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03.09.2010 13:25 | Politik | zurück

Sarrazin hat Nährboden, weil man es zugelassen hat


Schriftsteller kontra Sarrazininhalte


Herr Sarrazin machte bereits vor Monaten bedenkliche Aussagen in der Presse, betreffend Immigranten und Hartz IV Empfängern, doch man schaute weg. Nun ist die Empörung groß, dass er in seinem Buch Deutschland schafft sich ab weiter diese Hetze vertieft und damit auch noch einen recht großen Anteil der Bevölkerung erreicht, die sich hinter Sarrazin stellen. Kein Wunder, in Zeiten in denen es kaum noch Menschen gibt, welche eine Meinung offen vertreten. Viele Bürger, die hinter Herrn Sarrazin stehen, sind sicherlich nicht einverstanden mit den Inhalten, sondern stehen nur hinter ihm, weil er es wagt seine Meinung zu sagen und sich sein Mund nicht verbieten lässt. Hätte man hier keinen Nährboden geschaffen, wäre es ihm gar nicht möglich gewesen, ein solches Aufsehen zu erregen. Man spielt mit einem heißen Eisen, ja gar mit dem Feuer, wenn man es zulässt und fördert, dass es immer mehr Menschen gibt, die sich gegeneinander ausspielen lassen, weil das Klassendenken sehr tief in unserem Gesellschaftsleben verankert wurde.

Als kleiner, neuer Buchautor richte ich mich damit an jene Verantwortliche, die Menschen mit Vorliebe ignorieren, die sich im menschlichen Sinne betätigen und genau solche Ausbrüche wie die des Herrn Sarrazin verhindern könnten. Mein Buch Die Menschliche Welle Zwischen Politik, Menschlichkeit und neuem Bewusstsein zeigt einen ganz neuen, menschlichen Weg auf, der viel Unheil bereits in der Entstehung verhindern könnte. Es wäre eine Art Tür, die einem geöffnet wird, um auf individuellen Wege ein neues Bewusstsein zu erlangen. Doch kleine Autoren, die mit viel Kraft ein solches Werk verfasst haben, werden gekonnt ausgeblendet, während man einen Herrn Sarrazin jegliche mediale Spiele ermöglicht. Dann darf man sich nicht wundern, wenn tatsächlich eines Tages ein Flächenbrand entsteht. Verwunderlich, dass man nach so vielen Jahren noch immer so hoch pokert und nicht erkennen will, dass Hass, Neid, Missgunst aus dem Statusprinzip heraus entstanden sind und von Menschenhand geschaffen wurden. Was der Mensch schafft, kann er allerdings auch beenden, wenn er neue Gedanken zulässt und anerkennt, dass es Menschen gibt, die nicht nur bis zur Tür denken, sondern auch den Weg hinter dieser Tür erforschen.

Eines meiner Kapitel in meinem Buch Die Menschliche Welle Zwischen Politik, Menschlichkeit und neuem Bewusstsein lautet, Gesellschaftsvulkan Achtung vor dem Flächenbrand.

Folgender Auszug aus diesem Kapitel wäre hier schon die Antwort auf das Skandalbuch des Herrn Sarrazin:

Immer wieder, wenn man durch die Straßen geht, kommt es einem so vor, als sei man umgeben von lebenden Toten. Viele Gesichter und doch ist kein Gesicht erkennbar, viele Worte und doch ist man umgeben von einer Stille. Kein authentischer Charakter mehr, kein Leben, nur noch ein Funktionsmechanismus. Wenn es so weit gekommen ist, sollte, nein muss man aufwachen und vom Altgedienten ablassen können, bevor es einen zerfrisst.


Genau von diesem Mechanismus wird der Vulkan jedoch kontrolliert. Innen brodelt eine Quelle des Individualismus, aber ein realer und natürlicher Ausbruch wird im wahrsten Sinne des Wortes verhindert oder so gesteuert, dass die leitenden Flüsse in einem Bach verlaufen, der sich aus Ironie ernährt. Wagen wir aber auch hier mal den Blick in das, was einmal war, und schon wird man erkennen, dass man ein Feuer niemals löschen konnte, auch nicht mit einer mächtigen Welle. Alles führte lediglich zu einer Dramatisierung des natürlichen Zustandes.
Wir brauchen hier also keine Schuld von A nach B schieben, denn der Nährboden für solch eine Unvernunft steckt in der Lebensart unserer Gesellschaft. Demnach könnte man sagen, dass alle, die solche Gedanken mit zu verantworten haben, die es nicht wagen gewisse Ursprünge auch einmal zu hinterfragen. Damit jedoch würden wir nicht weit kommen, denn seit Jahren ist der Mensch groß darin, einen Schuldigen zu suchen, immer dann, wenn etwas nicht läuft, wie man es sich vorgestellt hat. Machen wir uns nichts vor, mit dem Gegengedanken kann keine menschliche Seele so recht umgehen, denn eine kleine Narbe bleibt immer wieder.

In meinem Kapitel Der Berg des Lebens gehe ich auf das Gegen und Für im Leben ein und zeige auf, warum eine gesicherte Lebensexistenz auf lange Sicht ein gutes Leben für uns Menschen, nur aus dem Fürgedanken heraus gelebt werden kann.

Folgenden Ausschnitt einmal dazu:

Voller Eifer geht es weiter, und man spürt den Körper inzwischen zwar ganz deutlich, legt aber nur eine kurze Pause ein, denn man hat den Drang schnell oben am Ziel anzukommen und dort noch möglichst lange zu ruhen. Anstatt das Tempo zu verringern, wird es erhöht, und der Körper meldet sich mit Herzrasen und fordert uns auf vom Gas zu gehen. Aus einem Zwangsgefühl heraus schalten wir nun also einen Gang zurück und verlieren bereits die Freude an dieser Wanderung. Immer mehr wird es zu einem innerlichen Kampf, in den man sich gegen etwas stellt und stärker sein will wie dieser Berg.

Und ebenfalls aus dem Berg des Lebens:

Unsere Charakterformen sollten eigentlich deutlich machen, wie unterschiedlich wir doch sind und das, wenn wir anfangen, in Kategorien zu denken, keine Übersicht mehr möglich ist. Der Statuszwang wird das Verhängnis der Menschen werden, wenn wir nicht ganz schnell lernen zu begreifen, dass man gewisse Dinge wie den Berg des Lebens nicht bewegen kann, und das er einfach gepflegt werden muss mit all seinen Ecken und Kanten. Ein Leben ohne Ecken und Kanten führen zu wollen, ist anmaßend und nicht lebenswert, da einfach kein Funken mehr in diesem Leben steckt.

Sie denunzieren ihren Nachbarn zum Beispiel, weil Sie innerlich Neid entwickeln, dass er lachen kann und Sie Sorgen haben. Doch was erreichen Sie damit? Abends meldet sich Ihr Gewissen und alles in Ihnen wird schwer, der Nachbar wird Sie noch weniger an sich ranlassen, die gegenseitige Wut wächst. Jetzt überlegen Sie, dass Sie für diesen Nachbar da sind, der vielleicht mehr Geld besitzt wie Sie, aber dem menschliche Wärme fehlt. In dem Sie diesen Menschen nicht kritisieren, sondern für ihn da sind, bricht man nach einer Weile das Eis, und er gelangt selber zur Einsicht, denn auch das sind menschliche Gene in uns, die nur unterdrückt werden, aber auch das kann man durch massive Wärme umgehen. Die einzigste wahre Formel ist Albert Einsteins Relativitätstheorie, denn nichts im Leben ist fest, wirklich alles ist relativ, doch der Mensch versucht immer wieder feste Klassen zu erschaffen. Es gibt nichts, was man vollenden kann, nur eine fortlaufende Entwicklung, und es liegt an uns, ob diese angenehm oder schwer ist.

WIR alle sind die Basis und haben es selber in der Hand, ob wir Unvernunft mittragen, sogar selber diese leben und dadurch gefährlicher Nährboden geschaffen wird für menschenverachtende Inhalte, oder ob wir es zulassen, dass diese Welt durch einen ungehinderten, kreativen Lebensfluss lebenswerter gestaltet wird. Die Auszüge aus meinem Buch sollten aufzeigen, dass es Menschen gibt, die sich sehr intensiv mit dem menschlichen Lebensfluss befassen und bereit sind an einer humanen Entwicklung mitzuarbeiten. Es ist nur ein ganz kleiner Auszug gewesen, der Beginn zum Verständnis. Doch gerade im kreativen Bereich lässt man neue Schriftsteller, Künstler, etc. leider kaum zu Wort kommen und gibt ihnen keine Chance.

Es heißt immer, täglich werden Tausende Bücher veröffentlicht, und jene Bücher, die aus den Tausenden ins Auge und der Seele fallen würden, diese lässt man am Wegesrand liegen. Es mag Künstler geben, die sich damit abfinden und es aufgeben, doch ich gehöre ganz sicher nicht zu diesen Menschen. Niemals darf man aufhören für die Kreativität, die Farbe im Leben sich einzusetzen.

Entschuldigen Sie, dass ich es als kleiner bürgerlicher Schriftsteller aus Leidenschaft wage, zu behaupten, dass ich ein Werk verfasst habe, welches manches mal nicht sanft formuliert ist und auch durch eine gewisse authentische Art geprägt ist, aber auch das Potenzial besitzt, etwas im humanen Verständnis, im Gesellschaftskreislauf zu bewegen. Immer wieder wird erzählt, dass es keine Alternativen im Leben gibt, aber diese gibt es, nur müsste man dazu auch mal auf die Kleinen vertrauen!

In der Hoffnung, mein Buch Die Menschliche Welle Zwischen Politik, Menschlichkeit und neuem Bewusstsein doch noch durch die Hilfe eines Sponsors oder Investors veröffentlichen zu können

verbleibe ich Hochachtungsvoll

Ihr Joachim Sondern

Meine Autorenpage: http://www.autor-joachim.eu

Journalistenpage: http://www.buergerstimme.com

Authentischer Journalismus am Puls der Gesellschaft. Wir sprechen Themen an, die das Potenzial haben etwas zu bewegen in unserer Gesellschaft. Bei Buergerstimme wird nicht das Klischee der einfachen Massenberichterstattung bedient, sondern vielmehr offen, ehrlich und mutig Nischen und Hintergründe beleuchtet, die meist kaum jemand mehr anfasst. Unser Journalistenteam lässt sich in gar keine Schublade stecken, weder mit seinem erfrischenden Schreibstil noch mit den Themen. Unser Anliegen ist es, möglichst viele Leser mit buergerstimme.com zu begeistern, und daher kommunizieren wir auch mit unserer Leserschaft, ihre Anliegen werden berücksichtigt, verwertet, so weit dies möglich ist. Wir verstehen uns daher nicht als reine Informationsplattform, sondern möchten die Nähe zum Bürger nicht verlieren, nehmen somit die Belange der Leser äußerst ernst. Es geht nicht nur um kritischen Journalismus, sondern auch um die reale Sprache der Hoffnung und des Miteinanders heute leider kaum noch zu finden.





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