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Reiseboom 2010
Die Deutschen machen weiterhin gern Urlaub, das steht erst mal fest.
All-Inclusive-Resort statt Boutique-Hotel und Last-Minute-Angebote statt lang geplanter Reisen.
In der Wirtschaftskrise halten die Menschen an ihrem Geld fest, laut Experten dauert dieser Trend noch mehrere Jahre an. Zu Hause bleiben will aber dennoch kaum jemand Engpass hin oder her.
Gerangelt wird um die freien Plätze in Ägypten und den schönen Stränden von Hurghada, in der Türkei mit seinem sehenswerten Antalya und natürlich Spanien mit der beliebtesten Insel für Deutsche Mallorca.
Mit etwas Abstand geht es dann an die Fernreisen, da es mit Sicherheit auch 2010 eine Frage des Geldes sein wird.
Also günstige, nahe gelegene, oder vertraute Reiseziele werden bevorzugt.
Traditionelle Mittelmeerziele werden von günstigeren Destinationen wie zum Beispiel Ägypten und der Türkei abgelöst. Insgesamt rechnet man im Jahr 2010 mit einem geringen Anstieg der deutschen Reiseausgaben um 1,25 Prozent auf knapp 60,6 Milliarden Euro.
Die großen Reiseveranstalter haben auf die Trends längst reagiert. So rechnet man damit, dass dieses Jahr 45 bis 55 % einen All-Inclusive-Urlaub planen, um die Nebenkosten schon vor Reisebeginn zu kennen. Im vorigen Sommer waren bereits rund 50 Prozent der Pauschalurlauber mit All-Inclusive-Reisen unterwegs.
Auch in diesem Jahr haben viele Reiseveranstalter ihre Preise für den kommenden Sommer gesenkt. Dabei können sie teilweise von günstigeren Flugpreisen, Hotelrabatten und einen günstigen Wechselkurs profitieren. Bei den großen Reiseveranstaltern sind Fernreisen im Durchschnitt um sechs Prozent günstiger, Flugreisen wie etwa ans Mittelmeer, um fünf Prozent.
Das Reiseland Deutschland ist 2010 ohnehin schon preiswerter, als viele europäische Nachbarlände. Die Senkung der Mehrwertsteuer für die deutschen Hotels dürfte sich dabei mittelfristig positiv auf die Ausgaben der Urlauber auswirken. Auch wenn viele Hotelbetreiber die Preise zunächst nicht senken wollen und stattdessen lieber in die Renovierung ihrer Räumlichkeiten investieren, wird es letztlich beim Urlauber ankommen.
Laut einer Umfrage wollen 2010, drei Prozent mehr Urlauber den kommenden Sommer in heimischen Gegenden verbringen. Mittelmeer- und Fernreisen brechen demzufolge etwas ein. Wer dieses Jahr an statt in die Südsee, lieber nach Usedom fahren will, sollte deswegen besser umgehend buchen, denn mit diesem Gedanken ist er nicht allein. Und läppische drei Prozent sind verdammt viel, wenn es an die Ostsee gehen soll.
Herbert G. Miller ( PR )
Global-Reisen-Weltweit
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