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Älterer Tibeter fleht nepalesische Polizei um Gnade an (Archivbild)
Älterer Tibeter fleht nepalesische Polizei um Gnade an (Archivbild)
26.07.2010 22:34 | Politik | zurück

Nepal liefert zwei tibetische Flüchtlinge an den chinesischen Grenzschutz aus


IGFM München


Wie der Sender Voice of Tibet ( VOT, Die Stimme Tibets ) berichtet, hat in krasser Mißachtung des sogenannten "Gentlemans Agreement" mit der Flüchtlingsagentur der Vereinten Nationen in Nepal die nepalesische Polizei zwei Tibeter im Distrikt Humla festgenommen und den chinesischen Grenzschutzsoldaten überstellt.

Um Mitternacht am Mittwoch sandte ABC News in Nepal die Nachricht über die Festnahme der zwei Tibeter und ihre Rückführung nach Tibet, berichtete Dorjee Damdul, der Leiter des Tibetan Refugee Reception Centre in Kathmandu, dem Sender Voice of Tibet.

Dorjee kontaktierte sofort das Büro des UN Flüchtlingshochkommissariats in Kathmandu, das die Auslieferung der Flüchtlinge nach Rücksprache mit dem Fernsehkanal bestätigte. Über die Identität der zwei Tibeter ist nichts bekannt.

Hunderte von Tibetern riskierten bisher alljährlich ihr Leben, indem sie die gefährliche Flucht über die gebirgige Grenze nach Nepal antraten. Nepal, in dem es keine Asylgesetzgebung gibt, hat in letzter Zeit die Überwachung an seinen Grenzen zu Tibet dermaßen verschärft, daß es Tibetern kaum mehr möglich ist, aus ihrem besetzten Land zu entkommen.

Um International Campaign for Tibet ( ICT ) zu zitieren: "Die massive Einflußnahme Pekings auf die nepalesische Regierung, die Grenzschutztruppen, das Justizsystem und die ablehnende Haltung der Zivilgesellschaft in einer Phase politischer Unsicherheit in Nepal, bedeuten für die Tibeter, daß ihr Schutz immer dürftiger wird und damit die Gefahr der Festnahme und Rückschiebung immer größer, was sie zunehmend demoralisiert".

Schätzungen zufolge flohen in der Vergangenheit jährlich 2.500 bis 3.000 Tibeter aus ihrem Land. Nepal diente ihnen als Transitland auf dem Weg nach Dharamsala. Diese Zahl ist seit 2008 drastisch gesunken, nachdem Nepal auf den Druck Chinas hin die Sicherheitsmaßnahmen entlang der Grenze verstärkte.

In den letzten Monaten gab es mehrfach Festnahmen von tibetischen Flüchtlingen in diversen Grenzdistrikten Nepals, aber sie wurden nach einigen Tagen im Polizeigewahrsam letzten Endes doch der UN-Flüchtlingsagentur übergeben.

Quelle: Phayul, www.phayul.com



Adelheid Dnges
IGFM
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81247 Mnchen
Telefon: 089/8113574
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Suchbegriffe: tibet nepal gentleman's agreement deportation china kathmandu flchtlinge unhcr abschiebung


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