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29.10.2010 11:12 | Vereine und Verbände | zurück

40 Millionen gute Gründe, Hühnereier vom Speiseplan zu streichen


Pressmitteilung zum Weltvegantag am 01.11.


Jedes Jahr werden in deutschen Legehennen-Brütereien 40 Millionen männliche
Küken nach dem Schlüpfen vergast oder bei lebendigem Leibe geschreddert und
dies aus reinen Profitgründen. Eine gängige Praxis, die leider nur sehr
wenigen Menschen bekannt sein dürfte. Der Vegetarierbund Deutschland e.V.
( VEBU ) macht anlässlich des diesjährigen Weltvegantages am 01.11.2010 auf
die skandalösen Schattenseite des Eikonsums aufmerksam.

Pro Jahr schlüpfen laut Vegetarierbund Deutschland e.V. ( VEBU ) in deutschen
Legehennen-Brütereien etwa 80 Millionen Küken, von denen die Hälfte
männlichen Geschlechts und somit für die Eiproduktion unbrauchbar sind. Für
die Fleischproduktion kommen diese Hähne ebenfalls nicht in Frage, da es
bereits spezielle Züchtungen für Mastbetriebe gibt, die deutlich schneller
wachsen und mehr Fleisch ansetzen. Die männlichen "Legehennen"-Küken werden
daher sofort nach dem Schlüpfen in Fließbandarbeit aussortiert und getötet.
Atemnot, Stress und Todesangst sind die ersten und letzten Empfindungen der
männlichen Jungtiere.

Das deutsche Tierschutzgesetz verbietet zwar, Tieren "ohne vernünftigen
Grund" Schmerzen, Leiden oder Schäden zuzufügen[1], doch werden unbetäubte
Tötungen männlicher Küken aus Renditegründen weiterhin geduldet.

"Dieser skandalöse Umgang mit leidensfähigen, gerade neu geborenen Tieren
ist leider gängige Praxis in der industriellen Legehennenhaltung und auch im
Biobereich" betont Sebastian Zösch, Geschäftsführer des Vegetarierbund
Deutschland e.V. ( VEBU ).

Der VEBU appelliert an die Verantwortung der Verbraucher. Ihr
Konsumverhalten habe maßgeblichen Einfluss auf die Produktionsbedingungen
der Wirtschaft.

"Eine starke Reduzierung des Eierkonsums kann ein deutliches Signal setzten,
um das unnötige Töten zu stoppen. Setzen Sie sich bewusst mit Ihrem
Konsumverhalten auseinander und testen Sie die zahlreichen pflanzlichen
Alternativen, wie beispielsweise Sojamehl statt Ei zum Backen", so Sebastian
Zösch.

Der jährlich am 01. November stattfindende Weltvegantag wird genutzt, um auf
die Vorteile und Motivation einer veganen Lebensweise aufmerksam zu machen.
Er fand erstmals 1994 anlässlich des fünfzigsten Jahrestags der Gründung der
britischen Vegan Society statt.

Vegan zu leben bedeutet die Vermeidung jeglicher Produkte tierischen
Ursprungs, in der Regel aus Umwelt- und Tierschutzgründen. Der
Vegetarierbund Deutschland e.V. geht von ca. 600.000 vegan lebender Menschen
in Deutschland aus. Der Umstieg ist durch die stetig wachsende Anzahl
gesunder Alternativen für jeden machbar. Eine Starthilfe in Form von
?veganen Schnupperwochen" wird derweil in Berlin angeboten ( www.vebu.de ).
Des Weiteren findet am 1.11.2010 von 18.30 Uhr bis 20.30 Uhr ein Livechat
mit dem bekannten Ernährungswissenschaftler Sven-David Müller unter http://www.veggie-genuss.de statt. Dort können Sie neben Alternativen zu Eiern weitere
Fragen klären.


Der VEBU ist seit seiner Gründung 1892 eine unabhängige und parteipolitisch neutrale Interessenvertretung der unterschiedlichen vegetarischen Lebensstile. Ziel des Verbandes ist es, den Fleischkonsum in der Gesellschaft deutlich zu senken sowie die vegetarische Lebensweise als attraktive Alternative möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen.



Pressekontakt:

Kati Radloff
Vegetarierbund Deutschland e.V. ( VEBU )
Glatzer Str. 5
10247 Berlin
Telefon: 030-74928164
EMail: sebastian.zoesch@vebu.de
Internet: http://www.vebu.de





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