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10.02.2012 17:17 | | zurück

Ausstellung: Combine reality


Eli Cortiñas und Katharina Jahnke


 

„Combine reality“ zeigt zwei Positionen, Eli Cortiñas (geb. 1976, Spanien) und Katharina Jahnke (geb. 1968 in Berlin), die mit dem Medium der zeitgenössischen Collage arbeiten. In Zeiten einer digitalen Bilderflut, in einer Zeit, in der sich Kunst nicht auf eine Gattung, Stilrichtung oder Szene festlegen lässt, sondern sich vielmehr unterschiedlicher, gleichzeitig kontroverser Richtungen und Medien bedient, genießt die Collage in der Gegenwartskunst derzeit ein hohes Maß an Aufmerksamkeit. Ziel der Ausstellung ist es weniger eine Antwort auf die Frage zu geben, wo heute die Collage steht, als zwei künstlerische Positionen zu zeigen, anhand derer die Weiterentwicklung der Collage und ihre Aktualität nachvollziehbar wird. Wurde die Collage in ihrer Gründungsphase noch auf ihre Technik reduziert, reicht sie heute weit über ihre Bedeutung als Arbeitsweise hinaus. Es ist weniger der Vorgang des Zusammenfügens verschiedener Materialien, Objekte und Bilder, welche die Collage zu dem macht, was sie ist. Vielmehr zieht sie sich heute durch alle Medien der bildenen Kunst, in der fremde, meistens vorgefundene Inhalte, oder aber auch kontroverse kunstgeschichtliche Stile und Strömungen miteinander verbunden werden.

Eli Cortiñas\\' und Katharina Jahnkes Werk ist der Beweis für einen Umgang mit der Macht des Bildes, dem mehrere Realitäten zugrunde liegen. Beide Künstlerinnen verharren nicht beim klassischen Material der Collage, dem Papier. Vielmehr zieht sich die Collage in beiden Werken durch eine Bandbreite künstlerischer Ausdrucksmöglichkeiten wie die Skulptur, die Papiercollage oder Fotomontage. In ihren Anfängen war die Collage immer schon Ausdruck ihrer Zeit und damit ein Spiegel gesellschaftspolitischer Strömungen. Auch die Alltagsobjekte, welche Cortiñas und Jahnke in die Skulptur oder Fläche integrieren, sind Spuren einer konkreten Zeit. Doch während Eli Cortiñas auf historisches Material zurückgreift, geben die verwendeten Objekte in Jahnkes Fotomontagen nicht ihre Herkunft preis.

Cortiñas und Jahnke haben beide ein Interesse an der Inszenierung von Situationen und Bildräumen, die auf der Vorlage unserer Realität entstanden und doch Resultat einer subjektiven Bildwelt sind. Schauen Sie selbst! Es gibt viel zu entdecken!

Ausstellungsdauer: 03. März – 14. April 2012, Eröffnung: Fr., den 02.03., 18-21 Uhr

Invalidenstr. 50/51, 10557 Berlin, Di-Fr: 14-18 Uhr, Sa: 12-18 Uhr


FRISCH ist eine private Kunsthalle in unmittelbarer Nähe zu international tätigen Galerien und jungen Projekträumen der Halle am Wasser im Kunstareal hinter dem Hamburger Bahnhof. Initiiert und gegründet wurde die Halle 2008 vom Berliner Kunstsammler Dr. Harald Frisch.

FRISCH fördert und präsentiert überwiegend junge, experimentelle aber auch etablierte, international agierende Positionen der zeitgenössischen Kunst. Die Kunsthalle ist ein Ort für zeitgemäße, künstlerische Positionen, die sich nicht auf ein bestimmtes Ausdrucksmedium festlegen lassen.

Künstlerförderung findet nicht nur über die Ausstellungen statt, sondern auch über Kataloge, die im eigenen Verlag erscheinen. Darüber hinaus wird ein großer Teil der bei FRISCH ausgestellten Arbeiten zum Verkauf angeboten.


KunstHalle FRISCH, Halle am Wasser
Becker,Sabine
Invalidenstr. 50/51
10557 Berlin
www.frisch-berlin.com
sabine.becker[at]frisch-berlin.com




Suchbegriffe: Ausstellungen FRISCH Berlin Kunst


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