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Franz Radziwill, Margueriten. 1952. Öl auf Leinwand, 49,8 x 17,8 cm (19.6 x 7 in). Schätzpreis: € 10.000-12.000.
Franz Radziwill, Margueriten. 1952. Öl auf Leinwand, 49,8 x 17,8 cm (19.6 x 7 in). Schätzpreis: € 10.000-12.000.
03.09.2010 17:55 | Kunst | zurück

Investitionsobjekt Kunst


Qualität und Nachhaltigkeit zählen


München, 03. September 2010, ( kk ) - Kunst als Anlage-Alternative wird geschätzt wie nie zuvor. Qualität und Nachhaltigkeit sind dabei die wichtigsten Kriterien. Stimmen diese, werden Spitzenpreise erzielt, so Robert Ketterer, Auktionator und Inhaber von Ketterer Kunst.

Nach ausgezeichneten Ergebnissen im ersten Halbjahr schaut Ketterer äußerst positiv auf den Auktions-Herbst. Tatsächlich dürfte bereits das Angebot vom 22. und 23. Oktober 2010 das Käuferherz höher schlagen lassen, denn neben den großen Namen der Modernen und Zeitgenössischen Kunst verspricht der Sonderteil Seitenwege der deutschen Avantgarde auch Raum für Neuentdeckungen mit Beständigkeitspotential.


1 ) Moderne Kunst

Angeführt wird diese Abteilung von Alexander Kanoldts Wiesenlandschaft mit Gehöft, in der er bereits 1921 die in lockerem Pinselauftrag interpretierte Naturdarstellung mit der scheinbar gegen-sätzlichen kubistischen Formensprache verbindet. Kanoldt erfasst hier nicht nur die Charakteristik der Landschaft, sondern die Seele des Ortes. Die recht weltliche Schätzung liegt bei 20.000-30.000.

Mit 15.000-20.000 ist die Gouache Komposition von 1938 von Otto Freundlich, einem der Pioniere der Abstraktion, angesetzt. Ein aus Quadrat und Kreisfragment entwickeltes Grundmotiv bildet den Ausgangspunkt für diese in ihrer eigenwilligen Dynamik und leuchtenden Farbigkeit sehr überzeugenden Arbeit.

Neben Walter Dexels Ölgemälde Zur Porta Romana II aus dem Jahr 1913 gehen auch Franz Radziwills Margueriten von 1952 mit einer Schätzung von 10.000-12.000 an den Start. Letzteres erinnert nicht nur hinsichtlich des Themas, sondern auch aufgrund des ungewöhnlich niedrigen Betrachterstandpunktes an Dürers Großes Rasenstück von 1503, welches als Schlüsselwerk Nordalpiner Naturdarstellung gilt. Bei Radziwill stehen die in altmeisterlicher Genauigkeit eingefangenen Wiesenblumen jedoch nicht vor der unendlichen Weite des Himmels, sondern vor einem undurchdringlichen roten Fond. Damit setzt der Künstler scheinbar Alltägliches in metaphysischer Unterkühltheit und Präsenz meisterhaft in Szene und lässt einen magischen Realismus von unnachahmlicher Präsenz entstehen.

2 ) Seitenwege der deutschen Avantgarde

Erfolgreich ist man bei Ketterer Kunst auch abseits der gängigen Pfade, denn das Thema Seitenwege der deutschen Avantgarde präsentiert man nun bereits zum sechsten Mal als eigenständigen Werkkomplex. Mit diesem ungewöhnlichen Konzept bietet man vor allem expressionistischen und neusachlichen Künstlern, deren uvre in der Zeit der Nazidiktatur und im Zweiten Weltkrieg stark dezimiert wurde, ein eigenes Forum. Der Fokus liegt hier vor allem auf dem Faktor Qualität und so versprechen Arbeiten von Künstlern wie Christian Arnold ( Frau vor einer Straßenansicht, Taxe: 1.500-1.800 und Torweg, Taxe: 900-1.200 ), Rudolf Jacobi ( Stadtansicht, Taxe: 700-900 ) sowie Erich Borchert ( Sitzende, Taxe: 2.400-2.800 ) auch in diesem Oktober spannende Bietgefechte. Zum Aufruf kommen außerdem drei Arbeiten von Paul Kuhfuss. Neben seiner Skaligerburg in Malcesine ( Taxe: 450-550 ) und einer Straßenecke in Leba ( Taxe: 1.800-2.200 ) beeindruckt er zudem mit der expressiven Darstellung einer Gloxinie ( Taxe: 2.000-3.000 ).

3 ) NACH 1945/Zeitgenössische Kunst


An der Spitze dieser Abteilung steht Fritz Koenigs Pietà mit einer Schätzung von 15.000-20.000. Die 1962/1963 entstandene Bronze ist laut Dietrich Clarenbach unter den an alte Formtradtionen anknüpfenden frühen religiösen Arbeiten Koenigs wohl die stärkste. Die wechselseitige Durchdringung zweier Körper führt hier zu einer grandiosen Präsentation von Form und Botschaft.

Während von Dieter Krieg ein klassisches Ölgemälde ( Ohne Titel ( Kotlett im Schlaufe ) zum Aufruf kommt, präsentiert sich Karl Fred Dahmen mit seiner Chiemgau-Legende, einem für sein Werk der 1970er Jahre typischen Objekt mit Polster, Strick, Leder, Eisen und Kla-vierhämmern. Die Taxe für beide Arbeiten liegt bei je 9.000-12.000.

Neben Sigmar Polkes Parkett-Jubiläum II, einem 1994 entstandenen Künstlerbuch mit mehrmals überdruckten Makulaturbögen der Zeitschrift Parkett ( Taxe: 6.000-8.000 ) gibt es weitere interessante Werke u.a. von Julius Bissier, Adolf Luther und Jörg Immendorff. Letzterer ist mit zwei seiner typischen Affen vertreten. Die kleinformatigen Bronzen Affe zur Umarmung und Affe als Mauerspringer werden für 5.000-6.000 angeboten.

Vorbesichtigung:
Ausgewählte Werke
05.-07. Oktober, Ketterer Kunst, Messberg 1, Hamburg
09.-14. Oktober, Ketterer Kunst, Fasanenstr. 70, Berlin

Alle Werke:
16.-21. Oktober, Ketterer Kunst, Joseph-Wild-Str. 18, München-Riem

Auktion:
Ketterer Kunst, Joseph-Wild-Str. 18, München-Riem ( Messe )
22. Okt., 15 Uhr - Moderne Kunst mit Seitenwege der dt. Avantgarde
23. Okt., 15 Uhr - NACH 1945/Zeitgenössische Kunst
29. Okt., 16.30 Uhr - Alte und Neuere Meister ( PRESSEMITTEILUNG folgt in KÜRZE )

Ketterer Kunst hat sich seit seiner Gründung im Jahr 1954 als einer der wichtigsten Kunst- und Buchversteigerer mit dem Stammsitz in München und einer Dependance in Hamburg etabliert. Galerieräume in Berlin sowie eine Repräsentanz in Krefeld tragen entscheidend zum Geschäftserfolg bei. Abgerundet wird das Portfolio unter anderem durch den renommierten Ernest Rathenau Verlag, New York/München. Außerdem finden immer wieder Ausstellungen, Sonder- und Benefizauktionen sowie Online-Auktionen statt.
Kontakt:
Ketterer Kunst
Joseph-Wild-Str. 18
81829 München
Tel. +49-((0))55244-444
Fax.: +49-((0))55244-177



Michaela Derra
Ketterer Kunst
Joseph-Wild-Str. 18
81829 Mnchen
Telefon: 089-55244-152
Fax: 089-55244-177
Internet: http://www.kettererkunst.de
EMail: m.derra@kettererkunst.de





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