Bild
Kredit für Angestellte, Selbstständige und Hausfrauen auf ...L. Ron Hubbards effektive Lernmethodik gegen Lernprobleme für Lernende aller ...Schweizer Brautpaare erleben in Deutschland auf Schloss Weiterdingen ihre ...S+G Herford erhält neue Genehmigung zur sicheren Entsorgung von radioaktiven ...
RESSORTS
108556 Artikel
Android APPS (Neu)
Auto und Motorrad
Bildung und Weiterbildung
Energie und Umwelt
Freizeit
Gesundheit
Immobilien
Industrie und Hightech
IPad APPS (Neu)
IPhone APPS (Neu)
IT und Software
Karriere und Beruf
Kultur
Kunst
Lifestyle
Logistik, Transport und Verkehr
Marketing und Vertrieb
Marktforschung und Consulting
Medien
Medien und Telekommunikation
Mode
Musik, TV, Kino
Politik
Ratgeber Recht
Sport
Tourismus, Reise und Freizeit
Vereine und Verbände
Vermischtes
VIP - Künstler
Wirtschaft
Wissenschaft
Wohnen, Bauen, Garten

FeetBurner


Facebook Add


Unique Content
Bild

Bild
 


26.11.2009 11:56 | Bildung und Weiterbildung | zurück

Ein Buch mit sieben Siegeln: Deutschlands Schüler und die Marktwirtschaft


Unternehmerverbände fordern mehr Platz für ökonomische Bildung in der Schule


Mainz/Düsseldorf, 23. November 2009 - Schlechte Noten für rheinland-pfälzische Schulbücher hat die Landesvereinigung Unternehmerverbände Rheinland-Pfalz (LVU) http://www.lvu.de verteilt. Die verständliche Schilderung von ökonomischen Zusammenhänge komme hier erheblich zu kurz, so das Urteil einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) http://www.iwkolen.de in Köln im Auftrag der LVU und des Arbeitgeberverbandes Chemie Rheinland-Pfalz (AGV Chemie) http://www.chemie-rp.de.

Die Untersuchung mit dem Titel "Unternehmer und Soziale Marktwirtschaft im Schulbuch in Rheinland-Pfalz" setzte sich mit den Schulbüchern für die Unterrichtsfächer Geschichte, Erdkunde, Wirtschafts- und Sozialkunde auseinander. Untersucht wurden Schulbücher aller Schulformen der Sekundarstufen I und II. "Die Inhalte der rheinland-pfälzischen Lehrpläne tragen nicht originär zum Aufbau einer ökonomischen Grundbildung bei", kritisierte Hans-Peter Klös vom IW bei der Vorstellung der Studie in Mainz. Die Unternehmen würden wie eine Black-Box dargestellt, die im besten Fall ihre Funktion in der Wertschöpfungskette und als Arbeitgeber erfüllen " und im schlechtesten Fall müsse es halt der Staat richten.
"Begriffe wie Leistungsprinzip, Privateigentum, Wirtschaftskreislauf, Preisbildung und Funktionen von Steuern werden in den aktuell gültigen Lehrplänen der gesellschaftswissenschaftlichen Fächer nicht oder nur vereinzelt verwendet", so Klös. Besonders schlecht schneiden die Schulbücher für die Fächer Erdkunde und Geschichte ab, hier verweigert der IW-Experte die Versetzung: "In den Geschichtsbüchern erfolgt die Darstellung der Sozialen Marktwirtschaft weitgehend aus historischer Perspektive - ohne einen Sinn für Wirkungszusammenhänge zu vermitteln."

Für LVU-Präsident Gerhard F. Braun leitet sich aus den Ergebnissen der Studie vor allem eines ab: "Eine Überarbeitung der gesellschaftswissenschaftlichen Lehrpläne unter Berücksichtigung eines Curriculums ökonomischer Bildung ist dringend geboten." Allerdings sind die Erkenntnisse der aktuellen Studie keineswegs neu: Bereits im letzten Jahr hatte der Bankenverband http://www.bankenverband.de mit einem eigenen Konzept zur ökonomischen Bildung in Deutschland Alarm geschlagen und unter anderem eine entsprechende Ausrichtung der Lehrerausbildung gefordert. "Ökonomische Bildung ist Allgemeinbildung. Wirtschaftswissen ist unverzichtbar, um Jugendliche auf die Lebenspraxis vorzubereiten. Deshalb brauchen wir ein eigenständiges Schulfach Wirtschaft", forderte damals der geschäftsführende Vorstand des Bankenverbandes, Manfred Weber. "Will ökonomische Bildung Chancen eröffnen, so muss sie früh einsetzen. Denn nur wer als junger Mensch einen soliden Grundstock an Wirtschaftswissen erwirbt, kann später darauf aufbauen."

Dringenden Handlungsbedarf sieht auch Udo Nadolski, Geschäftsführer des auf Technical Recruitment und Outsourcing Services spezialisierten Beratungshaus Harvey Nash http://www.harveynash.de in Düsseldorf. "Für viele Schulabgänger sind ökonomische Zusammenhänge spanische Dörfer. Natürlich setzen Lehrer auch eigenes Material ein. Aber darauf kann man sich nicht verlassen. Wenn man junge Leute nur mit Marktmisstrauen und ökonomischen Vorurteilen malträtiert, dann darf man sich wundern, wenn diese jungen Menschen später kein Verständnis für Unternehmertum, Markt und Risiko entwickeln", so die Ansicht des Personalexperten. Deutschland leistet sich eine "Schule der Anti-Kapitalisten" schrieb der Newsweek-Journalist Stefan Theil für die Tageszeitung Die Welt www.welt.de. In der Schule werde nicht das Funktionieren des Marktes erklärt, sondern Werturteile über "böse Manager" und "ungerechte Löhne" gelehrt. Theil verwies schon vor über drei Jahren auf die damals in Berlin und Brandenburg eingesetzten Sozialkundetexte aus dem Cornelsen-Verlag www.cornelsen.de. Im Kapitel "Was tun gegen Arbeitslosigkeit" lernten Kinder nicht etwa, dass Arbeitsplätze von Unternehmen in der Wirtschaft geschaffen werden. Das Schulbuch beschreibe vielmehr Montagsdemonstrationen, staatliche Ausgaben sowie das Programm des Deutschen Gewerkschaftsbundes. "Andere Länder werden fit für die Globalisierung gemacht. Deutsche Kinder werden geschult in den gescheiterten Träumen längst vergangener Zeiten", so Theils Analyse. Viele Schulen blendeten systematisch aus, dass Deutschland neben China am meisten von der Globalisierung profitiere.


KLARTEXT ONLINE
Auf dem Heidgen 27
53127 Bonn
Tel: 0228 620 43 82
E-Mail: info@klartextonline.com





Suchbegriffe:


Permanentlink short: http://www.onejournal.de/44282.html
Permanentlink long: http://www.onejournal.de/item/bildung-weiterbildung/27/ein-buch-sieben-siegeln-deutschlands-schueler-marktwirtschaft-pr96633.html

Diese Pressemitteilung bookmarken:


Weitere Pressemeldungen aus der Rubrik: Bildung und Weiterbildung: