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Reisflops und Reisebewertungen - Reisetrends und Reiseempfehlungen
Was der Unterschied zwischen einem Reisetrend und einer Reiseempfehlung ist, sollte jeder wissen.
Ein Trend zeigt uns immer, in welche Richtung es geht - eine Empfehlung kann sein, muss aber nicht.
Wenn wir nur einmal Deutschland nehmen und auf Platz 2 einer fragwürdigen Experten-Empfehlung für 2010 finden, die dann noch durch viele Medien geht, dann ist so etwas seit der internationalen Tourismusbörse, Anfang des Jahres, komischerweise ganz ersichtlich, hausgemachte Politik. Viele Medien ließen sich bis heute vor diesen "Karren" spannen und druckten dementsprechende Artikel, ohne auch nur einmal darüber nachzudenken. Reisen ist nun mal kein Modeartikel, den man Menschen saisonal aufdrängelt, weil nichts weiter in den Regalen zu finden ist. Aber man versucht es einfach mal und es funktioniert nicht. Ist auch gut so !
"Die Deutschen sollen endlich im Land bleiben und ihr Geld in Deutschland ausgeben". Das klingt logisch. Hatte man doch Hals über Kopf und extra für diesen Zweck, die Mehrwertsteuer im Hotelgewerbe gesenkt. Leider kommt diese Senkung trotz allen Bemühungen nicht beim Gast an. Deutschlandurlaub ist nach wie vor zu teuer und die meisten Hoteliers wollen es einfach nicht erkennen. Sie ziehen es lieber vor, mit diesem Geld erst mal eigene Renovierungsarbeiten und Schönheitsreparaturen durchzuführen.
So etwas erkennen die Deutschen zu gut und sehr schnell und drehen dieser, durch Politik und Medien gewollten Kampagne den Rücken zu.
Aufgrund der anhaltenden und nicht absehbaren Probleme einiger EU-Mitgliedsstaaten, wie Griechenland und Portugal, sollen die Deutschen dann wenigstens in diesen beiden maroden und gebeutelten Ländern ihr Geld ausgeben, wenn sie schon nicht in Deutschland urlauben.
Das läuft ebenfalls nicht. Während der gesamten anhaltenden Weltwirtschaftskrise werden die Deutschen ihre Meinung nicht ändern, um plötzlich diktiert zu reisen, oder gar im überteuerten Deutschland Urlaub zu machen. Nein, die Deutschen lassen sich das Reisen nicht nehmen, da es zur schönsten Zeit des Jahres gehört und man endlich dem grauen Alltag den Rücken kehren kann.
Wer mit offenen Augen am Reisemarkt agiert, der sieht den Trent 2010 eindeutig in All-incusive- und Lastminute-Reisen weiter nach oben steigen. Ostern war schon ein guter Vorbote des Reisebooms 2010.
So waren z. B. die meisten Hotels in Ägypten, am Roten Meer komplett ausgebucht. Das schöne Wetter und die All-inclusive Schnäppchen, die es dort das ganze Jahr über gibt, boomen weiter. Alles ist vorher kalkulierbar, weil es keine weiteren Ausgaben gibt, wenn man sich nicht nebenbei ein paar Ausflüge gönnt, oder ein wenig Bummeln geht.
Die Menschen halten sicher an ihrem Geld fest und laut Finanz-Experten dauert dieser Trend noch mehrere Jahre an. Deswegen sind solche Länder und Veranstalter ganz klar im Vorteil, die diese Art der Reisen im Programm haben und hart am Wind kalkuliert, anbieten.
Wenn Deutschland da nicht endlich beginnt umzudenken, dann hilft auch eine Mehrwertsteuersenkung und sonstiges improvisiertes Mediengeschwafel über Experten-Empfehlungen, mit Ranking etc., im Hotel und Gastgewerbe gar nichts.
Man kann sein Volk in einer digitalen Welt, wo News nur noch Sekunden brauchen, um den Erdball zu umrunden, nicht mehr so schnell in die Irre führen, wie noch vor zwanzig Jahren, als man noch im Reisebüro, die Reise buchen musste, wo der Verkäufer seine meiste Provision bei verdiente. Schon gar nicht mehr was Hobby und Freizeit betreffen. Da stehen selbst die älteren Generationen nicht mehr nach, wo selbst die über Siebzigjährigen heute noch den Umgang mit einem PC erlernen.
Unverständlich mögen deshalb auch die alljährlichen Klagelieder sein, die uns immer wieder deutsche Hoteliers vortragen wollen. Aber diese Eigenschuld beruht auf falsches Denken und Handeln, denn wer nicht mit der Zeit geht, der geht mitderzeit.
Sicher, wenn es um Schnäppchen geht, stehen die Deutschen unmissverständlich und überall auf der Matte. Man vergisst bei dieser Jagd nach preiswerten Angeboten leider auch zu oft die Qualitätsmerkmale und erntet einen bösen Dank.
Wenn für den einen, oder anderen Reiseveranstalter dann am Jahresende ein paar Reiseflops, als Reklamation, unter den Tausenden verkauften Reisen auftauchen, dann sind es doch nur einige Promille, die statistisch absolut nicht ins Gewicht fallen.
Diese Branche dabei oft auch ganz einfach ignoriert, ob die Urlauber verärgert sind und ob der Urlaub ein Flop war. Streitigkeiten vor Gericht fallen dabei statistisch gesehen erst recht nicht ins Gewicht. Was kann man dagegen tun, wenn man nicht klagen will, oder kann? Man sollte dann zumindest seinen Frust über diese Missstande anderen mitteilen können. Das hilft der Seele und man findet sogar wieder seinen Frieden nach dieser großen Enttäuschung.
Reiseflops werden jedoch im Internet leider immer noch als Stiefkind behandelt und der User erfährt zu wenig über Reisemissstände und sonstige Abzockereien in den so genannten Urlaubshochburgen und Urlaubsparadiesen. Schwarze Schafe anprangern, verläuft im Sand, weil man kein Sprachrohr findet. Und somit tappen andere Urlauber in die gleiche Falle, bevor so etwas überhaupt irgendwo populär werden konnte.
Hotelbewertungen, seien doch für so etwas ausreichend, meint nun der Leser. Hotelbewertungen sagen viel aus, aber sind oft überhaupt nicht ausreichend, oder aussagefähig genug, wenn es um Tatsachen geht. Man wird es nie, oder selten allen zu 100 % gerecht machen können auf diesem Erdball. Dafür sind die Menschen zu unterschiedlich. Also finden wir immer wieder unterschiedliche Meinungen in diesen Hotelbewertungen, was auch gut so ist, um sich eine eigene Meinung zu bilden. Aber oft geht diese Denkweise nicht auf.
Es stehen in vielen Hotelanlagen der Welt, zu viele Stammkunden älterer Generationen auf der Liste derjenigen, die seit vielen Jahren immer nur positive Bewertungen abgeben, weil sie ja fast schon zum Mobiliar gehören und so nicht vergleichen können, was andere Hotels in der heutigen Zeit schon Besseres bieten und damit die Statistiken ganz einfach und unbewusst verfälschen.
Treten dann jüngere Generationen mit ihren heutigen Anforderungen einer gesunden und modernen Lebensform in diese hochgelobten Hotelanlagen ein, dann ändert sich das Gesamtbild auf einen Schlag.
Was ist also eine Hotelbewertung wert?
Es wird in Hotelbewertungen zu viel verschönt, oder kommt erst gar nicht an den Tag, weil man in vielen Hotelanlagen der Welt, vom Management her verstanden hat, mit seinen Gästen dementsprechend umzugehen, wenn es Probleme gibt. Man zieht schauspielerische Showeinlagen ab und entlässt dabei auch schon einmal einen Mitarbeiter vor den Augen des Gastes, der später wieder eingestellt wird, wenn der Gast abgereist ist. Vorher schmiert man aber diesem Gast soviel "Honig um die Nase" und erfüllt auch gerne Sonderwünsche und bittet um äußerste Verschwiegenheit, damit auch nichts öffentlich wird. So haben wir einen beispielhaften Missstand vorliegen, der nicht öffentlich wird. Andere wiederum haben auch schon erkannt, wie das so läuft bei diesen Bewertungen und haben deswegen keine Lust ihre kostbare Zeit, Sinnlosem zu widmen. So erfahren Sie deren Meinung nie und fallen gegebenenfalls auch auf die Nase, weil keiner konkret warnte.
Wie ist es nun mit dem "Stiefkind" Reiseflops?
Selten im Internet zu finden und selten auch beim Medium Television. Sicher findet man bei Google, oder anderen Suchmaschinen ein namenhaftes Online-Portal, was auszugsweise Meinungen aus Hotelbewertungen dann als Reiseflops geschnitten wiedergibt. Sicher sind da auch ein, zwei Fernsehsender, die auch Hilfe anbieten, wenn mal die "Luft brennt". Aber im Zeitalter der Onlinereisebüros und der Tausenden Onlinebuchungen, neben einer ständig steigenden Jahresgesamtausgabe von über 60 Milliarden für Urlaubsreisen, ist die Zeit längst gegeben, ein XY ungelöst für Reiseflops einzuführen, da zunehmend eine beachtliche Zahl von Unzufriedenheiten, was Preis-Leistung am Urlaubsort angeht, besteht und zunimmt.
Warnungen vor Missstände in Hotelanlagen, oder Kreuzfahrtschiffen, oder auch vor schlechten Ausflügen am Urlaubsort, sowie vor Nepper, Schlepper, Bauernfänger bei Einkäufen und den so genanten Manufaktur- und Fabrikbesichtigungen in südlichen Ländern, wie z. B. im gesamten Nordafrika, wo grundsätzlich alles total überteuert ist, damit sich Schlepper, oder Reiseführer eine goldene Nase verdienen, sollten zu Dauerthemen im Internet und im Fernsehen werden.
Den Anfang kann jeder Leser, der einen Reiseflop erlebte heute noch machen, damit alle gewarnt sind, wenn es um "Schwarze Schafe" in der Tourismusbranche geht.
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