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18.11.2015 12:27 | Wirtschaft | zurück

Lebensversicherung ohne Garantie: So leiden Versicherte


Geht es nach dem Willen der Bundesregierung, soll der Garantiezins bei Lebensversicherungen schon im Jahr 2016 entfallen. Einerseits ergeben sich daraus Chancen für Versicherer und Kunden. Andererseits sind die Risiken nicht zu unterschätzen. Unklar ist derzeit, ob die Abschaffung der garantierten Verzinsung bei Lebensversicherungen tatsächlich bald greift. Doch sowohl die Versicherungswirtschaft als auch die Verbraucherschützer warnen schon jetzt vor Unruhe und unkalkulierbaren Auswirkungen für unzählige Versicherte.

Der Garantiezins als Rettungsanker

Die garantierte Verzinsung greift vorrangig bei kapitalbildenden Lebensversicherungen. Wird ein neuer Vertrag abgeschlossen, gewährt der Gesetzgeber abhängig vom Jahr des Abschlusses eine garantierte Verzinsung auf die eingezahlten Beiträge. Der Versicherer ist verpflichtet, diese Garantieverzinsung an den Versicherten auszuzahlen. Der Garantiezins ist in den letzten Jahren gefallen. Seit Januar 2015 beträgt er nur noch 1,25 Prozent auf die eingezahlten Beiträge. Dennoch gibt er dem Versicherten eine große Sicherheit bezüglich der erwarteten Rendite. Er weiß nämlich schon zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses, mit welcher Auszahlung er bei Vertragsablauf sicher rechnen kann. So ist der Aufbau einer durchdachten Altersvorsorge möglich, der Versicherte kann seinen Ruhestand besser und zuverlässiger planen.

Niedrigzinsen als Problem der Versicherer

Allerdings ist die Garantieverzinsung angesichts der geringen Zinsen an den Kapitalmärkten von vielen Versicherern nur noch schwer zu erwirtschaften. Deshalb wurde die garantierte Rendite auf Lebensversicherungsverträge in den letzten Jahren immer weiter reduziert. Sollte der Gesetzgeber die garantierte Zusage nun nicht mehr gewähren, haben die Versicherer natürlich die Möglichkeit, eine nahezu beliebige höhere Rendite zu versprechen. Sie haben dadurch ein wirksames Mittel zur Wettbewerbsdifferenzierung in der Hand. Ob dieses Versprechen wirklich gehalten werden kann, ist bei Vertragsabschluss völlig offen. Verbraucherschützer befürchten deshalb, dass viele Versicherer dieses Werkzeug nutzen werden, um unerfahrene Kunden anzulocken. Doch nicht nur das Problem der Wettbewerbsdifferenzierung könnte sich negativ für die Versicherten auswirken. Von besonderer Brisanz sind Lebensversicherungsverträge, die zur Tilgung von Krediten und Darlehen verwendet werden sollen.

Große Nachteile für Darlehenskunden erwartet

Eine Lebensversicherung kann hervorragend zur Tilgung eines Kredits oder eines Darlehens verwendet werden. Durch die garantierte Verzinsung wird die Darlehenssumme schneller angespart als bei regulärer Tilgung der Darlehensraten. Sollte der Garantiezins entfallen, kann der Versicherte nicht mehr sicher sein, ob seine Darlehenssumme tatsächlich innerhalb eines bestimmten Zeitraums angespart und verzinst ist. Er muss vielmehr auf die Chancen und Risiken des Marktes vertrauen und darauf hoffen, dass er eine anständige Rendite auf seine Zahlbeiträge erhält. Somit ist keine sichere Kalkulation mehr möglich, ob ein Darlehen zu einem bestimmten Zeitpunkt wirklich ausgezahlt ist. Gerade für Versicherte, die eine hohe Versicherungssumme zur Tilgung eines Darlehens abgeschlossen haben, könnte sich der Vorstoß des Bundesfinanzministeriums also sehr nachteilig auswirken. Sollte diese Neuerung kommen, müssen sich Darlehensnehmer unbedingt über die Konsequenzen im Klaren sein, wenn sie ihren Vertrag zur Tilgung verwenden wollen.


Weitere Informationen rund um das Thema Lebensversicherungen erhält man unter Müller & Kollegen UG (haftungsbeschränkt)
Müller,Mario
Mehringdamm 42
10961 Berlin
maria.capobianco[at]mklb.de




Suchbegriffe:
Lebensversicherung Garantiezins Tilgung Kredit


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