beteiligte sich Sonam aktiv daran. Mitte Oktober 2009, siebzehn Monate nach der Volkserhebung, wurde er verhaftet. Mit der Verhängung des Todesurteils über Sonam Tsering wurden nun insgesamt sieben Tibeter zum Tode verurteilt, und an zweien wurde die Todesstrafe tatsächlich vollstreckt. Ungefähr 450 Tibeter wurden wegen ihrer Teilnahme an dem Aufstand gegen das chinesische Regime im Frühling 2008 zu Haftstrafen verschiedener Länge verurteilt. Die spontanen Proteste der Tibeter, die ihrer angestauten Wut und Verbitterung über eine seit Jahrzehnten verfehlte Politik Chinas in Tibet Luft machten, wurden von der Regierung und ihren Vollzugsorganen mit eiserner Faust niedergeschlagen. Die chinesische Regierung hat mittels ihrer Propagandamaschinerie die allgemeine Volkserhebung der Tibeter im Frühjahr 2008 der internationalen Gemeinschaft wieder und wieder als gewaltsame Ausschreitungen und kriminelle Aktivitäten dargestellt. Sie bezog sich dabei aber nur auf die Ereignisse vom 14. März 2008 in Lhasa, während die überwältigende Mehrheit der Protestaktionen, die sich bald auf ganz Tibet ausweiteten, friedlicher Natur war. Quelle: Tibetan Centre for Human Rights and Democracy ( TCHRD ), www.tchrd.org Eine englische Übersetzung des Artikels in Lhasa Evening News vom 25. Mai 2010 gibt es auf Website von ICT, www.savetibet.org, unter http://www.flexform.de/tpvwqbah ( Kurzlink ).
Die Tibeter haben auch fast sechzig Jahre nach dem Einmarsch chinesischer Truppen keine Mitbestimmung in ihrem eigenen Land. Freiheitsrechte existieren für sie nicht, jede Form von Protest oder Kritik am Regime hat Gewaltanwendung, willkürliche Verhaftungen und Folter zur Folge. Seit über 50 Jahren wird Tibet brutal von China unterdrückt, es findet ein regelrechter Völkermord statt, detaillierte Informationen, siehe: www.igfm-muenchen.de/tibet/tibetstart.html
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